Freundin kommt von der Kur nicht wieder! Vorsicht Lang!

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von riekschen 30.05.11 - 09:32 Uhr

Hallo

Ich weiß nicht obich in dem Forum richtig bin, aber fürmich ist es ein "medizinisches" Problem.

Es geht um ein befreundetes Paar.Mit dem Mann sind wir seit unserer Jugend befreundet und die Freundin kennen wir ca. 4 Jahre.So lange sind sie etwa ein Paar. Leider wohnen wir nicht mehr in der Nähe sondern ca. 600Km auseinander. Die Freundin ist seit ca. 2 Jahren Krank geschrieben. Sie hatte schwere Astmaanfälle, so wurde uns immer alles erzählt.

Da wir uns nur 2-3 malim Jahr gesehen haben und die Freundin auch nicht immer über Ihre Probleme reden wollte, weil esIhr bei uns gut ging, hatten wir es auch belassen immer nach zu fragen. Sie war auch schon 2x auf Kur,aber es gab keine Besserung. Meine Vermutung warimmer, daß sie schwere Psychische Probleme (Depressionen)hat und dies der Auslöser der schweren Astmaanfälle sei.
Jetzt ist die Freundin seit ca. 8 Wochen wieder auf Kur

So gestern hatte ich unseren Freund angerufen, da Er diese Woche uns besuchen kommen wollte. Er klang sehr traurig am Telefon und ich fragte gleich nach, was los sei. Er meinte sie beide wären nicht mehr zusammen.... Sprachlosigkeit beimir... Er erzählte mir, daß sie ihm einen Brief geschrieben hat und sie ein komplett neues Leben anfangen will. Sie möchte mit niemanden mehr was zu tun haben. Zu Ihm nicht,zu den Freunden/Bekannten mit den Eltern.... nichts mehr. Sie möchte dort imOrt bleiben und sich dort eine Wohnung suchen.

Mein Freund hat mir gestern erzählt, daß sie wegen schwere Depressionen(was meine Vermutung war) dort ist.Das sie Probleme in der Kindheit hatte (Mutter bestimmend, Vater nicht handelnd). Was jetzt alles in der Therapie herraus gegommen ist bzw. Ihre Wut auf die Eltern.... Ich kann jetzt hier nicht alles ins Detail erzählen sonst wird es noch länger.


Sie versteht sich wunderbar in Ihrer Therapiegruppe und alle sind toll. Mein Freund meinte zu Ihr, daß diese aber alle auch wieder nach Hause fahren und Familien haben und nicht in dem Ort Ihr Leben lang bleiben. Da ich selbst mal schwere Depressionen hatte,kann ich Ihre Gedanken verstehen ,aber ich verstehe das handelmn nicht,auch nicht aus therapeutischer Sicht.

Sie wird dort wohl unterstützt,zwecks Wohnungssuche und wird dann Jobmäßig mit einem "Programm" wiedér in die Arbeitswelt gelassen. Irgendwie 2 h am Tag usw.....

Ich weiß hier ist alles wirr warr,aber wir sind irgendwie alleim Schockzustand...

Vielleicht hat jemand ähnliches schon erlebt ?

VG Rike



Beitrag von schwilis1 30.05.11 - 11:35 Uhr

ich hab von einigen Mitpatienten mitbekommen, dass sie sich noch während oder kurz nach der Therapie von ihren Partnern getrennt haben. und kann es auch gut nachvollziehen.

Man stellt oft während der Therapie fest, dass das was man gerade hat, nciht dass ist was man braucht oder will. oder dass es eben genau das Muster ist was einem nicht gut tut. und dann ist die Trennung die einzige logische konsequenz...

Aber es gibt auch dieses: Ich trenne mich lieber bevor er sich von mir trennt. und man muss halt unterscheiden woran es liegt. so oder so... für mich beides vollkommen verstädnlich und schon oft vorgekommen

Beitrag von riekschen 30.05.11 - 12:16 Uhr

Danke für Deine Antwort... Ich weiß seit gestern das es auch Probleme in der Partnerschaft gab.Sie wollte unbedingt ein Kind, er fühlte sich noch nicht so weit. Sie hatte sich in der Wohnung nicht wohl gefühlt, aber eine größere war auch nicht finanzierbar.

Wie gesagt ich verstehe ihre Gedanken und Ihr Partner auch, aber ich sehe es eher als Flucht vor ihren Problemen. Sie hatte wohl selbst gesagt, daß sie Angst davor hat , daß es ihr wieder schlecht geht, wenn Sie zurück kommt.

Es geht ja nicht nur um Ihre Partnerschaft, sondern das sie ein komplett neues Leben anfangen will.´Sie will nie wieder was mit der Familie zu tun haben, hat aber wohl selbst noch nicht mit den Eltern jemals über diese Probleme gesprochen, die sie hat.

Und das verstehe ich nicht. Wird denn das therapeutisch immer als Lösung angesehen? Fang ein neues Leben an und alles wird gut? Eine gewisse Auszeit von allem verstehe ich, aber diese komplette Wendung.?!

Der Freund fährt morgen noch mal zu Ihr und möchte ein "Abschiedsgespräch" führen um alles für sich zu verstehen.

Beitrag von schwilis1 30.05.11 - 13:25 Uhr

naja komplett mit allen zu brechen ist bestimmt ein davonrennen.

mir persönlich hat geholfen, endlich für mich begreifbar zu machen, dass ich von meiner Familie nicht mehr erwarten kann als sie geben koennen. und das ist nunmal nicht dass was ich brauche. (hoert sich das irre an?)

Ohne die Freundin zu kennen.... vll ist es nur ihr momentaner Standpunkt und es ändert sich in einem Monat wieder. Man weiß es nicht.
ich hab mit meiner Familie gott sei dank nie gebrochen. aber ich hab auch nie mit ihnen geredet. zumindest nicht persönlich. ich hab beim "Familienstellen" alles was für mich wichtig war sagen können. letztlich ging es nie um meine Fmailie oder meinen Freund, nur um mich, dass ich mit Ihnen so wie sie sind zurecht komme.

wer weiß was noch geschieht. Vll ist alles nicht so hochdramamtisch wie es sich jetzt anhoert.

Beitrag von riekschen 30.05.11 - 13:35 Uhr

mir persönlich hat geholfen, endlich für mich begreifbar zu machen, dass ich von meiner Familie nicht mehr erwarten kann als sie geben koennen. und das ist nunmal nicht dass was ich brauche. (hoert sich das irre an?)


Nein hört sich nicht Irre an... Habe es selbst durch, daher kann ich Dich und meine Freundin verstehen...

Er meinte auch dasEr ihr morgen sagen wird, daß er sie noch liebt und ihr noch eine Chance gibt, sie soll einfach sich darüber Gedanken machen, was sie will oder nicht.

Sie wollte ihn auch nie mehr sehen und auch nicht das Er sie noch mal besuchen kommt. Aus Angst das es ihr noch schwerer fällt. da sie noch Gefühle für Ihn hat. Er hat Ihr aber gesagt, daß sie eine Entscheidung getroffen hat, die aber nun 2 Personen betrifft und nicht mehr nur Ihr Problem ist. Er weiß auch noch nicht wie er reagiert. Ob Er in Tränen aus bricht oder sehr gefasst ist. Ich hoffe es wird für beide ein gutes Gespräch.

Es ist ja uns allen wichtig das sie gesund wird.

Beitrag von manavgat 30.05.11 - 17:23 Uhr

Das passiert häufiger, dass nach einer Kur/Therapie alle Brücken abgebrochen werden. Diese Menschen muss man ziehen lassen.

Gruß

Manavgat