Baby und 2 1/2 Jähriger

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Forum: Baby

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Beitrag von gluecksstern123 30.05.11 - 09:46 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

nun ist unser Florian da und ich muss mich dringend mal austauschen.

Unser Großer liebt seinen Bruder, ist aber oft sehr stürmisch. Kaum schläft der Kleine, macht er so laut, dass er wieder aufwacht. Außerdem verlangt er von mir, dass ich ihn uns Bett bringe und im gleichen Augenblick hat Florian Hunger. So geht es ständig. Ich weiß, dass ich beiden nicht gleichzeitig gerecht werden kann und einer zurückstecken muss. Ich versuche mit Julian zu reden, aber er versteht es doch noch nicht richtig. Im Moment ist mein Mann noch zu Hause und wir können uns reinteilen, aber mir wird schon Angst, wenn ich allein mit beiden den Alltag meistern soll. Auch früh, wenn es zur Tagesmutti geht, stehe ich unter Druck. weil Julian gehen muss und Florian aber Hunger hat.

Wie haben das ander Zweifachmamas gemacht? Habt Ihr ein paar Tipps für mich? Wie kann ich Julian besser integrieren?

Danke.

lg Ramona

Beitrag von karra005 30.05.11 - 10:08 Uhr

Ich bin jetzt keine 2-fachmama aber stillst du? Wenn ja, was spricht denn dagegen dein baby stillend auf einem arm zu halten während du den anderen Arm benutzt um deinen großen ins Bett zu bringen. Ich bin öfters mal stillend durch die Wohnung gerannt. Wenn sie Würmer noch so winzig und leicht sind, geht das. Mit Flasche wird es erst was wenn das Baby es schafft die Flasche selbst fest zu halten.

Beitrag von muehlie 30.05.11 - 12:50 Uhr

Dein Großer fordert jetzt die Aufmerksamkeit, um sicherzustellen, dass das Baby nicht seinen Platz einnimmt und er nicht ab sofort nur noch die zweite Geige spielt. Gib ihm diese Aufmerksamkeit, das verhindert Eifersucht und Konflikte.
Binde den Großen so weit es geht in die tägliche Babypflege mit ein. Lass ihn kleinere Aufgaben in Zusammenhang mit dem Baby übernehmen. Wenn das Baby gebadet werden soll, dann geh z.B. zusammen mit Baby und dem Großen in die Wanne. Ebenso kannst du es beim Duschen machen. Besorg dir eine vernünftige Tragehilfe oder ein Tragetuch und trage das Baby, während du dich um den Großen kümmerst. Auf diese Weise wirst du beim Großen auch am ehesten Verständnis für die Bedürfnisse des Babys bekommen.
Wenn du wegen des Großen weg musst, du aber vermutest oder die Erfahrung gemacht hast, dass der Kleine genau dann Hunger bekommt, ziehe die nächste Fütterung etwas vor.

Generell ist es einfacher für das Baby, sich in den vorhandenen Rhythmus des Großen einzufinden, als für den Großen, sich plötzlich an einen neuen Baby-Rhythmus zu gewöhnen. :-)

Beitrag von miau2 30.05.11 - 13:26 Uhr

Hi,
wir haben ziemlich genau den Abstand 2,5 Jahre. Ich hatte von Anfang an wenig Hilfe, da mein Mann in der Zeit, wo unser Kleiner geboren wurde pro Woche locker 60 Stunden gearbeitet hat. Urlaub? Wochenbett? Gabs nicht.

Ging trotzdem. So gut, dass unser Großer sehr, sehr selten eifersüchtig war, und die beiden lieben sich aus ganzem Herzen - beim Großen war es Liebe auf den ersten Blick. (Ja, natürlich fliegen inzwischen auch mal die Fetzen, das gehört nun mal dazu - heute sind die beiden 5 und 2,5).

Was mich gerettet hat war das Tragetuch. So war der Kleine immer mit dabei, aber nicht (nicht böse gemeint!!) "im Weg". Und die Hände waren frei.

Ich habe gestillt, anfangs sogar mit richtigen Startproblemen (saugverwirrung nach Kinderklinikaufenthalt). Und gelernt, wie man prima mit Stillkissen stillen kann und der Große sitzt daneben und hält mir das Buch hin, aus dem ich vorlese. Und bei der einen oder anderen Stillmahlzeit durfte sich der Große etwas zu essen (ein Becher Milch, ein keks...) dazu holen. Wäre ja auch unfair, wenn nur einer etwas zu futtern bekommt ;-).

Mit dem Tragetuch musste unser Großer auch auf keine außer-Haus-Veranstaltung verzichten. Wir waren auf dem Spielplatz (im Januar), beim Kinderturnen, beim Spielkreis (beim ersten Mal mit zweien war der kleine 5 Tage alt - und hat die gesamte Veranstaltung mit einer Trinkpause im Tuch verschlafen).

Und wenn ich abends alleine war habe ich halt mit Baby auf dem Arm vorgelesen. Und gekuschelt. Gehen tut vieles, und unser Großer hat durchaus honoriert, dass ich mir alle Mühe gegeben habe - da war es dann auch nicht so schlimm, wenn unser Kleiner mal die Kuschelrunde mit Dauergebrüll untermalt hat. Auch das ist natürlich vorgekommen.

Abgesehen davon: das abendliche ins-Bett-gehen ließ sich auch mal um eine viertelstunde verschieben. Füttern beim abendlichen Vorlesen war dann doch eher die Ausnahme. Ging aber auch.

Und sobald der Kleine geschlafen hat haben wir Legotürme gebaut, gepuzzelt, die Eisenbahn aufgebaut... - einfach Dinge speziell für den Großen gemacht. Auch wenn es mal nur eine halbe Stunde war, mal eine Stunde - hauptsache, es war auch Zeit nur für den Großen da.

Tagesmutter oder umfangreiche andere Betreuung hatten wir nicht. Ich denke sogar, dass unser Großer sich dann eher abgeschoben vorgekommen wäre - er wollte ja teilhaben, fand das ganz toll mit dem kleinen Bruder. Was wir hatten war ein Vorkindergarten für 2x3 Stunden, wo er immer - auch in den ersten Wochen - gerne hingegangen ist.

Und wenn wir da mal in der Anfangszeit eine Viertelstunde zu spät angekommen wären hätten wir höchstens einen verständnisvollen Blick bekommen. Der Stress hielt sich wirklich in Grenzen. Auch da wieder - das Tragetuch (oder, wenn wir mit dem Auto hin sind, der kuschelige dicke Fußsack in der Schale) - was mir das allein an Anzieherei beim Baby (und damit an Zeit) erspart hat - einfach super.

Viele Grüße
Miau2