Ich muss es einfach loswerden - was denkt ihr?

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von sacoma 30.05.11 - 17:37 Uhr

Hallo,

erstmal im Vorraus, ich weiß, dass ihr keine Ärzte seit aber es geht mir eher um Aufmunterung und Meinungen. Das Medizinische macht dann mein Arzt.

Ich leide seit 13 Jahren unter schlimmen Menstruationsschmerzen und Blutungen. Seit dem ich 18 Jahre alt bin, nehme ich regelmäßig Tramal und an guten Tagen Ibuprofen600. Sitzen ist eine Qual, es fängt an schnell weh zu tun, GV ist ebenfalls mit Schmerzen verbunden.

Ich habe Krampfadern an der GB eine Myomatose und eine leicht gekippte Gebärmutter.
Im Jahr 2007 hatte ich eine Embolisation, das leichte Linderung brachte, seit der Geburt der Zwillinge ist es wieder schlimm geworden. Ich habe meistens 3-8 Wochen lang schlimme Blutungen, dazwischen immer Schmierblutungen, die Schmerzen zermürben mich, es bestimmt mein ganzes Leben.

Jetzt bin ich 27 Jahre alt und möchte endlich ein normales Leben führen, ohne Schmerzen, ganz unbeschwert und leicht.

Unzählige Therapien habe ich durch:

- östrogenfreie Pille
- 3-Monatsspritze
- Myomenukliation
- Myomembolisation

Die GB soll raus, dass ich mein Wunsch, ich kann doch mein Leben lang nicht wegen einem Organ auf alles verzichten. Es bestimmt mein Leben.

Denkt ihr, dass es Ärzte gibt, die das machen würden auch in meinem Alter oder muss ich weiterleiden. Am 16.6 habe ich einen Termin in der Uni und bin so nervös, dieser Termin könnte mein Leben zum Guten wenden.

Wer hat ähnliche Erfahrungen? Was denkt ihr?
Wie gesagt, ich suche Ratschläge und keine medizinische Begutachtung!

LG

Beitrag von kawatina 30.05.11 - 18:10 Uhr

Hallo,

es geht ja um deine Lebensqualität, welche durch dein Leiden erheblich eingeschränkt wird.

Die Ärzte werden sicher Bedenken äußern, aber wenn es dein Leben so bestimmt, werden die das sicher durchführen.
Gerade weil du bereits Kinder hast, spricht ja nichts dagegen.

Vile Grüße
tina

Beitrag von hermiene 30.05.11 - 20:22 Uhr

Dumme Frage: Hast Du es schon homöopathisch mit Magnesium versucht!!!

EInige Tag VOR Beginn schon anfangen und dann die komplette Regel durchnehmen. Hat bei mir Wunder gewirkt.

Bei mir ist es erst durch die zweite Geburt (3. SS) besser geworden (noch nicht weg, aber erträglich) - vielleicht noch ein Kind ;-)

Mir würde noch Akupunktur einfallen, das muß aber jemand mit Erfahrung machen!!!

In Deinem Alter Uterus raus ist schon heftig!!! Du wärst noch 15Jahre eine potentielle Mutter, da kann in Deinem Hirn viel passieren und plötzlich willst Du doch noch ein Kind.
Könnte mir vorstellen, dass die Dich ausführlich auf den Kopf stellen, auch psychisch.

Berichtest Du wie der Termin aus ging? Ich frag mich echt warum Frau so nen Mist mitmachen muß... Nichtmal ne Schwangerschaft verläuft ohne Schmerzen der Dehnungbänder und Co #augen

LG,

Hermiene

Beitrag von tigaluna 30.05.11 - 20:30 Uhr

Warum lässt du dir nich eine Pille verschreiben, die man im Langzeitzyklus nimmt? Das würde bedeuten, das du diese 6 Monate nimmst, dann eine Pause machst (1 Woche) und dann wieder mit 6 Monaten weiter machst. So hättest du nur knapp 2 mal im Jahr eine kurze Blutung.

In Deutschland ist diese Methode nicht allzu bekannt, in anderen Ländern ist es das Mittel der Wahl.
Die Blutung unter Pilleneinnahme ist eh nie mit einer ohne Hormongabe vergleichbar (falls das gleich kommen sollte), daher ist sie auch nicht nötig.

Eignen tun sich dafür Cerazette, Lilia, Bellisima und noch einige andere.
Lass dich von deinem Frauenarzt aufklären.

Beitrag von ninast83 30.05.11 - 21:30 Uhr

Hallo
Ich kann mich tigaluna nur anschließen!! Litt auch mein leben lang an höllischen schmerzen und blutungen....bei mir wurde per OP endometriose entdeckt! seitdem nehme ich die pille im langzeitzyklus und ich muss sagen meine Lebensqualität ist wieder hergestellt!
Ich kann verstehen wie es einem auch vorallem psychisch geht und das man sich kaum verstanden fühlt! Blutungen, schmerzen, blutungen, schmerzen,......Ich nehme sie auch 7-8 Monate durch, solange es mir gut geht und ich keine Zwischenblutungen bekomme spricht nichts dagegen sie im Langzeitzyklus zu nehmen. Ältere Generationen verstehen es zwar nicht (wie meine Mutter) die meinen : Man muss doch bluten!" doch mein FA sagte mal : Was soll an Blut gut sein?!"

Hast du das schon versucht? Eine stärkere Pille und dann durchnehemen?!
Alles Gute!!

Beitrag von sacoma 30.05.11 - 21:36 Uhr

Hallo,

die Langzeitpille nehme ich schon lange, ich nehme Cerazette. Leider habe ich unter der Einnahme immer wieder Blutungen und vorallem Schmierblutungen! Die Schmerzen sind nicht besser geworden, nach der Geburt der Zwillinge eher schlimmer.

Ich vertrage das ganze nicht, ich bekomme üble Magenschmerzen und leide unter Brechreiz und Übelkeit. Lasse ich die Pille weg, dann geht es mir gut.

Ich habe therapeutisch wirklich schon viel durch! Akkupunktur als alternative Methode auch.

Es ist ein Teufelskreis!

Danke für eure lieben Ratschläge!

Beitrag von ninast83 31.05.11 - 07:08 Uhr

Cerazette hat bei mir auch nicht funktioniert! Nehme deshalb eine stärkere! Mein Arzt sagte mal das diese und eine andere für mich einfach zu schwach sind! Finde ich zwar zwischenzeitlich zwar auch doof mir immer soviel hormone geben zu müssen, aber teufelchen links ( hormone)und teufelchen rechts ( lebensqualität)...... es geht nicht anders, sonst wäre ich aufgrund der schmerzen ständig krank!!

Beitrag von palesun 31.05.11 - 07:59 Uhr

Warum fragst du, ob Ärzte das machen, wenn du bereits einen Termin in der Klinik hast?

Also mir liegt es fern mir ein Urteil zu erlauben, nur du weißt, wie groß dein Leid ist.
Aber du möchtest Meinungen.

In der Naturheilkunde würde man so schnell die GBM nicht entfernen, sondern den Manschen als Ganzes sehen und behandeln.
Die "Krankheit" würde bei Entfernung nicht geheilt, sondern würde sich nur verlagern.... auf einen anderen Teil des Körpers.

An deiner Stelle würde ich zu einem Heilpraktiker gehen und mich behandeln lassen. Dazu brauchst du allerdings noch Geduld, so eine Behandlung ünterdrückt ja keine Symptome.

Ich würde das vor einer so großen OP noch ausprobieren.

LG palesun

Beitrag von sacoma 31.05.11 - 09:17 Uhr

Hallo,

ich habe ein Gesprächstermin in der Klinik, keinen Termin zur Durchführung!

Leider bin ich kein großer Fan der "ganzheitlichen Medizin" ich denke, dass man daran auch innerlich glauben muss, damit das ganze funktioniert. Leider kann ich das nicht, ich bin eher "schulmedizinisch" orientiert.

Aber vielen Dank für deine Rat und deinen lieben Tipp!
Danke!

Beitrag von flammerie07 31.05.11 - 10:41 Uhr

hm, ich weiß nicht ob es in denem Fall sinnvoll ist, aber hast du mal Ostheopathie versucht?

ich weiß es ist nicht zu vergleichen, aber ich hatte sehr lange starke Schulterschmerzen und habe es mit zweimaliger ostheopathischer Behandlung gut in den Griff bekommen.

bei der Ostheopathie wird ja nicht symptom- sondern ursachenbezogen behandelt. einen Versuch wäre es evtl. wert bevor du dir wirklich die GBM entfernen lässt.

viel #klee

Flammerie07

Beitrag von madam-mim 31.05.11 - 11:35 Uhr

Hallo Sacoma,

bis 11/10 ging es mir ähnlich wie Dir.

Denn seit dem ich die Hysterektomie hinter mir habe kann ich mein Leben wieder genießen!

Ich erzähle Dir hier mal kurz (oder lang?!?) wie mein "Werdegang" war.

Ich habe drei wundervolle Kinder. Schon vor meiner Großen (12/98) hatte ich mehrere OP's wegen Ovariar-Zysten und Endometriose.

Immer wieder wurden mir die verschiedensten Hormonpräparate verschrieben. Alles und Alle habe ich versucht, jedoch mußte ich jede Behandlung abbrechen, da entweder stärkste Nebenwirkungen auftraten, oder die Therapie so garnicht gewirkt hat.

2008 wurde ich dann erneut Schwanger.

Leider mußte mein Kleiner als Frühchen das Licht der Welt erblicken, da meine GBM übersäht war mit Myomen. Bei der Entbindung, welche in einem Not-Kaiserschnitt endete, wären mein Sohn und ich fast gestorben...

Bis dahin dachte ich auch schon immer, wenn ich meine Regel hatte, ich müßte sterben. Sehr starke Blutungen (--> niedriger HB-Wert) und diese höllischen Schmerzen.

Leider wurde es aber noch schlimmer.... Die Blutungen waren nun meist mind. 2 Wochen, dann eine Woche (sry) geschmier, 3-4 Tage nichts, und schon ging es wieder von Vorne los. Also blieb in der "Blutungsfreien-Zeit" nicht mal die Zeit, damit mein Körper sich wieder erholen könnte.

Dann habe ich meinem FA gesagt, das ich das so nicht mehr will. Alle 2,5-3 Wochen das Gleiche. Das meine Kräfte am Ende sind, und ich für meine Kinder da sein will, dazu aber aufgrund der Schmerzen und der langen, starken Blutungen garnicht die Kraft habe.

Mußte mir dann auch anhören, das ich ja noch viel zu jung (32j.) wäre, und was wäre, wenn ich noch Kinder haben möcht?! Meinen Arzt habe ich dann nur gefragt, ob ich denn verrückt wäre, 1. wurde bei und nach der Entbindung meies Sohnes gesagt, das ich Glück hatt, und eine nächste Schwangerschaft höchst warscheinlich tödlich enden könnte, und das ich auch ohne diese Aussage nicht mehr als 3 Kinder haben möcht, meine Familien-Planung als abgeschlossen sei.

Ich sollte noch eine Woche darüber nachdenken, und wenn ich immernoch diesen Schritt machen möchte, so sollte ich dann wieder kommen.
Nach einer Woche ging ich wieder hin, um die Einweisung zu abzuholen.

Nach einem US stand dann fest, das ich nicht "nur" Endo und Myome habe, sondern auch noch Endometriumhyperplasie habe, welches eine Vorstufe zum Endometriumkarzinom, kurz GBM Krebs ist.

Naja, wie schon erwähnt, lebe ich nun OHNE Gebärmutter, und es ging mir seit ich meine Regel das erste Mal hatt nie besser.

Mein HB-Wert hat sich nun fast normalisiert, ich bin nicht immer müde, kann mit meinen Kindern herumtollen, und muß nicht ewig Schmerzmittel in mich hineinschmeißen....

Ich wünsche Dir alles Gute, auf dass Du an einen kompetenten Arzt gelangst.

Liebe Grüße, und vielleicht läßt ja mal von Dir hören, wie es bei Dir nun weiter geht.

Madam-Mim

Beitrag von sausi72 31.05.11 - 11:39 Uhr

Hallo Sacoma,

also ich persoenlich wuerde mich nach so einem Leidensweg operieren lassen. Du hast ja bereits Kinder und Du moechtest endlich wieder ein schmerzfreies Leben haben. Dass die OP natuerlich auch starke Risiken hat, brauche ich, glaube ich, nicht zu erwaehnen.
Du wirst sicher Aerzte finden, die den Eingriff vornehmen.

Alles Gute fuer Dich und Deine Entscheidung

Sausi

Beitrag von sarahg0709 31.05.11 - 17:27 Uhr

Hallo,

hattest Du eine Bauchspiegelung, um Endometriose auszuschließen?

Wirklich raten kann ich Dir nicht. Ich selbst leide seit Beginn an unter starker Mens mit starken Schmerzen.

Bei mir wurde allerdings ein relativer Östrogenüberschuss festgestellt. Ich nehme jetzt in der 2. Zyklushälfte Yamswurzel-Kapseln und Progesteroncreme. Die Schmerzen sind geringer geworden, die Blutungsstärke allerdings nicht. Ich warte jetzt sehnsüchtig auf die Wechseljahre.


LG


Beitrag von sacoma 31.05.11 - 19:41 Uhr

Ja, konnte ausgeschlossen werden.

Bauchspieglung hatte ich 2006, ob ich jetzt Endometriose haben weis ich nicht.

Danke!