Wut auf Krankenkasse

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Beitrag von marinegirl 30.05.11 - 18:12 Uhr

Hallo zusammen,

wir haben heute erfahren, dass unser kleiner Mann (5 Monate alt) wegen seines schiefen Köpfchens eine sogenannte Kopforthese (Helm) bekommen soll. So weit so gut. Der ganze Spass kostet uns dann mal so 1820 Euro. Nicht dass mir mein Kind nicht all das ganze Geld wert ist. Aber das ist man echt ein Batzen Geld.

Ich also alle Unterlagen vom Arzt mit Kostenbescheid an die Krankenkasse geschickt und was bekomme ich als Antwort. Reichen sie mal einen formlosen Antrag mit ihrer Unterschrift ein und Fotos vom Kopf ihres Kindes. Am besten von allen Seiten, oben und unten. Wir haben hier soviel Anträge für solche Orthesen vorliegen, da kann ja jeder sagen, dass er für sein Kind eine braucht. Was der Arzt mir rät ist Nebensache und wird nicht als wichtig befunden. Der medizinische Dienst klärt ab, ob so ein Helm nötig ist. Häh? Ich mach das also nur zum Spass um die Krankenkasse zu schröpfen? Vorallem, was wollen die denn auf so unprofessionellen Bildern sehen? Der Arzt hat schließlich 3-D-Aufnahmen gemacht, wo man den verschobenen Kopf ganz deutlich erkennen kann. Das ist aber meiner Krankenkasse egal. Entweder ich mach das so, oder ich habe Pech gehabt. Kann ja jeder kommen.:-[
Tolle Aussage von denen. Bin so sackig, dass ich schreien könnte.

Hat noch jemand solche Erfahrungen gemacht?

Viele Grüße aus dem sonnigen und heißen Berlin

Saskia & Lucas

Beitrag von moeriee 30.05.11 - 18:20 Uhr

Hi Saskia! #winke

Ich würde sagen: Abregen! Die Krankenkasse wird sicher die Kosten dafür tragen, aber du musst eben diese Antrag stellen. Das ist bei uns auch IMMER so und bisher wurde auch alles anstandslos übernommen. Ob es nun Spezialnahrung im Wert von 500€ pro Monat, eine Neurodermitisschulung im Wert von 409€ oder Silberkleidung war. Das ist einfach das Standardvorgehen und richtet sich nicht gegen dich. Es gibt noch immer einen Haufen Ärzte, die einfach irgendeinen unnötigen Plunder verschreiben und dagegen müssen sich die Krankenkassen schützen. Sieh' es mal von der Seite: Je mehr Unnötiges die KK übernimmt, umso mehr steigen die Beiträge. Auch eure.

Liebe Grüße #herzlich

Marie mit #baby-Louis (25 Wochen alt) #verliebt

Beitrag von elofant 30.05.11 - 19:51 Uhr

Bei uns kümmert sich das Sani-Haus um alles. Sprich ich hole lediglich die VO vom Kinderarzt und schicke die an unser Sani-Haus. Die wiederum schicken die VO mit einem Kostenangebot an die Kasse. Da sind meist auch gleich Fotos etc. dabei.

Die KK wollen Geld sparen, ganz klar. Sicher wird das alles auch noch vom MDK geprüft. Bei uns schon hundertmal wegen Kleinigkeiten passiert.

Kopf hoch! Tief durchatmen und alles einreichen, was benötigt wird. Es lohnt sich!

Nicht jammern, kämpfen!

Beitrag von de.sindy 30.05.11 - 20:49 Uhr

bei uns hat auch das sani haus alles übernommen, die haben auch gleich (ohne auffoderung der kasse) fotos gemacht, eben aus erfahrung. bei uns hat die kasse aber auch nicht gemeckert sondern alles anstandslos übernommen. und das der medizinische dienst sich einschaltet ist glaube auch normal.

bei uns hat die kasse bis zum heutigen zeitpunkt schon versorgungsmittel im wert über 2000€ übernommen. und das wird noch bis zum 5LJ so weiter gehen.

LG Sindy mit Benito (fast 1jahr) der eine schiene trägt sponsored by AOK

Beitrag von elofant 31.05.11 - 07:30 Uhr

Wir sind auch bei der AOK.

Haben Rolli, Therapiestuhl, Orthesen, Kommunikationsgerät bekommen. Der Rolli und das Gerät kosten schon je um die 6Tausend. Orthesen waren denke ich bei 2500Euro.

Von daher denke ich schon, dass die schauen müssen, ob es gerechtfertigt ist. Am Anfang hab ich auch noch gedacht, dass dort nur unfähige Leute sitzen. Aber die "kleinen" Sachbearbeiter haben von den med. Dingen keine Ahnung, daher kommt der MDK ins Spiel.

Unser Sani-Haus hat bis jetzt alles an Schriftkram übernommen. Außer mal einen Widerspruch - den musste ich natürlich selber schreiben. Ich denke, die haben auch die größere Erfahrung, was solche Sachen angeht.

LG; Elo mit Sohnemann (fast 8), der seit 2 Jahren im Rolli hockt.

Beitrag von jerk 30.05.11 - 20:50 Uhr

Hallo,

falls die KK die Kostenüberahme ablehnt: Widerspruch einlegen mit dem vermerk, daß die Folgekosten bei Nichtbehandlung (Zahn- und Kieferfehlstellung, Brille) weitaus höher sind als die Kosten der Kopforthese.

Ich drück die Daumen