Reflux: Diagnose und Therapie - Erfahrungen?

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Beitrag von thalia.81 30.05.11 - 20:25 Uhr

Hallo,

Paul ist 9 Monate. In den ersten Monaten hat er viel gespuckt, der damalige KiA fand das normal. Das wäre nicht außergewöhnlich. Mit ziemlich genau 5 Monaten und dem Besuch bei einem osteopathischen Arzt (Zusammenhang?) endete die Spuckerei.

Seit einigen Wochen allerdings erbricht Paul gelegentlich den Brei schwallartig, beim Essen oder direkt danach. Danach ist er wieder fidel und fröhlich. Er erbricht nicht nach jeder Mahlzeit, aber immer wieder mal. Aber deutlich zu oft (für mich). Nach dem Stillen allerdings spuckt er nie!

Heute hatte ich deswegen endlich einen Termin bei unseren neuen KiA.

Es wurde Ultraschall der Organe gemacht, Paul schrie wie am Spieß und hat sich mit vollem Körpereinsatz gewehrt. Sie konnte nicht sooo viel erkennen. Wichtig war ihr jedenfalls, dass die Nieren okay sind. Ach ja, sein Gaumen sei gerötet. Sie vermutet, dass Paul Reflux hat.

Jetzt hat sie uns an die Kinderklinik überwiesen, zu einer Untersuchung.

Lange Rede, kurzer Sinn.

Wer hat Erfahrungen mit Reflux bei Babys, die schon ein bisschen älter sind? Wie sahen Diagnose und Therapie aus?


LG
Thalia

Beitrag von zwei-erdmaennchen 30.05.11 - 23:44 Uhr

Hi Thalia,

unsere große Tochter hatte die Refluxkrankheit - oder besser gesagt hat sie sie auch mit drei Jahren immer noch. Bei uns tritt sie immer in Wachstumsphasen auf. Uns wurde das so erklärt, dass die Öffnung des Magens wohl schneller wächst als der Muskel, der für das sichere Verschließen zuständig ist. Sobald der nachgewachsen ist schließt es wieder richtig und die Probleme sind verschwunden. Weil die Zwerge anfangs fast permanent am Wachsen sind gehen diese Phasen ineinander über und darum ist in den ersten Monaten häufig nahezu ununterbrochen diese Symptomatik da. Danach kommt und geht sie...

Uns wurde damals dringend von einer näheren Untersuchung abgeraten weil das einfach eine Quälerei ist (Magensonde mit 24 Stunden-Messung etc). Die Diagnose kann man auch im Ausschlußverfahren relativ sicher stellen. Und wirklich gemacht wird daran in den ersten Jahren eh nichts (ausser medikamentöse Behandlung). Wir bekamen damals Medikamente (antra mups) die wir ihr geben mussten. Daraufhin wurde es schlagartig besser. Wurden die Medis abgesetzt kam es wieder schnell auf. Das wiederholte sich immer und immer wieder, daher können wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sie tatsächlich diese Refluxkrankheit hat.

Mit den Jahren sollte sich das von selber erledigen. Mittlerweile hat sie das nur noch gaaaaaaanz selten - es ist also kein wirkliches Drama mehr.

Ich würde auch immer wieder so entscheiden denn diesen Untersuchungsmarathon würde ich keinem Kind zumuten wollen (zumal es eben eh wenig bringt).

Liebe Grüße
Ina #winke