Die normalen Ängste einer Mutter??! Sterben? Was kann ich dagegen tun?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von anna_lucas 30.05.11 - 20:34 Uhr

Hallo,

ich plage mich schon länger (seit 2009 genau) mit Ängsten was aus meinen Kindern wird wenn ich mal nicht mehr bin.

Zur Vorgeschichte: Im Jahr 2009 erlitten meine Oma und die Oma meines Mannes beide Schlaganfälle. 2 entfernte Cousinen meines Mannes wurden ermordet, bei meinen Schwiegereltern wurde eingebrochen, 2 Onkels (einer auf meiner Seite der Familie, einer auf der Seite meines Mannes) kippten einfach von jetzt auf eben tot um (waren beide grade mal 50 Jahre alt). Meine Oma erlitt ebenfalls noch einen Oberschenkelhalsbruch und ich hatte nach der Geburt meines dritten Kindes massive medizinische Probleme (Ausschabung, Not-OP, allergische Reaktion auf ein Antibiotikum usw. - ich dachte schon mein letztes Stündlein hätte geschlagen).

Seitdem habe ich oft Ängste was wäre wenn ich nicht mehr da bin. Meine Kids sind 7, 4 und anderthalb Jahre alt und mein Mann sehr beruflich eingespannt. Meinen Eltern und den Schwiegereltern würde ich es nicht zutrauen die Kinder so zu erziehen wie ich es mir vorstelle (sie sind eben schon über 50 und deren Nervenkostüm traue ich ca. einmal die Woche...).

Habt ihr diese Ängste auch? Ist das normal? Meine Mutter und einige Freundinnen sagen jede Mutter hat solche Gedanken. Bei mir äußert sich das so das ich lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zum Arzt gehe. (Der eine Onkel klagte immer wieder über Schulterschmerzen - es war das Herz. Als Sportfan wollte er sich deswegen die Fußball-WM über krankschreiben lassen. Am Tag des ersten Spieles war seine Beerdigung.)

Ab wann sollte man bei solchen Ängsten psychologischen Rat einholen? Oder hilft es eine Lebensversicherung abzuschließen die im Falle des Falles eine Haushälterin/Nanny finanzieren könnte?

Dankeschön für Antworten und Zuspruch

Anna

Beitrag von sandra7.12.75 30.05.11 - 21:08 Uhr

Hallo

Klar hat man als Mutter/Vater diese Ängste,allerdings nicht so sehr das sie mein Leben bestimmen.

Sollte es bei dir schon soweit sein ist es besser einen Arzt um Hilfe zu bitten.

Also wenn du an nichts anderes mehr denken kannst bei jedem Blaulicht einen halben Infakt bekommst und du anfängst gewisse Situationen zu meiden.Da gibt es noch viel mehr.

Alles Gute dür euch.

lg

Beitrag von anna_lucas 30.05.11 - 21:16 Uhr

Nein, so schlimm ist es (noch) nicht. Im Gegenteil, es wird schon besser (seit 2009) aber irgendwo im Hintergrund ist die Angst schon noch da.

War echt ein schönes "carefree" Leben als man noch nicht so dermaßen mit Tod und Krankheit innerhalb der Familie konfrontiert wurde...

Beitrag von sandra7.12.75 31.05.11 - 10:32 Uhr

Hallo

Ich kann mir vorstellen was das bedeutet.Wir hatten hier bis vor 1,5 Jahren viele Schicksalsschläge und gestern haben wir dann mal wieder eine Einladung zu einer Hochzeit bekommen.Das hat mich echt gefreut.

lg

Beitrag von anita_kids 30.05.11 - 21:29 Uhr

Ich denke, diese Gedanken sind schon normal, aber wahrscheinlich hat sie jeder in unterschiedlichem Ausmaß, du hast leider schon viele Leute *zu Grabe getragen* und wirst dir deshalb viel mehr Gedanken darum machen, ich widerum habe noch nie an einer Beerdigung teil haben müssen (ich habe tatsächlich noch nie einen mir nahen Menschen verloren), der Tod hat in deinem Leben schon weitaus mehr Bestandteil, als er in meinem Leben hat und ich denke auch, dass man eben aufgrund dieser Tatsache ein anderes Augenmerk darauf hat.
Das heisst aber nicht, dass ich mir noch nie Gedanken gemacht habe, was aus meinen Mädels wird, falls mir doch mal was passiert, aber bisher gehört der Tod irgendwie noch nicht zu meinem Leben dazu und deshalb werden meine Gedanken zu dem Thema weitaus geringer sein, als deine.

Alles Liebe von mir
Anita

Beitrag von amory 30.05.11 - 22:11 Uhr

Hallo,

da hast du ja eine menge unschöner erlebnisse gemacht.....
ich habe zwar auhc einige todesfällee erlebt, aber das waren entweder alte menschen oder mittelalte männer (die übrigens auch einfach ovn jetzt auf gleich umgekippt sind...)
angst, dass mir etwas apssiert habe ich deshalb eigentlich nicht.
manchmal sorge ich mich um meinen freund, denn der lebt auch nicht gerade gesund.

vorgesorgt habe ich insofern, als ich mit meinem bruder abgesprochen habe, das wir gegenseitig die verantwortung für die kinder übernehmen würden, wenn uns etwas zustößt. und zwar auhc dann, wenn der jeweils andere elternteil noch lebt. sprich: dem übrig gebliebenen unter die arme greifen etc.
ich denke, darauf kann ihcm ich verlassen und meinem bruder würde ich miene tochter jederzeit anvertrauen. ich weiß, er würde sich um sie kümmern als wäre sie seine tochter.

was dich angeht würde ich tatsächlich mal nach profi-hilfe schauen. denn ganz gesund hört sich das cnith an, falls ich das so sagen kann.
vorsorgen ist das eine, ständig drüber nachdenken das andere.

liebe grüße, amory

Beitrag von zubbeline 31.05.11 - 07:53 Uhr

normal finde ich die Gedanken in gewissem Maße schon. Besonders, wenn man etwas erlebt, was einem nochmal deutlich vor Augen führt, wie schnell es vorbei sein kann.

Ich war damals als mein ältestes Kind 2 war mal schwer krank und mein Arzt war sich auch nicht sicher, ob ich mich nochmal richtig erholen werde. Ich war nicht mehr in der Lage mich um das Kind zu kümmern. Monatelang hat das Kind bei meinen Eltern gelebt (übrigens damals auch deutlich über 50....aber sie haben es gut gemacht....50 ist doch kein Alter!)
Zum Glück hab ich mich wieder erholt, aber trotzdem kann es ja aus irgendeinem Grund jeden Moment vorbei sein.
Immerhin hast Du einen Mann, der dann ja sicherlich sein möglichstes tun wird.

Beruflich stark eingespannt halte ich da jetzt für ein blödes Argument. Im Fall der Fälle müßte er sich dann halt Betreuungsmöglichkeiten suchen, mit denen er vernünftig weiter arbeiten kann oder halt deutlich runter schrauben. Aber das läg dann in seiner Verantwortung.

Auch wenn man es nicht hören will und erst recht nicht dran denken will, aber es geht auch ohne Mutter.
In deiner Lage mit Großeltern die noch relativ jung sind und Mann wäre ich vermutlich ziemlich entspannt.

Ich mache mir zwar auch häufiger Gedanken, habe aber auch 2 ziemliche Problemkinder, von denen eines ein Leben lang von den Entscheidungen und der Hilfe anderer angewiesen sein wird. Für beide Kinder interessiert sich der Vater nicht.
Ich weiß definitiv, dass der Weg für mein ältestes Kind nur ins Heim gehen könnte, für das zweite evtl. noch zu den Großeltern oder evtl. auch bei meinem Mann bleiben dürfte, der sich mit ihm aber doch leicht überfordert fühlt. Die jüngsten wären dann aber einfach das Problem meines Mannes....darüber mach ich mir überhaupt keinen Kopf. Ich müßte ja auch klar kommen, wenn ihm was passiert.

Beitrag von sarahg0709 31.05.11 - 10:37 Uhr

Hallo Anna,

diese Ängste habe ich auch. Allerdings bin ich deswegen (und auch wegen anderer Dinge) in psychologischer Behandlung. Und die Ängste sind auch weniger geworden.


LG

Beitrag von hael 01.06.11 - 19:36 Uhr

bei der krasser Vorgeschichte kann ich dich verstehen. Ich habe vor, eine Risikolebensversicherung abzuschließen, denn ich frage mich auch immer, was passiert, wenn.... Das ist nicht teuer und falls einer von euch (ich würde eine für dich und eine für deinen Mann abschließen) was passiert, dann sind eure Kinder zu mindestens finanziell (fehlt deinem Mann, fehlt das Geld, fehlst du, fehlt die Betreuung) abgesichert. Das ist nicht teuer und ich kenne sooo viele Fälle, wo die Familien wegen Geld/Betreuung nach einem Todesfall es wirklich schwer hatten.