SIDS oder Münchhausen-Syndrom???

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Beitrag von poisonyv 31.05.11 - 09:26 Uhr

hallo zusammen!

letztens habe ich das erste mal von der Theorie gehört,dass viele vermeindliche SIDS-Fälle garnicht solche sind,sondern viele Babys dem "Münchhausen-Syndrom" zum Opfer gefallen sind.

Bei genanntem Syndrom tun Mütter ihren Kindern etwas an,um Aufmerksamkeit (oder was auch immer) zu erlangen.
So sagte eine Bekannte,dass manche Mütter ihre Kinder sogar ersticken und als Todesursache SIDS gedeutet wird.
ich finde diese These sehr gewagt,allerdings weiß man auch,dass es dieses Münchhausen-Syndrom gibt.
Keine Ahnung,was ich davon halten soll. Mein Agument,welches zumindest versucht dagegen anzusprechen ist,dass SIDS sich um mehr als 50% verringert hat,seit dem geraten wird,die Babys auf dem Rücken schlafen zu lassen.
Was haltet ihr von dieser These? Und habt ihr je das Münchhausen-Syndrom erlebt,etwa in Verwandschaft oder Bekanntschaft?

Hoffe,das Thema is nicht zu "krass".
Es macht unheimlich betroffen,wenn man nur darüber nachdenkt...

Beitrag von schlange100000 31.05.11 - 09:36 Uhr

#schwitz Schwieriges Thema!!

Also ich kann mir nicht vorstellen das die Gerichtsmedizin nicht raußfindet ob das Kind erstickt worden ist o. an SIDS gestorben ist!! Ich denk mal die erkennen den Unterschied!!

lg #blume

Beitrag von poisonyv 31.05.11 - 09:46 Uhr

aber das ding is ja,dass die todesursache bei sids eben auch oft "ersticken" ist.wer will jetzt rausfinden,ob das kind durch die mutter erstickt wurde,oder weil es mit der nase blöd auf der matratze oder einem kissen lag? mh...

Beitrag von lumidi 31.05.11 - 09:39 Uhr

Hallo,

ich kann mir das auch nicht vorstellen, dass die Gerichtsmedizin es nicht unterscheiden könnte.

LG

Lumidi

Beitrag von spatzi10 31.05.11 - 09:43 Uhr

Hi Poisonyv,

ich finde das eine interessante Theorie.
Zum Glück habe ich das Münchhausen-Syndrom nie erlebt und kenne auch niemanden, der darunter leidet. Sicherlich ist das auch ein Thema über das "man" nicht wirklich gerne spricht. Kann mir also vostellen, dass die "Dunkelziffer" der daran "Erkrankten" sehr viel höher ist, als man so denkt.

Ich denke aber auch, dass es da keinen wirklichen Zusammenhang geben kann. Wenn der SIDS eintritt, dann werden doch sicherlich Untersuchungen, etc. gemacht, die das Einwirken von äußerlicher Gewalt ausschließen sollten... !??

Natürlich ist es ein ganz krasses Thema. Aber ich finde es wichtig zu wissen, dass es auch so etwas gibt, wie so eine Erkrankung.
Es macht mich auch betroffen, alleine der Gedanke...furchtbar.

LG

Beitrag von spatzi10 31.05.11 - 09:43 Uhr

Hi Poisonyv,

ich finde das eine interessante Theorie.
Zum Glück habe ich das Münchhausen-Syndrom nie erlebt und kenne auch niemanden, der darunter leidet. Sicherlich ist das auch ein Thema über das "man" nicht wirklich gerne spricht. Kann mir also vostellen, dass die "Dunkelziffer" der daran "Erkrankten" sehr viel höher ist, als man so denkt.

Ich denke aber auch, dass es da keinen wirklichen Zusammenhang geben kann. Wenn der SIDS eintritt, dann werden doch sicherlich Untersuchungen, etc. gemacht, die das Einwirken von äußerlicher Gewalt ausschließen sollten... !??

Natürlich ist es ein ganz krasses Thema. Aber ich finde es wichtig zu wissen, dass es auch so etwas gibt, wie so eine Erkrankung.
Es macht mich auch betroffen, alleine der Gedanke...furchtbar.

LG

Beitrag von runa1978 31.05.11 - 10:11 Uhr

Das erinnert mich doch sehr an das Buch "Es geschah nebenan". Die neunfache Mutter hat alle ihre neun Kinder verloren... und erst am Ende wurder Verdacht geschöpft...

Ich habe ebenfalls eine sehr interessante Reportage auf BBC gesehen. Dort wurde in den 70er Jahren in einem englischem Kinderkrankenhaus eine Videokamera installiert... Ich habe geheult! Die Mutter hat so lange das Kopfkissen auf das Kind gedrückt, bis die Apparate Alarm schlugen - die Aufmerksamkeit war ihr danach sicher :-[

Ich bin mir auch gerade nicht sicher, ob jeder SIDS-Fall in der Gerichtsmedizin landet?! Und selbst wenn - auch wenn der Gedanke gerade mehr als grausig erscheint - viel Kraft braucht man bei einem kleinen Wesen doch nicht, um ihm die Luft zum Atmen zu nehmen. Kann da ein Gerichtsmediziner äußerliche Gewalt erkennen?!

Fragen über Fragen.... und gerade mal wieder die Erkenntnis wie krank unsere Welt doch ist!!

LG, Runa

Beitrag von hola3 31.05.11 - 13:45 Uhr

jedes tote kind in den alter landet in der gerichtsmedizin!!!!! außer bei bekannten krankheiten und co, da gibt es ausnahmen!

Beitrag von nadine.m21 31.05.11 - 22:09 Uhr

das Buch habe ich auch zuhause.

ich finde das so traurig und schrecklich

Beitrag von miau2 31.05.11 - 10:30 Uhr

Hi,
das Argument mit der Verringerung der SIDS-Fälle durch die rückenlage, das dagegen zu sprechen scheint muss man aber auch etwas relativieren: die gerichtsmedizin hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten einfach auch große Fortschritte gemacht.

Und da SIDS eine "Ausschlussdiagnose" ist, also letztendlich das, was festgestellt wird wenn absolut nichts anderes gefunden werden kann spielt vielleicht (ich kenne nicht ALLE Statistiken, die dafür relevant wären) eine Rolle, dass in den letzten Jahren auch vermehrt andere Ursachen gefunden wurden - in Fällen, die vielleicht noch vor 10, 20 Jahren als SIDS durchgegangen wären.

Dabei will ich gar nicht mal unbedingt davon ausgehen, dass alle anderen Fälle Tötungsdelikte sind. Auch Unfälle und Erkrankungen bzw. die Folgen davon können m. E. nach heute eher festgestellt werden als noch zu Zeiten, wo wir Babys waren.

Ich als Laie würde einfach mal denken, dass beides eine Rolle spielt. Dass die Wahrscheinlichkeit für SIDS sinkt - und dass auch mehr Fälle als etwas anderes erkannt werden.

FÜR die Empfehlung der Rückenlage spricht dagegen, dass offenbar mehr Kinder in Bauchlage (bzw. mit anderen Risikofaktoren, i.d.R. wohl nicht mit einem alleine - andere ganz große sind ja Bettdecken, Kopfkissen, und natürlich Rauchen) betroffen sind.

Es ist auch so, dass viele Morde gar nicht als solche entdeckt und untersucht werden - mein Großvater hat in seiner aktiven Zeit als Leiter einer Rechtsmedizin von ca. einem Drittel bis sogar zur Hälfte (reine Schätzung, woher soll man Dunkelziffern auch genau benennen können) gesprochen. Das war allerdings über alle Altersklassen, speziell zum thema "Kind" weiß ich nichts.

Dazu kommt noch eine Theorie: die berühmt-berüchtigte Matratzenhülle soll ja angeblich in Neuseeland dazu geführt haben, dass es keine SIDS-Fälle mehr geben würde. Ich kenne keine Statistiken über die Sterblichkeit dort im ersten Lebensjahr, aber ein Kritiker hat mal die Theorie in den Raum geschmissen, dass einfach nach allgemeiner Einführung dieses Teiles absolut jeder tote Säugling viel, viel genauer untersucht worden wäre - und dabei dann die Wahrscheinlichkeit, eine tatsächliche andere Ursache als SIDS zu finden einfach höher ist.

Vielleicht liegt irgendwo in der Wahrheit die Mitte: dass immer noch viele (da würde sogar ich von "vielen" reden) Fälle von SIDS eigentlich eine andere Ursache haben, die einfach nicht entdeckt wird. Wie viele dann tatsächlich Tötungsdelikte sind ist aber ein Thema wo ich Aussagen wie "viele vermeintliche SIDS Fälle sind Eltern mit dem Münchhausen-Syndrom zum Opfer gefallen" zu gewagt finde, zumindest ohne jeden Beleg dafür.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von xyz74 31.05.11 - 11:16 Uhr

Ich selber habe sowas nicht erlebt.
Meiner Mutter allerdings.
Eine Nachbarin von ihr hat ihre 4 Babys umgebracht :-(#schock
Sie hat ihnen eine ganz feine Nadel in die Fontanelle gedrückt :-(
Damals konnte man sowas nicht so leicht nachweisen.
Die Frau wurde auch immer von allen für ihr trauriges Schicksal bedauert....
Bis eher zufällig herauskam, dass sie selber die Kinder getötet hat.

Beitrag von hasifm 31.05.11 - 11:48 Uhr

oh gott, ich hätte meinem ersten impuls folgen und diesen ganzen trad nicht lesen sollen! das ist ja schrecklich, wie kann man nur auf solch eine idee kommen ?!
man das gibt wieder alpträume!

Beitrag von maximimi 31.05.11 - 13:35 Uhr

Also erstens sieht man ersticken an der Netzhaut der Augen weil dort Einblutungen entstehen. Die Rechtsmediziner können das also feststellen.

Zweitens ist das was du beschreibst das Münchhausen-by-proxy Syndrom ein reines Münchhausen wäre es wenn die Mutter sich selber was täte und nein, ich glaube nicht dass das oft vorkommt.
Ich kann mir eher Überforderung oder sowas vorstellen als Grund.

Beitrag von havanna0804 31.05.11 - 14:10 Uhr

Hallo,

das was Du hier beschreibst, ist wie meine Vorrednerin schon schrieb, das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Es wird an Dritten, meißt Kindern, verübt.
Gott sei dank kenne ich persönlich keinen Fall, habe nur davon gelesen. Ich glaube, dass das eher die Ausnahme ist. Das beste Beispiel ist ja Holland. Die haben die niedrigste Kindstodrate (0,09 von 1000 Lebendgeburten zum Vergleich Deutschland 0,51 von 1000 Lebendgeburten / Quelle Wikipedia). So schlimm das ist, aber kranke Menschen gibt es immer. Aber diese Art der Störung ist sehr selten.

LG Sandra

P.S.: Mein Kinderarzt meinte neulich, daß alle Frauen, die ihre Kinder nicht impfen lassen, an einer abgewandelten leichteren Form davon leiden. Ich lasse zwar impfen, aber so krass sehe ich es dann doch nicht.

Beitrag von xyz74 31.05.11 - 14:57 Uhr

Den Kinderarzt würde ich gern mal kennenlernen #aerger

Beitrag von schullek 31.05.11 - 16:45 Uhr

der hätte mich zum letzten mal gesehen. sowas braucht die menschheit nicht als arzt.

Beitrag von moonerl 03.06.11 - 09:19 Uhr

Und zu dem Kinderarzt gehst du noch ?? #klatsch

Beitrag von bs171175 31.05.11 - 15:19 Uhr

Huhu

Meine Freundin hat ihr Baby mit gerade 3 Monaten verloren .Das Baby wurde ihr schon fast mit Gewalt aus den Armen genommen damit sie eventuell keine Spuren verwischt,sie konnte sich nicht mal verabschieden .Bei der Obduktion wurde das Kind fast bis zur Unkennlichkeit entstellt .

Wenn keine Ursache gefunden wird ,das heisst wenn man einen Mord 100%ausschliessen kann, nur dann ist es ein SIDS Opfer.

Man kann heute genau feststellen ob da druckspuren auf dem Gesicht sind usw.
denen geht kein MORD durch die Lappen .

Bei meiner Freundin war es eine Sepsis infolge eines Impfschadens aber jeder hat audf SIDS getippt .


LG BS

Beitrag von zwillinge2005 31.05.11 - 16:15 Uhr

Hallo,

Sepsis infolge eines Impfschadens?

Unsaubere Nadel, oder was meinst Du?

LG, Andrea

Beitrag von bs171175 31.05.11 - 16:22 Uhr

nein der Körper ist mit der Impfung überfordert gewesen und da hat die Kleine eine Blutvergiftung bekommen ,warum weiss ich leider auch nicht nur so stehts im Obduktionsbericht ,ach ja und innere Unreife .

Beitrag von zwillinge2005 31.05.11 - 18:22 Uhr

Hallo,

nach welcher Impfung und in welchem Alter war das denn? Um eine Sepsis/Blutvergiftung zu bekommen müssen schon Krankheitserrgeger ins Blut gelangen, die noch vermehrúngsfähig sind. Bei allen Impfungen im ersten Lebensjahr ist dies über de Impfstoff ausgeschlossen (sog. Todimpfstoffe). Um dann eine Blutvergiftung/Sepsis auszulösen müssen also z.B. Hautkeime durch unhygienisches Arbeiten in den Blutkreislauf gelangen.

Da Du den Obduktionsbericht kennst wirst Du also genaueren Einblick in den Fall haben. In welchem Zeitraum nach der Impfung ist das Ereigniss denn aufgetreten?

Innere Unreife ist auch kein Hinweis auf einen Impfschaden.

LG, Andrea

Beitrag von bs171175 31.05.11 - 19:13 Uhr

Hallo


das war die erste Impfung nach Stiko und die Kleine war 3 Monate ,sie ist am Morgen nach der ersten Impfung gestorben .Nachts hatten sie noch mal den KA angerufen da es ihr so schlecht ging und am Morgen war sie tot .
Der KA hat es so erklärt das der Körper sich selber vergifted wenn er nicht mit etwas klar kommt und das das Kleine wohl noch nicht Innerlich im Alterszustand Reif für die Impfung war .

Den Obduktionsbericht haben sie dann extra noch mal von einem anderen Arzt anfordern lassen ,da sie das selbst wohl nicht konnten ,und dem Arzt der geimpft hatte nicht mehr vertrauten und auch der sagte das das so darin steht.

Also definitiv ein Impfschaden ,ich kenn mich da aber nicht mit aus .

Ich weiss nur das das auch der Grund war warum ich meine Maus jetzt später hab Impfen lassen .

Die Kleine war auch nicht Krank haben beide Ärzte gesagt .

LG BS

Beitrag von zwillinge2005 01.06.11 - 10:30 Uhr

Hallo BS,

drei Monate ist nicht besonders jung.
Die erste Impfung kann ab der 9. Lebenswoche gegeben werden. Wenn eine "Unreife" diagnostiziert wurde war das Kind also doch nicht gesund.

Wie lange liegt der Fall denn zurück? Ist dieser Verdacht auf Impffolge denn auch gemeldet worden oder ist es als SID gewertet worden?

Du schreibst es sei "definitiv ein Impfschaden" - dann müsste sich dieser Fall in der STIKO Auflistung finden lassen.

LG, Andrea

Beitrag von bs171175 01.06.11 - 12:15 Uhr

Hallo


Ja das war ein Impfschaden und nein kein Sid .

Der Fall ist auch gemeldet worden .Ich hatte Unreife nicht als Krankheit gedeuted .Die Maus war 9 Wochen zu Früh aber fitt .

Kennst du dich denn mit sowas aus ,denn meine Freundin sucht
mal jemanden mit dem sie sich darüber Unterhalten kann (gegebenenfalls per. Mail )also nicht wien Seelenklemptner ,sondern mehr weil sie vieles nicht so versteht und bei dem Arzt war sie auch so nervös und emotional.

Kann das denn jeder einsehen da bei der Stiko?
Könnte dann da was anderes stehen als im Opduktionsbericht ?
Were für meine Freundin bestimmt interresant.
Hast du da vielleicht nen link zu ????#hicks
Vielleicht kann ich dir ja mal die E-Mail Adresse von ihr geben ????

Na ja erstmal schönen Feiertag
LG BS

Beitrag von bs171175 01.06.11 - 12:47 Uhr

Huhu


Sorry muss noch mal was ergänzen#rofl.War grad auf deiner PN und hab gesehen das du Ärztin bist und ich frag so blöd ob du dich damit auskennst .#hicks

neh neh

lg

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