Hausgeburt

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von seepferdchen83 31.05.11 - 12:15 Uhr

Wer hatte eine geplante Hausgeburt und kann mir davon berichten?
Wie hoch waren die Kosten für die Hebamme?

Beitrag von mercedes2010 31.05.11 - 12:57 Uhr

Ich hatte 3 HG
Die Hebamme, ich hatte drei mal die gleiche hatte mich jedes mal 460 Euro gekostet.

Alle Geburten verliefen ohne Probleme und waren super, keiner der mich auf den Rücken presste oder mir ungewollt einen Tropf legte oder einen Dammschnitt verpasste.

Also ich kann es nur Empfehlen, die Geburt verläuft einfach in ruhe und in würde.

LG

Beitrag von zwei-erdmaennchen 31.05.11 - 13:46 Uhr

Hi,

"Alle Geburten verliefen ohne Probleme und waren super, keiner der mich auf den Rücken presste oder mir ungewollt einen Tropf legte oder einen Dammschnitt verpasste."

Ooooooh, armes Opfer... Ich frag mich immer worüber sich die Frauen beklagen. Wir sind doch keine Marionetten und können sehr gut selbst entscheiden welchen Rat wir annehmen und welchen nicht. Wer das nicht macht ist schlichtweg selber schuld und braucht hinterher nicht zu jammern #augen. Sorry, aber dafür fehlt mir einfach jegliches Verständnis...

Und deine Formulierung ist echt der Hammer - "keiner der mich auf den Rücken presste" #schock. Stimmt, ich vergaß - wird ja immer so gemacht. Dann werden die Frauen noch festgeschnallt und der Mund wird zugeklebt damit sie in Ruhe ihren Dammschnitt machen können #klatsch

LG
Ina #winke

Beitrag von nisivogel2604 31.05.11 - 13:51 Uhr

Weißt du Ina,

in der Klinik hat der Arzt das sagen. Zu Hause habe ich es. Es wird so viel gemacht was unnötig und / oder sogar gefährlich ist. Die meisten Frauen liegen in der Klinik auf dem Rücken. Das ist nunmal so. Die Kaiserschnitt- und Dammschnittraten sind zu hoch. Das ist fakt. Und ist es Sinn der Sache, sich verteidigen und Ängstigen zu müssen, damit es weniger Interventionen gibt?

Beitrag von zwei-erdmaennchen 31.05.11 - 14:21 Uhr

Hi,

über meinen Körper habe ich das Sagen - egal wo ich mich befinde. Ein Arzt kann empfehlen - mehr nicht. Ich musste bei keiner meiner Aussagen diskutieren - wohl auch weil ich das von Anfang an klar gestellt habe. Dass die KS-Rate bei Hausgeburten gering ist das ist schon logisch. Davon muss man sich aber nicht blenden lassen weil ja nur die optimalen Fälle für eine HG angenommen werden. Wenn die Klinik den ganzen schwierigeren Kram abkriegt (zusätzlich zu den normal verlaufenden Geburten natürlich die es auch da gibt) ist es ja nur logisch, dass hier schlechtere Ergebnisse für die Statistiken erzielt werden.

Wie oft ich mir hier schon anhören musste, dass ja die Klinik schlecht und für die schwere Geburt meiner Tochter verantwortlich war... Ja, ich habe in Rückenlage mit Dammschnitt und Saugglocke entbunden. Aber nicht weil sie mich in diese Position gepresst haben sondern weil jede andere Position auch nicht funktioniert hat (warum wurde ja dann klar als die Kleine auf der Welt war). Was ich hier schon darüber diskutiert habe - mit dem Ergebnis, dass tatsächlich jeder - auch die HG-Befürworter - letztendlich zu dem Schluß kamen, dass es anders wohl nicht möglich war. Aber erstmal laut geschrieen...

Ich denke einfach, dass jede Frau selber verantwortlich ist für das was an ihr vorgenommen wird. Gehe ich heute zum Arzt und werde geimpft - stelle ich mich dann hinterher auch als Opfer hin, dass das ja eigentlich gar nicht wollte #kratz

LG
Ina #winke

Beitrag von nisivogel2604 31.05.11 - 14:28 Uhr

Aber ist es Sinn der Sache gleich hianus in den Kampf ziehen zu müssen und klar zu machen, das ICh hier der Chef bin? Zumal das nicht jeder Arzt toleriert?

Muss ich dieses Risiko für mich eingehen? Muss ich mit einer Hebamme rechnen, die ich vielleicht auf den Tod nicht abkann? Muss ich fremde im intimsten Moment meines Lebens dabei haben?

Und wie gesagt: die meisten Ärzten nutzen ihre Machtposition schon gaz gerne aus.

lg

Beitrag von zwei-erdmaennchen 31.05.11 - 15:19 Uhr

Bevor ich darauf antworte: Was ist der Sinn für dich an einer Hausgeburt?

Beitrag von golm1512 31.05.11 - 16:55 Uhr

Das kannst du dir doch ableiten:

Man will die Geburt mit den Leuten getalten, die man sich selber ausgesucht hat und mit denen man in den Monaten vorher eine gute Beziehung aufgebaut hat und die wissen, was man will und man strikt ablehnt.

Ich bin zur ersten Geburt sehr bewusst ins GBH gegangen, weil mir mein damaliger FA enorm auf den Keks ging. Der suchte nur Fehler, fand auch welche, die aber leider keine waren. ICH musste ihm dann vorrechnen, warum gerade nach seiner Listen doch alles in Ordnung war. Ichhatte einfach keinen Bock mehr mich verunsichern zu lassen.

Ich wollte nicht, dass in einer Situation, in der ich nicht ganz in der Welt war, jemand das Kommando übernimmt. (Ich habe 16 Jahre in einem Krankenhaus gearbeitet und ich weiß, was da passiert!! Das werfe ich nciht den Leuten vor, die da arbeiten, sondern dem System, dass alle aus Kostengründen gleich machen will, dass permanent Angst vor Klagen hat, dass sich nicht die Zeit nimmt bzw. nehmen kann, Patienten und auch werdende Mütter gut aufzuklären.)

Ein Krankenhaus kann ein guter Ort für wirklich Kranke sein. Schwangere sind per se erst einmal nicht krank. Im Krankenhaus gibt es zudem viele gruselige Keime, die du Zuhause nicht finden wirst.
Mir hat keiner in die Geburt geredet und keiner ins Stillen und Wochenbett. Wir hatten keine Schwierigkeiten und ich keinen Babyblues. Das zweite Kind kam dann spontan entschieden zuhause und das war noch besser als im GBH, weil ich nicht unterwegs sein musste.

Im Krankenhaus hätte ich mich nicht entspannen können und die Geburten hätten sehr viel länger gedauert. Mir wäre zu keinem Zeitpunkt egal gewesen, wer da in mein Intimstes blickt. So habe ich bestimmt und mir die Zeit genommen, die wir brauchten.

Gruß
Susanne

Beitrag von nisivogel2604 31.05.11 - 18:13 Uhr

Susanne hat es eigentlich schon ausreichend erklärt

Der Sinn an einer Hausgeburt ist ganz klar, das ICH der Chef bin. ich entscheide wer dabei ist, wann derjenige mich anfässt, wann ich ihn hinausschicke und wann er Zuschauer sein darf

Ich will die Geburt nicht mit Fremden erleben

Ich will mich frei bewegen können

Ich will mein Klo, meine, Dusche, meinen Kühlschrank, mein Bett

Ich will mich und das Kind nicht mit Keimen belasten, die gefährlich sind

Ich will so stillen und wickeln wie ich will, nicht nach Tabelle, Plan oder Laune einer Schwester

Ich will Nachts meine Ruhe und keine fremden Babys um mich rum

Ich will keine Interventionen die nicht not tun, nur weil die Geburt sich nicht an die Klinikroutine hält

Ich will nicht, das man mein Kind kurz nach der Geburt wäscht und anzieht

Ich will nicht, das man mir etwas aufzwingt, was ich nicht wünsche

Ich will meine Hebamme nicht teilen müssen unter der Geburt

Und os können wir das ewig weiterführen. Ich bin bei meinen Geburten kompromisslos. Und das konnte bisher kein Arzt und keine tolerieren

Beitrag von zwei-erdmaennchen 31.05.11 - 22:40 Uhr

Genau das meine ich...

Hast du mal deine "Ich", "mich" und "meine" in diesem einzigen Beitrag gezählt???

Ich finde es einfach traurig, denn es geht nicht um das Kind sondern einzig und allein darum, dass alles so läuft wie DU es dir vorstellst. In Zeiten der Emanzipation macht man das jetzt wohl so - es schickt sich nicht sich von anderen reinreden zu lassen (wobei das natürlich nicht immer optimal sein muss, aber dafür ist man ja selber dabei um das zu klären, den Mann gibt es ja auch noch), "fremdbestimmt" zu sein. Lediglich einmal erwähnst du das Wohl deines Kindes...

Es geht leider heute offenbar nur noch darum seine Wunschvorstellungen umzusetzen. Darum, sich später damit brüsten zu können eine HG gemeistert (das Wort alleine schon #augen) zu haben. Wie oft lese ich hier, dass Frauen tagelang in den Wehen liegen und sich über die tolle Hebamme freuen, die dabei nicht reingepfuscht hat. Wer denkt da noch an das Kind??? Dem macht es sicher keinen Spaß tagelang um den Weg nach draussen zu kämpfen. Aber das ist ja egal - hauptsache Mami ist danach stolz und glücklich. Sorry, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Für mich ist das einfach nur egoistisch - sonst nichts.

Ich hasse Kliniken - doch für die Sicherheit meiner Kinder (und auch meiner eigenen) habe ich dort entbunden. Und wie sich herausstellte war das die beste Entscheidung meines Lebens. Dabei wollte mir eine Hebamme sogar noch eine BEL-HG aufschwätzen #klatsch. Wie das ausgegangen wäre weißt du ja.

Was deine Punkte angeht - die wenigsten kann ich unterschreiben.

Ich konnte mich permanent frei bewegen (trotz PDA am Ende), mein Klo wollte und brauchte ich nicht, ich habe gestillt und gewickelt wann es meiner Meinung nach dran war - hat auch kein Hahn nach gekräht. Wenn ich nachts meine Ruhe gewollt hätte (wobei ich nur gaaaaaanz selten überhaupt mal ein anderes leise habe quäken hören) dann gäbe es eine ambulante Geburt, ebenso die Möglichkeit einer Beleghebamme (für mich vollkommen unnötig). Mit Interventionen wurde sehr lange gewartet - meiner Meinung nach sogar zu lange, mein Kind war lange ungewaschen bei ihrem Vater auf dem Bauch, mir wurde nichts aufgezwungen und ich musste meine Hebamme nicht teilen - im Gegenteil hatte ich die meiste Zeit über zwei um mich rumschwirren (wenn ich sie nicht gerade rausgeschmissen habe ;-)). Es muss also bei Weitem nicht so laufen wie du es darstellst. Hier liegt die Kunst wohl in der Wahl der Klinik und dem Auftreten dort. Klar gibt es gute und schlechte Kliniken. Aber es gibt auch gute und schlechte Hebammen. Freunde haben vor einigen Jahren eine HG bei DER Hausgeburtshebamme hier im Umkreis gemacht. Perfekter Ruf, einwandfreie Statistiken,... Nun haben sie dank eines Hebammenfehlers einen schwerstbehinderten Sohn zuhause - auch so kann's laufen.

Beitrag von nisivogel2604 01.06.11 - 07:44 Uhr

Genau, ICH ICH ICH !!! Es geht dabei um MICH und MEIN Kind! Ich übernehme dafür ganz bewusst die Verantwortung, lehne Interventionen ab um UNS zu schützen, schütze UNS vor MRSA und sonstigen netten Krankenhauskeimen, das Kind wird nicht durch den Ellenbogen eines Arztes und Zug am kopf nach draussen gezerrt um es "zu entwickeln", es darf sich so viel Zeit lassen wie es braucht!

Stress und Angst sind die großen Risikofaktoren einer Geburt und genau denen gehe ich ganz bewusst aus dem Weg um mein Kind in Sicherheit zu gebären!

Ich kann nach meinen Geburten dank Symphyse im Schnitt 2 Tage nicht aufstehen. Mit viel Hilfe schaff ich es zum Klo. Ambulant wäre also gar nicht möglich. Davon ab empfinde ich es als stressig unter Wehen in die Klinik zu fahren und kurz danach wieder nach Hause.

Was meinst du wieviele die Hebamme in ihrem Beruf fabriziert hat und wieviele der Arzt? Ich tippe mal drauf, das es in der Klinik mehr Schadensfälle gab.

Und wenn ich mir die Statistiken der Kliniken anschaue und in einem Krankenhaus von 2000 Frauen nur 6 ohne Interventionen durch den Gynäkologen gebären, dann ist das für mich ein Glücksspiel bei dem man verdammt hoch pokert.

Ich will für mich und mein Kind das beste und das bekomme ich nunmal nur zuhause

lg

Beitrag von querulantin123 01.06.11 - 12:16 Uhr

Logisch gibt es in der Klinik mehr Schadensfälle, die haben ja auch sämtliche Risikoschwangeren zu betreuen und nicht nur völlig problemlos Schwangere.Hast Du Dich mal gefragt, warum es in der Klinik so viele Interventionen gibt? Ob sie eventuell notwendig sind?

Beitrag von nisivogel2604 01.06.11 - 12:59 Uhr

Wie gut das es dazu bereits Studien mit vergleichsgruppen gibt

Du kannst mir nicht erzählen, das (ich nehm mal mein Beispiel 6 von 2000 Frauen entbinden ohne Interventionen) das die alle Risikoschwanger sind und alle Eingriffe nötig.

Die meisten Eingriffe im Krankenhaus entstehen durch Klinikroutine (Rasieren, Einlauf, Zugang, CTG, häufige Muttermundkontrollen, Öffnen der Fruchtblase nach Zeitüberschreitung etc) oder durch Ungeduld, durch falsches Einschätzen der Situation weil die Hebamme die Frau nicht durchgehend betreuen kann usw

Wenn man hier durchs Forum liest, dann häufen sich die nicht notwendigen Interventionen zu Bergen auf. Da wird mir teilweise schlecht bei. Es ist nicht notwendig bei gutem Gesundheitszustand einzuleiten nur weil man bei ET+x ist. Und schon gar nicht mit Cytotec, was nichtmal dafür zugelassen ist, weil es einfach nur gefährlich ist

Es ist auch nicht nötig ein Dauer CTG zu schreiben

Genau so wenig, wie es nicht nötig ist der Gebärenden alle Naselang am Muttermund rumzupopeln, von vornherein einen Zugang zu legen oder ihr die Fruchtblase aufzustechen, weil jetzt XY Stunden um sind und es jetzt ja mal voran gehen muss.

Genau durch diese tollen Abläufe entstehen zuhauf wirkliche Komplikationen, weil in einen gesunden Körpervorgang von aussen beinahe zwanghaft eingegriffen wird von manchen Weißkitteln.

Dabei vernachlässige ich jetzt mal die Dammschnitte die gemacht werden, weil der Herr Doktor sich jahrelang nicht fortgebildet hat und die Ultraschallpanik wegen Schätzungen auf die man rein gar nichts geben muss

Beitrag von querulantin123 01.06.11 - 14:47 Uhr

Ich weiß nicht, wo Du das her hast. Ich habe in zwei Kliniken meine Kinder entbunden und keine einzige der von Dir beschriebenen Maßnahmen wurde durchgeführt. Vaginal untersucht wurde je einmal, CTG geschrieben ebenfalls. Ob jemand einen Zugang bekommt oder nicht, entscheidet er ja selbst. Wenn man im Notfall gerne eine Nadel im Hals haben möchte, kann man sich ja gerne dagegen entscheiden - in Schocksituationen findest auch der beste Anästhesist im Arm nämlich nichts mehr. Eingeleitet ab einem bestimmten Termin wird deshalb, weil es nachweislich ab diesem Termin mehr Totgeburten und Komplikationen der Kinder gibt.

Aber was schreibe ich eigentlich, Du bist gut informiert und weißt das alles selbst. Trotzdem entscheidest Du Dich anders. Das ist auch in Ordnung. Aber hier Gebärenden, die sich in die Sicherheit einer Klinik begeben möchten, abzuschrecken, finde ich verantwortungslos.

querulantin123

Beitrag von goldengirl2009 01.06.11 - 14:57 Uhr

Hallo,

Sicherheit in der Klinik ? Wo hast Du das den her ?
Standart ist hier z.B. Zugang,Einlauf,Rasur,CTG,vaginale Untersuchung,auf dem Rücken liegend entbinden.

Warum gehen gerade Hebammen immer wieder weg aus der Klinik um ihre Kinder in Ruhe zu Hause zu bekommen wo doch Kliniken angeblich so super sicher sind ?
Warum werden nach wie vor Kinder eingeleitet mit einem Mittel was dafür nicht zugelassen ist und die daraus folgenden Risiken billigend in Kauf genommen ?

Gruß

Beitrag von querulantin123 01.06.11 - 15:10 Uhr

Ich kenne beruflich wirklich viele Hebammen und die meisten würde die Sicherheit einer Klinik immer vorziehen.

Cytotec wird verwendet, weil es keine Alternative gibt, ganz einfach.

Ich hatte in beiden Kliniken auf eigenen Wunsch einen Zugang im Handrücken, weder Einlauf noch Rasur (nicht mal für den folgenden KS), je ein CTG und eine oder zwei vaginale Untersuchungen. Ich wurde ständig aufgefordert, nicht auf dem Rücken zu liegen...

Beitrag von zwei-erdmaennchen 01.06.11 - 21:57 Uhr

Hi,

habe gerade hier geantwortet - das trifft auch großteils auf deine Aussagen zu:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=3166444&pid=20069585&bid=15

Fast alle Hebammen die ich kenne haben in der Klinik entbunden. Nur eine hat es zuhause gemacht, die wollte aber überhaupt niemanden dabei haben...

Ich habe in der Klinik in Rückenlage entbunden - aber erst nachdem sämtliche andere Positionen durchgetestet wurden und die über Stunden nichts gebracht haben. Dann haben sie die Kleine in Rückenlage geholt. Ansonsten ist das hier kein Standard.

LG

Beitrag von nisivogel2604 01.06.11 - 15:28 Uhr

Sicherheit und Klinik schließt sich für mich aus

Du kannst dir ja mal die Qualitätsberichte queerbeet anschauen. Diese Eingriffe sind nunmal standard.

Das mit dem Termin ist ja schön und gut, aber ist die Gefahr durch Cytotec nicht viel größer? Wie wärs denn stattdessen mit einer guten Kontrolle? Aber die ist wohl zu aufwändig. Einen seriöse Quelle zu dieser Studie inklusive Hintergrundinformationen hab ich allerdings immer noch nicht gefunden.

Ich schrecke nicht ab, ich rede nur den Klinikwahnsinn nicht schön und möchte meine Verantwortung nicht an übermüdete 48 Stundendienstler abgeben, die mal irgendwann in der Ausbildung ein bisschen in einen Kreißssaal schnuppern durften

Beitrag von querulantin123 01.06.11 - 15:35 Uhr

Was für ein Quatsch. Ich war schon bei einem Schwung Geburten in verschiedensten Kliniken dabei. 48-Std-Dienste gibts schon sehr lange nicht mehr, höchstens 24 und Assistenzärzte sind oft deutlich fähiger und motivierter als altgediente Oberärzte...

Beitrag von nisivogel2604 01.06.11 - 16:03 Uhr

Und du meinst die haben auch wirklich alle nach 24 Stunden Feierabend? Und ganz ehrlich; nicht mal nach 23 Stunden möchte ich noch von einem von den begleitet werden. da ist man einfach schon müde, was zwangsläufig zu Ungeduld, Fehlern etc führt

Ärzte haben definitiv weniger Ahnung von geburten als Hebammen. Das allein reicht mir um zu Wissen, das ich bei der Hebamme besser aufgehoben bin

Beitrag von querulantin123 01.06.11 - 20:11 Uhr

Ja, haben sie, das weiß ich sogar sehr sicher. Deine Meinung zu Ärzten/Hebammen teile ich. Trotzdem finde ich es verantwortungslos, einen der beiden Parts einfach wegzulassen, wenn man doch die Kompetenz beider nutzen könnte.

Beitrag von zwei-erdmaennchen 01.06.11 - 22:02 Uhr

Gut gesagt #danke

Beitrag von zwei-erdmaennchen 01.06.11 - 22:01 Uhr

Nochmals - in den meisten Kliniken macht die Hebamme die Entbindung und kein Arzt. Somit wärst du doch dort super aufgehoben :-p

Und woher weißt du, dass deine Hebamme in ihrer Rufbereitschaft gerade wenn du anrufst frisch aufgestanden und somit ausgeschlafen ist??? Das wäre ehrlich gesagt eine große Sorge für mich bei einer solchen Betreuung. Denn wenn sie vorher schon einen langen und anstrengenden Tag hatte und dann danach alleine für mich sorgen soll - Hiiiiiilfeeeee #zitter

Beitrag von nisivogel2604 02.06.11 - 08:33 Uhr

Ich will die Gewissheit, dass da kein Arzt um die Ecke kommt, der mal eben in mir rumpopeln will.

Die meisten Hebammen arbeiten zu zweit. Wenn eine zu müde ist, übernimmt die andere. Oder sie schläft noch neben dir auf dem Sofa und du weckst sie, wenn du sie brauchst. Meine Zweithebamme hat neben dem Geburtspool schläfchen gehalten, während die erste voll da war. Fand ich sehr entspannt

Beitrag von zwei-erdmaennchen 01.06.11 - 21:42 Uhr

Nochmals hier....

Ich habe mir bewusst einen Zugang legen lassen weil ich auf der sicheren Seite sein wollte. Und bei mir hat es sich auch als gut herausgestellt, denn als ICH nach einem Einlauf fragte (und die HEBAMME - nicht der "Weißkittel" - nichts dagegen einzuwenden hatte) und diesen dann auch bekam hat es mir vollkommen den Kreislauf zusammen gehauen. Da hättest du keine Vene mehr gefunden. Dank des Zugangs konnten sie mir etwas spritzen und ich kam wieder relativ schnell auf die Beine. Ohne den Zugang wäre es möglicherweise ein Not-KS geworden. Ist halt die Frage was besser ist. Oder genauer gesagt frage ich mich immer was daran so schlimm sein soll #kratz

Du hast einfach eine vollkommen falsche Vorstellung von Klinikroutine. Ich wurde nicht rasiert (wozu auch, selbst beim KS bei der Kleinen haben sie das nur ganz grob im OP-Feld gemacht), nach dem Einlauf habe wie gesagt ich gefragt, mir wurde die FB nicht geöffnet und sie haben alle Jubeljahre mal nach dem MuMu geschaut. Von Ungeduld kann keine Rede sein - die waren die Ruhe selbst. Das erste Kind kam 38 Std nach Blasensprung und sofortigem Wehenbeginn, die Kleine wurde 36 Std nach Wehenbeginn geholt. Ich weiß ja nicht wie lange sie deiner Meinung nach hätten warten sollen #kratz

Was das Dauer-CTG angeht - darauf habe ich bestanden. Sie wollten es immer wieder abnehmen aber da habe ich protestiert. Gerade vor einigen Tagen hat hier im Forum eine Frau geschrieben, dass sie sich gegen eine permanente CTG-Überwachung entschieden hatte und dann plötzlich bei der Wiederholungskontrolle keine Herztöne des Kindes mehr gefunden werden konnten. Es hat wohl eine Ewigkeit gedauert und sie sagte, dass sie diese Ängste nie wieder erleben wolle und bei der nächsten Geburt nur noch ein Dauer-CTG für sie in Frage kommt. Kann ich vollends verstehen.

Was das Einleiten angeht... An sich besteht kein dringender Handlungsbedarf wenn der ET überschritten wird (wobei in der Tat das Risiko einer Totgeburt mit jedem Tag deutlich steigt und ich persönlich das nicht eingehen würde). Das Problem an einer Einleitung ist aber, dass sie sanft und in Ruhe gemacht werden muss damit das Ganze schonend für beide Seiten ausgeht. Wartet man aber nun ab bis die Werte schlechter werden dann ist keine Zeit mehr für langsames und vorsichtiges Einleiten. Dann müssen sie mit Kanonenkugeln auf Spatzen schiessen und ja, DANN kommt es in der Tat häufig zu Komplikationen. Darum finde ich es eine gute Entscheidung ab einem gewissen Punkt mit der Einleitung zu beginnen die ja dann einige Tage in Anspruch nehmen kann.

Zu Cytotec kann ich dir nur sagen, dass es ein tolles Mittel ist wenn es vernünftig angewendet wird. Man sollte es niemals vaginal legen sondern immer nur oral einnehmen und die Dosis langsam von ein paar Krümelchen bis zu ganzen Tabletten steigern. Bei mir wurde mit Cytotec eingeleitet und ich würde es jederzeit wieder tun (hypothetisch gesehen weil ich nur noch per KS entbinde, das ist aber ein anderes Thema). Was die Zulassung angeht über die sich hier immer jeder aufregt - euch ist schon bekannt, dass das bei einer Vielzahl von Medikamenten der Fall ist??? Aspirin z.B. war Jahrzehnte lang nicht als Blutverdünner zugelassen - hat keinen gestört, gegeben wurde es trotzdem...