Verhalten bei Schulhofprügelei

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von mischu 31.05.11 - 13:05 Uhr

Mal angenommen man kommt nachmittags in den Hort um sein Kind abzuholen und kriegt folgendes gesagt:

"Ihr Kind hat heute ein anderes in den Kies geschubst und als es am Boden lag noch mit dem Bein in den Bauch getreten!"

Wie verhält man sich dann richtig? Ignoriert man das und tut es als Rangelei ab? Oder ruft man die Eltern des anderen Kindes an und erkundigt sich nach ihm? Oder fährt man sogar hin und lässt sein Kind das andere um Entschuldigung bitten?

Ich meine, wenn beim Toben sowas passiert, dann ist das blöd für das andere Kind, aber eben geschehen. Die obengenannte Situation ordne ich allerdings schon in den Bereich mutwillig und bösartig ein. Oder seh ich das falsch?

Wie würdet ihr reagieren?

Beitrag von jusudi73 31.05.11 - 13:59 Uhr

Hallo,

also ich würde auf jeden Fall bei den Eltern anrufen und mich nach dem Kind erkundigen.

Normalerweise regeln alles andere aber bei uns die Erzieher bzw. Betreuer in der Schule. Also das Kind muss sich sofort bei dem anderen Kind entschuldigen bzw. wird es auch irgendwie "bestraft".

Allerdings musst Du auch noch einmal mit Deinem Sohn (nehme ich an, dass es sich hier um Deinen Sohn handelt) darüber reden. Er muss wissen, dass er so etwas nicht mehr tun darf egal was das andere Kind getan hat.
Ich würde es auch eher als "bösartig" und "vorsetzlich" einstufen... ich kann auch so Eltern nicht verstehen, die ihr Kind noch animieren sich bei anderen Kindern durch Schläge oder Prügeleien durchzusetzen. Leider hab ich schon solche Eltern kennengelernt, ich aber finde, dass man das Kindern auch anders beibringen kann. Ich habe auch 2 Söhne und beide haben sich noch nie geprügelt....

Es mag sein, dass es hier auch unterschiedliche Ansichten gibt, ich finde aber, dass Du die Eltern anrufen solltest damit sie auch merken, dass Du Dich mit dem Thema beschäftigst und das Verhalten Deines Kindes auch nicht tolerierst.

Lieben Gruß!

Beitrag von mischu 31.05.11 - 14:11 Uhr

Ja, es handelt sich um meinen Sohn. Allerdings war er das Opfer. Ich habe das bewußt erstmal weggelassen um zu sehen, ob ich von der Mutter des "Täters" zuviel erwarte. Mein Sohn (1.Klasse) wurde gestern auf dem Schulhof von einem Mitschüler so zusammengetreten, dass ich ihn abholen musste. Die Begründung für diesen Ausraster ist allerdings noch besser. Er wurde verprügelt weil er sich nicht an der Hetzjagd gegen einen anderen beteiligen wollte. Ich war sprachlos von soviel Gewalt in diesem jungen Alter und habe einfach erwartet, dass die andere Mutter wenigstens mal anruft und sich erkundigt. Allerdings warte ich darauf bisher vergebens.

Beitrag von jusudi73 31.05.11 - 14:51 Uhr

Ach herrjeh, das ist echt schlimm....
Was haben denn die Betreuer getan? Es ist natürlich schwer seinem Kind zu vermitteln, dass sein Verhalten richtig war sich nicht an so etwas zu beteiligen wenn er als "Belohnung" zusammengeschlagen wird. Hat die Klassenlehrerin das mitbekommen? Wenn nicht, dann würde ich in ihre Sprechstunde gehen und mit ihr über den Vorfall sprechen!
Das ist ein gutes Thema was auch die ganze Klasse angeht und dort besprochen werden sollte....

Beitrag von mischu 31.05.11 - 15:17 Uhr

Mein Sohn meint, sie hätten heute im Unterricht nochmal drüber gesprochen und der andere Junge musste sich bei ihm entschuldigen. Von der anderen Mutter hab ich jedoch nichts gehört. Ich hab nun nochmal bei meinem Sohn gebohrt und er meint, dass der Junge, der gehetzt wurde, in jeder Hofpause über den Schulhof gejagt wird. Und der Junge, der ihn getreten hat, ist wohl schon mehrfach diesbezüglich aufgefallen. Ich werde auf jeden Fall Kontakt zur Lehrerin aufnehmen - schon allein wegen dem regelmässigen Mobben des anderen Kindes. Kann ja wohl nicht angehen, dass man schon in der ersten Klasse Angst vor seinen Mitschülern haben muss.

Beitrag von sequoia 01.06.11 - 21:11 Uhr

Wenn gar nix mehr hilft und mal wieder keiner mehr zuständig dafür ist, würde ICH das Kind persönlich bedrohen.
Kinder - besonders solche, sind ja im Grunde sehr leicht zu beeinflussen und dazu kann man sich schon was einfallen lassen...

Ist zwar so gar keine langfristige Lösung und hilft auch keinem wirklich weiter, aber es kann ja auch nicht sein, das Kinder ( wie alt sind sie denn eigentlich?) so verkloppt werden, das sie deswegen von der Schule geholt werden müssen.

Ich wurde auch mal von zwei grösseren Jungs verhauen und am nächsten Tag stand mein Papa in Uniform ( er war Soldat) auf dem Plan... Die haben mich nie wieder angeschaut und ich bin heute noch stolz auf meinen Papa. Dabei war er NUR da - mehr nicht.

Und von der Mutter wirst du nix hören. Es sind immer die Gleichen...

Deswegen und wegen vielen anderen Sachen sind wir auch an der Monteschule. Da wird man für solche WIEDERHOLTEN Vergehen rausgeschmissen.
Schade um die Kinder, aber auch schade um alle Anderen, die darunter leiden...


Grüße

Beitrag von mischu 02.06.11 - 09:04 Uhr

Ehrlich gesagt war das mein erster Gedanke. "Wenn ich die kleine Kröte in die Finger bekomme, drehe ich ihm den Hals um" Aber mit solchen Aktionen hätte ich mich dann auch noch strafbar gemacht. Da war es schon besser, dass ich mich erstmal beruhigt habe. Am Montag habe ich nun ein Gespräch mit der Klassenlehrerin. Erstens verlange ich, dass der Vorfall aktenkundig gemacht wird, damit man den Störenfried, der nun schon wiederholt andere Kinder verletzt hat, irgendwann von der Schule verweist. Zweitens will ich mit ihr über das eigentliche "Opfer" sprechen. Es kann ja nicht sein, dass da in jeder Hofpause ein Kind über den Schulhof gehetzt wird und keiner kriegt das mit.

Beitrag von sequoia 02.06.11 - 11:44 Uhr

NEIN!!! Auf keinem Fall sollst du dem KInd was tun!!! Das meinte ich so nicht.

Aber wenn man ihn erwischt kann man ja mal mit ihm reden... So Sachen wie Ich komme mit der Polizei ( ja ich weiss, auch nicht so toll) sind sehr wirksam. Außerdem ist die blosse Anwesenheit auch schon sehr hilfreich.

Denn auf dem Schulhof ist ja offensichtlich niemand da.

Und eben nur im Notfall, wenn gar nix mehr hilft.

Grüße

Beitrag von manavgat 01.06.11 - 14:07 Uhr

Anzeige bei der Polizei. Melden der Angelegenheit als Schulunfall, auch an die Krankenkasse!

Gruß

Manavgat

Beitrag von teddyli 31.05.11 - 14:06 Uhr

Hallo
Also ich würde erst mal mit meinem Sohn sprechen, was ist denn vorgefallen das er so böse geworden ist ?Wie alt ist er eigendlich ? Ich würde mit meinem Sohn reden ihm erklären was er damit anrichten kann wenn er in den Bauch tritt. Nach Möglichkeiten mit ihm suchen wie er sich nächstes mal verhalten kann .
Die Erzieherinnen haben sicher auch schon zwischen den beiden vermittelt ,vielleicht hat er sich ja schon entschuldigen müssen....
Mach dich nicht verrückt , ich habe auch einen Sohn ein bisschen rangeln ist da echt normal . Das wird nicht das erste und das letzte mal sein und dein Sohn wird bestimmt auch mal auf der anderen seite stehen und dann wirdt du dich erinnern und da auch keine welle machen ;-)
wie schon gesagt , Gewalt ist keine lösung#nanana ! Sprich nochmal mit ihm
und mach dir dann keinen kopf mehr...
liebe Grüße #winke

Beitrag von h-m 31.05.11 - 14:31 Uhr

Ignorieren würde ich das nicht.

Ich würde mein Kind dazu holen und dann versuchen herauszufinden, was dieser Situation voraus ging - ob es einen Streit gab, oder das andere Kind vielleicht sogar angefangen und mein Kind sich mit dem Schubsen erst mal nur gewehrt hat. Bei der Gelegenheit würde ich auch nachfragen, ob mein Kind sich schon entschuldigt hat.

Beitrag von manavgat 01.06.11 - 14:06 Uhr

Du kannst es natürlich ignorieren, frei nach dem Motto: wieso soll ich mein Kind erziehen?


Mal im Ernst: Dein Kind ist nicht nur gewalttätig, sondern tritt auch noch nach, wenn der andere schon am Boden liegt. Da muss man doch mal nach den Ursachen forschen.

Außerdem ist mindestens eine ernstgemeinte Entschuldigung und eine Konsequenz angebracht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mischu 02.06.11 - 09:00 Uhr

*räusper*

Mein Kind ist in diesem Fall das Opfer gewesen! Ich wollte wissen ob ich mich berechtigter Weise darüber ärgere, dass von der Familie des Täters nichtmal ein Anruf oder eine Nachfrage kam.

Beitrag von manavgat 03.06.11 - 09:01 Uhr

na gut, dann dreh es rum.


Meine Anwort ist ja nicht an Deine Person gebunden, sondern an den Fall.

Gruß

Manavgat