Übungen für Hafi Stute um Rittiger zu werden???

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von janine2785 31.05.11 - 13:46 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich kümmere mich um eine Hafi Stute die lange nichts getan hat und nun wieder etwas Bewegung und Zuwendung braucht. Sie ist 22 und wurde seit ein halbes Jahr gar nicht, davor nur sporadisch und seit ich mich drum kümmere wieder regelmäßig geritten. Dadurch dass sie nun schon eine ältere Dame ist kann ich sie natürlich so ''hart'' ran nehmen sondern lasse es langsam angehen, aber sie ist echt eine faule dickköpfige Zicke ;-) Hafi halt :-) Wenn ich eine halbe Std. mit ihr arbeite ist sie fix und alle, mehr geht absolut nicht, natürlich muss ich davon noch die 15 min. Aufwärmphase abziehen :-( wenn ich mit ihr auf den Platz gehe und Hufschlag Figuren reite, artet es nicht selten echt in einen reinen Machtkampf aus, sie hat keine Lust als wird kurzerhand über die halbe Bahn abgekürzt und Ecken ausreiten??? Wieso denn? Will ich nicht! Sie reagiert dann auch wenn es ihr in den Kopf kommt nicht auf Paraden oder Schenkelweichen, wenn ich mich dann durchsetze kommen Sachen wie z.B. ich gehe jetzt mal so nah an der Bande vorbei dass du mit dem Knie dagegen knallst... reite ich sie dann auf dem 2. Hufschlag werden nur Schlangenlinien oder anderer Quatsch gemacht, im Galopp hält sie grundsätzlich am Tor an frei nach dem Motto ich bin jetzt fertig mach mal ohne mich weiter, egal wie sehr ich treibe ich bekomme sie nicht dran vorbei. Und so geht es nur, ich habe jetzt mit Bodenarbeit angefangen, aber auch da ist es sehr sehr mühsam sie in Gang zu bekommen. Habt ihr Tipps und Tricks? Es ist auch schwer sie in einer Halben Std. irgendwie zu fordern, aber wenn ich länger mache fängt sie das Lahmen an und bekommt warme Hufkronen.

LG

Beitrag von windsbraut69 31.05.11 - 13:50 Uhr

Ich würde sie gar keine halbe Stunde "arbeiten".
Die Stute ist bislang offenbar nicht vernünftig geritten, nicht mehr die Jüngste und nicht fit....

Habt Ihr mal abklären lassen, warum sie lahmt?

Gruß,

W

Beitrag von janine2785 31.05.11 - 14:06 Uhr

Ja, der Tierarzt war da und meinte, das wäre eine Hafi Typische Erscheinung wenn der Boden zu trocken ist und sie zu viel auf weichen Böden läuft, ich bin darauf hin mit ihr ins ''Gelände'' gegangen und habe sie auf Asphaltierten Wegen geführt (reiten war mir da doch zu unsicher weil ich sie noch nicht sooo lange kenne und nicht weiß wie sie in bestimmten Situationen im Gelände reagiert) ich wasche ihr auch die Hufe aus, habe sie mit Stral San behandelt und Öle Sie immer schön ein, aber sie hat einfach schlechte Hufe, was sich aber lt. Besitzerin nie aufs reiten ausgewirkt hat. Ich ''arbeite'' ja auch wirklich nicht hart mit ihr, ich wärme sie wie gesagt min. 15 min. auf im Schritt, und danach dann 15 min abwechselnd leicht Traben - Schritt- Aussitzen - Schritt- und minimal Galopp mir geht es auch nicht drum sie stundenlang zu reiten zu können, ich möchte nur, dass ich nicht immer so mit ihr kämpfen muss wenn ich sie reite.

Beitrag von windsbraut69 31.05.11 - 15:00 Uhr

Wenn die Hufe so schlecht sind, dass sie davon lahmt, würde ich das vorrangig in den Griff bekommen oder Hufschuhe, Gummibeschlag, was auch immer, in Betracht ziehen.

Beitrag von querulantin123 31.05.11 - 15:25 Uhr

Ich würde mal einen Huforthopäden draufschauen lassen, die sind echt fit. Und wenn das (meines Erachtens) grundlegende Huf-Problem behoben ist, würde ich mir ein paar Stunden Beritt bei einem guten Bereiter leisten. Das wirkt oft Wunder.

querulantin123

Beitrag von windsbraut69 31.05.11 - 15:26 Uhr

Beritt bei einem guten Bereiter für eine 22jährige Stute, die bis jetzt offenbar nix gelernt hat und mußte?

Beitrag von querulantin123 31.05.11 - 16:50 Uhr

Ich hab das so verstanden, dass sie schonmal gut geritten war, nur seit Jahren nicht mehr gefordert.

Beitrag von windsbraut69 01.06.11 - 09:28 Uhr

"ich kümmere mich um eine Hafi Stute die lange nichts getan hat und nun wieder etwas Bewegung und Zuwendung braucht. Sie ist 22 und wurde seit ein halbes Jahr gar nicht, davor nur sporadisch und seit ich mich drum kümmere wieder regelmäßig geritten."

Für mich klingt das eher nach dem üblichen vergurkten Feld-Wald-und-Wiesen-Haflinger...

LG

Beitrag von phoebemiau 31.05.11 - 16:24 Uhr

Mir erschließt sich grad nicht warum ein 22 jähriges Pferd, was anscheint nie richtig ausgebildet wurde im Viereck und zudem noch lahm geht unter Belastung, überhaupt noch krampfhaft geritten werden soll?

Reicht es nicht mit einem solchen Pferd 2-3 mal die Woche ganz gemütlich auszureiten?

Und eine einsetzende Lahmheit nach längere Belastung spricht für ein Hufproblem, auch wenn euer TA da nichts gefunden hat (Haflingertypisch ist absoluter Blödsinn als Begründung!) sollte das in einer Klinik nochmal richtig abgeklärt werden.

LG P.

Beitrag von windsbraut69 31.05.11 - 16:25 Uhr

Ganz Deiner Meinung.
Ich denke nicht, dass man dem Pferd damit einen Gefallen tut und selbst eine "haflingertypische" Lahmheit wäre schmerzhaft und behandlungs- bzw. schonungsbedürftig.

LG

Beitrag von anarchie 31.05.11 - 17:45 Uhr

Hallo!


Als das mit dem "hafi typischen Lahmen" ist bullshit!

Als Erstes sollte die Klärung des Lahmens im Fordergrund stehen.
Das hört sich für mich nach einem schwerwiegenden Hufproblem an und mein Rat wäre der Huf-Orthopäde.

Zum Reiten...wenn sie erstmal lahmfrei, also schmerzfrei ist, würde ich mal abwarten, wie es sich entwickelt und mir dann proffessionelle Hilfe holen, denn so, wie es sich anhört, kriegst du das alleine nicht in den Griff, da du scheinbar reiterlich noch nicht sooo weit bist - ist ja auch kein Thema, muss man sich nur Hilfe besorgen;-)

ich lasse mich auch mal zu der Vermutung hinreissen, dass sie nicht sehr gerne läuft, da sie eben Probleme mit den hufen hat.
Hufe, die anch einer halben Stunde zu Lahmen und zu heissen Kronen führen machen sicher das laufen nicht zum vergnügen.

lg

melanie

Beitrag von naschoori 31.05.11 - 18:17 Uhr

Hallo,

ich möchte dich hier in keinster Weise angreifen. Aber ein Pferd kann in dem Sinne nicht simulieren, dass ist menschliches Verhalten. Lass bitte nach ihren Hufen schauen, so wie du das schilderst macht sie dies nicht um dich zu ärgern (das kennen Pferde ebenfalls nicht), sondern ihr Verhalten deutet darauf hin das sie Schmerzen hat und nicht mehr kann und versucht sich so auszudrücken das du sie verstehst.

Lg

Beitrag von sunrise008 01.06.11 - 10:43 Uhr

Hallo!

Ich muss echt sagen, wenn ich das les muss ich mich wirklich ärgern.
Du bist 25 Jahre alt und so wie du die Arbeit in der Halle beschreibst hast du auch etwas mehr Ahnung von Pferden.
Du beschwerst du dich über ein Pferd, dass nach ner halben Stunde das lahmen anfängt und die Hufkronen heiß werden und trotzdem reitest du sie weiterhin wie gewohnt.... :-[

Ich habe 6 Jahre lang drei Hafis geritten, einen Wallach, der zu spät kastriert wurde und zwei Stuten, die nur an der Kutsche gegangen sind und auch nur ein bisschen "eingeritten" waren. Die Stuten über 20 Jahre. Solche Pferde müssen nicht mehr in der Bahn geritten werden. Geh mit der Stute nach draußen und mach gemütliche Geländeausritte, die Stute scheint eh nicht wirklich an die Arbeit in der Halle gewöhnt zu sein.
Aber vorher lass bitte einen Tierarzt über die Hufe schauen.
Meine Stute hatte das damals auch und es wurde chronische Hufrehe diagnostiziert. Seit das bekannt is, wird sie nur noch spazieren geführt und ein Reitverbot wurde vom Tierarzt ausgesprochen.

Ich hoffe, dass deine Stute nichts dergleichen hat.

Gruß
Sunrise008

Beitrag von windsbraut69 01.06.11 - 12:42 Uhr

Seh ich genau so.
Warum muß das Pferd mit 22 Jahren und den Huf-/Beinproblemen jetzt noch "gearbeitet" werden?

LG,

W