Elterngeld- Beschäftigungsverbot?

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Beitrag von muccilein 31.05.11 - 17:03 Uhr

Hallo liebe Urbi's,

ich stelle mir die Frage, ob die Zeit des BV's mit in die 12 Monate zur Berechnung des Elterngeldes einbezogen werden, oder ich die 12 Monate vor BV nachweisen muss.

Die Erklärungen sind ein wenig kompliziert und undeutlich geschrieben:

"Bei der Bestimmung der zwölf zu Grunde zu legenden Kalendermonate bleiben Kalendermonate unberücksichtigt, in denen die berechtigte Person einen Einkommensverlust durch eine maßgeblich auf die Schwangerschaft zurückzuführende Erkrankung erlitten hat (dies muss mit einem ärztlichen Attest belegt werden!). Gleiches gilt für ein Beschäftigungsverbot nach § 3 Abs. 2 des Mutterschutzgesetzes."

Da mir ja durch das BV aber keine Einbußen entstanden sind, weiß ich nicht, was ich jetzt eintragen soll.

Weiß da jemand Bescheid?

Beitrag von fallingstar19 31.05.11 - 17:36 Uhr

Huhu,

da bin ich aber auch mal gespannt auf die Antworten :-).
Dachte ich gebe die Lohnabrechnungen während des BV ab, habe ja wie Du schreibst keine fininziellen Einbußen!

Aber die 12 Monate vor dem BV wären für mich lohnenswerter, da ich einen anderen Job hatte und ca. 250 Euro mehr verdient habe *g*.

Liebe Grüße

Beitrag von la1973 31.05.11 - 17:37 Uhr

Das BV zählt zu den 12 Berechnungsmonaten hinzu - anders verhält es sich bei Krankengeldbezug - das ist ja schon eine Lohnersatzleistung und wird deshalb nicht gerechnet, bzw. die Monate mit Krankengeld rechnet man als Einkommen 0 Euro

Beispiel vereinfacht gerechnet
Netto mtl. 1400 Euro, davon 65% = 910 Euro
Krankengeld ab September bis Ende Januar - 5 Monate
BV ab Februar bis Geburt Anfang September - 7 Monate


910 x 7= 6370 Euro (da nur 7 Monate vor ET Einkommen durch BV)
6370:12 = Elterngeld

anders verhält es sich, wenn man ss-bedingt krankgeschrieben ist und deshalb Krankengeld bekommt - allerdins gelten z. Bsp. Rückenschmerzen (auch wenn von der SS) nicht als ss-bedingt.

Klingt komisch, ist es auch, ist aber so.

Beitrag von muccilein 31.05.11 - 18:27 Uhr

Danke erstmal für deine Antwort. Ganz sicher bin ich mir dennoch nicht.
Ich würde am 29.12. wegen Blutungen (also ss-bedingt) für 1 1/2 Wochen Krank geschrieben- zählt das jetzt als Krankengeldbezug und wir raus gerechnet? Danach hatte ich 2 Wochen Urlaub und bin dann ins BV bis zum Mutterschutz. Auf meinem Lohnzettel steht seit dem Mutterschutzlohn, der ist so hoch wie normal.
Rechne ich also die letzten 12 Monate vor dem Mutterschutz und rechne die 1 1/2 Wochen Krank raus?

Beitrag von la1973 31.05.11 - 18:31 Uhr

Krankengeld bekommt man erst nach 6 Wochen gleicher Krankheit - entweder am Stück krank oder immer wegen desselben krank, insgesamt 6 Wochen.
Wenn Du nur 1,5 Wochen krank warst, zählt das nicht.

Beitrag von muccilein 31.05.11 - 18:55 Uhr

Ich danke dir :-) Dann ist es ja bei mir ziemlich einfach.

Beitrag von carochrist 31.05.11 - 19:12 Uhr

Nein, die letzten 12 Monate vor dem bv sind entscheidend. Manche bekommen ja auch bonuszahlungen oder oder oder

Beitrag von susannea 31.05.11 - 22:53 Uhr

Falsch, denn auch im BV gibts ja Zuschläge usw. weiter.

Bonuszahlugne zählen ja eh nicht.
Die Zeit mit dem BV zählen in den 12 Moanten mit, nur Krankengeldmonate sind ausgenommen.

Beitrag von anique79 01.06.11 - 09:06 Uhr

Hallo,

@carochrist & susannea ... habt Ihr eine Quelle für Eure Einschätzungen? Wäre ja schonmal interessant.

Danke!

A.

Beitrag von susannea 01.06.11 - 12:34 Uhr

Natürlich, man nehme das BEEG und das MuSchG und daraus ergibt sich dies. Das Mutterschutzgesetz sagt nämlich dass auch ZUschläge während des BV zu zahlen sind und das Bundeselterngeldgesetz sagt:
"Unberücksichtigt bleiben auch Kalendermonate, in denen die berechtigte Person Mutterschaftsgeld nach der Reichsversicherungsordnung oder dem Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte bezogen hat oder in denen während der Schwangerschaft wegen einer maßgeblich auf die Schwangerschaft zurückzuführenden Erkrankung Einkommen aus Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise weggefallen ist. "

Zum einen fällt beim BV kein Einkommen weg (darf ja nicht) zum anderen ist eien BV kein Erkrankung, also fllt dies raus.

Wo du das komische her zitiert istweiß ich nicht, werden ja keinerlei Quellen angegeben, es ist aber einfach mal Mist was daraus gemacht wurde. Es sagt gar nichts über eine BV aus, sondern spricht von den 6 Wochen vor der Entbindung, also dem Mutterschutz!

Beitrag von muccilein 01.06.11 - 13:05 Uhr

Also, das Problem ist, dass Zuschläge wie Nacht- und Wochenendarbeit, in meinem Fall wegfallen. Ich bekomme den Grundlohn, so als würde ich Mo- Fr in der Frühschicht arbeiten. Überstunden kann ich also nicht sammel. Ist das jetzt eine Einbuße oder nicht?! Das ist die Frage. Eine Userin hat folgendes per PN an mich geschickt: http://www.elterngeld.net/elterngeld-forum/viewtopic.php?t=2883
Einer Meinung in diesem Post nach, wäre es eine Einbuße und würde nicht mit berechent! Der AG kann ja nicht pauschal WE- und Nachtdienste zahlen.
Das mit den 6 Wochen MuSchu ist denke ich auch klar.

Beitrag von susannea 01.06.11 - 13:13 Uhr

Das du Nacht- und Wochenendarbeit nicht bezahlt bekommst ist ein Verstoß gegen das Mutterschutzgesetz. NAch deiesm hast du diese bezahlt zu bekommen und zwar im Durchschnitt der letzten 3 Moante vor dem EIntreten der Schwangerschaft. Zahlt dein AG nicht, geh schnellstmöglich zum Anwalt, denn du darfst keine EInkommenseinbußen haben.

Wie gesagt, dass BEEG gibt es auch nicht her, dass es deswegen unberücksichtigt bleibt, da du keine Einkommensverluste aus einem BV haben darfst!

Was die Userin dir per PN geschickt hat, ist schön, aber ihre Aussage dazu schlichtweg falsch!

Diese Post stammt aus dem Jahre 2007, wo es noch keiner wirklich besser wußte und ist längst überholt, denn auch maconaut und Kaya wissen es inzwischen besser, wie ich sicher weiß ;)

Beitrag von muccilein 01.06.11 - 13:50 Uhr

Dann habe ich schlichtweg Pech, denn die 3 Monate vor der SS habe ich nur minimale Mehrstunden geleistet. Die Monate davor hätten sich mehr gelohnt :-( Wegen den paar Euro werde ich wahrscheinlich nicht zum Anwalt gehen, aber es ist gut zu wissen und ich danke dir :-)

Beitrag von alkesh 02.06.11 - 09:49 Uhr

Stimmt nicht!

Ich selbst hatte von Beginn der Schwangerschaft an ein BV und die Monate wurden ganz normal dazu gezählt, ich hatte ja auch keine finanziellen Einbußen wegen des BV, Urlaubsgeld, etc. bekommt man ja alles weiterhin!

LG