Schlaf-Theater

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sannimausi 31.05.11 - 21:47 Uhr

Hallo, hat jemand einen Rat für mich?

Es ist so, daß meine 3jährige Tochter IMMER von mir ins Bett gebracht wurde. Manchmal ist sie nach dem Schlafritual (Zähne putzen, lesen, wenn erwünscht auch singen und/oder beten) bald eingeschlafen, oft hampelt sie noch herum und treibt mich damit mal mehr mal weniger in den Wahnsinn. Aushaltbar war es aber trotzdem in der Regel, selbst wenn das SChlafengehen dann mal eben 1,5 Stunden dauert(e).

Nun habe ich aber ein zweites Kind, das in so einer langen Zeitspanne dann auch mal anfängt Theater zu machen, z.B. weil sie an die Brust will. Da ich mich nicht zerteilen kann (im Bett stillen geht gar nicht, weil die Große dann anfängt, mich zu treten), habe ich heute meinen Partner zur Großen gestillt für die Dauer des Stillens. Daraufhin hat sie ein fürchterliches Theater gemacht und hysterisch immer wieder Mama, Mama gebrüllt. Zum Teil hat sie überreagiert, weil sie hundemüde war, zum Teil war auch deutlich Wut zu spüren, zum Teil hatte ich den Eindruck, daß sie auch tatsächlich darunter leidet im Sinne von leiden, wenn nicht ich, sondern der Papa neben ihr liegt. Wir schlafen alle in einem Zimmer.

Ich denke, es ist allerhöchste Eisenbahn, daß sie lernt, auch ohne mich zu schlafen - nur wie fange ich es an? Hat jemand einen Tipp?

Beitrag von rockein 31.05.11 - 22:14 Uhr

wie wäre es mit einem eigenen schlafzimmer.
vielleicht kannst du ihr es damit schmackhaft machen, dass sie jetzt die große ist und schon ein eigenes zimmer haben darf...

Beitrag von nudelmaus27 01.06.11 - 12:53 Uhr

Hallo!

Hammer 1,5 Stunden für das Abendritual, du hast echt Ausdauer #pro. Sagen wir es mal so, du solltest anfangen deutliche Grenzen zu setzen!

Zuerst würde ich das Ritual abends zeitlich deutlich begrenzen. Bei uns ist es so, dass sie nach dem Duschen und Zähne putzen ihren Sandmann guckt und dann nochmal aufs Klo geht und dann ab ins Bett. Sie hat dann so einen Engel der ein Abendgebet spricht, den drückt sie, dann lese ich max. eine 1/2 A4 Seite vor und frage nun auch was ich denn so vorgelesen habe (da sie oft garnicht hingehört hat :-() und dann gibt es noch 2 Lieder (ein normales und ein Schlaflied), dann kletter ich vom Hochbett #schwitz, mach die Spieluhr (1 Minute) an und das Licht aus, ENDE! Auch weiß sie genau, wenn sie dauernd wieder rauskommt, kann sie nächsten Abend den Sandmann vergessen. Und ich lasse mich auch nicht auf ewige Gespräche ein von wegen: "Mama heute im Kiga #bla#bla", das kann sie auch zu einer anderen Zeit loswerden!

Auch wir haben mittlerweile 2 Kinder, die Kleinere geht immer eher ins Bett wie die Große, ist dann dementsprechend befüttert und schläft meist. Gut wir geben Flasche und so kann mein Mann im Notfall auch mal ran. Allerdings ist mein Mann auch abends arbeiten und in dem Fall muss eben die Kleine auch mal 5-10 Minuten abwarten (länger als 10 Minuten dauert das ins Bett bringen der Großen ja nun nicht!).

Grundsätzlich ist es aber bei uns auch so, wenn ich die Kinder alleine nacheinander ins Bett bringe, läuft es super, wenn mein Mann die Große ins Bett bringt gibt es regelmäßig Theater. Sie besteht halt auf Mama, so wie es vorher auch jahrelang war und die soll sie auch haben.

Daher erstmal Ritual deutlich verkürzen und durchhalten ;-) und dann ein eigenes Zimmer, schließlich ist sie doch schon GROß! Bei uns hat jeder sein eigenes Zimmer mit Bett, beide Kinder sind mit knapp 8 Monaten aus dem Elternschlafzimmer ausgezogen.

Viel Glück,
Nudelmaus