Gebrauchtwagenkauf... Grundlage, verhandeln? VW Passat?

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Beitrag von tortenliesel - 07.06.11 - 13:33 Uhr

Hallo,

wir möchten einen gebrauchten Kleinwagen in der Preisklasse bis MAX. 5.000,00 € kaufen. Zweck: Fahrten zur Arbeit und die Kinder eine Strecke vom Kindergarten abholen (2 Kindersitze, heißt, Gurtlänge muss stimmen)Gerne einen Fiat Panda, Hyundai, Toyota, nötigenfalls auch einen VW Polo o.ä..

Dieser sollte günstig im Unterhalt sein, nicht zuuuu alt sein, nicht zu viele Vorbesitzer haben (sehr gerne mit checkheft) und auch noch lange TÜV und AU, gerne neu. Am liebsten bei einem "richtigen" Händler, nicht bei einem der vielen fliegenden "Autoverschieber" im Kölner Raum und auch nur ungern von privat und wenn dann nur nach einem (von uns bezahlten Check) beim ADAC oder unserer Hauswerkstatt.

Frage:

Nun kostet ein Auto sagen wir mal 4.500,00 € laut Schild. Wieviel kann ich den Händler dann noch runterhandeln, ohen dass es unmenschlich wird? Ist es besser, extras, wie Inspektionen oder ähnliches auszuhandeln? Wie ist derzeit der Gebrauchtwagenmarkt? Überfüllt, sind die verkäufer froh, einen Wagen zu verkaufen? oder ist es eher andersrum?

ich bin ein Freund von (beidseits) fairen Geschäften und möchte vorher einmal die Ausgangslage checken.

LG, Sandra

Beitrag von wirsindvier - 07.06.11 - 13:35 Uhr

Hi

wende Dich mit deinen Fragen doch an den User "vwpassat" :-)

lg

Beitrag von ayshe - 07.06.11 - 14:03 Uhr

Hat sie das nicht schon in ihrer Überschrift?

Beitrag von wirsindvier - 07.06.11 - 14:14 Uhr

#hicks

ich dachte sie meint das auto #rofl

Beitrag von ayshe - 07.06.11 - 14:59 Uhr

Dachte ich im ersten Moment auch, aber sie schrieb:

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Gerne einen Fiat Panda, Hyundai, Toyota, nötigenfalls auch einen VW Polo o.ä..
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Also eher eine anderes Kaliber als Passat ;-)

Beitrag von ayshe - 07.06.11 - 14:08 Uhr

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Nun kostet ein Auto sagen wir mal 4.500,00 € laut Schild. Wieviel kann ich den Händler dann noch runterhandeln, ohen dass es unmenschlich wird? Ist es besser, extras, wie Inspektionen oder ähnliches auszuhandeln? Wie ist derzeit der Gebrauchtwagenmarkt?
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Du kannst auf den Internetseiten zumindest sehen, wie viele Wagen deines Typs angeboten werden und wie die Preise tendenziell für gleichartige sind.

Und wenn du dann einen Preis ermittelt hast, könntest du sehen, ob evtl. Verschleißteile wie Reifen ausgetauscht werden müßten und dies vom gängigen Preis runterhandeln.
Ob man Inspektionen erhandeln will, ist wohl Geschmackssache und eine Frage des Bedarfs.

Beim Handeln generell (nicht nur bei Autos) setze ich immer voraus, daß es auch berechtigt und begründet ist.
Man liest hier immer davon, daß generell einfach so irgendwie runterhandeln will ohne selbst einen Durchblick oder handfeste Gründe zu haben, die dann den Kaufpreis auch berechtigen.
Das kann ich ehrlich gesagt, gar nicht leiden.

Beitrag von tortenliesel - 07.06.11 - 14:25 Uhr

hallo,

ich sehe das ähnlich wie Du, allerdings weiß ich auch, dass viele Verkäufer (egal um welche Artikel es geht) zunächst einmal etwas auf den Preis aufschlagen. Beispiel:

Wir haben einen neuen Doblo im letzten Jahr gekauft und der Listenpreis war etwa 23.000,00 €, gezahlt haben wir 18.500,00 €, ohne viel handeln. Internetpreise waren noch günstiger.

Wenn ich ein Auto verkaufe, so wie vor kurzem, dann schlage ich prinzipiell eien Puffer drauf. Beim letzten bin aber wirklich deutlich unter jede Schmerzgrenze gegangen, nur, damit er weg ist.

Deswegen möchte ich, dass alle Beteiligten ein gutes Gefühl haben und zufrieden sind. Der Händler soll natürlich auch was davon haben, aber wir sind eine Familie und müssen auch aufs Geld schauen.

LG, Sandra

Beitrag von ayshe - 07.06.11 - 15:03 Uhr

Ja, das stimmt schon.
Aber wenn du nun Internetpreise siehst, spielen die ja auch in die Peisvorstellung hinein.


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Wenn ich ein Auto verkaufe, so wie vor kurzem, dann schlage ich prinzipiell eien Puffer drauf.
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Ja, das habe ich auch gemacht, aber so, daß der Käufer noch den Preis für neue Reifen hätte erhandeln können, hat er aber nicht, sein Pech.

Beitrag von myimmortal1977 - 07.06.11 - 14:42 Uhr

Man setze sich ans Internet, wenn man schon ein bestimmtes Auto im Auge hat, geht auf einschlägige Seiten z. B. mobile.de, autoscout24.de oder oder oder....

Gibt da die Daten des Autos ein und guckt, was der Markt so preislich anbietet.

Ist die einfachste und kostengünstigste Variante.

Den Wagen gründlich auf Mängel checken lassen! Ggf. nen Sachverständigen mitnehmen. Gebrauchtwagenkauf hat immer so seine Tücken.

Wir kauften vor 4 Jahren einen gebrauchten Mercedes bei einem Händler, es war auch kein fliegender unseriöser Händler. Nur um Dir hier mal einen Fall zu schildern, der Dir immer, egal bei welchem Autohaus passieren kann......

Wir kauften den Wagen mit ca. 220.000 km. Die Vorbesitzer waren alle schön im Brief vermerkt.

Da mein Mann technisch sehr an Autos interessiert ist, fing er irgendwann an sich was weiß ich nicht mehr zu fragen und kontaktierte den Vorvorbesitzer.

Der gute Mann war auch ganz nett und irgendwann kamen sie auf die km-Leistung des Wagens bei seinem Verkauf zu sprechen.... Da stockte meinem Mann der Atem....

Reden wir etwa noch über das gleiche Auto?

Der Vorvorbesitzer verkaufte den Wagen schon mit ca. 300.000 km. Dazwischen war der Wagen noch ca. 3 Jahre in anderer Hand.

Also hätte der Wagen gute 350.000 km auf der Uhr haben müssen.

Der Vorvorbesitzer war dann so nett und schickte uns noch den Vertrag, den er damals bekam, als er den Wagen verkaufte.

Mit samt dem Vertrag konfrontierten wir nun den Händler. Der stritt erstmal alles ab. Er konnte auch nachweisen, dass er das Auto von einem anderen Händler mit den an uns verkauften 220.000 km abgekauft hatte.

Das Problem des Händlers war nun, dass er uns gegenüber Schadensersatzpflichtig war. Maßgeblich war für uns nicht mehr, wer an der Uhr gedreht hat, sondern das der Wagen nachweislich mit fehlerhafter km-Angabe vom Händler an uns verkauft wurde.

Wir mussten vor Gericht, denn freiwillig wollte der Händler nicht zahlen.

Das Gericht bestimmte eine Summe X, der Händler zahlte aber trotzdem nicht.

So mussten wir über gaaaaanz lange Wege den Gerichtsvollzieher vorbei schicken.

Die ganze Sache ist jetzt erst seit ca. 1/2 Jahren endlich für uns erledigt. Hat aber ca. 3 Jahre mit Gericht und Vollstreckung gedauert, weil der Händler nicht eingesehen hat, das er für eine Sache bezahlen muss, die er nicht verbockt hatte.... Nur die Rechtssprechung in Deutschland lautet leider so..... Haften tut immer der, der verkauft.

Mit Zinsen und Zinseszinsen haben wir tatsächlich noch über den damals bezahlten Preis für das Auto wiederbekommen. Und durften das Auto behalten, haben es aber zwischenzeitlich wieder verkauft, mit korrekter Angabe der km-Leistung :-)

Das war aber eine Menge Aufregung und Aufwand, was sich letzten Endes zum Glück bezahlt machte, aber ein wenig dämlich kommt man sich trotzdem dabei vor....

Der Zufall hat uns dabei gut zugespielt, wobei ich ehrlich gesagt noch sagen muss, dass ich mich damals darüber aufregte, was mein Mann da jetzt den Vorvorbesitzer kontaktieren muss, nur wegen irgendeiner belanglosen technischen Frage .... Diese Frage war bahres Geld wert ;-)

LG Janette

Beitrag von vwpassat - 07.06.11 - 15:55 Uhr

Hallo Sandra,

Da hast Du ja mein Lieblingsthema getroffen.

Die meisten Händler sind ja im Internet (mobile/Autoscout) vertreten und es ist für Dich als Kunde ja auch einfacher, erstmal daheim bei nem Tässchen Kaffee die Angebote abzuchecken. Dann 2-3 in die engere Wahl und Termine ausmachen zur Besichtigung/Probefahrt.

Der Preiskampf ist auch im Gebrauchtwagenhandel spürbar bzw. das Käuferverhalten an bestimmten Schwellenpreisen (2000, 3000, 5000 ...) sehr auffällig.

Du kannst also davon ausgehen, wenn Du ein "günstiges" Angebot gefunden hast, dass dies der absolute Endpreis ist.

Es mag sein, dass der eine oder andere dann noch bissel Spielraum hat, ich gestehe potenziellen Kunden allerdings bei Fahrzeugen, welche im Netz schon die günstigsten im Umkreis von 100 km sind (berücksichtigt werden EZ, km, Ausstattung) die Frage nach dem Preis nur noch exakt 1 x zu.

Das selbe bei Fahrzeugen im Low-Budget-Bereich (1000 - 1500 Euro), wenn diese neuen TÜV bekommen haben.

Ich hatte vergangenes Jahr mal einen Kunden, der wirklich penetrant war bei nem Fiesta für 1499 Euro). Das Fahrzeug war kpl. durchrepariert und mit neuem TÜV. Der fuhr probe, probierte alles 3 x aus und meinte, er würde nix finden. Auf meine Frage, was er denn suche, meinte er, na einen Mangel, um einen Nachlass auszuhandeln. Ich habe dem dann noch höflich erklärt, selbst wenn er was finde, bekommt er das Fahrzeug nicht günstiger. Der lies nicht locker. Der wäre bestimmt mit 100-200 Euro zufrieden gewesen, aber ich habe den nach dem 3. oder 4. Feilschversuch dann rausgeschmissen. Der Fiesta wurde übrigens 3 Wochen später für 1599 € verkauft (ohne Gefeilsche).

Was ich damit sagen wollte, fragen ist erlaubt - nerven nicht.

Dass was Du suchst, suchen viele andere Kunden nämlich auch.

Am sinnvollsten ist es eh, "Naturalien" auszuhandeln, wie z.B. die Winterräder, oder einen Ölwechsel oder die Zulassung. (nicht alles auf einmal!).

Wenn noch Fragen sind, dann her damit.

Beitrag von tortenliesel - 07.06.11 - 20:41 Uhr

Hallo Herr Passat,

also, Du hast nicht zufällig ein Auto bis 5.000,00 € im Anegbot und könntest mir die I-Netseite schicken per PN?

Ansonsten war Dein Beitrag sehr hilfreich. Bin ein paar Mal unschön auf die Nase gefallen mit Gebrauchten (nichts gegen Ausländer, aber als Frau bei einem Italiener oder Türken hat man keine Chance ;), deshalb werde ich nun suchen, bis ich DAS Richtige habe.

Momentan schwanken wir zwischen einer älteren A-Klasse (ab 1998) oder einen Fiat Panda.

Möchte ein für beide Seiten faires Geschäft und ein Auto, was nicht viel Ärger macht, zuverlässig fährt und sicher ist.

Autoscout und mobile.de wälze ich mehrfach und werde am WE mal alles genauer unter die Lupe nehmen.

Zu was rätst Du? A-Klasse, Fiat Panda oder Polo (60 SErvo)?

LG, Sandra

Beitrag von vwpassat - 07.06.11 - 23:15 Uhr

Von Geschäften mit Personen, die nicht 1000%ig deutsch sprechen, rate ich generell ab.

Ich schick Dir mal noch ne PN.

Beitrag von ayshe - 08.06.11 - 08:05 Uhr

Könntest du dir nicht einen Mann mitnehmen, wenn du dir einen Wagen ansiehst?
Vllt wäre das ganz gut.