Neuer Job-Neue Stadt?

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von natsl-chan - 08.06.11 - 08:49 Uhr

Hallo Ihr !!

Ich bin grad in einer (für mich) total blöden Situation und weiß nicht so recht wie ich mich verhalten soll...

Mein Mann hat gestern vollkommen überraschend ein Jobangebot bekommen, allerdings in einer anderen Stadt (ca. 100Km weit weg).
Er arbeitet jetzt in der Zeitarbeit, ist Dort auch nicht schlecht bezahlt, wir können gut von dem Geld leben, aber es ist eben nichts festest.
Er hatte sich auch hier bei seinem derzeitigen Arbeitsplatz beworben, aber bis jetzt keine Rückmeldung erhalten, nur das die Auswahlverfahren laufen.
Die andere Stelle gehört zum gleichen Betrieb, nur eben anderer Standort, da hat er nach einer Woche Antwort bekommen.

Ich hatte Ihn dazu ermutigt sich da zu bewerben und er freut sich den Ast ab das er dort eine Chance bekommt.
Die Stelle Dort wäre auch besser bezahlt als die hier.
Aber jetzt wo das alles so real wird mit Umzug usw. komm ich nicht mehr ganz klar mit der Situation.
Ich hab hier meine Freunde, meine Familie, dort kenne ich Niemanden.
Meine Kinder hängen sehr an ihrer Oma (meine Mutter), die jetzt noch neben an wohnt.
Mein Sohn kennt es nur jeden Tag zu Ihr gehen zu können, wären wir so weit weg ginge das höchstens nur noch einmal im Monat.

Hier habe ich für meine Kleine ab nächsten Sommer einen Krippenplatz, so dass ich wieder arbeiten gehen könnte.
Ich stehe zwar derzeitig in keinem Arbeitsverhältnis, möchte aber gerne sehr bald wieder ran, da mir irgendwann auch die Decke zuhause auf den Kopf fällt.
Mein Sohn kommt auch diesen Sommer in die Schule, heißt er müsste gleich nach Anfang wieder die Schule wechseln.

Das alles macht mich irgendwie fertig...:-(

Was würdet ihr machen...Warten bis sich was im Heimatort ergibt oder Umziehen??
Ich weiß das kann mir keiner abnehmen, aber vielleicht helfen mir ein paar andere Meinungen die Sache aus einem anderen Standpunkt zu sehen.

#sorry das ist jetzt lang geworden
Also Danke wer sich bis hierhin durchgekämpft hat ^^

Beitrag von amory - 08.06.11 - 09:07 Uhr

Hallo,

ich würde umziehen. Und zwar ziemlich schnell, damit dien Sohn direkt nach den Sommerferien in der neuen Schule anfangen kann.
Wegen der Kinder würde ich mir keine Sorgen machen, die leben sich schnell ein. Und die Oma kann man ja trotzdem besuchen, nur eben seltener.
Und vielleicht hast du ja auch bessere Jobchancen in der neuen Stadt?

Grüße, Amory

Beitrag von tina_b84 - 08.06.11 - 09:22 Uhr

Guten Morgen,

ehrlich gesagt, finde ich 100 km nicht sooo weit weg, dass man da unbedingt sofort mit der ganzen Familie umziehen muss.

Es kommt natürlich auf die Randbedingungen an - wenn dein Mann die 100km auf der Landstraße zubringen müsste, wäre das auf Dauer natürlich sehr anstrengend. Mit ner super Autobahnanbindung aber kein Problem, finde ich.

Wir sind in den letzten drei Jahren zwei Mal berufsbedingt umgezogen. Allerdings haben wir nur ein Kind und das geht noch in den Kindergarten. Und Großeltern hatten wir auch nicht in der Nähe - ich finde, das ist ein unschätzbarer Vorteil, wenn beide berufstätig sind.

Wenn überhaupt umziehen, würde ich in eurem Fall bis nach der Probezeit warten. Stell dir vor, er wird wieder entlassen und ihr seid extra wegen dieser Stelle umgezogen...

Die Fahrerei muss sich natürlich finanziell lohnen, das müsstet ihr mal ausrechnen.

Viele Grüße
Tina

Beitrag von caro300 - 08.06.11 - 09:39 Uhr

Gibt es denn die Möglichkeit, dass erstmal nur dein Mann dort in der Woche wohnt. Ich meine vielleicht kann er was günstig für sich anmieten. Also ich würde nicht sofort umziehen. Vielleicht gefällt ihm der Job am Ende gar nicht oder er schafft die Probezeit nicht oder oder oder ...

Bei Euch hängt ja schliesslich das ganze gut funktioniernde Umfeld dran, das würde ich nicht unbedingt aufgeben. Vielleicht sollte dein Mann doch probieren in der Nähe etwas zu finden, das hört sich für mich in dieser Situation einfach besser an.

Ich bin mit meiner Familie von unserer Familie 800 km entfernt gezogen. Aber wir haben keinen wirklichen Verlust erlitten. Oma und Opa waren für unsere Kinder sehr wenig präsent. Wäre es anders gewesen, dann wäre ich auf gar keinen Fall gegangen. Auch für deine berufliche Tätigkeit wird es in Zukunft wichtig sein, Familie und Freunde vor Ort zu haben. Besonders die Familie lässt sich nicht ersetzen.

LG
Carola#winke

Beitrag von natsl-chan - 08.06.11 - 09:49 Uhr

#danke für die Antworten!

Also sofort umziehen ginge ja eh nicht. Wir haben ja hier auch Kündigungsfristen einzuhalten und müssen erst eine neue Wohnung finden.
Auf dauer Pendeln hat mein Mann schlichtweg keine Lust, mit der Bahn dauert es Ihm zu lange, würde er aber die erste Zeit bis zum Umzug machen.
Mit dem Auto würde es sich definitiv nicht lohnen finanziell, es sei denn er findet in der neuen Firma eine Mitfahrgelegenheit.
Eine Bleibe für unter der Woche kommt für Ihn auch nicht in Frage.

Ja am meisten macht mir eben meine Berufstätigkeit zu schaffen, ich habe keine Lust auf der Strecke zu bleiben.
Er sieht das natürlich anders, er hat dann seinen Job und meint er verdient dann ja genug, so dass ich erstmal weiter Hausfrau bleiben könnte, bis sich eine Kinderbetreuung ergibt.
Aber dazu habe ich eigentlich wirklich keine Lust.
Bei meinem Sohn war ich 3 Jahre ausschließlich Hausfrau,woraus sich irgendwann eine mittelschwere Depression entwickelt hat.
Sowas möchte ich wirklich nicht nochmal haben.

Beitrag von tina_b84 - 08.06.11 - 10:12 Uhr

Wir sind beide berufstätig und legen darauf auch sehr viel wert - wir arbeiten beide Vollzeit, allerdings in unterschiedlich Städten (Entfernung 340 km). Mein Mann wohnt wochentags an seinem Arbeitsort.

Das ist natürlich nicht einfach, zumal ich mit unserem Kind wochentags allein bin und keine Großeltern in der Nähe habe. Aber es geht und mir ist meine finanzielle Unabhängigkeit wichtig - schon allein für die Altersvorsorge.

Ewig wollen wir das nicht machen. Mein Mann wird sich langfristig nach einer guten Stelle in "meiner" Region umschauen und dann zurück kommen. Einfach weil hier (im Osten) die Kinderbetreuung besser ist.

An deiner Stelle würde ich deinem Mann ans Herz legen, ein bisschen mobiler zu werden - entweder täglich oder am Wochenende pendeln. Andere schaffen das auch! Ich finde nicht, dass er dich und die Kinder aus eurem gewohnten und eingespieltem Umfeld reißen sollte.

LG, Tina



Beitrag von vwpassat - 08.06.11 - 10:52 Uhr

Ich finde, Ihr zieht hier nicht am selben Strang.

Dein Mann ist NICHT flexibel, erwartet es aber von Dir und den Kind(ern).

Beitrag von white-blank-page - 08.06.11 - 21:02 Uhr

Du kannst doch auch in der neuen Stadt eine Kinderbetreuung finden. Es gibt überall Tagesmütter und Kindergärten.

Ich habe das zwei Mal so gemacht. Hinter der Arbeit des Mannes herziehen.
Ich werde das noch ein Mal machen, aber dann ziehe ich nur noch meiner eigenen Arbeit nach (ich lebe getrennt).
Um dann mal zur Ruhe zu kommen. :-)

Das funktioniert.

Es ist anfangs anstrengend, aber durchaus machbar. Das Organisatorische ist ein Akt, aber es zu schaffen, das ist toll.

Ich sehe das als Möglichkeit, als Chance, sich zu entwickeln und zu verändern.


Alles Liebe,


Beitrag von vwpassat - 08.06.11 - 09:45 Uhr

Da Dein Mann ja noch in einem AV steht, drängt Euch doch nix.

Die Stelle in der anderen Stadt kann gut sein, muss es aber am Ende nicht. Zumal er eh eine Probezeit haben wird.

Ich würde nichts überstürzen, ein Umzug käme eh erst in Frage nach Ablauf der Probezeit. Oder weiter intensiv am bzw. in der näheren Umgebung Eures Wohnortes suchen.

Beitrag von franzi76 - 08.06.11 - 10:07 Uhr

Ich würde auch sagen - neuer Job ja! neue Stadt erstmal nicht!

Ich würde auch warten bis die Probezeit vorbei ist, solange soll er erstmal pendeln oder falls das nicht geht sich dort ein Zimmer suchen und am Wochenende nach Hause kommen.
100 Km zum pendeln ist echt nicht die Welt, da braucht man pro Strecke gut ne Stunde evtl. 1,5. Du glaubst gar nicht wie viele Menschen das machen! Das ist auch noch eine Strecke die man so zwischendurch mal abends fahren kann.

Ich habe pendel seit 4 Jahren 300 km pro Strecke - das ist teilweise schon ein wenig anstrengend, aber es geht alles. Ich bleib dann die Woche über da und bin am Wochenende wieder zu Hause. Was ich in der Zeit für interessante Menschen im Zug kennengelernt habe.... eine wahre Bereicherung!

Viel Glück bei der Entscheidung! P.s. Du glaubst gar nicht wie die Pendelei die Beziehung positiv verändert / neu belebt :-p Wenn´s danach ginge würde ich nie was ändern wollen :-p

Beitrag von natsl-chan - 08.06.11 - 10:50 Uhr

Danke nochmal an alle die geantwortet haben!!

Ich denke da gibts noch ordentlich Redebedarf zwischen mir und meinem Mann.

Aber eure Meinungen haben mir gute Anregungen gegeben.
Wie es denn weiter geht wird sich dann wohl mit der Zeit zeigen #sonne

LG und einen schönen Tag noch #winke

Beitrag von manavgat - 08.06.11 - 12:59 Uhr

Ich würde wegen 100 km nicht umziehen.

Es gibt viele Tagespendler die das bewältige und falls nicht, kann Dein Mann auch unter der Woche dort bleiben.

Noch dazu, wo die Probezeit nicht rum ist und es sowieso, wie Du schreibst, nichts festes ist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von litalia - 08.06.11 - 13:26 Uhr

wegen 100 km würde ich nicht gleich umziehen!

erstmal muss dein mann dort seine probezeit machen, für die zeit kann er bestimmt pendeln?

in einem halben jahr, wenn dein mann die probezeit rum hat und er sich dort wohl und sicher fühlt DANN kann man drüber nachdenken als familie in die nähe des arbeitsortes zu ziehen.

Beitrag von snaky18w - 09.06.11 - 09:00 Uhr

Hallo!

Sehe das wie du, mir würde es auch nicht gut dabei gehn, bei einem Umzug.

Weis nicht ob der neue Job wirklich so gut ist. Für mich gäbe es zu viele negative Punkte.

- man zieht von Feunden und Familie weg
- wenn du wieder arbeiten gehst, hat du doch hier deine Mutter die auf euer Kind auf passt oder?
- solltet ihr jetzt umziehen und die neue Stelle sich als "schlecht" herrausstellen, dann war ein Umzug umsonst
- sollte dein Mann erst mal pendeln, sind 100km einfach schon recht viel, zuminderst jeden Tag (aber das ist Ansichtssache) ;-) Spritkosten?
- würde er dort in der Stadt wohnen, braucht er ja auch ein Zimmer wo er schlafen kann, kostet ja auch wieder (auserdem Wochenendbeziehung)
- wartet ihr die Probezeit ab, tja dann müsst ihr später eueren Sohn aus der Schule raus reissen
- wer weis ob ihr in der neuen Umgebung glücklich werden könnt...

Umziehen würde ich nur dann, wenn mein Mann arbeitslos wäre und es dort keine Chance auf eine Arbeit gibt.
Mir wäre das zu riskant.

Ist denn der Gehalts Unterschied so hoch, das es sich wirklich lohnen würde? Kann dein Mann beim jetzigen Arbeitgeber nicht weiter aufsteigen und auch mehr Lohn bekommen?

Gruß Nati

Beitrag von natsl-chan - 09.06.11 - 13:36 Uhr

Hallo!

Genau das was du aufzählst sind auch so meine Bedenken bei der Sache.
Außer das mit meiner Mutter als Kinderbetreuung, sie ist selbst voll berufstätig, daher wäre das in dem Sinne kein Verlust.
Aber ich habe ab nächstes Jahr in der Kita meines Sohnes gleich einen Krippenplatz für meine Kleine.
Ich denke nicht das sich so schnell Dort ein Platz finden lässt.

Der Gehaltsunterschied wäre wohl nicht die Welt.
Aber momentan wohnen wir in Hamburg, jeder der hier schon mal gewohnt hat weiß wie hoch die Mieten hier sind.
Wir könnten dort schon günstiger und größer als hier wohnen.
Wobei ich schon glaube das es auf dasselbe hinauslaugen würde wenn ich wieder arbeite.
Mein Mann sieht das leider anders :-(

LG