Hallo an alle!
Ich bin seit Dezember 2006 in Elternzeit. Im Januar 2011 kam unsere 2. Tochter. Meine Große ist seit letzten August im Kiga von 8.00-12.00 Uhr. Eine Vollzeitstelle gibt es für sie nicht. Für unsere Kleine habe ich ab September einen Kita Platz den ich bis max von 8.00-16.00 Uhr haben könnte. In dieser Einrichtung sind später auch die Ganztagsplätze, deswegen möchte ich mir diesen Platz auch nicht entgehen lassen.
Ich habe ein Arbeitsverhältnis in Hessen. Wir sind 2008 nach Niedersachsen gezogen weil mein Mann da ein gutes Jobangebot bekommen hat, mit geregelten Arbeitszeiten, Firmenwagen, 400 € netto mehr etc. Wir haben hier eine DHH zur Miete, in Hessen war es eine Wohnung fürs gleiche Geld. Und wir wohnen endlich wieder nur 100 km von den Omas entfernt (vorher
450 km). Mein Mann bestreitet all unsere Kosten selbst und auch den Kita Platz könnten wir noch bezahlen ohne dass von mir ein Einkommen kommen MUSS.
Nun ist es aber so, dass ich endlich wieder arbeiten möchte und "raus" will.
Mein alter Arbeitsplatz wird schwierig mit der Distanz
. Ich habe eine kaufmännische Ausbildung gemacht und bin direkt am Anschluß dann übernommen worden und war dann von 2000-2006 berufstätig als Kauffrau im Verkehrsservice. Als Quereinsteiger werde ich wohl kaum was damit finden, zumal ich ja im Moment bis max 14.00 Uhr eine Betreuung meiner Kinder habe. Aber bloß 400 € Basis möchte ich irgendwie auch nicht weil ich angst habe darauf festhängen zu bleiben.
Ich weiss im Moment echt nicht wie ich den Sprung als wieder Berufstätige schaffen soll mit meinen Voraussetzungen. Ich denke irgendwie, dass ich keine Perspektive habe, zumal wir hier sehr ländlich wohnen. Mobil bin ich, Auto steht vor der Tür. Aber sonst...
Habe mich jetzt arbeitssuchend gemeldet und am 23.06. einen Termin beim Jobcenter. Mal sehen, was sich da ergibt.
Gibt es hier vielleicht andere denen es so geht wie mir? Wie habt ihr den Sprung geschafft, ohne die Omas in der Nähe zu haben und euren Mann mit einzuspannen (zu wollen)?
Freu mich über Antworten.
VLG
Wiedereinstieg nach Elternzeit-aber wie am besten?
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Beitrag von budgie - 08.06.11 - 15:02 Uhr
Beitrag von susannea - 08.06.11 - 15:32 Uhr
BIst du denn nun noch in Elternzeit oder nicht?
Sprich hast du noch einen AG?
Wenn ja, dann musst du ersteinmal deinen AG um Erlaubnis fragen woanders zu arbeiten, sonst musst du eh kündigen!
Beitrag von hippogreif - 08.06.11 - 16:50 Uhr
Ich an Deiner Stelle würde mich nach zusätzlicher Betreuungsmöglichkeit zumindest für die Große umsehen - ein Babysitter/Tagesmutter o.ä., der die Große ab 12 Uhr betreut.
Und dann mußt Du Dich halt nach TZ-Angeboten umsehen. Stell die Betreuungsmöglichkeit der Kinder soweit sicher, dass Du Dich zumindest auf Stellen mit 25h/Woche bewerben kannst. Darunter etwas zu finden, halte ich für unwahrscheinlich.
Alternative: könntest Du irgendwie von zu Haus aus arbeiten, zumindest zum Teil? Dann wäre auch an den alten Arbeitsplatz zu denken, wenn Du dort evtl. 2 Tage voll arbeitest (so dass sich der Weg lohnt) und dich für die Zeit irgendwie mit Deinem Mann arrangieren kannst, was die Betreuung angeht bzw. über Babysitter abdecken.
Dritter Weg: jetzt die Zeit nutzen für (Fern)kurse/Weiterbildungskurse, um dann beruflich breiter aufgestellt zu sein.
Ich kann nur jeder Mutter raten, die Dauer der Elternzeit nicht zu lang werden zu lassen - je länger man draußen ist, desto schwerer der Wiedereinstieg.
Beitrag von ujn1 - 08.06.11 - 17:16 Uhr
Hallo budgie,
es gab schon schlechtere Zeiten zum Wiedereinstieg. Ich kenne ein paar Mamis vom Kindergarten, die im letzten Jahr einen zumindest akzeptablen Job zum Wiedereinstieg nach Elternzeit gefunden haben. Natürlich muss man flexibel sein und etwas breiter suchen, und die Lage ist auch regional sehr unterschiedlich, am ehesten aber hier noch das Problem, dass die potentiellen neuen AG zu viel Arbeit haben und nur jemanden in Vollzeit wollen. Von einem Fall weiß ich allerdings, da hat der AG nach zwei Monaten dann nochmal angerufen und gesagt, ok, wir finden keinen in Vollzeit, falls sie noch interessiert sind, nehmen wir sie für 20h.
Deinen alten AG brauchst Du übrigens erst zu informieren, wenn Du tatsächlich eine Arbeit aufnimmst, nicht jedoch schon, wenn Du suchst. Wenn ich was gefunden hätte, würde ich auch erstmal um die Genehmigung ansuchen, während der Elternzeit für einen anderen AG zu arbeiten. Entweder er gestattet Dir das, damit hälst Du Dir die Rückkehr offen, oder Du musst dann halt kündigen. Das würde ich jedoch keinesfalls machen, bevor ich nicht einen unterschriebenen Arbeitsvertrag vorliegen habe, da man mit einer Kündigung auch Rechte aufgibt. Evtl. kann man bei einem gutem Verhältnis zum alten Chef vorab anrufen und anfragen, ob er sich vorstellen könnte, Dir eine Tätigkeit bei einer anderen Firma zu erlauben.
LG, und viel Glück bei der Jobsuche
Beitrag von budgie - 08.06.11 - 18:26 Uhr
Danke erstmal für eure Antworten.
Also ich habe noch einen AG, nämlich die DBAG. Ich könnte jederzeit einen Aufhebungsvertrag machen, sollte ich über 400 € Basis arbeiten. Den Schritt schiebe ich aber noch vor mir her, und das obwohl ich die Zusicherung habe, wenn ich in Elternzeit ausscheide (Aufhebungsvertrag etc) ich innerhalb der nächsten 10 Jahre meinen alten Arbeitsplatz wieder bekomme.
Ich würde schon gern für ca 2 Tage die Woche Vollzeit in FFM arbeiten wollen, schon allein der alten Kollegen wegen, aber das ist mit dem Arbeitsplatz meines Mannes nicht zu realisieren. Er ist von Mo-Do von 6.00-17.15 Uhr ausser Haus. Lediglich freitags kommt er schon 14.15 Uhr. Er kann da auch nichts drehen an den Zeiten und wäre auch schwer ersetzbar wenn er ausfällt.
Eine Weiterbildung habe ich damals berufsbegleitend gemacht (gepr. Verkehrsfachwirt IHK). Habe nur den spezifischen Teil bestanden, den grundlegenden nicht. War ein Fernstudium wo es größtenteils alles im Selbststudium gemacht werden musste. Dann gab es nur Prüfungsvorbereitende Kurse, das hat für mich natürlich vorn und hinten nicht gereicht. Lief damals über die AKAD und vieles war nicht optimal, im Nachhinein gesehen. Hätte ich es über die IHK gemacht, hätte ich einmal die Woche einen Kurs gehabt zum Stoff festigen etc. Lange Rede kurzer Sinn, da bin ich ein gebranntes Kind und mir fehlt nach dem Reinfall und den veränderten (verschlechterten ?) Voraussetzungen die Überwindung dazu, nochmal den Schritt zu gehen. Ist ja auch nicht billig. Andererseits, ich bin noch so jung und es würde vielleicht nochmal der Schlüssel zum (Wunsch)job für mich sein...
Der Vorschlag mit der Tamu kam auch von meinem Mann. Das wäre das Naheliegendste. Mal schauen was das finanziell kosten würde und ob sich daa rechnet. Alles nicht so einfach.
Dabei habe ich wirklich keine hohen Ansprüche, hauptsache ich kann es einigermaßen mit den Kindern vereinbaren.
VLG
