Kennt sich jem. mit Schulungen v. Arbeitsamt aus?-lang-

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Beitrag von lilly1980 - 13.06.11 - 12:25 Uhr

Hallo,

Frage steht ja schon oben.
Also die Fa. in der meine Mutter über 20 Jahre gearbeitet hat, hat die Pforten geschlossen. Sie wurde zum 31.08.11 gekündigt. Nun sie musste sich ja schon eher beim Arbeitsamt melden. Als sie jetzt das erste Gespräch mit einer Vermittlerin hatte wollte man sie schon ab Anfang Juli zu einer "Schulung" schicken. Woraufhin meine Mutter ihr sagte, dass sie evtl. noch in den Urlaub fährt und sie doch erst ab dem 01.09. arbeitslos sei. Jetzt will man sie zu dieser "Schulung" direkt Anfang September schicken. Das ganze soll 3x in der Woche für ein 1/2 Jahr sein. Im Internet habe ich aber schon einmal gelesen dass solche Sachen nicht länger als eine Dauer von 8 Wochen überschreiten dürfen. Vor allem weiss ich gar nicht was sie da soll, denn laut der Unterlagen denke ich ist es eher etwas für Leute die schon länger nicht vermittelt werden konnten. (Dort wird z.B. gezeigt wie man ein Bewerbung schreibt, wie man Vorstellungsgespräche führt ect. ) Es heisst doch nicht nur weil meine Mutter über 20 Jahre in einer Fa. gearbeitet hat, dass sie nicht weiss wie man ein Bewerbung schreibt oder sich Vorstellt. Das merkwürdige an der ganzen Geschichte ist das die gleiche Vermittlerin einer Arbeitskollegin meiner Mutter (die auch so lange bei der Fa. war) auch zu so etwas schickt, was aber nur 1x für 3 Stunden ist. (Was ich ja auch in Ordnung finde)Meine Mutter sagte auch das sie nicht so freundlich sogar ein bisschen patzig war. Nachdem meine Mutter zum einen von ihrem Verhalten ein bisschen verdutzt war und zum anderen bei einigen Fragen noch einmal nachhakte (sie sollte etwas unterschreiben was sie nicht gelesen hatte, was meine Mutter auch sagte dass sie es erst lesen möchte)wurde sie von der Vermittlerin gefragt "warum sie denn so einen Ton an sich hat?" Also frecher gehts doch wohl gar nicht mehr. Nachdem sie ein paar mal auf die Uhr geschaut hat fragte meine Mutter "ob sie keine Zeit mehr hätte" daraufhin erwiederte die Vermittlerin"sie haben Glück dass der Temin nach ihnen nicht erschienen ist und jetzt opfere ich gerade meine Pause".
Fazit: ich glaube ganz einfach nur weil die nette Dame dort so einen tollen Tag und gute Laune hatte wurde meiner Mutter so etwas aufgebrummt.
Beim nächsten Termin werde ich meine Mutter mal begleiten. Irgendwo habe ich schon mal gehört dass man z.T. auch versucht Leute die allein kommen einzuschüchtern.
- So jetzt habe ich ein bisschen Dampf abgelassen-

Kennt sich vielleicht jemand mit so etwas aus?

Wie würdet ihr euch verhalten?

LG Sabrina

Beitrag von nightwitch1988 - 13.06.11 - 12:46 Uhr

hi

von meiner mutter kenn ich solche maßnahmen auch. die sind schwachsinnig, weil da nur gesagt wird;: so, schreiben sie mal ne bewerbung, wenn sie so und so viele geschrieben haben, dürfen sie gehen...
dann dackeln die zum kaffee trinken und lassen sich bis ende nicht mehr blicken.
(wobei...muss ja nicht überall so sein)

jedenfalls kenne ich auch diese zeit-willkür dadurch. meine mutter, damals 9 jahre immer mal wieder arbeitslos (2007), musste nur 1x die woche für 6 monate hin.
eine nachbarin von ihr, die wohl nur mit unterbrechungen durch kleinere jobs wie inventuren usw. 2 jahre arbeitslos war, musste aber, 3x die woche hin.
sie meint, es läge immer an des FA's. manche sind nett, andere nicht.

für meine mama ist das problem jetzt gott sei dank vorbei ^-^, aber es war nervig und hat ihr nix, aber auch gar nix gebracht. sie bekam nicht beigebracht, wie man eine bewerbung schreibt. das hat ihr mein mann dann erst erfolgreich gezeigt.

lg

Beitrag von lilly1980 - 13.06.11 - 13:00 Uhr

Vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Wg. z.B. Bewerbungen dort hin geschickt zu werden ist völliger Schwachschinn denn beim nächsten Termin (jetzt Freitag) soll sie ja schon eine Bewerbung fürs Arbeitsamt mitnehmen.

Zum anderen sind jetzt ja auch unnötige Kosten die verursacht werden.
1. Das Arbeitsamt hat einen Vertrag mit dem Verein der die Schulung macht der wird vom Arbeitsamt bezahlt.

2. Hat meine Mutter die Fahrtkosten (Hin und Zurück 40km) also 120km die Woche! Das Arbeitsamt meint sie bekommt das Geld vom Verein dort zurück- Na wer´s glaubt! Selbst wenn - erst einmal muss man die Kosten vorschiessen

Danke noch mal!

Bin dann mal weg mit Mama Bewerbung schreiben!

LG Sabrina

Beitrag von nightwitch1988 - 13.06.11 - 12:52 Uhr

achso, was ich noch wollte:

man kann sich über den umgang des sachbearbeiters beschweren beim geschäftsführer der arge und die deteils schildern. obs was bringt, weiß ich aber nicht.
eine krähe hackt der andern kein auge aus.

lg

Beitrag von hedda.gabler - 13.06.11 - 13:11 Uhr

Hallo.

Was genau ist nun das Problem?

Gruß von der Hedda.

Beitrag von lilly1980 - 13.06.11 - 14:00 Uhr

Hallo,

das eigentliche Problem besteht darin dass es doch nicht sein kann dass trotz gleicher Vorgeschichte so unterschiedlich entschieden wird was Schulungen ect. angeht. (Nur weil einem das Gesicht vielleicht nicht passt)

Ehrlich gesagt könnte man die Zeit doch sinnvoller nutzen. Schließlich möchte meine Mutter sich auch nach einer anderen Arbeit umsehen und muss in der Woche auch so und so viele Bewerbungen dem Arbeitsamt nachweisen. Da meine Mutter bisher nur in Teilzeit beschäftigt war steht sie dem Arbeitsamt auch nur für gewisse Stunden zur Verfügung und das auch nur Vormittags da meine Mutter meine Tochter zum Teil Nachmittags noch nach dem KG betreut.

Es hätte ja sein können dass sich jemand hier so weit auskennt ob es überhaupt rechtens ist über so einen langen Zeitraum "Schulungen" mitzumachen die einem zur"Wiedereingliederung" gar nichts bringen.

Leider weiss ich aus eigener Erfahrung das die Leute die dort sitzen z.T. nicht die geringste Ahnung haben wie überhaupt deren Gesetzeslage ist.
(Ich habe einem Mitarbeiter sogar mal ein Merkblatt (das neben ihm an der Anmeldung lag) vorlegen müssen, damit er weiss dass er mir eine falsche Auskunft gegeben hat. Und das war kein Einzelfall.

Es gibt natürlich auch immer Ausnahmen. Deshalb wollte ich eigentlich nur wissen ob es jemanden gibt der sich damei auskennt.

LG Sabrina

Beitrag von hedda.gabler - 13.06.11 - 14:09 Uhr

Hallo.

>>> ob es überhaupt rechtens ist über so einen langen Zeitraum "Schulungen" mitzumachen die einem zur"Wiedereingliederung" gar nichts bringen. <<<

Wieso sollte die Schulung nichts bringen?
Du kannst mir doch nicht erzählen, dass Deine Mutter auf dem neusten Stand ist, was Bewerbungen anbelangt, wenn sie in den letzten zwei Jahrzehnten keine geschrieben hat ...

... und natürlich können Sachbearbeiter unterschiedlich entscheiden.
Die Sachbearbeiterin möchte eben Deine Mutter fördern und fordern und schnell zurück in den Arbeitsmarkt bringen.

Für mich klingt dass alles sehr nach keine Lust auf die Weiterbildung ... und damit das nicht so auffällig ist, wird auf die angeblich unfähige und gemeine Sachbearbeiterin geschimpft.

Alternativ kann sich Deine Mutter natürlich von der ARGE abmelden ... dann muss sie auch zu keinen Weiterbildungen mehr ...
... oder sie könnte von sich aus aktiv werden und eine Weiterbildung raussuchen und vorschlagen, die ihr für ihren Beruf was bringt ...
... oder sie findet bei ihren super Kenntnissen, was Bewerbungen anbelangt, eh sofort einen neuen Job, so dass alle Aufregung umsonst war.

Gruß von der Hedda.

P.S.
>>> Leider weiss ich aus eigener Erfahrung das die Leute die dort sitzen z.T. nicht die geringste Ahnung haben wie überhaupt deren Gesetzeslage ist. <<<
Dumme Unterstellung ... und mal abgesehen davon sitze die da hinter dem Tresen und haben einen Job ... und Du stehst davor und brauchst Auskünfte ... na, wer ist da wohl in der besseren Position, so ganz im Allgemeinen.
Dieses Mitarbeiter-Bashing von ARGE-Kunden nervt gewaltig.

Beitrag von manavgat - 13.06.11 - 13:46 Uhr

Mein Rat:

Ratgeber für Arbeitslose kaufen und sich durchlesen!

Ich würde an Stelle Deiner Mutter eine andere Fortbildung raussuchen, die mehr Sinn ergibt und schriftlich darum bitten, die andere zu gewähren, damit das Geld der Versicherten! sinnvoll ausgegeben wird.

Leider ist es so, dass die Arbeitsämter komplette Kontingente, meist beim billigsten Anbieter, vereinbaren, um die Kosten zu drücken. Im Ergebnis wird das Geld der Versicherten verschleudert, da die Maßnahmen nicht mehr passgenau sind.

Ich wünsche Deiner Mutter gute Nerven!

Gruß

Manavgat

Beitrag von lilly1980 - 13.06.11 - 14:47 Uhr

Hallo,

wirklich gute Idee mit dem Ratgeber.

Werde ich gleich weitergeben.

#danke

LG Sabrina

Beitrag von hedda.gabler - 13.06.11 - 14:51 Uhr

Hallo.

Das bringt Dir auch nichts ...

... ich weiß übrigens von Mitarbeitern der ARGE, dass sie Kunden, die offensichtlich keine Lust haben und eh der Meinung sind, dass sie Bewerbungstrainings & Co. nicht nötig haben, erst recht vermaßnahmen.

Und das finde ich auch richtig so.

Aber wie gesagt, wenn Deine Mutter schon alles drauf hat, wird sie ja ruckzuck einen neuen Job finden und die ganze Aufregung war völlig umsonst.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von sini60 - 13.06.11 - 15:44 Uhr

Hier geht es um dreimal in der Woche für ein halbes Jahr. Ein Bewerbungstraining sollte mit einer Woche abgeschlossen sein.

Beitrag von hedda.gabler - 13.06.11 - 15:50 Uhr

Hallo.

Kennst Du das Curriculum dieser Maßnahme?
Üblicherweise gibt es bei diesen Maßnahmen einiges an Themen über "Bewerbung & Assessment" hinaus.
Und ein Bewerbungstraining, gerade in einer Gruppe, muss ganz und gar nicht innerhalb einer Woche abgeschlossen sein, wenn man es ordentlich durchführt.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von sini60 - 13.06.11 - 16:56 Uhr

Wenn ich ein halbes Jahr lang dreimal morgens in eine Schulung gehe, erwarte ich doch mehr an Wissen als wie ich mich richtig bewerben soll. In der Regel schaffen es die meisten ohne Schulung.

Beitrag von hedda.gabler - 13.06.11 - 17:04 Uhr

Ja, und deswegen habe ich Dich gefragt, ob Dir das Curriculum der Maßnahme, in die die Mutter der TE soll, bekannt ist ... ich gehe davon aus, dass dort verschiedene Themenbereiche aus dem Bereich "Bewerbung & Assessment" angefasst werden.

>>> In der Regel schaffen es die meisten ohne Schulung. <<<
Das halte ich für ein Gerücht ... da muss ich mir nur mal hier im Forum die Fragen und vorgelegten Anschreiben anschauen.

Beitrag von manavgat - 14.06.11 - 20:10 Uhr

Hedda sorry, aber das ist Quark.

Ich war selbst - vor meiner Selbstständigkeit - in einer Maßnahme. Alles durchmischt: ehemalige Manager, Vollakademiker mit und ohne Dr., Putzfrau, Hausmeister, Dekorateuse, 3 Geschäftsleitungs/Vorstandsassitentinnen (die können ja keinen Brief schreiben, gell) usw. usw.

Der "Unterricht" war laienhaft - die "Lehrkräfte" bekamen zwischen 12 und 20 Euro/Std. und waren nicht qualifiziert.

Ich habe mich mit Studienmaterial/Ratgeberliteratur in die Küche zurückgezogen zum Lernen und gedroht, dass ich einen Aufriss mache, wenn mich jemand in dieses Kasperletheater zwingt. Da war wirklich einer, der uns zeigen sollte wie man das Internet nutzt. Fand die Putzfrau ohne Deutschkenntniss übrigens auch sehr spannend....

Einziger Vorteil: wir hatten Einzelcoachingstunden (das war eine Psychologin), die ich für meine Selbstständigkeitsplanung genutzt habe. Was nicht vorgesehen war.

Der ganze Spuk ging mehrere Wochen und ich will nicht wissen, was die an Geld rausgeknallt haben.

Durch mein Nachhilfe/Lehrinstitut habe ich oft Kontakt zu Leuten, die Englischkurse über das Arbeitsamt hatten (lachhaft!) und dann zu uns kommen und freiwillig selbst bezahlen, weil es nix - außer Frust - gebracht hat.

Ich halte das, was da läuft für einen Skandal.

Gruß

Manavgat

Beitrag von hedda.gabler - 14.06.11 - 20:26 Uhr

Hallo.

Ich denke, dass es immer auf den Bildungsträger und das Engagement der Dozenten ankommt ... dass da vieles schlecht läuft, weiß ich auch, aber es läuft auch viel gutes.

Ich habe mir zumindest nichts vorzuwerfen;-)

Gruß von der Hedda.

Beitrag von sassi31 - 13.06.11 - 21:40 Uhr

Das geht doch noch. Zumal der Kurs nur dann ein halbes Jahr dauert, wenn deine Mutter vorher keinen Job findet.

Ich sollte einen Bewerberkurs in Vollzeit machen (8 - 17 Uhr) für ein halbes Jahr. Und ich habe vorher in einer Personalabteilung gearbeitet, Bewerbungen sortiert, aussortiert und Vorstellungsgespräche geführt. Ich bin absolut vertraut damit, wie Bewerbungen aktuell aussehen sollten. Und meine vorgelegte Bewerbung fanden sie bei der Arbeitsagentur toll.

Bewerbungen schreiben lernen kann man meiner Meinung nach wunderbar in einem Wochenendseminar. Alles andere ist reine Beschäftigungstherapie.

Beitrag von ccino - 14.06.11 - 21:07 Uhr

Zudem holt es massig Leute aus der Statistik und sichert v. d. L. den nächsten medienwirksamen Auftritt...

Beitrag von carrie23 - 13.06.11 - 14:03 Uhr

Vom Verhalten der Sachbearbeiterin abgesehen verstehe ich dein/euer Problem nicht so ganz.
1. Kann man tatsächlich davon ausgehen dass eine Aufrischung in Sachen Bewerbung nicht schlecht wäre wenn jemand sich mehr als 20 Jahre nicht beworben hat.
2. Kann sie sich auch bewerben während sie in dieser Maßnahme ist.
3. In Österreich würde deine Mutter in eine Vollzeitmaßnahme gesteckt werden und diese darf auch durchaus länger als ein Jahr dauern.

Wenn sie nen Job hat geht sie einfach nicht mehr zur Maßnahme-sehe das Problem nicht denn deine Mutter wird ja auch froh sein was zu tun zu haben und nicht den ganzen Tag daheim sitzen wollen.
Der Tonfall der Sachbearbeiterin ist natürlich eine andere Sache und darüber würde ich mich auch beschweren.

Beitrag von lilly1980 - 13.06.11 - 14:44 Uhr

Hallo vielen lieben Dank für deine Antwort.

natürlich hast du recht wenn du schreibst das eine Auffrischung nach 20 Jahren nicht verkehrt ist.
ABER Diese "Kurse" nur für Bewerbungen finden nur an einem Tag für ein paar Stunden statt. Die Arbeitskollegin meiner Mutter (mit derselbsen Vorgeschichte) hat von der gleichen Vermittlerin so einen Kurs zugewiesen bekommen. Würde nicht so etwas ausreichen?

Bei dieser Schulung die ein 1/2 Jahr gehen soll, wird u.a. geübt ein Vorstellungsgespräch zu führen. Also wenn Leute sich so etwas nicht mehr zutrauen oder "Angst" vor solchen Geprächen haben verstehe ich das ja.

Die andere Geschichte ist ja auch das es mit Kosten für meine Mutter verbunden ist. Klar würde sie arbeiten hätte sie auch Fahrtkosten, aber die Km die sie bei der Schulung in der Woche zurücklegt sind 120 km.
(Es ist sogar weiter weg wie der Umkreis in dem sie sich nur bewerben muss).

Ich denke auch das es einfach nur traurig ist jemanden der über insges. 40 Jahre schon ununterbrochen gearbeitet hat in der ersten Woche der Arbeitslosigkeit direkt schon so etwas aufbrummt und nicht erst einmal versucht ihm eine Stelle zu vermitteln. Ich glaube auch dass die Mitarbeiter dort genau wissen dass es bestimmten Leuten gar nichts bringt an so etwas teilzunehmen. Aber Hauptsache die Statistik stimmt - und man kann sich nicht dagegen wehren (sonst wird mit einer "Sperre" gedroht.

Na ja wahrscheinlich kommt sie eh nicht drumherum. Da heisst es nur Nerven behalten und hoffen das man schnell vom Arbeitsamt loskommt.

LG Sabrina ;-)

Beitrag von silbermond65 - 13.06.11 - 15:11 Uhr

Ich denke auch das es einfach nur traurig ist jemanden der über insges. 40 Jahre schon ununterbrochen gearbeitet hat in der ersten Woche der Arbeitslosigkeit direkt schon so etwas aufbrummt und nicht erst einmal versucht ihm eine Stelle zu vermitteln.

Weißt du wie schwierig es ist ,jemandem eine Stelle zu vermitteln ,der nur vormittags arbeiten kann ?
Wenn ich das richtig verstanden habe,paßt deine Mutter ja den Rest des Tages auf dein Kind auf.
Keine Ahnung,ob das Amt da überhaupt drauf Rücksicht nehmen muß.
Im Bewerbungscenter vom Amt aus war ich übrigens auch.Und glaub mir ,so verkehrt ist das gar nicht.
Also nicht gleich motzen ,sondern erstmal schauen.
Deine Mutter kann sich doch trotzdem von sich aus bewerben .Vielleicht hat sie ja Glück und findet was neues bevor die Maßnahme beginnt.

Beitrag von sassi31 - 13.06.11 - 21:52 Uhr

Fahrtkosten werden von der Arge erstattet.

Beitrag von valentina.wien - 13.06.11 - 18:14 Uhr

"In Österreich würde deine Mutter in eine Vollzeitmaßnahme gesteckt werden und diese darf auch durchaus länger als ein Jahr dauern."



???? Wer? Wo?

Beitrag von arienne41 - 13.06.11 - 14:33 Uhr

Hallo

Wieso steht deine Mutter nur Teilzeit zur Verfügung wenn sie keine kleinen Kinder mehr hat?
Finde es ganz schön dreist das du von ihr forderst das sie dein Kind nach dem KG betreut. Es ist schön wenn sie das kann sollte aber mal lieber an ihre Zukunft denken.

Sie kann den Kurs sicher in Vollzeit machen dann dauert er auch sicher nicht 6 Monate.

Sie möchte Geld vom Staat (was auch ok ist) denn das macht unseren Sozialstaat ja auch aus. Sie zahlte 20 Jahre ein und somit konnte anderen geholfen werden nun ist sie in der Lage und andere helfen ihr.
Aber dafür darf der Staat doch eine Leistung verlangen oder seh ich das falsch?

Beitrag von lilly1980 - 13.06.11 - 15:07 Uhr

Hallo,

meiner Mutter steht nicht "nur Teilzeit zur Verfügung". Sie hat schon immer nur in Teilzeit gearbeitet. Sie bekommt vom Arbeitsamt auch nur ALG für die Anzahl von Stunden. Warum sollte das Arbeitsamt meine Mutter "zwingen" Vollzeit zu arbeiten?
Ich möchte nicht böse erscheinen aber ich finde es auch ganz schön dreist von dir einfach zu behaupten das ich die stundenweise Betreuung meiner Tochter von meiner Mutter "fordere".

Was den Kurs angeht ist es nicht möglich ihn in Vollzeit durchzuführen und ihn somit zu verkürzen.

Zum anderen ist es so dass meine Mutter seit über 40 Jahren ununterbrochen arbeitet (20 Jahre waren es nur in der letzten Fa.) und somit nur noch ein paar Jährchen bis zu ihrer Rente hat und bis dahin weiter in Teilzeit arbeiten möchte.

Das es solche Maßnahmen oder Schulungen gibt und die auch zugewiesen werden ist ja auch nicht verkehrt (für die Leute die es brauchen).

ABER warum sollte der Staat eine Leistungen verlangen dürfen?

Schließlich ist es so gesehen kein Geld das der Staat mal eben grosszügigerweise aus seiner Tasche gibt sondern was das arbeitende Volk mal eingezahlt hat für solche Fälle.

Na ja aber das ist ein anderes Thema.

Sabrina