Arbeitsvermittler privat bezahlen?

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Beitrag von mili21 - 14.06.11 - 14:57 Uhr

Hallo!
Mein Mann hat sich auf eine Stellenanzeige beworben, die von einer privaten Arbeitsvermittlung geschaltet wurde. Wenn er einen Arbeitsvertrag unterschreibt, muß er der Arbeitsvermittlung 300 Euro bezahlen. Ist das seriös? Ich kenn mich da gar nicht aus. Natürlich wollen die dadurch Geld verdienen, das ist mir schon klar. Hat hier jemand Erfahrung damit?
LG! Mili

Beitrag von fuxx - 14.06.11 - 15:36 Uhr

Erfahrung habe ich keine damit, aber seriös wird das nicht sein. Normalerweise finanzieren sich die Vermittler über die Gebühr, die sich dem Arbeitgeber in Rechnung stellen, für den Bewerber ist das völlig kostenlos.
Also besser die FINGER WEG davon

Beitrag von basteldidi - 14.06.11 - 15:50 Uhr

Viele private Arbeitsvermittler nehmen Geld, beim Arbeitsamt wurde mir gesagt so zwischen 200-1500€ kann das sein. man sollte aufpassen oder vorher anrufen wie die gebüren sind, stehen meißt in den AGB`s.

Ist dein Mann arbeitslos? (mind.6Wochen) dann hat er anspruch auf den Vermittlungsgutschein vom Arbeitsamt dann mußtet ihr kein Geld bezahlen.

Beitrag von mili21 - 14.06.11 - 15:55 Uhr

Hallo!
Danke für Deine Antwort.
Nein, er ist nicht arbeitslos gemeldet, er hat unseren Sohn die letzten Jahre betreut, aber nun muß Geld ran .-)) Da er in Deutschland noch nie gearbeitet hat, hat er auch keine Ansprüche auf Leistungen.
Also doch Geld in die Hand nehmen, um welches zu verdienen?
Da liegen die mit 300 Euro ja noch im Rahmen.
LG! Mili

Beitrag von vwpassat - 14.06.11 - 17:29 Uhr

Ich finde das hochgradig unseriös und würde keinen cent zahlen.

Die AV sollen sich Ihr Geld gefälligst vom Auftraggeber holen (Arbeitgeber), wenn der die Stellenausschreibungen den Arbeitsvermittlern überlässt.

Oder lässt Du Dir vom Kindergarten auch Geld zahlen, damit Du Dein Kind dahin bringst?

Beitrag von mili21 - 14.06.11 - 19:01 Uhr

Ich finds auch sehr eigenartig, hab aber mal so rumgegoogelt, es scheint so usus zu sein. Selbst bei der Jobbörse vom Arbeitsamt gibt es fast nur noch Angebote über Zeitarbeitsfirmen oder Jobvermittler. Also nur noch Jobs über Vermittlungsgutscheine, ich finds skandalös. Scheint ein Megageschäft zu sein, sonst würden diese Firmen ja nicht wie Pilze aus dem Boden schießen. Und spart der Agentur für Arbeit eine Menge Streß. Nur, wenn man als Ungelernter einen Job sucht, was tun? Die Firmen wollen anscheinend nicht mehr selber suchen.
Mili

Beitrag von manavgat - 14.06.11 - 19:19 Uhr

Nö ist unseriös. Arbeitsvermittler arbeiten doch ehrenamtlich und für lau.


Ironie off.


Ehrliche Meinung? Mit 300 Euro bist Du bestens bedient. 1 Monatsgehalt wäre auch noch im Rahmen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mili21 - 14.06.11 - 19:22 Uhr

Danke Manavgat!
Dann bin ich beruhigt :-))
LG! Mili

Beitrag von maischnuppe - 15.06.11 - 08:42 Uhr

Ich finde das vollkommen normal und kann nur den Kopf darüber schütteln, dass einige das "hochgradig unseriös" finden#kratz
Den Job eines Arbeistvermittlers erklärt ja schon der Name, er vermittelt zwischen AG und AN, setzt die Stellenanzeige in die Welt und kümmert sich im Vorstellungs/Einstellungsgespräche. (usw,usf)
Geld fliesst erst, wenn ein Arbeitsvertrag zustande gekommen ist, also wenn der Vermittler eine Auswahl getroffen hat- seinen Job erledigt hat. Er macht seinen Job und er bekommt Geld dafür. Oder arbeitet ihr für lau?
Wenn er lediglich für die Weiterleitung der Adresse Geld nehmen würde, wäre das etwas anderes, denn das garantiert noch lange nicht den Job.

Beitrag von vwpassat - 15.06.11 - 09:03 Uhr

Selbstverständlich soll auch ein Arbeitsvermittler seine Arbeit entlohnt bekommen, nur ist es m.M. nach der völlig falsche Lösungsansatz, dies vom Arbeitssuchenden zu fordern.

Denn der hat in den meisten Fällen eh schon finanziell zu kämpfen aufgrund seiner Beschäftigungslosigkeit.

Beitrag von maischnuppe - 15.06.11 - 09:11 Uhr

Bei einer länger als 6 Wochen andauernden Arbeitslosigkeit bekommt man einen Vermittlungsgutschein (kostenfrei) vom Arbeitsamt.#aha
Man ist ja nicht verpflichtet, einen privaten AV auszusuchen. Wer einen Job wechseln möchte (aus welchen Gründen auch immer) wird bereit sein, bei einer Vermittlung zu bezahlen.
Viele Jobs gehen nur noch über Vermittler weg, weil sich die Personalabteilungen die Arbeit, die übrigens sehr Zeit-und Nervenaufwändig ist, zu sparen.

Beitrag von vwpassat - 15.06.11 - 10:01 Uhr

Ja, wo ist denn dann das eigentliche Problem?

Der Mann der TE möge sich arbeitssuchend melden und dann bekommt auch er diesen Vermittlungsgutschein.

Beitrag von maischnuppe - 15.06.11 - 10:08 Uhr

Ja, meine Worte!:-p