Hallo!
Ich habe keine abgeschlossene Aubildung. Nach dem ich die AUsbildung abgebrochen hatte, habe ich in einer Fabrik relativ gut verdient und mir damals keine Gedanken darüber gemacht, wie es später einmal aussieht.
Irgendwann bekam ich Kinder, zwischendurch wurde geheiratet. Alles war bestens, mein Mann verdiente gut. Ich arbeitet zwischendurch auf 400Eruo Basis.
Dann kam ein tiefer Fall. Mein Mann wurde krank und kann seit dem nicht mehr in seinem alten Beruf arbeiten. Sein ärztliches Gutachten ist vernichtend und er bekommt keine Arbeit, schon gar keine die annähernd so gut bezahlt ist, wie sein ursprünglicher Beruf.
Nun würden wir die Rollen tauschen, da ich aber keine abgeschlossene Berufsausbildung und auch kein Studium absolviert habe, sind die Möglichkeiten spärlich und dazu super schlecht bezahlt.
Nun habe ich eine fertige Bewerbungsmappe hier liegen. Ein Unternehmen in direkter Umgebung sucht zum 01.08. diesen Jahres eine Auszubildende zur Bürokauffrau.
Ich würde das gerne machen. Auf jeden Fall werde ich morgen die Bewerbung abgeben.
Allerdings rechne ich mir keine Chancen aus. Ich bin so alt... jedenfalls was dieses "Vorhaben" anbelangt.
Was meint ihr?
Blamiere ich mich als "alte Schachtel" dort?
Bin gespannt wie ihr das seht!
LG Bille
Ausbildung mit fast 40?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von ohmama - 15.06.11 - 22:58 Uhr
Beitrag von myimmortal1977 - 15.06.11 - 23:16 Uhr
Ich kann Dir nur den Tipp geben, dass es in Deinem Fall manchmal besser ist, wenn man über einen Personalvermittler geht. Personalvermittler vermitteln auch Ausbildungsstellen in diversen Unternehmen.
Dort hast Du die Chance, die Grundsituation von Dir im Vorgespräch zu besprechen. Der Vermittler kann schon mal bei entsprechenden Unternehmen vorfühlen.
Das könnte Deine Chancen erhöhen, parallel natürlich auf eigene Faust weiter bewerben. Ich würde auch mal zum Arbeitsamt gehen und dort mit einem Arbeitsvermittler sprechen.
Ich hatte eine in der Ausbildung, die damals schon mitte 30 war. Allerdings war es ihre 2. Ausbildung. Sie hatte vorher was im Einzelhandel gelernt und dann im 2. Anlauf Verlagskauffrau.
Dir alles Gute, Janette
Beitrag von sonntagsmalerin - 15.06.11 - 23:42 Uhr
Ach was, wieso denn blamieren? Ich finde es gut, dass du noch einmal beginnen willst. Und versuchen kostet nichts - probieren würde ich es auf alle Fälle!
Ich würde sogar ältere Bewerber bevorzugen, weil diese oftmals disziplinierter sind und schon wissen, was sie wollen. Außerdem muss man in der Regel nicht mehr damit rechnen, dass jemand wegen Schwangerschaft ausfällt.
Viel Glück bei der Bewerbung!!
LG
Beitrag von arienne41 - 16.06.11 - 00:29 Uhr
Hallo
Klar kannst du dich bewerben ist ja nicht verboten.
Welche Chancen ich dir gebe? Ehrlich gar keine.
In der Ausbildung verdienst du nicht viel, schafft ihr dasd 3 Jahre lang finanziell?
Möchtest du mit den ganzen Teenies in der Berufsschule sitzen?
Was hast du denn in der Zeit bis du Mutter wurdest gemacht. Du bist ja nicht mit 17-18 Mutter geworden sondern mit 24/25.
Ein privater Arbeitsvermittler kostet auch deshalb finde ich es auch nicht das wahre.
Du solltest mal zum Arbeitsamt gehen und dich schlau machen was vielleicht gefördert wird und etwas was auch Sinn macht. Sinn macht für mich nur wo man hinterher auch gute Chancen einen Stelle zu bekommen.
Wie ist der Verdienst als Bürokauffrau? Auch nicht die Welt.
Wenn du die Stelle bekommen würdest mußt du gleich wissen wie es weiter geht.
LG
Beitrag von fuxx - 16.06.11 - 08:44 Uhr
Es ist zwar ungewöhnlich, mit 40 noch eine Ausbildung zu machen, aber ich denke nicht, dass Du Dich blamieren wirst.
Wir hatten damals einen Ex-Fussballspieler bei uns in der Klasse - da war er 32 (OK, noch 8 Jahre jünger als 40, aber dennoch wesentlich älter als der Rest der Azubis)
Wünsche Dir viel Glück!
Beitrag von martina129 - 16.06.11 - 08:48 Uhr
Hallo Bille,
ich würde mal bei der Agentur für Arbeit anfragen. Wäre ja bei dir immerhin eine Erstausbildung. Da dein jüngstes Kind noch keine 10 Jahre ist, war es zumindest früher so, dass die Zeiten zwischen der letzten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und der Meldung dort als Erziehungszeiten gesehen wurden.
...und fragen kost ja nix
Gruß Martina
Beitrag von litalia - 16.06.11 - 10:22 Uhr
über einen personalvermittler würde ich NICHT gehen, so wie hier geraten.
so einem "eierschaukler" würde ich mein nicht vorhandenes geld nicht in den rachen schmeissen.
ich würde bei der arbeitsagentur anfangen, geh hin und schildere dein vorhaben.
was hast du denn die "ganzen jahre" immer gearbeitet? irgend eine bestimmte branche? im einzelhandel ist es z.b. so wenn du so und so viel jahre da gearbeitet hast dann brauchst du keine 3 jährige ausbildung mehr!
du solltest dir auch gut überlegen ob du eine übliche ausbildung machen willst und mit lauter 16-20 jährigen in einer klasse hocken willst?
mir ist es mit 23 jahren schon ziemlich schwer gefallen zwischen den ganzen teenies. das war einfach nicht mein level, keine gesprächsthemen. ich kam aus einem anderen "leben" ich war mutter und ehefrau und die anderen gerade frisch aus der schule und nur flausen im kopf
ich konnte mit den kinderkram nichts anfangen und dabei hatte ich nur 5 monate prüfungsvorbereitung. 3 jahre? das wäre ein grauen
du solltest die jugend von heute nicht unbedingt unterschätzen und du als 40 jährige wirst bestimmt nicht so einfach anschluss finden bzw dich da nicht sonderlich wohl fühlen.
da werden in der klasse papierkugeln geschmissen und du sitzt mitten drin
Beitrag von mama2kinder - 16.06.11 - 17:36 Uhr
Eine Kollegin hat in dem Alter umgeschult.
Wieso nicht?
Beitrag von manavgat - 16.06.11 - 19:39 Uhr
Niemand wird Dich einstellen. Ob mit oder ohne Ausbildung. Du bist zu alt.
Was meint denn die Beraterin bei der Arbeitsagentur? oder warst Du noch nicht dort?
Gruß
Manavgat
Beitrag von tessy25 - 18.06.11 - 00:58 Uhr
Unsensibel und inhaltlich falsch.
Ich habe mehrere Damen zwischen 30 und 50 im Unterricht, die eine erst- oder auch Zweitausbildung als Bürokauffrau machen und das in nur 2 Jahren.
Beitrag von manavgat - 18.06.11 - 12:36 Uhr
und dann?
wenn sie die Ausbildung haben?
Gruß
Manavgat
Beitrag von tessy25 - 18.06.11 - 16:23 Uhr
Werden sie übernommen, weil sie sich als Verantwortunsbewusste, reife, qualifizierte Mitarbeiterinnen mit Managerqualitäten erwiesen haben, die nicht wegen jedem Schnupfen daheim bleiben, flexibel sind und nicht damit zu rechnen ist, dass sie in Elternzeit gehen.
Eine, die ich vor 5 Jahren durch die Ausbildung begleitet habe, habe ich vorhin zufällig getroffen. Sie hat erzählt, dass sie jetzt noch ein BWL Studium drauf gesetzt hat und gerade ihre Bacelorarbeit schreibt. Sie hat schon eine 75 % Stelle unbefristet im Qualitätsmanagement einer großen Krankenkasse....
Und wenn alles nix wid, kann sie ja bei Urbia zu jedem Beitrag ihre Meinung posten und ihr Wissen verbreiten, während sie wieder Harz IV bekommt.
Beitrag von manavgat - 18.06.11 - 16:40 Uhr
das ist die eine Schwalbe ohne Sommer.
Gruß
Manavgat
Beitrag von shampoo - 18.06.11 - 21:28 Uhr
mir sind persönlich auch ältere und reifere frauen lieber , eben aus den von dir genannten gründen.
danke für diesen beitrag!
Beitrag von kawatina - 18.06.11 - 13:40 Uhr
Hallo,
unsensibel ?
Diese herzlose arrogante Art ist bei ihr vollkommen normal.
Sie meint immer alles besser zu wissen - auch wenn dem real nicht so ist.
Man darf gar nicht daran denken, wie sie ihre "Kundschaft" behandelt.
Beitrag von kawatina - 16.06.11 - 20:08 Uhr
Hallo,
meine Schwägerin (Abitur und trotzdem nix gelernt) hat ihre erste Lehre auch mit 38/39 Jahren begonnen -als Einzelhandelskauffrau.
Echte Chanchen hast du in der Altenpflege - bei uns gibt es sogar Umschüler, die fast 50 Jahre alt sind.
Wie schon geschrieben, wirst du von jungen Menschen umgeben sein, die Papierkugeln rum werfen. Aber auf Meisterschulen sitzen auch Leute von 20 bis 47 und die Alten werfen dann halt mit.
LG
tina
Beitrag von tessy25 - 18.06.11 - 01:01 Uhr
Hallo Bille,
eine gute Idee.
Falls du schon Berufspraxis im ausgesuchen Ausbildungsberuf vorweißen kanst, kannst du auch die externen Prüfung bei der IHK machen.
Warum sollte dich kein Arbeitgeber wollen? Du stehst mitten im Leben, weißt was du willst und bist einfach erwachsen - die perfekte Kandidatin also.
Du weißt, dass du auch über das Arbeitsamt oder die Wohngeldstelle gehen kannst, um ergänzende Hilfen zu bekommen.
ich drück dir die Daumen
