Hallöchen,
ich bin alleinerziehend mit 3Kids.... und bin momentan auf 400€ Basis halbtags arbeiten...und beziehe daher noch Alg2
Nun ist es so, das meine gr.Tochter (13J) ab nächstes Schuljahr eine neue Schule 30km vom Wohnort entfernt besucht!
(sie geht dann auf eine weiterführende Förderschule mit der Voraussetzung dort einen Hauptschulabschluss zumachen, was in der jetzigen Schule nicht möglich ist!
Sie wird jeden Tag mit einem Fahrdienst früh 6.15 abgeholt und ist erst gegen 16Uhr wieder zuhause! also wird auch kaum Freizeit sein!
Der Fahrdienst würde 120€ Eigenanteil im Jahr kosten, wobei in den Wintermonaten es schon vor kam das dieser nicht fahren konnte, zwecks Wetter!
Nun gibt es die Möglichkeit eines Wohnheimes(Internat) wo ich denke dieses über die Wintermonate zu nutzen... dieses kostet 220€ + 80€ Essen im Monat!Die 220€ würden vom JA übernommen werden
Ich weiß bis dahin ist noch viel zeit, aber ich mach mir da schon meine Gedanken!
Aber wie sieht es dann mit dem Alg2 Bezug aus?
Wird meine Tochter für die Zeit wo sie im Internat ist rausgerechnet, wie sieht es dann mit den Wohnkosten aus und ect?
Hoffe es kann mir jemand weiterhelfen!!!
LG Ivonne
Alg2 Bezug und eventuell Internat
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Beitrag von saphira_2004 - 16.06.11 - 10:54 Uhr
Beitrag von arkti - 16.06.11 - 11:59 Uhr
Für 30 km zahlt das Jugendamt ein Internat.
Unglaublich 
Kinder die auf ein Gymnasium gehen haben auch nicht selten bis 16 Uhr oder länger zutun.
Schulbusse können bei super schlechtem Wetter auch nicht fahren oder fahren verspätet.
Das wird wohl mit einem Fahrdienst dann nicht anders sein.
Beitrag von saphira_2004 - 16.06.11 - 13:07 Uhr
ich kann nichts dafür wenn die Schule diese Option hat... und das es vom Jugendamt bezahlt wird habe ich auch nur von der Verwaltungstante des Internats!
Und wie gesagt ging es mir hauptsächlich um die Wintermonate und so wie ich bei dem Infogespräch erfahren habe.. das es gerade letzten Winter öfters vorgekommen ist das der Fahrdienst nicht fahren konnte!!!!
LG
Beitrag von parzifal - 16.06.11 - 15:51 Uhr
Was heißt denn konkret "öfters"?
Beitrag von saphira_2004 - 16.06.11 - 16:48 Uhr
wie oft öfters ist.. kann ich dir nicht sagen... denn die genaue Zahl wurde bei dem Info gespräch nicht genannt!
aber so wie ich unser ort und unsere Verbindungen kenne wird es nicht einfach sein von A nach B zu kommen wenn es wie im letzten Winter wird!
Beitrag von snailshell - 16.06.11 - 13:08 Uhr
?
Wo in deinem Beitrag ist eine Antwort auf die Frage der TE versteckt?
Beitrag von arkti - 16.06.11 - 13:23 Uhr
Da wo du deine versteckt hast.
Beitrag von snailshell - 16.06.11 - 13:34 Uhr
Ich habe ja auch DIR geschrieben, nicht der TE.
Beitrag von parzifal - 16.06.11 - 15:55 Uhr
Muss das denn der Fall sein?
Beitrag von seikon - 16.06.11 - 13:35 Uhr
Ich finde das kann man hier nicht vergleichen. Die Te schreibt, dass ihre Tochter dann auf eine Förderschule gehen wird und gerade mal den Hauptschulabschluss machen wird. Ich denke das kann man mit den geistigen Fähigkeiten eines Gymnasiasten nicht vergleichen.
Natürlich bestreite ich nicht, dass die Lernbelastung von Schülern sehr hoch ist. Gerade auf dem Gymnasium ja teilweise sogar noch höher als bei einem arbeitenden Erwachsenen, aber wir haben hier ja schon ein lernschwaches Kind, das ganz andere Förderung braucht.
Wenn so ein Kind jeden Morgen um 5 Uhr aus den Fendern gescheucht wird, damit es den Fahrdienst pünktlich erreicht und dann erst spät nachmittags nach hause kommt und da ggf. noch lernen muss, dann macht das Kind erst recht zu. Es ist demotiviert und überfordert und die Gefahr, dass die Schule dann ganz geschmissen wird ist groß. Die Folge wäre vermutlich lebenslanger Alg 2 Bezug.
Wenn das Kind in der Woche in einem Internat in der Nähe der Schule untergebracht ist, dann sehe ich da viele Vorteile.
Das Kind kann länger schlafen und hat mehr Freizeit. Das Betreuungspersonal kann das Kind dann auch in der Freizeit ganz anders fördern und motivieren, als die Mutter es zuhause je könnte.
Am Ende kommt ein motiviertes, lebensfrohes Kind heraus, das den Abschluss schafft und vermutlich sogar eine gute Ausbildung machen wird. Und sich dann sein Leben selber finanzieren kann.
Dann doch lieber 3 oder 4 Jahre lang 220 Euro vom Jugendamt, als dann 40 Jahre jeden Monat min. 600 Euro Alg 2.
Beitrag von saphira_2004 - 16.06.11 - 14:02 Uhr
Danke für deinen Beitrag... du schreibst was ich mir die ganze Zeit im Kopf rumschwirrt.. aber zu konfus es in Worte zu fassen!
Und wie ich ja geschrieben habe.. wäre diese Option für mich nur über die Wintermonate!!!
Beitrag von arkti - 16.06.11 - 14:56 Uhr
Ich kenne 2 Kinder die seit Jahren täglich in eine Förderschule gefahren werden.
Im Sommer wie auch im Winter, der eine muss sogar täglich Autobahn fahren wo sich also auch ein Stau nicht immer umgehen läßt.
Er ist immer erst um 16 Uhr zuhause, wenn Stau ist was ja nicht selten ist wenn Baustellen sind wird es auch mal 17 Uhr.
Er ist der erste der abgeholt wird und der letzte der nach hause gebracht wird.
Ja es ist richtig man keine eine Förderschule nicht mit einem Gymnasium vergleichen deswegen finde ich das mit dem Internat noch irrsinniger.
Die machen ja nicht bis 15 Uhr stracken Schulunterricht, es ist im wahrsten Sinne des Wortes teilweise lächerlich was die da machen.
Beitrag von marion2 - 16.06.11 - 15:05 Uhr
"Die machen ja nicht bis 15 Uhr stracken Schulunterricht, es ist im wahrsten Sinne des Wortes teilweise lächerlich was die da machen. "
Für dich vielleicht - für ein Kind mit echten Schwierigkeiten ist das harter Schulalltag.
Beitrag von seikon - 16.06.11 - 19:05 Uhr
Ich bin ja normalerweise auch sehr kritisch, was Sozialleistungen usw. anbelangt. Und ich vertrete ja auch häufig die Meinung, dass man gefälligst die Arschbacken zusammen kneifen sollte und zusehen sollte, wie man zurecht kommt.
Aber es geht hier nicht um eine verzogene Legebatterie, oder einen Erwachsenen, der sich jeglicher Arbeitsaufnahme entzieht, sondern um ein förderungsbedürftiges Kind.
Und ich denke jeder Förderschüler ist unterschiedlich und muss unterschiedlich gefördert werden. Offenbar scheint es ja hier entsprechende Gespräche und Fallanalysen mit der Schule und dem Jugendamt gegeben zu haben, und es scheint ja hier (zumindest in den Wintermonaten) als die beste Lösung angesehen zu werden.
Und ich finde an der Bildung der Kinder sollte nicht gespart werden.
Man sollte ein Kind nicht unterbuttern ala "stell dich nicht so an, nur die harten kommen in den Garten", sondern man sollte sie motivieren und ihnen zeigen, dass sich Fleiß und Anstrengung auch lohnt.
Außerdem brauchen solche Kinder Stabilität. Und dazu gehört es eben auch, dass sie eben regelmäßig zur Schule kommen. Und wenn sie dann im Winter permanent zu spät kommen oder gar nicht zur Schule kommen, dann ist das eben auch nicht gut. Ein normaler Schüler tut sich schon schwer den Stoff aus Fehlzeiten aufzuarbeiten, was meinst du wie das dann für einen Förderschüler sein muss?
Und du vergisst eben vielleicht auch, dass in einem Internat die "Freizeit" durchaus auch nützlich zur Bildung und Förderung genutzt werden kann.
Wie gesagt, bei einem Erwachsenen wäre ich kritischer, aber ich denke ein Kind sollte jeglich erdenkliche Hilfe und Chance bekommen. Es wird doch sonst auch immer gemeckert, dass Kinder aus sozial/finanzschwachen Familien schlechte Bildungschancen haben. Aber wenn man ein Kind dann fördern möchte, dann ist es auch nicht recht.
Beitrag von arkti - 16.06.11 - 19:20 Uhr
Wenn im Winter Kinder fehlen dann betrifft das in der Regel alle Schulklassen.
Bei meiner Tochter waren dieses Jahr teilweise nur 7 Kinder in der Schule je nachdem welche Busse fuhren.
Natürlich wurde da eh nicht großartig Unterricht gemacht.
Was mich an der Sache aufregt ist folgendes:
Mein Kind hatte mal mitten im dicksten Schnee Krücken und ein Gips bei dem der Fuß nicht belastet werden durfte.
Da bekommt man von nirgendwo Hilfe weder von der Krankenkasse noch vom Schulamt weil sie dafür zu kurz hilfebedürftig war.
Man bekam lediglich zur Antwort für den Transport sind die Eltern zuständig, selbst wenn man kein Auto hätte muss man eben was organisieren.
Da interessiert es keinen Menschen wie man das macht.
Ich musste auch täglich 2 mal durch den dicksten Schnee fahren damit sie keinen Unterricht verpasst oder sie zuhause lassen.
Wenn ich dann lese das ein Jugendamt für 30 km ein Internat bezahlen würde für den Winter, sorry aber da krieg ich echt das kotzen.
Zumal hier die Mutter nichtmal selber fahren muss sondern ein Fahrdienst fährt.
Beitrag von saphira_2004 - 16.06.11 - 20:48 Uhr
"Zumal hier die Mutter nichtmal selber fahren muss sondern ein Fahrdienst fährt"
ich würde mein Kind auch die 30km tägl zur Schule bringen, aber da ich kein Auto geschweige Führerschein habe ist das nicht möglich!!!!
Sicherlich wäre es angebrachter in machen Situationen ein Füherschein oder Autozu haben, aber das alles kann ich mir nicht leisten ohne das die Kinder zurück stecken müssen!!!!!
Tja und um andere zurück zugreifen ist bei mir nicht möglich, da ich keine Eltern mehr habe und somit auf mich selbst gestellt bin... oder meine Freunde selbst alle berufstätig sind.. oder selbst kein Auto haben!!!!
Beitrag von king.with.deckchair - 16.06.11 - 21:07 Uhr
Das Jugendamt wird eine Maßnahme sicher nicht allein wegen der Fahrerei oder zur Bequemlichkeit der Mutter finanzieren. Was hier für ein Müll abgelassen wird, das geht auf keine Kuhhaut!
"Mein Kind hatte mal mitten im dicksten Schnee Krücken und ein Gips bei dem der Fuß nicht belastet werden durfte.
Da bekommt man von nirgendwo Hilfe weder von der Krankenkasse noch vom Schulamt weil sie dafür zu kurz hilfebedürftig war."
Dann sei doch verdammt noch mal FROH, dass dein Kind NUR!!! was am Fuß hatte und nicht dauerhaft förderbedürftig war! Und nein, Teuerste, bevor du noch auf weiteren Unfug kommst: Eltern können NICHT immer etwas dafür, dass ihre Kinder fachlich erweiterte Hilfe brauchen.
Dieses sozialneidische Gesabbel, nur weil du dein Kind MAL! selbst kutschen musstest, meine Güte!
Beitrag von kleine1102 - 16.06.11 - 23:27 Uhr
Beitrag von arkti - 17.06.11 - 00:56 Uhr
Ich habe keinen Sozialneid.
Ich habe lediglich kein verständis das Ämter Geld rausschmeißen.
Wenn Internat dann komplett aber nicht nur im Winter, das heißt für mich das es eigentlich nicht notwendig ist.
Habe ich irgendwo geschrieben das Eltern was dafür können?
Nein!
Wenn ein Kind eine Schule braucht die 150 km entfernt liegt würde ich das sogar einsehen.
Bei 30 km ist das einfach nur absolut lächerlich.
Ich kenne 2 Kinder wo es sehr gut ohne Internat im Winter funktioniert und die fahren weiter als 30km.
Ich soll froh sein das sie nur was am Fuß hatte?
Es waren auch 7 Wochen enorme Mehrkosten durch die Fahrerei, die Schule liegt auch nicht um die Ecke.
Mal nebenbei habe ich um die Mittagszeit eigentlich auch nie das Auto weil mein Mann es ab Mittags beruflich braucht.
Hat auch niemanden interessiert.
Aber ist jetzt auch egal, wenn du der Meinung bist das Ämter kein Geld verschleudern ist es deine Meinung.
Ich sehe es anders wenn ich den Text der Threaderöffnerin lese.
Nur im Winter da kann ich echt nur lachen.
Wenn das ALG2 dann gekürzt wird geht die Fahrerei auch im Winter ohne Internat.....noch lächerlicher.
Beitrag von imzadi - 16.06.11 - 15:52 Uhr
Wenn aber das Kind jetzt schon sieht das einem der Arbeitort hinterher getragen wird damit nicht so weit fahren muss ist es besser? Dem Kind wird gezeigt das wenn nicht alles perfekt ist das Amt das regelt/bezahlt. Das sind dann wahrscheinlich die wo eine Stelle ablehnen weil 30 KM Anfahrtsweg zu kompliziert sind und lieber zu hause bleiben.
Wenn das Kind später wirklich ins normale Berufsleben einsteigen will, und sich nicht nur für "Sonderschülerposten" spezialisieren soll, dann wäre doch auch zu erwarten das ein langer Schulweg in kauf genommen werden kann. Und mit 13 Jahren ist man dafür nicht zu jung.
Beitrag von saphira_2004 - 16.06.11 - 16:12 Uhr
Ich erziehe mein Kind schon so das sie weiß das nix umsonst ist...und sie sich anstrengen muss ... und ich halte mein Kind nicht vor die Nase das das Amt alles zahlt!
Sonst hätte ich sie einfach ihren Förderschulabschluss machen lassen, dann hätte sie ihren "Sonderschülerposten" sicher!
Aber ich und auch sie will irgendwann bessere Berufschancen haben... deswegen wählen wir ja diesen Weg!
und denkst ich sage ihr das alles schön vom Amt bezahlt wird damit sie alles leichter hat..pustekuchen....ich lebe ihr das nicht vor!
Ich versuche nicht umsonst wieder ins Berufsleben einzusteigen...und ich zahle sogut wie alles aus eigener Tasche z.b. Klassenfahrten...
Und ich weiß auch garnicht warum ihr euch alle daran hochzieht das es die Option Internat gibt....darf sowas nur für Vielverdiener oder Reiche geben...?
Beitrag von arkti - 16.06.11 - 16:57 Uhr
In deinem Fall gibt es einfach keinen Grund für ein Internat.
Mal davon ab käme ich mir reichlich bescheuert vor wenn ein Kind 30 km in einem Internat leben würde.
Wenn es wirklich notwendig ist sollen natürlich auch arme Kinder die Möglichkeit bekommen aber ich kann bei dir wirklich absolut keinerlei Notwendigkeit sehen.
Kinder von Alleinerziehenden sind auch meistens bis 16 Uhr oder sogar noch länger in einer Betreuung.
Kinder von 2 Vollzeitarbeitenden ebenso.
Auch diese Kinder müssen oft früh aufstehen und sind lange aus dem Haus.
Beitrag von farfalla.bionda - 16.06.11 - 17:43 Uhr
Beitrag von king.with.deckchair - 16.06.11 - 21:11 Uhr
Oh, die pädagogische Fachkraft hat gesprochen.
Das Jugendamt würde finanzieren und sicher hat ein Sozialpädagoge mal über den Antrag und die schulische Entwicklung des Kindes geschaut, aber nein, das hochintelligente arkti ist in der Lage, aus einigen Zeilen im Internet den konkreten pädagogischen Förderbedarf dieses Kindes zu erkennen.
Sensationell.
Beitrag von mama2kinder - 16.06.11 - 21:14 Uhr
Menschen und Gesprächspartner als "das" zu titulieren, finde ich höchst merkwürdig. Gerade mit deinem beruflichen Hintergrund.
