Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen nach Krankmeldung

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Beitrag von anonymus5000 - 16.06.11 - 23:06 Uhr

Hi,

Jetzt kam die Kündigung, weil erneut aufgrund eines Arbeitsunfalls eine krankschreibung vorliegt.

Arbeitsunfähig wie folgt (Vetragsbeginn Mitte Jan 2011):


6.5 - 15.5 - 6 Arbeitstage

Grund: Ein Kollege ging auf ihn morgens Los, das ist/war wohl einer der öfter Streitete etc..pp. Dieser Schlug auf Marc ein & er setzte sich eben zur Wehr und haute mit der Faust zurück, wodurch er sich den Ringfinger zerrte und ganz blau anlief. Er arbeitete am 05.05 als das passierte noch komplett unter schmerzen weiter. Er ging nicht erneut zum Arzt um keine weitere Krankmeldung zu riskieren.

10.06 - 1 Arbeitstag

Grund: Durchfall/Übelkeit/Schwindel, aufgrund der ersten Krankmeldung kein Arztbesuch bzgl. eventueller Krankschreibung und erneuten Arbeitsausfall

17.05 - 22.05 - 4 Arbeitstage

Grund: Arbeitsunfall am 15.05, Treppe runtergestolpert, zog sich eine Bänderzerrung zu. Er Arbeitete am 15. normal weiter und schleppte sich ebenfalls am 16.06 unter Schmerzen auf Arbeit. Da heute bereits ein Arzttermin vorlag (wg. Kontrolle) die sich aber immer mit Arbeitszeit überschnitten hätte sodass man den Termin nicht anders legen konnte, beendete er heute, nach Absprache den Tag mit etwa 1 Stunde ürbig gebliebener Zeit. Aufgrund der Bänderzerrung & einer vorbeugung eines Bänderisses schrieb in der Arzt erneut bis nächsten MI krank.

Nachdem man dem Chef dies mitteilte, stand er mit seiner Freundin in der Tür und übergab die Kündigung.

Als man nach der Übergabe der Kündigung fragte, ob es dem Chef sein Ernst sei, aufgrund der erneuten Krankmeldung zu kündigen sagte er deutlich „Ja“ und auch die Freundin bestärkte es sei einfach zu oft gewesen (Zitat: „Es war einfach zu Oft.“).

Ausgeschrieben wurde de Kündigung wegen wirtschaftlichen Gründen.


Kann mir jemand helfen? Ist das so Okey? Die Arbeit wurde wirklich sehr gerne und stets zuverlässig verrichtet. Es gab keinerlei Abmahnungen oder Beschwerden und sonst war auch alles i.O. Eine vermutung das die Fa. finanzielle Probleme oder umstrukturierungen hat/plant gab es ebenfalls nicht.

Danke, liebe Grüße

Beitrag von arkti - 16.06.11 - 23:27 Uhr

Befindet er sich noch in der Probezeit?

Beitrag von anonymus5000 - 16.06.11 - 23:33 Uhr

Leider ja!

11.01. Vertragsbeginn, 6 Monate Probezeit (somit wohl der 11.07?)

:-[

Beitrag von arkti - 16.06.11 - 23:46 Uhr

Dann sieht es wohl schlecht aus.
In der Probezeit können sie ja jederzeit kündigen.
Selbst wenn es im Krankheitsfall nicht möglich wäre dann würden sie es wohl nächste Woche tun.
Also eigentlich gehopst wie gesprungen.

Beitrag von hippogreif - 17.06.11 - 08:55 Uhr

Ein weit verbreiteter Irrtum: selbstverständlich kann man kündigen, auch wenn der Mitarbeiter krankgeschrieben ist! Das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun.

Beitrag von nick71 - 17.06.11 - 19:16 Uhr

Elf Kranktage innerhalb eines Monats (plus ein paar Tage) sind schon extrem heftig...und es hinterlässt halt auch keinen wirklich positiven Eindruck beim Chef, sich auf der Arbeit mit einem Kollegen zu prügeln. #augen

Während der Probezeit kann übrigens ohne Angabe von Gründen gekündigt werden...ich sehe also keine Chance, gegen die Kündigung vorzugehen.

Beitrag von vwpassat - 17.06.11 - 00:04 Uhr

Ich frage mich gerade, ob es Dein Ernst ist, die Kündigung in Frage zu stellen.

Hochgerechnet auf ein ganzes Jahr hat die betreffende Person fast 4 x soviele Kranktage als der Durchschnitt der AN in Deutschland!

Und prügelnde AN würde ich sofort entlassen, das gilt in dem Fall für beide!

Beitrag von arkti - 17.06.11 - 00:07 Uhr

Ja das habe ich nur gedacht und nicht geschrieben.
Prügeln geht mal gar nicht.

Beitrag von rosaundblau - 17.06.11 - 06:16 Uhr

Und prügelnde AN würde ich sofort entlassen, das gilt in dem Fall für beide!

Nicht so voreilig!

Vielleicht gehört prügeln im Inkassobüro "wir brechen dich die Daumen" und "wir wissen wo Dein Haus wohnt" zum Tagesgeschäft.

Beitrag von windsbraut69 - 17.06.11 - 08:49 Uhr

Dann wäre er doch aber befördert und nicht gefeuert worden :)

Beitrag von imzadi - 17.06.11 - 08:59 Uhr

Aber ich glaub selbst dort schlägt man sich normalerweise nicht mit den eigenen Kollegen.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 17.06.11 - 08:09 Uhr

Hallo

Also wenn man so oft in 6 Monaten krank ist, kann ich den Chef schon verstehen. Der denkt weiter.

Bianca

Beitrag von sohnemann_max - 17.06.11 - 08:23 Uhr

Hi,

was erwartest Du?! Würdest Du erfreut über die ständigen Ausfälle von Mitarbeitern sein?! Wenn das jetzt schon so anfängt - wie soll es in der Zukunft aussehen?!

Ich hätte beide vor die Tür gesetzt schon alleine wegen der Prügelei. Was soll das denn?!

In der schriftlichen Kündigung stehen ja wirtschaftliche Gründe drin. Dann gilt das. Mündlich kann er sagen was er will - Aussage gegen Aussage. Ich hätte es nicht anders gemacht.

LG
Caro

Beitrag von windsbraut69 - 17.06.11 - 08:51 Uhr

Die Gründe sind doch völlig egal.
Er ist noch in der Probezeit, da muß die Kündigung nicht begründet werden und auch häufige Krankheit kann durchaus ein Kündigungsgrund sein.

LG

Beitrag von imzadi - 17.06.11 - 08:57 Uhr

Der prügelt sich erst und dann bleibt er wegen einem Finger der weh tut daheim? Eigentlich ein Wunder das er da nicht gleich rausgeschmissen wurde.

Ich kenn keinen der wegen sowas zuhause bleiben würde. Da tut man einen Verband rum und schont die Hand.

Aber mal ehrlich, wegen herrausragenden Leistungen scheint der Typ ja auch nicht aufgefallen zu sein, sonst hätte der Chef sicher noch ein oder mehr Augen zugedrückt. Wir leben halt in einer Leistungsgesellschaft, da werden Kosten mit Nutzen aufgerechnet.

Beitrag von anonymus5000 - 17.06.11 - 23:51 Uhr

Hallo,

der Kollege warf morgens an der Sotieranlage mit Autoreifen rum, die ihm scheinbar im Weg standen. Er warf damit mehrere bereits fertig sotierte Stationen der anderen um, die dann erneut sotiert werden mussten. Nachdem mehrere Kollegen bereits kopfschüttelnd darum baten ruhiger zu werden, packte er den letzten Autoreifen in den Stapel des obigen Herren. Dieser erfragte dann ob der Werfe noch ganz bei Trost sei und ob dies sein müsse, daraufhin ging der Werfer auf ihn los und Schlug mit der Faust zu. Der nun gekündigte angegriffene setzte sich zur Wehr indem er den Mann von sich hielt und als dieser nicht aufhörte gabs eben einen Kinnhagen. Erst spürte er seinen Finger so gar nicht, jedoch nahm dies im Laufe des Tages seinen Schmerz an, ebenfalls lief er Finger lila/Blau an und war auch zum Bewegen schwierig.

Da der gekündigte muss am Tag mehrere schwere Pakete tragen, aufladen, ausladen etc..pp, ebenso fährt er den ganzen Tag mit einem 3,5 T Sprinter in der Innenstadt.

Etwas schwer mit einem stark geprellten Finger und einer geschienten Hand oder nicht? Zum anderen stellte er sich auch morgens hin und machte zumindest den Bus für die entsprechende TOur fertig, sodass nur ein Fahrersatz benötigt wurde. Soviel zum Thema Arbeitswille?

Leider hat sich der Chef nicht weiter dafür Interessiert. Mehr als ein "Warte ab, der ist eh bald weg" gab es nicht dazu.



MFG

Beitrag von manavgat - 17.06.11 - 11:03 Uhr

Also:

wenn mich auf Arbeit (oder sonstwo) jemand körperlich angreift, dann gibt es umgehend eine Anzeige wegen Körperverletzung und eine Aufforderung an den Chef, meine körperliche Unversehrtheit für die Dauer meiner Arbeit zu gewährleisten - und zwar schriftlich.

Außerdem eine Meldung an die Berufsgenossenschaft des Vorfalls.

Dein Mann braucht umgehend eine Anwältin, die prüfen muss, ob eine Anzeige (siehe oben) noch einen Sinn ergibt und des Weiteren gegen die Kündigung Widerspruch einlegt und gegebenenfalls Klage einreicht.

Da Du schreibst: Chef und Freundin, gehe ich mal davon aus, dass der Betreib unter 10 MA hat. Den Arbeitsplatz wird er wohl knicken können, allerdings wäre aufgrund der Umstände vielleicht noch eine Abfindung drin.

Gruß

Manavgat

Beitrag von zwiebelchen1977 - 17.06.11 - 11:10 Uhr

Hallo

Eine Abfindung? Erstmal hat man da keinen gesetzlichen Anspruch drauf und er arbeitet kein halbes Jahr dort.

Denke, das hat sich erledigt.

Und wer weiss, ob das alles wircklich so war. Denn vielleicht hat er ja auch angefangen.

Bianca

Beitrag von manavgat - 17.06.11 - 12:11 Uhr

Du schwätzt viel, wenn der Tag lang ist.

Ich habe mal eine Abfindung erstritten, trotz Probezeit, sowie Nachzahlung für sämtliche Überstunden.

Gruß

Manavgat

Beitrag von zwiebelchen1977 - 17.06.11 - 12:21 Uhr

Tja, du kannst ja alles nur mit Anwälten regeln. Und ist ja schön für dich, wenn es geklappt hat.

Es gibt tortzdem kein RECHT auf eine Abfindung. Und ich glaube kaum, das, wenn er überhaupt GEld für einen Anwalt hat, Recht bekommt.

Denn er hat in eine halben Jahr mehr ktank gefeiert, als mancher in einem ganzen Jahr. Und viel Überstunden wird er mit der Arbeisteinstellung kaum gemacht haben.

Die Kündigung ist rechtmässig, da wird er Pech haben.

Bianca

Beitrag von marion2 - 17.06.11 - 12:29 Uhr

Tja, mancher hat auch eine vernünftige Versicherung, die den Anwalt zahlt.

Du stellst gleich die ganze Arbeitseinstellung in Frage, weil er ausgerechnet in den ersten Monaten des Arbeitsverhältnisses drei Mal krank wurde? Klar, besser wäre natürlich gewesen arbeitsunfähig den Kollegen im Weg rumzustehen #augen

Beitrag von zwiebelchen1977 - 17.06.11 - 12:51 Uhr

Tja, wir haben so eine:-p

Und ja, das kann man durchaus. Der Ag sieht das wohl auch so, sonst hätte er in nicht gekündigt. Wenn er ansonsten ein guter AN gewesen wäre, hätte der Ag evtl. davon abgesehen.

Ich denke, das da noch mehr war.

Bianca

Beitrag von manavgat - 17.06.11 - 13:34 Uhr

da Denken doch so gar nicht Deine Stärke ist, lass es doch einfach.

Gruß

Manavgat

Beitrag von zwiebelchen1977 - 17.06.11 - 13:40 Uhr

Oh, ja. Du must es ja wissen.

Es wird so sein und er Pech haben.

Und bei dir sind Männer nicht so deine Stärke. Merkt man immer wieder.

Beitrag von manavgat - 17.06.11 - 14:07 Uhr

Und bei dir sind Männer nicht so deine Stärke


Du meinst wohl eher, ich definiere mich nicht über Kerle.


Manavgat