gibt es hier eine/n Phonotypist/in? (Datatypist/in od. Stenotypist/in)

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Beitrag von manja85 - 17.06.11 - 00:08 Uhr

hallo

da ich nicht weiß wo ich sonst fragen soll, mach ich das nun hier..

gibt es hier eine/n berufstätige/n Phonotypist/in ??

ich stehe ganz am anfang.. hab eine ausbildung als bürokauffrau und einige zeit in einer versicherungsagentur in der datenerfassung gearbeitet.. diese arbeit hat mir schon von anfang an sehr viel spaß gemacht und ich bin auch wirklich gut darin.. nun bin ich hausfrau und mutter, möchte aber gern so bald wie möglich in dieser richtung weiterarbeiten.. ich habe mich auch schon nach aus- und weiterbildungen in diesem bereich informiert (bislang aber nur im internet, da ich nicht weiß wohin ich mich sonst wenden kann) aber einfach noch nicht das richtige gefunden.. nun hänge ich irgendwie fest und dachte mir daher, ich frag hier mal nach..

wie war das bei euch?? habt ihr aus- oder weiterbildungen absolviert? seit ihr durch zufall in diesen beruf geraten? wo arbeitet ihr (versicherung, krankenhaus, bank etc.)? gibt es vllt. in hamburg oder umgebung kurse die man besuchen kann? ich wäre für jede noch so kurze antwort sehr dankbar!!!!

lg und schönen abend noch!!

Beitrag von mel1983 - 17.06.11 - 06:13 Uhr

Hallo,

schau mal bei dir nach einer Weiterbildung zur medizinischen Schreibkraft.

Grüße

Beitrag von manavgat - 17.06.11 - 10:59 Uhr

Ich dachte, der Beruf sei ausgestorben.

Schreiben nach Band gibt es noch bei Anwälten und im medizinischen Bereich. Ansonsten nur noch als Teilaufgabe für Sekretärinnen/Assistentinnen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von mel1983 - 17.06.11 - 12:12 Uhr

Huhu Manavgat,

bis auf Datenerfassung (z.B. Deutsche Post direct o.ä.) gibt's das, ausser in den von dir genannten Bereichen auch meines Wissens nicht mehr als direkten "Beruf".

Grüße

Beitrag von manja85 - 17.06.11 - 13:10 Uhr

das ist so nicht ganz richtig..

auszug aus berufenet.arbeitsagentur.de:

Branchen im Einzelnen

Als Phonotypist/in arbeitet man in erster Linie in folgenden Wirtschaftszweigen:
Sonst. Dienstleistungen für Unternehmen und Privathaushalte
Sekretariats- und Schreibdienste, Copy-Shops



Darüber hinaus bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten in folgenden Arbeitsbereichen/Branchen:

•Chemie, Pharmazie, Kunststoff
•Elektro
•Fahrzeugbau, -instandhaltung
•Finanzdienstleistungen, Immobilien
•Gesundheit, Soziales
•Handel
•IT, DV, Computer
•Kunst, Kultur, Sport, Freizeit
•Management, Beratung, Recht, Steuern
•Medien, Informationsdienste
•Metall, Maschinenbau, Feinmechanik, Optik
•Transport, Verkehr
•Verbände, Organisationen, Interessenvertretungen
•Öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung, Verteidigung

Arbeitsorte

In Büroräumen am Computer übertragen sie das auf Diktiergeräte gesprochene Wort. Teilweise sind sie auch direkt in Besprechungszimmern, Konferenzräumen oder dem Plenum von Parlamenten tätig. Auch auf Messen kommen ihre Fertigkeiten zum Einsatz. Wenn sie ihre Vorgesetzten beispielsweise zu Tagungen begleiten, arbeiten sie temporär auch im Ausland.

Beitrag von manavgat - 17.06.11 - 13:36 Uhr

Ich halte diese Textstelle für hoffnungslos veraltet.

Zeig mir konkrete Arbeitsplätze.

Gruß

Manavgat

Beitrag von manja85 - 17.06.11 - 13:42 Uhr

sorry aber ich hab mich nicht hier her gewandt um mit dir darüber zu diskutieren!!

Beitrag von manavgat - 17.06.11 - 14:06 Uhr

Ich komme aus dem Berufsfeld. Habe 1986 meine Ausbildung zur Fremdsprachenseketrärin abgeschlossen und viele Jahre über Zeitarbeit ganz ganz viele Büros von innen gesehen. Allein von da bis 1994 als ich nach kurzer Elternzeit (1,5 Jahre) wieder eingestiegen bin, hatte sich alles verändert. Ich kann noch Deutsch und Englisch Steno und schreibe nach wie vor 300 Anschläge die Minute. Aber Schreiben von Band ist kaum noch gefragt, Steno ist nur noch ein Hobby - das braucht man nicht mehr.

Aber lauf Dich ruhig blau. Fakten willst Du ja keine.

Gruß

Manavgat

Beitrag von fienchen1101 - 17.06.11 - 14:56 Uhr

Hallo,

nee, noch nicht ganz ausgestorben. ;-)

Ich arbeite in einer oberen Landesbehörde. Wir haben 12 Schreibkräfte, davon sind 6 direkt als Phonotypisten eingestellt.

vg
Fienchen

Beitrag von manja85 - 17.06.11 - 21:19 Uhr

hallo und danke für deine antwort..

magst du mir erzählen wie du dazu gekommen bist?

danke und lg

Beitrag von fienchen1101 - 18.06.11 - 12:43 Uhr

Hallo,

nee, ich gehöre nicht zu den Schreibkräften. ;-)

Die, die als Phonotypisten eingestellt sind, kommen alle aus dem Bürobereich. Die mussten eigentlich nur nen Schreibtest (1x 10 Minuten abschreiben; und 1 x Phonodiktat) absolvieren. Wer genug Anschläge hatte, wurde dann eingestellt.

Ich kann mir eigentlich auch gar nicht vorstellen, dass es Weiterbildungen oder Schulungen für Phonotypisten gibt. Denn eigentlich ist das ja nur Übungssache.

lg
Fienchen

Beitrag von urbani - 17.06.11 - 22:25 Uhr

Hallo,

ich habe 7 Jahre beim Deutschen Bundestag im Stenographischen Dienst gearbeitet. Wir haben die Sitzungsprotokolle der Bundestagssitzungen geschrieben. Dazu ging der Stenograph in die Sitzung und diktierte mir hinterher direkt in den PC. Ich hatte / habe jedoch auch ca. 600 Anschläge pro Minute. Es war immer unter hohem Zeitdruck zu erledigen, hat aber sehr großen Spaß gemacht und war absolut super bezahlt worden. Wäre der Deutsche Bundestag nicht nach Berlin gegangen, ich wäre bis zur Rente dort geblieben.

Ich bin übrigens gelernte Justizangestellte und bin heute Beamtin (Regierungssekretärin in einer Bundesbehörde).

Während meiner Ausbildung zur Justizangestellten vor über 20 Jahren haben wir übrigens auch noch Stenographie gelernt!

urbani