Soll ich kündigen?

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Beitrag von schnecki26 - 17.06.11 - 10:16 Uhr

Hallo zusammen,
brauch heute mal eure Meinung.
Vorab eine kurze Erläuterung meiner momentanen Situation:
Arbeite momentan Teilzeit als Verkäuferin. Eigentlich 20 Std. die Woche. Meine Arbeitszeiten sind seeehr flexibel. Also mal früh, mal spät mal nur 1 Tag, mal 5 Tage pro Woche. Wär ja an sich kein Problem wenn ich nicht zwei kleine Kinder hätte und dementsprechend nicht so flexibel bin wie Kinderlose.
In letzter Zeit merke ich wie mir dieser Stress mit der ganzen Organisation (wer bringt die Kinder in den Kiga, wer holt sie ab, schaff ich alles noch rechtzeitig? Arbeitsklima ist auch nicht so toll) auf die Gesundheit schlägt. :-(
Hab das Gefühl nix mehr unter einen Hut zu bringen, bin schnell genervt, habe körperliche Beschwerden.
Habe nebenbei noch einen Minijob den ich schon vorher gemacht habe, allerdings statt 13 Std. arbeite ich nur noch 6-7 Std., wenn es möglich ist.
Bin jetzt am überlegen ob ich die Teilzeitstelle wieder kündigen soll und wieder mehr im Minijob arbeite. Hätte dann auch wieder mehr Zeit für die Kinder, zumal mein Großer auch im Herbst in die Schule kommt. Falls ich dann eine Arbeit finden würde mit "besseren" Arbeitszeiten würde ich natürlich wieder Teilzeit gehen.
Was würdet ihr machen? Mehr Geld oder ein stressfreieres Leben?
Mein Mann hat einen sicheren Job und wir sind bis jetzt auch mit meinem 400€ job ganz gut über die Runden gekommen.
Sorry, dass es jetzt so lang wurde, aber das ganze belastet mich schon sehr!

Vielleicht möchtet ihr mir eure Meinung dazu mitteilen!

Danke schon mal fürs lesen und lg

Beitrag von joann210586 - 17.06.11 - 10:29 Uhr

Was sagt dein Bauchgefühl?

Ich würd den 400 € Job behalten und gut ist. Wenn ihr auch so über die Runde kommt.

Gesundheit ist wichtig. Was nützt es deinen Kindern, wenn du immer fertig und leicht reizbar bist?

Beitrag von schnecki26 - 17.06.11 - 10:41 Uhr

Also am liebsten würde ich aufhören. Mein Mann steht auch voll hinter meiner Entscheidung, egal wie sie ausfällt.
Es ist nur immer ein bischen das schlechte Gewissen dabei. ich denk mir halt immer: wir könnten uns einfach mehr leisten, und die anderen schaffen es ja schließlich auch Job und Kinder unter einen Hut zu bringen. Warum ich nicht?
Aber beim Gedanken an meine nächste Arbeitswoche wird mir schon ganz flau im Magen.

Danke für deine Meinung!

Beitrag von joann210586 - 17.06.11 - 10:43 Uhr

Ich denke, deinen Kids ist es lieber ne ausgeglichene Mama zu haben wie regelmäßig Spielzeug etc.

Beitrag von schnecki26 - 17.06.11 - 10:50 Uhr

Da hast du wohl recht. Würde auch gern mit dem Kleinen mal zum Turnen oder so gehen, aber das ist nicht möglich aufgrund meiner "tollen Arbeitszeiten".

Beitrag von rosastrampler - 17.06.11 - 10:46 Uhr

Ich mache auch 20 Std. mit 2 Kindern.
Ich lasse mich aber nicht zeitlich so rumschupsen. Dazu wäre ich nicht bereit.

Mein Eindruck: Du bist nicht glücklich, aber abgesichert, dh, such dir in Ruhe was anderes.

Beitrag von schnecki26 - 17.06.11 - 10:54 Uhr

Arbeitest du auch im Einzelhandel? Welche Zeiten hast du?
Wenn man in unserer Firma nicht flexibel ist wird man früher oder später aussortiert.

Beitrag von rosastrampler - 17.06.11 - 14:43 Uhr

Nein, ich arbeite im Marketing. Meine Zeiten durfte ich mir selbst aussuchen - und wenn es mir nicht passt, darf ich auch Homeoffice machen oder die Zeiten schieben.

Beitrag von farfalla.bionda - 17.06.11 - 10:52 Uhr

Hey,

ich kann das vollkommen nachvollziehen #liebdrueck
Auch das schlechte Gewissen und dass man sich denkt, es müsste doch eigentlich gehen #augen

Wenn ihr nun gar nicht auf das Geld angewiesen seid und auch dein Mann dich darin bestärkt, das zu tun, wonach dir ist würde ich wohl kündigen ;-)

Ich stand im Januar vor genau der gleichen Entscheidung! Ich hatte bis dato eine 55-Std-Woche, anschließend noch ein wenig Zeit für die Kinder und die Wochenenden waren auch straff durchgeplant (mein Freund und ich müssen teilweise Wochenendschichten arbeiten, die betreuungstechnisch auch organisiert sein wollten).
Ich war bereits im November sehr häufig krank geschrieben (wg. starker Kreislauf- und Schlafprobleme), dann wurde ich auch noch schwanger (JUHU #huepf ) und mein Körper setzte eindeutige Signale.

Letztendlich entschied ich mich gegen den größeren Job, verzichte seitdem auf knapp 700€ und uns geht es prima!!

Gesundheit geht vor Geld, ganz klar #pro

Die Entscheidung liegt bei dir, aber hör auf dein Gefühl, das täuscht meistens nicht ;-)

Alles Gute #blume

Beitrag von manavgat - 17.06.11 - 10:53 Uhr

keine gute Idee.

Ich würde mir eine bessere Teilzeitstelle suchen und bis ich eine gefunden habe weiterarbeiten.

Ein Minijob ist die Fahrkarte in (u. U. lebenslange) prekäre Arbeitsverhältnisse/Arbeitslosigkeit.

Gruß

Manavgat

Beitrag von fuxx - 17.06.11 - 11:08 Uhr

Wenn Ihr es Euch finanziell leisten könnt die unregelmäßigen Arbeitszeiten Probleme darstellen, würde ich auch kündigen und mir eine neue Teilzeitstelle mit geregelten Arbeitszeiten suchen. Aber bitte nicht auf den Minijob fixieren, das wäre sehr kurzfristig gedacht.

Beitrag von schnecki26 - 17.06.11 - 11:14 Uhr

Möchte ja nicht auf ewig Minijobberin sein. Bin auch am überlegen, ob ich mich in eine andere Richtung weiterbilde ( also z.B. Computerkurs besuche etc.). Etliche Bekannte von mir arbeiten jetzt in einem ganz anderen Bereich als was sie ursprünglich gelernt haben.

Beitrag von windsbraut69 - 17.06.11 - 11:13 Uhr

Niemals würde ich mich auf einen Minijob und "mein Mann hat einen sicheren Job" berufen und dafür auf eine sv-pflichtige Beschäftigung verzichten.

Sichert der Job Deines Mannes auch Deine Rente ab, bist Du dahingehend versichert und auch für den Fall abgesichert, dass Dein Mann als Versorger mal ausfällt?
Falls nicht, ist es ein Himmelfahrtskommando, sich auf dem Job des Mannes "auszuruhen".

Mich erstaunt immer wieder, hier lesen zu müssen, dass gemeinsame Kinder geplant werden und anschließend Frau automatisch kürzer tritt oder vor Stress krank wird, während er Vater weitestgehend sein Leben weiter lebt und im Alter nicht ohne Rentenansprüche da steht.

Gruß,

W

Beitrag von schnecki26 - 17.06.11 - 11:35 Uhr

Ich ruhe mich bestimmt nicht auf dem sicheren Job meines Mannes aus.
Und ich hab auch nicht geschrieben, dass ich auf ewig nur Minijobberin bleiben möchte.
Nur in der momentanen Situation wär es für mich, meine Kinder und auch für meinen Mann (stand vergangenes Jahr kurz vorm Burn Out) besser, wenn ich ne zeitlang kürzer trete.
Was bringt es mir wenn ich mich jetzt aufarbeite und nur noch unglücklich und fertig bin?
Wie´s mit der Rente in 35 Jahren aussieht ist ja wohl ein anderes Thema.

Beitrag von windsbraut69 - 17.06.11 - 11:56 Uhr

Ich hab das "ausruhen" nicht ohne Grund in Anführungszeichen gesetzt.

Dein Entschluß steht doch eh fest. Dann kündige, mach den Minijob weiter und warte auf ein besseres Angebot.

Warum tretet Ihr nicht BEIDE halbe/halbe kürzer, wenn es Deinem Mann so schlecht geht?

Die Renten basieren übrigens auf einem Generationenvertrag. Je mehr Leute aussteigen, um so schlechter sieht es aus, auch für diejenigen, die ihren Beitrag schon geleistet haben und heute Rente beziehen oder morgen.
Wenn Du davon ausgehst, in 35 Jahren eh keine Rente mehr zu bekommen, dann wird es mit Sozialleistungen sicher nicht besser aussehen.


Beitrag von schnecki26 - 17.06.11 - 12:16 Uhr

Meinem Mann gehts zum Glück wieder gut. Nur wir haben eben am eigenen Leib erfahren, was ständiger Stress anrichten kann. Und soweit wollen wir es nicht mehr kommen lassen.

Beitrag von windsbraut69 - 17.06.11 - 12:26 Uhr

Und deswegen trittst DU kürzer und läßt ihm die komplette finanzielle Verantwortung?

Beitrag von schnecki26 - 17.06.11 - 13:17 Uhr

Du kennst doch nichtmal den Grund warum es so weit gekommen ist!
Aber danke für deine lehrreichen Tipps!

Beitrag von vwpassat - 17.06.11 - 14:03 Uhr

Fühl Dich doch nicht gleich angegriffen!

Sie hat nämlich Recht, dass es wesentlicher schlauer wäre, wenn beide Partner in etwa zu gleichen Teilen arbeiten und sich auch gleichermaßen um Haushalt und Kinder kümmern.

Das Rententhema darf man auch nicht unter den Tisch kehren. Denken nämlich alle so, dann gibt es wirklich nix mehr in 35 Jahren.

Beitrag von sini60 - 17.06.11 - 14:11 Uhr

Es ist aber nicht sehr schlau, wenn Mann wesentlich mehr verdient als Frau. Und das ist in der Regel leider die Realität.

Beitrag von schnecki26 - 17.06.11 - 14:22 Uhr

Du bringst es auf den Punkt!

Beitrag von windsbraut69 - 18.06.11 - 09:47 Uhr

Und warum ist das in vielen Fällen heute noch so?
Das ist doch ein Teufelskreis, solange Frauen mit dem ersten Kind nicht mehr arbeitsfähig zu sein glauben.

Beitrag von sini60 - 18.06.11 - 13:53 Uhr

Du erwartest also allen Ernstes, dass Familien sich jetzt mit weniger Geld begnügen, dass vl. die nächste Generation davon profitiert? Es hat sich in dieser Richtung schon sehr viel getan, aber es braucht eben Zeit. Und ich finde es immer total übertrieben, wenn man Frauen, die sich mal eine berufliche Auszeit gönnen, hinstellt also ob sie sich für immer und ewig vom Berufsleben verabschiedet haben.

Beitrag von windsbraut69 - 18.06.11 - 09:44 Uhr

Tut mir leid, dass ich nicht blind dazu raten mag, dass Frau hinter den Herd gehört.

Was ist an der Idee falsch, dass beide Eltern sich den "Kinderjob" TEILEN?

Frauen, die so planen wie Du, liegen in vielen Fällen dauerhaft der Allgemeinheit auf der Tasche und das finde ich nicht okay.

Gruß,
W

Beitrag von sini60 - 17.06.11 - 13:59 Uhr

Wenn gemeinsame Kinder geplant werden finde ich es selbstverständlich, dass einer bereit ist (Mann oder Frau) kürzer zu treten, wenn die Familie darunter leidet.

Wenn man das nicht will oder kann, sollte man eben auf Kinder verzichten!