Probleme mit Kollegin

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Beitrag von 123bhtrsfe456 - 17.06.11 - 18:07 Uhr

Hallo,

seit zwei Monaten habe ich einen neuen Job im Außendienst und mit mir haben auch andere Kolleginnen angefangen.

Eine davon hatte von Anfang an mit den beiden anderen heftige Streitigkeiten, es war eine ziemlich verworrene und komische Geschichte.
Auch wir sind einmal aneinander gerasselt, sie hat mich vor versammelter Mannschaft übel beschimpft.
Nachdem sie sich bei mir entschuldigt hat war die Sache für mich gegessen. Dann habe ich aber erfahren, dass sie ziemlich bösartige Dinge über mich verbreitet und nachdem sie mich noch einmal vor versammelter Mannschaft rundgemacht hat habe ich deutlich Abstand zu ihr gehalten.

Unsere Chefin hat am Rande einiges mitbekommen, ist aber der Meinung, dass dies alles Kindergarten ist.

Nun kam es in den letzten Tagen wieder zu Gerangel und heute mussten wir zu einem gemeinsamen Termin.
Während wir auf also vor dem Büro des Kunden warten, beschimpft sie mich wieder "Du bist eine Witzfigur, Kannst mir nicht das Wasser reichen usw". Ich habe sie mehrmals gebeten, dass wir das doch bitte später an einem ruhigen Ort klären. Wollte sie nicht, sie würde sich von mir nichts sagen lassen.

Nach dem Termin hatten wir eine Besprechung mit unserer Chefin, die nur deutlich gemacht hat, dass wir lernen müssen zusammen klar zu kommen und sie nichts weiter hören will. Meine Kollegen betont natürlich wie professionell sie alles sieht und dass ja nur ich ein Problem habe.

Kaum war die Chefin weg, ging es weiter mit den Beschimpfungen. Bis ich aufgestanden und gegangen bin. Natürlich nicht ohne zu hören "ja, jetzt fliehst Du natürlich..."

Ich bin gelinde gesagt sprachlos. Ich habe so etwas noch nie erlebt und weiss, dass sich das ziemlich lächerlich anhört. Aber es ist nicht so einfach zusammen mit jemanden zu arbeiten, der manchmal so dermaßen ausrastet und einen nur beschimpft. Und ja, wie MÜSSEN zusammen arbeiten.

Was würdet ihr machen?

Beitrag von falkster - 17.06.11 - 18:29 Uhr

ich würde der Chefin mal in deutlichen Worten in einem 4 Augen-Gespräch davon berichten.
Mit dem Verhalten Deiner Kollegin sieht nämlich eure Firma auch vor Kunden sehr schlecht aus, wenn sich die Angestellten offen ankeifen...

Deine Chefin muss ein Ohr für Deine Bedenken haben, dafür ist sie Führungskraft. Ggfs würde ich die Sache sogar schriftlich darstellen als ganz klare Beschwerde über die Kollegin.

Hat Deine Chefin noch Vorgesetzte? Wenn ja, würde ich ihr auch im Gespräch erklären, das Du nur ungern noch eine Instanz höher ansetzen würdest, um Deinem Anliegen Gehör zu verschaffen...

Habe hier auch einen Kollegen, der meinte seit meinem Eintritt hier ständig rumzunörgeln und meine Ansagen zu übergehen oder lautstark seinen Unmut zu äussern. Er ist mittlerweile mehrfach von der Chefin zurechtgewiesen worden und momentan geht es. Da ich mittelfrisitig sein Virgesetzter sein werde ist die Sache für mich etwas erträglicher, aber für das Betriebsklima ist es natürlich nicht gut.

Viel Erfolg.

Beitrag von 123bhtrsfe456 - 17.06.11 - 18:35 Uhr

Hallo,

vielen Dank für deine Worte.

Ich habe schon damit gerechnet hier ein "Zicken" zu ernten, wie von meiner Chefin.
Sie hat angedroht, dass wenn Sie noch einmal etwas in der Richtung mitbekommt, das nächste Gespräch bei der Personalabteilung geführt wird.
Und ich bin fast schon gewillt es darauf ankommen zu lassen.

Ich wundere mich einfach nur über diese Reaktion, da genau das selbe auch mit einer der anderen Kolleginnen vor ein paar Wochen passiert ist. Aber sie will da einfach nichts hören.

Schön aber, dass es bei Dir besser läuft.

Beitrag von manavgat - 17.06.11 - 19:14 Uhr

Jemand, der Kollegen mobbt, fliegt.

Unabhängig davon wie die Arbeitsleistung ist.

Zumindest ist das bei uns so. Ich hatte das schon 2 Mal und bei dem letzten war es sehr, sehr häßlich. Ich habe mit so etwas keine Geduld und akzeptiere es nicht, wenn jemand das Team sprengt oder Kollegen fertig macht/verleumdet.

Gruß

Manavgat

Beitrag von vwpassat - 17.06.11 - 18:45 Uhr

Mit 39 Jahren sollte man soviel Selbstbewusstsein haben (vor allem in einem Außendienstjob), dass man sich von Kollegen bzw. Mitbewerbern nicht blöd anmachen lassen muss.

Hau der unter 4 Augen richtig eine rein oder lass sie links liegen.

Das erste war ironisch gemeint, da ich gegen Gewalt bin.

Beitrag von 123bhtrsfe456 - 17.06.11 - 19:45 Uhr

Das witzige ist ja, dass ich zwei Monate einfach nur lächelnd darüber hinweggesehen habe und sie nicht weiter beachtet habe und nun da wieder Kontakt bestehen muss, alles geballt abbekomme.
Ich denke mit Selbstbewusstsein hat das nicht viel zu tun. Leider paart sich die Bosartigkeit oft mit Dummheit und macht einen fassungslos.

Es ist halt schwer jemanden links liegen zu lassen, wenn man gemeinsame Termine hat.

Beitrag von musterli70 - 17.06.11 - 18:57 Uhr

Wenns die Chefin nicht juckt, dann einfach beim Kunden auflaufen lassen, spätestens dann wirds die Chefin jucken. ;)
Bzw. hast Du nicht nen guten Kontakt zu nem Kunden mit dem Du gut kannst, der durch Zufall so ne depperte Anmachorgie mal mitbekommen könnte und sich dann über die "nette" Kollegin beschweren würde ?

Beitrag von 123bhtrsfe456 - 17.06.11 - 19:46 Uhr

NOCH habe ich diese Kontakte nicht, aber irgendwie gefällt mir die Idee!

Beitrag von manavgat - 17.06.11 - 19:12 Uhr

Ich würde sie mit meinem Handy aufnehmen, in der Tasche. Und zwar mehrere Frequenzen.

Dann lässt Du Dir einen Termin bei der Chefin geben und spielst es ab, aber ohne es auszuhändigen.

Wenn sie nicht blöd ist, dann weiß sie dann Bescheid.

Alternativ Gesprächsprotokoll anfertigen und zwar jedes Mal. Mit diesen Protokollen zum Betriebsrat.

Würde die mich so antexten, ich würde sie freundlich angrinsen und ignorieren, notfalls (wichtig: leise) den Raum verlassen. Keinesfalls irgendwie reagieren oder antworten. Und zwar so lange nicht, solange sie so mit Dir spricht.

Wenn sich das Problem nicht schnell löst, dann solltest Du eine Anwältin aufsuchen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von 123bhtrsfe456 - 17.06.11 - 19:50 Uhr

Solange wir noch im Training waren, habe ich genau das gemacht. Lächeln und nicht weiter reagieren, zur Not ignorieren.

Jetzt MÜSSEN wir Kontakt haben, und jetzt plötzlich entläd sich der ganze Frust bei ihr.

Es ist ja auch alles so in dem Tenor "Glaub mal nicht, dass Du so toll bist wie Du denkst" oder " Alles weisst Du auch nicht"

Das ganze ist schon leicht zu durchschauen.
Trotzdem nervig!

ich denke, ich nehme jetzt immer wichtige Broschüren mit und wenn sie wieder loslegt lese ich halt.

Falls es wieder so heftig wie heute ist, werde ich meiner Chefin wohl klarmachen, dass ich sehr gerne mit der Personalabteilung sprechen möchte.

Beitrag von manavgat - 18.06.11 - 12:23 Uhr

Ich würde vorher tätig werden Strippen ziehen und die Kollegin hinterrücks vom Stuhl werfen. Wenn Du weißt, was ich meine.

Dein Arbeitsplatz sichert Dir die Existenz. Sie bedroht Deinen Arbeitsplatz. Ergo: volle Breitseite.

Gruß

Manavgat

Beitrag von nick71 - 17.06.11 - 19:56 Uhr

Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass eure Chefin sich das über die Probezeit hinaus mit anguckt. Die besagte Kollegin ist ja offensichtlich auf Konfrontationskurs und wird wohl nicht lange "überleben", wenn sie so weitermacht. Jemand, der so dermaßen das Betriebsklima vergiftet, ist für einen Betrieb auf Dauer untragbar. Und ich denke halt, dass deine Vorgesetzten das früher oder später auch erkennen werden..

Beitrag von 123bhtrsfe456 - 17.06.11 - 20:09 Uhr

Und ich glaube, dass das nicht geschieht.

Ich habe heute ja staunend beobachtet, wie sie einen total rund macht und Minuten später lächelnd vor der Chefin sitzt und sagt, "ich weiss gar nicht was sie hat".

Ich muss irgendwie lernen, dass es solche Menschen gibt.

Beitrag von falkster - 18.06.11 - 04:04 Uhr

Ich kenn solche Leute, die ohne Umstände in ihrer Selbstdarstellung von einer Sekunde auf die nächste umschalten können.
Meine Ex war so eine, mit dem Ergebnis, dass wir oft zu meinen Eltern streitend im Auto unterwegs waren und sie beim Klingeln *schwupps* das Lächeln aufsetzte, während ich noch grummelte, mit dem Ergebnis, dass meine Eltern überzeugt waren (und es eigentlich noch sind), dass ich der Problemeverursacher war und mir mehrfach deutlich machten, dass ich meine Freundin ja immer so ungerecht behandelte...

Und alles nur, weil ich mich normal verhalten habe.

Hier scheint die Situation ja ganz ähnlich. Ich würde, wenn sie Dich wieder so rund macht, ihr sachlich klar machen, dass Du Dir diesen Ton verbittest. Sollte dies unmittelbar vor einem Treffen mit Deiner Chefin passieren und sie wieder so auf freundlich schalten, dann wuerde ich die Diskussion vor meiner Chefin weiterführen und deutlich machen, also durch direkte Ansprache der Kollegin, dass sich das vor der Tür aber gerade noch ganz anders anhörte.

Deine Chefin kann es nicht egal sein.
Der bereits gemachte Vorschlag ein Gespräch vor den Personalern zu führen ist vielleicht nicht so schlecht, wobei Dir eins klar sein muss. Die Firma interessiert am Ende nur, wer auf dem Papier die besseren Ergebnisse liefert und so wie sich mir das hier darstellt, hat Deine Kollegin offenbar weniger Skrupel und weiss sich besser zu verkaufen, so dass ein gemeinsames offenes Gespräch dort auch kontraproduktiv sein...

Du musst Deiner Kollegin sehr deutlich zu verstehen geben, dass Du so mit Dir nicht umgehen lässt, schon gar nicht, da ihr ja scheinbar auf der gleichen Hierarchie-Stufe arbeitet.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Deine Kollegin eigentlich ein eher niedriges Selbstbewusstsein hat und sich selber durch Niedermachen Anderer aufwerten muss...
Diese Annahme oder das Wissen darüber hilft Dir allerdings nicht direkt und es ist brandgefährlich in so einer Situation zu meinen man stünde über den Dingen...

Beitrag von 123bhtrsfe456 - 18.06.11 - 09:34 Uhr

Danke, Du erkennst das schon sehr gut.

In den letzten Wochen ist ziemlich klar geworden, dass ich fachlich um einiges kompetenter als sie bin und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sie so um sich beisst.

Viel zu oft kommen Aussagen wie "brauchst nicht glauben, dass Du so viel besser bist etc."

Auch gestern war sie extrem schlecht vorbereitet, sie wusste noch nicht mal wie die Einrichtung hieß in der wir waren.

Im Kundengespräch hat sie auch bis auf ein/zwei einleitende Sätze außer Kopfnicken nichts beigetragen.

Die Mechanismen dahinter sind mir alle klar, aber wie Du schon schreibst, ich stehe da absolut nicht drüber.
Nachdem ich sie ja nun wochenlang fast schon ignoriert habe, entlädt sich jetzt ihr ganzer Frust.
Ich habe auch den Eindruck, dass es ihr einfach nicht gut geht und sie unter ziemlichen Druck steht.

Was auch seltsam ist, ist dass sie völlig widersprüchliche Geschichten erzählt.
Mal ist ihr Mann Richter, mal Banker. Im Grunde ist das ja schnuppe, aber es ist so seltsam, dass ihre Geschichten immer andere sind.

Unsere Branche ist recht klein, und ich habe von Kollegen die früher mit ihr gearbeitet haben erfahren, dass die Gute genau wegen diesen Verhaltens ihren vorherigen Job verloren hat. Sie hat dort eine verhaltensbedingte Kündigung bekommen.

Beitrag von shopgirl68 - 18.06.11 - 09:04 Uhr

Ich kann dich gut verstehen.
Bei mir ist es lange nicht so grass aber ich bekomme jeden Tag auch von meiner Kollegen Spitzen an den Kopf geworden in einer bevormundenden Art als wäre ich ihre Tochter. Sie ist sogar nur 1/2 Kraft aber seit wir eine neue Chefin haben, die sie sehr hoch einschätzt hat meine Kollegin "überwasser". Hat man mal einen Fehler gemacht, vergisst sie diesen nie! Man bekommt ihn immer wieder aufs Brot geschmiert, auch sehr gern vor anderen.......immer in die Wunde reinbohren..........ein mal die Schachstelle gefunden das reicht für die Ewigkeit. Aussedem bewertet sie ständig meine Ansichten nach ihrem Maßstab. DAS steht ihr nicht zu u. WEisungsbfugt ist sie auch nicht mir gegeüber!
Der Tipp mit dem Aufstehn und gehen werde ich das nächste mal anwenden. Bisher habe ich auch meist nicht reagiert, denn das habe ich gelernt: Man muss nicht immer reagieren.

Beitrag von 123bhtrsfe456 - 18.06.11 - 09:45 Uhr

Ach, ja dieses Bevormundende das kann sie auch gut.

Gestern wollte sie mir auch erklären, was ich denn sagen sollte bzw. präsentieren sollte.
Ich habe nur gesagt, dass sie das doch machen soll, wäre ja auch ihre Idee. Da musste ich mir was anhören, dass das doch wichtig wäre, das würden auch die "Anderen" so sehen und ich sollte mich da auch engagieren bla, bla,bla....

Im Endeffekt hat sie dann im Gespräch außer, "ich freue mich Sie kennenzulernen" und "schön sie kennengelernt zu haben" aber rein gar nix gesagt.

Vor etlichen Jahren war ich schon einmal in einer ähnlichen Situation. Damals habe ich mich so verhalten, wie es meine Vorgesetzte erwartet hat. Mich zurückgenommen. Trotzdem ist es natürlich komplett eskaliert.

Daraus habe ich gelernt. Das mache ich noch einmal mit.

Beitrag von shopgirl68 - 18.06.11 - 10:10 Uhr

vermutlich wird es bei mir auch "irgendwann" eskalieren. Aber noch seh ich das so, dass sie sich so viel mehr selbst ein Grab gräbt! SIE gibt selbst an immer alles richtig zu machen und nur die anderen "sind böse" sie ist immer brav, korrekt. Doch eines Tages wird auch sie Fehler machen.

Als eine Kollegin nach der Probezeit nicht übernommen wurde, hat sie bei der Verabschiedung ihre Bewertung über sie zum Besten gegeben - ungefragt - versteht sich.........."das haben sie gut gemacht.....diesen jedoch aber nicht bla bal...." und so etwas kommt sicher nicht gut an! Wer glaubt sie denn wer sie ist andere ungefragt zu bewerten. Es hat sie - nur eine kleine Mitabeiterin - keiner nach ihrer Meinung gefagt.