Hallo.
Also langsam geht das ganze ja nun wirklich zu weit.
Mit welcher Begründung bitte, gehen die Gegner mit solch derber Gewalt gegen die Polizisten dort vor?
Auch die Polizisten dort tun nur ihren Dienst. Ganz gleich ob sie nun Befürworter und Gegner sind.
Ich muss auch ehrlich sagen, dass dieses "Gegen-Stuttagrt 21" Gehabe langsam aber sicher ausartet.
Fragt man die Demonstranten mal dort vor Ort, warum sie eigentlich dagegen sind, weis das so recht keiner.
Wegen 100 alten Bäumen? Im Regenwald werden täglich riesige Flächen abgeholzt.
Wegen einem alten Bahnhof? Was, wenn der in 50 Jahren einstürzt?
Da will mal investiert werden und schon schreien wieder alle auf.
Aber Stuttgart 21 hin oder her.
Wenn Demonstationen, dann doch bitte friedliche und nicht solche, nach denen die Polizisten noch am Tag darauf im Krankenhaus liegen....
Schönen Tag wünsch ich euch!
Stuttgart 21 - Gegner
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Beitrag von marion0689 - 21.06.11 - 12:44 Uhr
Beitrag von miau2 - 21.06.11 - 13:12 Uhr
Hi,
ich denke nicht, dass es DIE Gegner sind, die so vorgehen.
Sondern einige wenige.
Jeder hat das Recht, seine eigene Meinung zu haben, und ich habe überhaupt kein Problem damit, dass es Gegner gibt, die nicht aus dem Stehgreif in ein hingehaltenes Mikrofon druckreife Reden schwingen können warum und wieso sie da stehen. Vielleicht haben viele einfach das Gefühl, dass man mit den vielen Milliarden erheblich sinnvolleres anstellen könnte - und sehen nicht wirklich den Nutzen diser Riesen-Investition. Ich bin weder Stuttgarter noch wirklich dagegen, aber die Frage, ob es DAS wirklich sein muss stelle ich mir auch bisweilen.
Womit ich aber ein Problem habe sind die paar wenigen, die das ganze nutzen, um einfach mal gewalttätig zu werden.
Mit genau den gleichen Idioten habe ich aber auch bei Großveranstaltungen jeder Art, seien es öffentliche Sylvesterpartys oder Fußballspiele Probleme. Auch da sind es oft einige wenige, die gewalttätig werden - genau wie in Stuttgart.
Demonstrieren - meinetwegen, dafür haben wir das Recht dazu. Aber eben friedlich und nicht mit Gewalt.
Viele grüße
Miau2
Beitrag von serdes - 21.06.11 - 14:39 Uhr
Hi!
Solche gewalttätigen Ausschreitungen bei Demonstrationen finde ich unzivilisiert (Kastanien werfen eingeschlossen).
Aber wie auch immer, Stuttgart 21 wird ziemlich sicher gebaut und ich finds toll.
Weiss man eigentlich bereits welche Baufirmen beteiligt sind bzw. wenn nicht, wann das entschieden wird?
Grüsse
serdes
Beitrag von serdes - 21.06.11 - 14:50 Uhr
Sollte eigentlich eine Antwort aufs Eröffnungsposting von marion werden...Tja
Beitrag von .neo - 21.06.11 - 13:19 Uhr
"Da will mal investiert werden und schon schreien wieder alle auf. "
Die Projektkosten sind seit Beginn enorm gestiegen und sie werden es auch weiter noch. Wegen der geologischen Unwägbarkeiten, um nur ein Beispiel zu nennen. Trotzdem wurde es bisher nie ernsthaft in Frage gestellt. Da kann ich die Demonstranten verstehen.
Und wenn Du auf einzelne gewalttätige Demonstranten schimpfst, könnte ich auch die gewalttätigen Polizisten nennen.
Aber nein, die wurden ja von gefährlichen Rentnern und Schülern bedroht.
Beitrag von .neo - 21.06.11 - 13:20 Uhr
Nachtrag: Und sogar vereinzelt mit Kastanien beworfen. Da müssen natürlich Wasserwerfer, Schlagstöcke und Pfefferspray her.
Beitrag von marion0689 - 21.06.11 - 13:49 Uhr
Klar, auch die Polizei hat schon übertrieben.
Aber mit jedem Tag, den die Demonstranten die Bauarbeiten blokieren, steigen die Kosten noch mehr in die Höhe.
Zu den Wasserwerfern: Wenn dort eine riesige Anzahl an Demonstranten gegen ein paar Polizisten anläuft, reichen Lautsprecher etc einfach oft nicht aus.
Das diese Wasserwerfer aus nächster Nähe auf die Demonstranten gerichtet wurden, ist natürlich falsch.
Beitrag von .neo - 21.06.11 - 14:03 Uhr
Ich wollte mit diesem Beispiel auch nur verdeutlichen, dass man nicht von einzelnen schwarzen Schafen auf die gesamte Menge schließen sollte.
Aber reden wir doch mal über die Milliarden an Mehrkosten, die über die Jahre dazu kamen.
Wenn ich ein Projekt habe, das mit 3 Mrd. veranschlagt ist und nach ein paar Jahren das doppelte kostet (beispielhaft), sollte man es noch mal prüfen und in eine Abstimmung bringen, oder nicht?
Meine von mir verantworteten Projekte waren nur im 6-stelligen Bereich, aber selbst da wurde wohl kritischer draufgeschaut.
Beitrag von musterli70 - 21.06.11 - 14:27 Uhr
"Mit welcher Begründung bitte, gehen die Gegner mit solch derber Gewalt gegen die Polizisten dort vor?
Auch die Polizisten dort tun nur ihren Dienst. Ganz gleich ob sie nun Befürworter und Gegner sind."
Tja, dürfte wohl daran liegen, dass die Leute nicht wieder von den armen kleinen Polizisten unschuldig was aufs Maul bekommen wollen und dieses Mal zuschlagen, bevor es die Gegenseite wieder tut.
"Wegen einem alten Bahnhof? Was, wenn der in 50 Jahren einstürzt? "
Eher stürzt das neue Ding ein wa sie da bauen wollen, der Bahnhof stammt noch aus ner Zeit wo es den Begriff deutschte Wertarbeit noch gab, dass was heute gebaut wird passt eher in die Kategorie Pfusch am Bau.
"Wenn Demonstationen, dann doch bitte friedliche und nicht solche, nach denen die Polizisten noch am Tag darauf im Krankenhaus liegen.... "
Wie man in den Wald hinein ruft. ;)
Hat die Rambos doch auch nicht gestört als sie auf wehrlose Leute eingedroschen haben, nur wenns was aufs eigne Mützchen gibt nässen sie ein.
Beitrag von grafzahl - 21.06.11 - 15:32 Uhr
Solche Events ziehen mit zunehmender Medienpräsenz die Krawalltouristen an. Die wissen nicht, worum es geht und möchten sich einfach gerne mit Polizisten prügeln. Und selbstverständlich gibt es unter den Polizisten welche, denen es Spaß macht, Demonstranten gepflegt in die Fresse zu hauen.
Arschlöcher gibt es auf beiden Seiten. Ist wie beim Fußball.
Beitrag von seelenspiegel - 21.06.11 - 16:12 Uhr
Zum einen sind auch die Herren vom Trachtenverein nur Menschen, denen mal der Gaul durchgehen kann, wobei es einige von ihnen definitiv übertrieben haben in vorangegangenen Aktionen.
Genauso ist es es auch bei den Demonstranten. Ein Großteil will einfach nur ein Zeichen setzen, dass Bau in Stu. definitiv am realen Bedarf vorbei geplant wurde und wird, andere wollen Krawall machen und da ist der Anlass eigentlich herzlich egal.
<<<Da will mal investiert werden und schon schreien wieder alle auf.>>>
Nana...überlege mal BITTE was Du da sagst.
Was würdest Du tun wenn Du ein Haus bauen willst, dass Dir der Architekt und die Baufirma mit komplett 100.000 Euro veranschlagt, und nach der Hälfte der Bauphase sind schon 300.000 verbaut und es ist kein Ende in Sicht, aber Du musst es dennoch bezahlen?
Sagst Du dann auch brav "ach...warum aufregen.....wird doch nur was investiert" oder machst Du mal deutlich, wohin sich die Baufirma ihre Bauruine schieben kann?
Und dass die Demonstranten nicht wissen warum sie das tun, halte ich für absoluten Unsinn.
Beitrag von vam-pir-ella - 21.06.11 - 22:14 Uhr
Hi!
Ich denke, dass die Bahn zumindest eine Teilschuld an den Eskalationen trägt!
Der Stresstest ist noch nicht durch, die Volksabstimmung noch nicht mal in greifbarer Nähe, aber die Bahn muss ja unbedingt weiterbauen...
S21 ist längst viel mehr als "nur" ein Bauprojekt. Alle haben noch die Bilder der Wasserwerfer im Kopf. Viele sind enttäuscht, dass trotz der grünen Regierung weitergebaut wird...
Am Besten wäre es, man würde bis zum Volksentscheid (sollte er denn zustande kommen) die Bauarbeiten ruhen lassen.
Grüße aus em Ländle,
v.
Beitrag von marion0689 - 21.06.11 - 22:22 Uhr
Hallo!
Wieso sollte die Bahn daran Schuld sein?
Dieses Projekt wurde schon vor Jahren besprochen. Klar, die Kosten sollten niedriger ausfallen. Trotzdem wurde das alles schon vor vielen Jahren geklärt.
Und nun dachten viele, dass sie mal eben die Grünen wählen und alles wird abgeblasen? Das die Grünen gewählt wurden, lag ja wohl hauptsächlich daran, weil sie gegen S21 waren. Viele dieser Wähler waren irgendwelche jungen Aufständigen, die außer S21 nichts vom Wahlprogramm der Grünen wussten. Gegen die A-Losigkeit usw haben sie ja noch nicht mal etwas.
Da finde ich den Volksentscheid eigentlich völlig überflüssig. Der kostet wiederum übrigens auch ne Menge Geld. Und jeder Tag, an dem die Bauarbeiten stehen, kostet noch mehr.
Ich bin froh, wenn es mit S 21 klappt.
Grüße, ebenfalls aus em Ländle ;)
Beitrag von vam-pir-ella - 21.06.11 - 23:00 Uhr
Und dieses Großaufgebot an Polizei welches jetzt nötig ist kostet etwa nichts?
Ich finde es im übrigen sehr interessant, dass du die Mehrzahl der grünen Wähler und Wählerinnen als junge Aufständige bezeichnest. Warst du denn schon einmal auf einer Demo gegen S21? Ich würde jetzt nicht behaupten, dass da nur "junge" Menschen zugegen sind.
Und wie erklärst du dir dann den Erfolg der Grünen in anderen Bundesländern?
Bestimmt dachten einige, dass die Bahn ihr Bauvorhaben einstellt. Was wohl ziemlich blauäugig war. Aber allein die Tatsache dass immer noch so viele Menschen auf die Straße gehen sollte der Bahn doch zu denken geben...
Ich glaube, niemand wird mit diesem blöden Bahnhof glücklich werden!
Beitrag von marion0689 - 21.06.11 - 23:20 Uhr
Das Großaufgebot der Polizei wäre ja nicht nötig, wenn es nicht ständig Demos etc gebe.
Die Grünen haben Erfolg, weil sie sich unter dem Deckmantel der Ökologie halten.
Aber eine richtig ökologische Gesellschaft, werden sie nie schaffen.
Dafür haben sie noch nicht mal die nötigen Ansätze und Programme.
Ich glaube schon, dass viele mit dem neuen Bahnhof glücklich werde würden. Vielleicht nicht direkt unsere Generation. Aber man muss doch auch mal nach vorne denken. Für die nächsten Generationen wäre so ein Bahnhof sicherlich enorm von Vorteil. Es wäre das Aushängeschild Stuttgarts. Die nachfolgenden Generationen werden noch so ihre Probleme bekommen, wenn der Verkehr auch auf den Schienen stetig zunehmen wird und man irgendwann den alten Bahnhof einfach nicht mehr so umgestalten kann, dass er effizient wird. Und dann??
Beitrag von josephine2003 - 22.06.11 - 09:58 Uhr
Die Möglichkeit der Demonstration ist eines der höchsten Güter unserer Staatsform.
Natürlich sollte man auch nach vorne denken - da sehe ich aber keinen Vorteil für den Bahnhof unter der Erde. Wo siehst du denn genau den "enormen Vorteil und die Kriterien eines "Aushängeschilds"? Inwiefern sollte dieses Modell besser auf Grund möglicher Verlagerung des Verkehrs auf der Schiene (ein an sich guter Ansatz, der aber ganz andre Probleme als nur die Bahnhöfe hat) sein als andere - und ist das wirklich die erste Baustelle die man in dieser Frage angehen sollte? Rein vom Dringlichkeitsprinzip.
Die geologischen Probleme wurden schon angeschnitten aber es sind bei weitem nicht die einzigen - wie ist die/deine Lösung hierfür.....
Na dann Butter bei die Fische
Beitrag von malwiederich - 21.06.11 - 23:18 Uhr
Hui, harter Tobak!
Ich, (sofern es mir meine Freizeit erlaubt, bin aktive S21-Gegnerin und FRIEDLICHE DEMONSTRANTIN!!!) möchte weder lesen noch hören, dass ALLE Gegner mit derber Gewalt gegen Polizisten vorgehen!
Marion, bitte: bevor du schießt, solltest du deine Waffen richtig laden.
Wenn du nicht weißt was 100 Jahre alte Bäume, (im Übrigen sind die Meisten dieser Bäume durchaus älter) für eine Stadt wie Stuttgart und ihre Bewohner bedeuten, dann weißt du schon mal nicht viel. Und wenn du dann noch behauptest, der Bahnhof Stuttgart könnte nicht vor Einsturz gesichert werden können, mit weitaus weniger Steuergeldern (DEINE, MEINE, UNSERE), dann weißt du gar nichts.
Sicher es ist nicht gut, dass es zu Gewalttätigkeiten kommt, dort. Aber sicher ist auch, auf BEIDEN Seiten fließt Blut und ich persönlich habe in den letzten Monaten genug Blut gesehen, nicht verschuldet durch S21-Gegner!
Loli
Beitrag von marion0689 - 21.06.11 - 23:46 Uhr
Ja was bedeuten 100 alte Bäume denn für Stuttgart?
Ich finde, 1000 Bäume im Regenwald bedeuten einiges mehr und werden trotzdem gnadenlos abgeholzt. Was ich verurteile.
Aber für diese alten Bäume in Stuttgart sollen neue gepflanzt werden.
Das Verkehrsaufkommen wird sich in den kommenden Jahren sicherlich nochmals erhöhen. Dich wird es vllt nicht mehr betreffen, aber deine Kinder.
Und irgendwann wird dieser alte Bahnhof ausgereizt sein. Und da wird es, da bin ich mir sicher, irgendwann zu Problemen kommen. Vielleicht erleben wir das nicht mehr. Aber unsere Kinder.
Beitrag von malwiederich - 21.06.11 - 23:59 Uhr
Sicher, Marion, es sollen ersatzweise neue Bäume in Stuttgart gepflanzt werden, aber natürlich wegen dem neuen Bahnhof nicht dort wo die alten standen. Den Kindern in Stuttgart Mitte (heute wie auch in Zukunft) fehlt die GRÜNE LUNGE. Und Ja, genau, das Verkehrsaufkommen wird sich in den kommenden Jahren erhöhen, so oder so, aber noch mehr durch den neuen Bahnhof und die damit neu erschaffenen Verbindungen, dass wiederum bedeutet eben auch noch mehr Umweltbelastungen.
Und, schon mal an die Kinder der Zukunft gedacht?
Beitrag von marion0689 - 22.06.11 - 12:43 Uhr
Es soll dafür aber ein neues Stadtquartier geschaffen werden, bei dem die Bürger sogar Mitspracherecht bekommen sollen.
Das Verkehrsaufkommen ( vor allem auf den Straßen ) wird sich erhöhen, egal ob mit neuem Bahnhof oder nicht.
Der neue Bahnhof würde lediglich den Vorteil bieten, dass das Umsteigen auf den Schienenverkehr schmackhafter gemacht werden würde.
Ich komme selber aus BaWü, nähe Ulm. Und jetzt mal nur so ein minimales Bsp:
Mir ist es zu blöd, von Ulm nach Stuttgart etwa eine Stunde mit dem Zug zu brauchen. Da kann ich auch mit dem Auto fahren und bin meist sogar noch schneller. Und so denke nicht nur ich, sondern sehr viele Bürger in meiner Nachbarschaft.
Der Unterschied zwischen 60 Minuten und 30 Minuten ist nunmal ein Vorteil.
Der Fernverkehr könnte besser getaktet werden.
Und wenn nur diese paar Bürger nachher auf die Bahn umsteigen, weil sie einfach schneller ist, haben wir schon die Umwelt geschont.
Naja ich denke ganz einfach, dass sich bei dem Thema die Geister scheiden.....
Beitrag von .neo - 22.06.11 - 06:40 Uhr
... da Du sie noch nicht beantwortet hast bzw. sagst, dass das Projekt ja damals so beschlossen wurde:
Zwei Zitate aus dem wikipedia Eintrag zu Stuttgart21:
#########
Als Grundlage des Finanzierungsvertrags vom 30. März 2009 schätzte die Deutsche Bahn die Gesamtkosten 2008[149] auf 2,8104 Milliarden Euro (Realwert 2004)[150] beziehungsweise fortgeschrieben und nominalisiert[150] auf 3,076 Milliarden Euro.[7]
und
Im Rahmen der Schlichtung stellten Wirtschaftsprüfer fest, dass die Kosten von 4,5 Milliarden Euro zwar knapp kalkuliert, deren Überschreitung jedoch unwahrscheinlich sei.[146]
Kritiker ziehen die prognostizierten Kosten in Zweifel. So prognostizierte Mitte 2008 eine im Auftrag von BUND und Bündnis 90/Die Grünen erstellte Studie der Verkehrsberatung Vieregg-Rössler wahrscheinliche Gesamtkosten für Stuttgart 21 in Höhe von 6,9 bis 8,7 Milliarden Euro.[147]
#########
Im günstigsten Fall wäre der Bahnhof "nur" 1,5 Mrd. Euro teurer als zu der Zeit als er beschlossen wurde. Wahrscheinlich wird er noch viel teurer.
Denkst Du nicht, dass es bei solch einer Kostenexplosion notwendig ist, über das Projekt neu abzustimmen?
Beitrag von marion0689 - 22.06.11 - 12:47 Uhr
Hast du auch mal daran gedacht, was der Bahnhof später einbringen könnte?
Mit jedem Tag, den das Projekt stillsteht, entstehen neue Kosten. Und wenn es die Demonstranten sowieso nicht schaffen, das Projekt aufzuhalten, entstehen durch das Aufhalten erneut Kosten in Milliardenhöhe.
Ein Volksentscheid kostet auch Geld. Wobei ich kaum glaube, dass die Gegner bei dem Entscheid eine Chance haben.
Den fährt man mal aus Stuttgart raus, gibt es doch sehr viele Befürworter. In meinem Umfeld ( nähe Ulm ) wäre der Bahnhof und die dadurch schnelleren Verbindunen für viele Gold wert.
Aber da scheiden sich wohl die Geister....
Beitrag von vam-pir-ella - 22.06.11 - 13:01 Uhr
Ich komme auch aus der Nähe von Ulm. Nur bisle dr Buckl nauf 
Ich würde sagen, dass es bei uns mehr Gegner als Befürworter von S21 gibt.
Die Schwabenstreiche, die montags bei uns am Bahnhof stattfanden, waren zumindest immer gut besucht und mächtig laut.
Aber wie du sagst, bei diesem Projekt scheiden sich die Geister extrem.
Grüße an die Donau
,
v.
Beitrag von .neo - 22.06.11 - 14:51 Uhr
##
Hast du auch mal daran gedacht, was der Bahnhof später einbringen könnte?
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Hast Du eine Beispielrechnung, wann sich diese Kosten amortisieren?
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Mit jedem Tag, den das Projekt stillsteht, entstehen neue Kosten. Und wenn es die Demonstranten sowieso nicht schaffen, das Projekt aufzuhalten, entstehen durch das Aufhalten erneut Kosten in Milliardenhöhe.
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Der Projektstillstand ist nicht nur den Demonstranten zuzuschreiben. Sondern wohl eher der Projektplanung, die Schwächen offenbart hat.
Beitrag von .doctor-avalanche. - 22.06.11 - 09:54 Uhr
Es ist richtig zu prostetieren und Haudraufs gibt es auf beiden Seiten, das ist doch nur eine unbedeutende Randerscheinung.
Wie andere schon sagten, die Unfähigkeit der Politik und v.a. seitens der Bahn (als Staatsbetrieb) dieses Projekt vernünftig und fachmännisch zu kalkulieren gehört an den öffentlichen Pranger. Es ist schlicht skandalöos wie wissentlich oder unwissentlich falsche Zahlen präsentiert werden und man meint, jede Nachbudgetierung hätte der Steuerzahler hinzunehmen.
Ich habe in meinem Leben zu oft lesen müssen, wie große Projekte der öffentlichen Hand kostenmässig völlig aus dem Ruder gelaufen sind und man redete sich raus, man könne manche Kosten nicht kalkulieren und Bürger winken das dann auch noch resignierend durch. Das erste Mal als ich so etwas wahrgenommen habe, war damals der Bau der Aachener Klinikums, veranschlagt mit rund 570 Mio. DMark, tatsächliche Baukosten: 2,1 Milliarden DMark. Aus Steuergerldern wohlgemerkt. Jeder Privatmann und jedes Unternehmen, dass ich derartig verhaut, würde finanziell schwersten Schiffbruch erleiden. Warum können wir diesen Vernunftsanspruch und diese Professionalität bitte nicht auch nun von Bahn und dem Land BW bei S21 erwarten?
Dass Menschen sich beharrlich dagegen stellen, zollt mir Respekt und Achtung.
