Oma kommt aus Rumänien zur Babybetreuung - finanzielle Unterstützung?

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Beitrag von teddy-deluxe - 24.06.11 - 10:49 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Kurze Vorgeschichte: Mein Schatz kommt aus Rumänien, seine Familie ist noch dort.
Wir haben eine Tochter, jetzt 9 Monate alt, und ab August werde ich das letzte Jahr meiner Ausbildung machen.
Da meine Tochter einen schweren Herzfehler hat und ich sie noch nicht si jung in eine Kita oder zur Tagesmutter geben möchte, kommt die Mutter meines Freundes für ein Jahr zu uns um unsere Tochter zu betreuen.

Da wir nicht so viel Geld haben, mein Schatz ist ja Alleinverdiener und meine Ausbildung kostet pro Monat 400€, frage ich mich natürlich, ob es in irgendeiner Art und Weise Unterstützung für uns geben würde?

Wer kennt sich da aus oder hat eventuell Tipps, an wen ich mich wenden könte um Informationen zu bekommen?

Vielen Dank schonmal im Voraus...

Beitrag von thea21 - 24.06.11 - 10:59 Uhr

Hallo,

wie habt ihr denn bisher gelebt?

Beitrag von nele27 - 24.06.11 - 11:03 Uhr

Wollt Ihr jetzt finanzielle Unterstützung um die Oma zu bezahlen/ zu unterhalten oder für Euch als Familie?? Hab den Text nicht ganz verstanden.

Prinzipiell gibts Kindergeld und, wenn ihr unter einem bestimmten Satz liegt, auch Hartz4.
Du könntest mal bei der Arge anrufen und fragen, ob die Oma mit eingerechnet wird oder ob das Euer Privatvergnpgen ist...

LG, Nele

Beitrag von zwillinge2005 - 24.06.11 - 13:19 Uhr

Hallo,

Rümänien gehört zur EU, oder? Also darf Deine Oma wohl hinreisen wohin sie will, ob Ihr dann aber automatisch in Deutschland Sozialhilfeleistungen zustehen glaube ich eher nicht.

Entweder sie hat ausreichend Geld um sich ein JAhr Urlaub in Deutschland leisten zu können, oder Ihr müsst sie aushalten.

Da kommt Euch eine Tagesmutter übers Jugendamt sicher günstiger. DA zahlt Ihr nur stundenweise und müsst nicht eine Person inkl. Wohnung, Unterhalt und Krankenversicherung versorgen.

Da Deine Schwiegeroma wahrscheinlich keine ZUlassung als Tagesmutter in Deutschland bekommen wird gibt es auch nicht die offiziellen Bezuschussungen.

LG, Andrea

Beitrag von teddy-deluxe - 24.06.11 - 14:01 Uhr

Bisher gelebt haben wir natürlich von dem Gehalt meines Freundes, Elterngeld und Kindergeld.
Da sind wir zu dritt ja auch mit klar gekommen, kein Problem.
Aber Elterngeld endet ab September und ab August kommen noch meine Schulkosten und die Unterhalt meiner Schwiegermutter dazu.
Es geht mir nur darum, dass der Lebensunterhalt für 4 Personen für eine Person mit einem "normalen" Gehalt nicht/kaum zu schaffen ist.

Ja, Rumänien ist EU, aber ihr habt recht, Hartz4 wird sie wohl kaum bekommen. Und eine Tagesmutterlizenz hat sie auch nicht.

Ich hatte nur gehofft, dass es etwas gibt, wie z.B. Zuschuss zur Tagesmutter bzw. Kita, schließlich ist es ja auch eine Betreuung meiner Tochter und Betreuung durch ein Familienmitglied ist doch sicher besser oder nicht?

Beitrag von windsbraut69 - 24.06.11 - 15:36 Uhr

"Ich hatte nur gehofft, dass es etwas gibt, wie z.B. Zuschuss zur Tagesmutter bzw. Kita, schließlich ist es ja auch eine Betreuung meiner Tochter und Betreuung durch ein Familienmitglied ist doch sicher besser oder nicht? "

Nein, um bezuschußt zu werden, muß die Tagesmutter zugelassen und angemeldet sein.
Ist auch sinnvoll - es kann ja nicht "Schwarzarbeit" mit öffentlichen Geldern bezuschußt werden.

Gruß,

W

Beitrag von hoeppy - 24.06.11 - 18:04 Uhr

Warum spart ihr nicht das Geld und nehmt eine Tagesmutter, die euch das Jugendamt vielleicht zahlt?

Deine Schwiegermutter lebt in Rumänien. Ihr werdet sie wohl kaum jede Woche besuchen oder?

Warum sollte Dein Kind dann zu ihr einen besseren Bezug haben als zu einer Tagesmutter?

Nur weil man verwandt ist heißt es nicht das es gleich besser ist.

Eine Tagesmutter muss eine gewisse Qualifikation mitbringen. Was bringt Deine Schwiegermutter mit?

Liebe? Für ein Kind das man so gut wie nie sieht? Nur weil man die Oma ist, ist nicht automatisch eine enge Bindung da.

Ich sehe für euren Plan schwarz.

LG Mona

Beitrag von teddy-deluxe - 25.06.11 - 09:50 Uhr

Natürlich besuchen wir sie nicht jede Woche, selbstverständlich. Bisher waren wir noch gar nicht in Rumänien, das liegtt aber nur an dem Herzfehler von meiner Tochter, mir ist es zu gefährlich im Moment, wenn wieder etwas passiert ist dort die medizinische Hilfe nicht so gewährleistet wie hier.

Aber man muss ja auch die Vorteile sehen. Meine Tochter wird dann definitiv zweisprachig aufwachsen, sie sollte ihre zweite Muttersprache schon beherrschen, damit sie mit dem anderen Teil ihrer Familie sprechen kann.

Und an Qualifikation bringt meine Schwiegermutter mehr mit, als so manche andere "normale" Mutter. Sie hat ihre eigenen drei Kinder großgezogen und zwei ihrer Enkel.
Nur weil eine Tagesmutter "theoretisch" gelernt hat, wie man Kinder erziehen sollte, heißt das ja nicht, dass sie gut ist.

Und eine familiäre Bindung sehe ich als enger an, als eine an die Tagesmutter. Der Grundstein ist schon gelegt, denn es ist ein Kind der eigenen Familie, dass man automatisch liebt (lieben sollte).

Und nur weil man sich nicht live sieht, besteht ja dennoch eine Bindung. Das Inernet ist vielfältig.... Skype z.B....

Danke für deine Meinung, dennoch habe ich da einen nderen Standpunkt.

Auch wenn es keine finanzielle Unterstützung gibt, fest steht: sie kommt und wir werden es auch so schaffen.

Liebe Grüße

Beitrag von jono - 24.06.11 - 14:59 Uhr

Hallo,

Du möchtest ernsthaft die Kinderbetreuung Deiner Tochter auf den Schultern der Allgemeinheit finanzieren? Entweder gibst Du sie zu einer Kita oder zu einer Tagesmutter, das kostet dann dementsprechend Geld. So hast Du die Betreuung doch für "lau", warum solltest Du dann etwas bekommen? Denkweisen gibt es, mich wundert da gar nichts mehr..

Beitrag von king.with.deckchair - 25.06.11 - 13:13 Uhr

"Du möchtest ernsthaft die Kinderbetreuung Deiner Tochter auf den Schultern der Allgemeinheit finanzieren?"

Und DU zahlst selbstverständlich den Kindergarten komplett alleine was? Also selbstverstädlich auch den städtischen und ggf. den kirchlichen Anteil, gell? Was locker 50 bis 66 % der Kosten sind!

Das dann zu "Schultern der Allgemeinheit". Im Übrigen hat die "Allgemeinheit" durchaus ein Interesse, der jungen Frau zu helfen. Denn wenn sie ihre Ausbildung durchzieht, sind dich Chancen, dass diese Familie dauerhaft ohne die "Schultern der Allgemeinheit" auskommt, ungleich größer.

"Denkweisen gibt es, mich wundert da gar nichts mehr.. "

Vielleicht solltest DU erst mal überhaupt ANFANGEN zu denken, bevor du dich derart über andere aufbläst.

Beitrag von teddy-deluxe - 26.06.11 - 00:03 Uhr

Sorry, aber ich finde das wirklich nicht fair. Du solltest dir vielleicht überlegen, wie du Antworten schreibst oder sie besser gar nicht schreiben.
Dass du so eine Meinung hast ist ja okay, aber ich habe eine einfache Frage gestellt, ohne Forderungen oder mich aufzuregen, und ich denke, dass es viele Sozialschmarotzer git, die du von deinem Gehalt durchfütterst, zu denen ich nicht gehöre und noch nie gehört habe.

Beitrag von joy1975 - 24.06.11 - 17:08 Uhr

Warum kostet Deine Ausbildung Geld???
Normalerweise verdient man doch etwas in der Ausbildung. Nicht üppig, aber doch ein paar Hundert €, wieso zahlst Du drauf???

Beitrag von teddy-deluxe - 26.06.11 - 00:08 Uhr

Ja, leider ist das so. Ich machen eine Ausbildung zur Ergotherapeutin und das ist leider keine berufliche Ausbildung, sondern eine schulische.
Daher keine Ausbildungsvergütung. :-(

Und weil es eine schulische Ausbildung gibt, wird es auch nicht durch Bafög oder BAB unterstützt.

Den Bildungskredit habe ich schon aufgenommen um die ersten beiden Aubildungsjahre zu finanzieren, ich musste dann ja unterbrechen wegen der Elternzeit und jetzt prüft das Amt, ob ich den eventuell nochmal aufnehmen darf, was normalerweise nicht möglich ist.

Also heißt es nur abwarten und Tee trinken, denn sowas braucht...Zeit...
Ein weitere Punkt ist natürlich, dass es ein Kredit ist und ich den später zurückzahlen muss.

Beitrag von myimmortal1977 - 24.06.11 - 22:59 Uhr

Schon mal nachgefragt, ob Ihr ggf. Pflegegeld für sie bekommen würdet? Eine Pflegestufe bei der Pflegekasse beantragen? Man kann, sofern sie eingestuft werden würde (!!!!), wählen zwischen Sachleistungen und Geldleistungen.

Ich weiß nicht, wie sehr der Herzfehler Deine Tochter ihren normalen Alltag einschränkt?!?!? Muss sie Medikamente nehmen? Muss man auf besondere Dinge achten? Besteht ab und an durch bestimmte Umstände Gefahr für Deine Tochter? Muss sie mehr zum Arzt, ständig überwacht werden?????

Alle diese Dinge spielen eine Rolle, ob Deine Tochter eine Pflegestufe zugesprochen bekommen würde.

Habt Ihr nen Schwerbehindertenausweis für sie beantragt? Wenn nicht, umgehend machen!!!!! Sollte sie 100 GdB und Merkzeichen bekommen, gehen diese Merkmale auf Eure Steuer über. Das kann eine Menge Steuerersparnis bedeuten, z. B. für einen Vollverdiener ggf. Deinen Mann. Somit hättet Ihr auch schon ein paar Euros mehr.

Mehr Möglichkeiten gibt es meines Wissens nicht. Zuschüsse für die Betreuung bekommt man nur für zertifizierte Tagesmütter, Krippe, KiGa. Für selbst organisierte Betreuung nur in Ausnahmefällen, z. B. wenn die Wege zum KiGa, Krippe unzumutbar wären oder die Betreuungszeiten ganz unmöglich wären. Dann würde z. B. auch ein Au Pair bezuschusst werden.

LG Janette

Beitrag von teddy-deluxe - 26.06.11 - 00:15 Uhr

Vielen Dnak für deinen Beitrag.

Ich habe beide Anträge schon länger hier zu Hause liegen, doch ich traue mich sozusagen nicht dran.
Ich habe viel Kontakt mit anderen Elten, deren Kinder auch einen Herzfehler haben. Rein theoretisch klappt es alles und man bekommt den Behindertenausweis und (wenn man Glück hat) auch Pflegegeld.
Nur viele haben Ärger, dass der GDB zu niedrig eingestuft wird, die Merkzeichen nicht bewilligt werden und kein Pflegegeld zugesprochen wird.

Dann geht das ganze hin und her mit Widerspruch und so weiter los.
Die Gedanken daran hemmen mich ein wenig, den SChritt zu machen und es zu beantragen.

Meine Tochter braucht zusätzliche Pflege. Nicht mehr so viel wie anfangs, als sie noch per Magensonde ernährt werden musste, mittlerweile isst sie fast wie ein gesundes Kind, nur mit mehr Pausen und nicht so viel.

Allerdings schwitzt sie mehr, ich bade sie jeden Tag und wasche sie zwischendurch ein bis zwei mal, da sie sonst Schweißpickel bekommt.

Medikamente bekommt sie mittlerweile nur noch 4 mal am Tag, aber nachts muss ich dafür ja auch aufstehen.

Also rein theoretisch würde es wohl klappen, doc wie gesagt, ich muss mich einfach rantrauen, es hemmt mich noch ein wenig.

Liebe Grüße...

Beitrag von iceflower - 25.06.11 - 16:12 Uhr

Es gibt die Moeglichkeit, Deine Schwiegermutter als "familiennahe" Betreuung ueber das Jugendamt anzustellen. Dafuer muss sie ein paar Dinge vorweisen (zB polizeil. Fuehrungszeugnis, erste Hilfe Kurs, etc). Bei uns gibt es dann 2,5€ pro Stunde und Kind. meine Mutter kommt so auf ca 600€.
Beim Jugendamt nachfragen!

Beitrag von teddy-deluxe - 26.06.11 - 00:16 Uhr

Vielen Dank, da werde ich mich mal erkundigen!
Das ist ein guter Tipp, wäre klasse wenn das funktionieren würde. :-D