hallo zusammen...
ich bin eigentlich mediengestalterin, habe den beruf damals noch unter einer anderen bezeichnung gelernt.
jetzt habe ich zwar noch meine alte stelle, möchte aber nicht nach 3 jahren wieder anfangen und würde auch gerne näher am wohnort arbeiten.
nun ist dies ein beruf der hauptsächlich von jungen leuten ausgeübt wird und das angebot (der arbeitssuchenden) ist größer als die offenen stellen. nun bin ich fast 40 und habe doch etwas angst vor der zukunft.
natürlich möchte ich irgendwann (so in 2-5 jahren) wieder langsam einsteigen. es muß auch nicht mein gelernter beruf sein, kann auch büro-assistentin o. ä. sein. vollzeit kann ich mir sowiso nicht mehr vorstellen. wie sind eure erfahrungen mit erneutem berufseinstieg? kann man so einfach umsatteln wie ich mir das vorstelle? nehmen arbeitgeber denn noch leute über 40? wo findet man einen "ordentlichen" job? also ich möchte jetzt auch nicht an der kasse von dm sitzen oder dort regale einräumen...
würde mich mal interessieren wie ihr das so gemacht habt und die situation einschätzt.
danke und grüße
elternzeit, wann wieder arbeiten und wie siehts um die 40 aus?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von lala7272 - 24.06.11 - 12:48 Uhr
Beitrag von manavgat - 24.06.11 - 13:17 Uhr
Ehrliche Meinung?
Wenn Du den Job noch hast, dann steig da wieder ein!
und geh dann entweder in Teilzeit: www.teilzeit-info.de
oder such Dir in Ruhe was anderes.
Es ist immer leichter, wenn man Arbeit hat, eine Stelle zu finden.
Arbeitslos, über 40 mit Kleinkind? das gibt dann entweder gar keinen Job oder schlecht bezahlt, nach dem Motto: die muss froh sein, dass wir sie überhaupt nehmen. Unfair, aber leider Realiät.
Gruß
Manavgat
Beitrag von lexica11 - 24.06.11 - 14:08 Uhr
Für die Hoffnung:
bin (weit) über 40, mit Kleinkind (bald 4 Jahre) alleinerziehend und habe grade neuen Job gefunden- bin allerdings Akademikerin und kann mich selbst unterhalten- muß allerdings Miete alleine bezahlen plus großes Auto (1000 km in der Woche fahren...)plus Kinderbetreuungskosten...für letzteres muß ich mal eine Lösung der Kostenübernahme finden....Jugendamt streikt bei privater Kinderfrau...aber hat selbst keine Tagesmutter als Anschlussbetreuung zum Kindergarten angeboten...toll...
Man muß halt echt suchen...
Liebe Grüße
Beitrag von farfalla.bionda - 24.06.11 - 14:21 Uhr
Hallo,
mein Freund kommt auch aus dem Bereich und wieso der Beruf meist von jungen Leuten ausgeübt wird liegt (zumindest hier) auf der Hand:
Sie sind besser ausgebildet, denn sie kommen frisch von der Berufsschule und kennen die neuesten Standards.
Das Stichwort ist da --> Weiterbildung!
Bei dem AG meines Freundes ist es so, dass jede Frau (oder auch Mann
) nach der Elternzeit erstmal ein gutes halbes Jahr geschult wird, bevor man sie auf die Öffentlichkeit loslässt.
Gibt es dieses Angebot bei euch auch?
Ich würde auf gar keinen Fall kündigen! Ich weiß ja nun nicht in welchem Bereich genau du tätig warst/bist, aber meistens verlangt der Beruf ein gewisses Maß an Flexibilität, die du, im Gegensatz zu jungen, kinderlosen Absolventen, nicht bieten kannst. Dass du nicht mehr VZ arbeiten gehen willst sehe ich da eher weniger negativ, die Arbeit kann ja je nach Auftrag eingeteilt werden 
Aber wie schon geschrieben wurde:
Bleib bei deinem AG und such lieber von der Position, in der du dich befindest einen anderen Job oder informier dich über eine Umschulung.
LG
Beitrag von lala7272 - 24.06.11 - 14:52 Uhr
hallo
erstmal danke für deine antwort.
umschulung würde mich auch interessieren, geht das über das arbeitsamt? leider ist es bei uns nicht üblich, weiterbildungen zu finanzieren...
aber du hast natürlich vollkommen recht, frisch von der ausbildung ist schon ein vorteil und billiger sind die jüngeren auch.
grüße
Beitrag von hedda.gabler - 24.06.11 - 15:00 Uhr
Hallo.
Da Du in einem Arbeitsverhältnis stehst, würdest keine Umschulung bezahlt bekommen. Für eine Umschulung müssen auch Gründe vorliegen, einfach so "Ich will mal was anderes machen" funktioniert leider nicht.
Bei Dir heißt in der Tat wirklich das Zauberwort "Weiterbildung" ... zu Not auf eigene Kosten, damit Du in diesem schnelllebigen und innovativen Bereich überhaupt eine Chance hast. Einen so langen Ausstieg aus dem Beruf, wie Du es planst, kann man sich in dem Bereich eigentlich überhaupt nicht leisten.
Und Deine Idee in die kaufmännische Schiene einzusteigen ... na ja, warum sollte ich mir als Arbeitgeber eine Mediengestalterin auf den Sekretärinnen-Posten setzen, die in dem Bereich wenig bis gar keine Berufserfahrung hat, wenn ich, was Bürokaufleute anbelangt, entweder gut ausgebildet oder mit langjähriger Berufserfahrung, aus den Vollen schöpfen kann?!
Gruß von der Hedda.
Beitrag von sohnemann_max - 24.06.11 - 19:41 Uhr
Hi,
ich kann Dir von meiner Schwägerin erzählen.
Die ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin in Englisch und Französisch und hat während sie zu Hause war noch Spanischkurse besucht.
Sie war 18 Jahre zu Hause, also vollkommen raus aus dem Berufsleben.
Vor 4 Jahren mit 44 Jahren dann wollte sie wieder Teilzeit arbeiten. Kinder groß, Mann in der Arbeit, ziemlich langweilig eben.
Sie hat sich beworben. Ein Mal auf einen Posten im Sekretariat (Internationels Unternehmen) und dann noch für unser Messezentrum im Büro (da geht es darum, die Messen zu planen, mit Ausstellern zu kommunizieren usw.). Sie hat von beiden die Zusage bekommen und hat sich dann für die Stelle entschieden mit den besseren Konditionen.
Von dem her kann ich sagen, wenn man eine fundierte Ausbildung hat, ein geregeltes Umfeld, sehr gute Umgangsformen und ein entsprechendes Auftreten - kein Problem.
LG
Caro
Beitrag von lala7272 - 24.06.11 - 19:59 Uhr
schön, danke!
Beitrag von manavgat - 26.06.11 - 11:42 Uhr
Von dem her kann ich sagen, wenn man eine fundierte Ausbildung hat, ein geregeltes Umfeld, sehr gute Umgangsformen und ein entsprechendes Auftreten - kein Problem.
Du schließt von einer Dir bekannten Schwalbe auf den kompletten Sommer.
Gruß
Manavgat
