Hallo,
ich habe leider keine andere passende Überschrift gefunden, aber ich erkläre das Problem eh, auch wenn wir noch Zeit haben, aber die Frage spuckt mir schon länger im Kopf rum...
Also: Bei einer Baufinanzierung wird ja der Zinssatz über einen gewissen Zeitraum festgelegt. Bei uns 10 Jahre. Danach bleibt ein Restbetrag und der Zinssatz wird ja neu verhandelt, wie die Konditionen zu der Zeit halt dann so sind.
Bei der Erstverhandlung ist es ja so, dass man je nach Prozentsatz der Finanzierung einen besseren Zinssatz bekommt. Also nach Höhe des Eigenkapitals. Also wenn man 100% Kaufsumme über die Bank finanziert muss man nen höheren Zinssatz in Kauf nehmen, wenn man nur 50% finanziert ist der Zinssatz niedriger.
Wie wird das dann nach Ablauf der Zinsfestschreibung gehandhabt? Sind das dann 100% wenn man von dem Restbetrag nicht gleich noch ne Summe abzahlt? Also angenommen es bleiben von den Schulden noch 100000 Euro übrig, und man will weiter mit der Bank finanzieren. Wenn man dann 30000 gleich so mitbringt, sind das dann 30% Eigenkapital oder wie rechnet die Bank dann?? Und wie ist es dann, wenn man bei den 100000 bleibt oder sogar erhöhen möchte??
Vielleicht weiß jemand Bescheid, danke und LG Karin
Welcher Zinssatz bei Kreditverlängerung?
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Beitrag von snoopster - 27.06.11 - 13:16 Uhr
Beitrag von ujn1 - 27.06.11 - 14:05 Uhr
Hallo,
die Prozentzahlen beziehen sich i.d.R. auf den Kaufpreis bzw. die Herstellungskosten des Objektes. Anschlussfinanzierungen sind daher (da der finanzierte Prozentsatz niedriger ist) eher etwas günstiger als entsprechende Neuabschlüsse zur gleichen Zeit. Hab z.B. kürzlich eine Annonce gesehen, da bot die ING-DiBa pauschal 0,1% weniger für Anschlußfinanzierungen als für gleichartige Neuverträge.
LG
Beitrag von wemauchimmer - 27.06.11 - 15:32 Uhr
Grundsätzlich könntest Du nach Ablauf der Zinsbindung bei jeder x-beliebigen Bank weiterfinanzieren. Du würdest also bei der neuen Bank die Restschuld aufnehmen, das Geld bekommt die alte Bank und beim Notar wird die Grundschuld auf die neue Bank übertragen. Das ist natürlich ein gewisser Aufwand, sowohl organisatorisch als auch was die Notargebühren angeht. Da sind die Leute halt meist eher zu faul dazu und tendieren also dazu, bei der alten Bank weiterzufinanzieren. Diese weiß das und bietet daher eher etwas schlechtere Konditionen an als bei einem Neukundengeschäft.
Was nun die Konditionen angeht, entscheidend ist immer die Beleihung, also die Kredithöhe im Vergleich zum Wert des Hauses. Da Ihr eine Weile abgezahlt habt, sollte der Kapitalbedarf nun geringer sein (natürlich ist das nicht zwingend so, wenn z.B. das Haus extrem an Wert verloren hat, aus welchen Gründen auch immer). Es gibt aber so Grenzen, z.B. 80% Beleihung (je nach Bank verschieden), also wenn Ihr da schon zu Anfang drunter wart, habt Ihr eh schon den besten Satz. Na und die Zinsen sind natürlich nicht mehr dieselben.
Was nun Dein Zahlenbeispiel angeht, da hättet Ihr einfach 70.000€ Kreditbedarf und das sind dann nicht 30% Eigenkapital, sondern das Eigenkapital ist sozusagen der aktuelle Hauswert minus 70.000€, also (hoffentlich) viel, viel mehr als 30.000€.
Das mit dem Erhöhen ist überhaupt kein Problem, das heißt einfach, ihr beleiht Euer Haus. Das ist ganz unabhängig vom Ende der Zinsbindung möglich, sobald die Gesamtschuld eben unter diese 80% (oder wo immer die Bank die Grenze zieht) fällt. Da kannst Du immer Geld aufnehmen, wenn Du z.B. ein Auto oder ein neues Dach finanzieren willst, Dein Haus dient als Sicherheit und Du sicherst Dir günstige Zinskonditionen. Wenn Du so willst, ähnlich wie bei Monopoly (nur daß die Bank nicht die Mieteinnahmen kriegt
).
LG
Beitrag von snoopster - 27.06.11 - 16:37 Uhr
Danke für die ausführliche Antwort, dem anderen Schreiber natürlich auch 
Jetzt weiß ich ein wenig besser bescheid, its ja wirklich ne Wissenschaft für sich (in meinen Augen
)
Ehrlich gesagt wußten wir auch nie genau, wies bei Monopoly funktioniert, das haben wir immer weggelassen
LG Karin
