Schonmal geschrieben: Zwei Jobs 100€ + 400€

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Beitrag von nebula - 28.06.11 - 12:22 Uhr

Hallo,

ich habe zu dem Thema schonmal geschrieben, was mir dann bleiben würde etc..pp. Über den KiGa kam ich durch eine Erzieherin an obigen zweiten "400€ Job" in der Gastronomie. Neben Putzen, war die Küchenhilfe und das gelegentliche Servieren im Gespräch.

Jetzt war es so, dass ich zum Vorstellungsgespräch war, der Chef auch recht zuversichtlich war, nur noch nicht wusste wann sie eröffnen würden. Neben Putzen, war die Küchenhilfe und das gelegentliche Servieren im Gespräch. Ich erfragte nach 1-2 Wochen bei seiner Frau (die Erzieherin), mit was ich nun rechnen könne, da ich ja auch u.a. div. Papierkram erledigen müsse & sofern ich vorher was wüsste, dass alles schon erledigen könnte.

Sie antworte völlig perplex, nach dem Anschein wieso weißt du das denn nicht, dass sie mich auf jedenfall zumindest erstmal auf 400€ anstellen würden. Ich war natürlich froh, so konnten wir wenigstens mit 0 auf 0 aus Hartz4 raus. Wir hätten zwar pi mal Daumen "nur" 7€ mehr gehabt, habe aber die Unterstüzung vom JA, sowie Nebenkostenrücklage die aktuell in Höhe von 20€ monatlich beim Jobcenter "gut" wäre und GEZ alles aus eigener Tasche kalkuliert. Für uns war es definitv klar, dass ich den Job auf jedenfall, bis sich eine entsprechende Teil- oder Vollzeitstelle ergibt mache, für uns persönlich wäre es mehr als nur die 7€ mehr gewesen - Nicht mehr diese Nacktheit, ständige Formulare einreichen, monatliche Einkommen abgeben usw....

So, jetzt wurde ich zum 10.06 angerufen, ob ich den Montag (Pfingstmontag/Feiertag) zum putzen kommen könne. Ich habe dies dann auch bejaat und erfuhr an diesem Tag dann auch durch die Tafel an der Gaststätte, dass sie DI 14.06 eröffnen.

Ich habe angegeben, dass ich DI & FR noch meinen anderen geringfügigen Job ausübe und somit die Arbeitszeiten auf MO, MI, DO, SA, SO wobei am Wochenende nicht jedes gerne verteilen würde. Zum anderen wird es eng mit der Kindsbetreuung, da ich in zwei verschiedenen Städten mit ca. 18KM Abstand von Arbeitsplatz 1 zu 2 arbeite. Mit Bus & Bahn sowie anfallenden Fußweg bin ich da manchmal 1-1,5 Std unterwegs. War alles kein Problem für den Chef.

Und was passiert? #augen

Ich soll immer DI & FR, sowie die letzten beiden Wochen auch SO erscheinen. Ich müsste mir 2 Std extra Betreuung suchen, Tagesmütter gerechtfertigen meinen Verdienst jedoch in keinster Weise. Meine Schwester, die ich leider als einzige aus der Familie hätte, hat auch nicht jede Woche DI & FR Zeit.

Des Weiteren komme ich bisher - Seit 13.06 auf ca. 17-18 Stunden, wobei ich teilweise nur 1,5-2 Stunden drin bin, wo ich dann nach Abzug von Fahrtkosten gerade mal 7,80 - 11,80€ Verdient habe. Des Weiteren werde ich scheinbar doch nur fürs Putzen reingeholt, bisher hab ich 2x (von 8x) ein paar Tomaten & Gurken geschnitten und bissl Salat zerissen....

Ich bin arg enttäuscht wie sich das Arbeitsverhältniss nun auf mehrmalige Nachfrage hin etc..pp zusammen gesetzt hat, erst nach 5-6x dort aufschlagen, habe ich erfahren was ich in der Stunde verdiene. Es gibt keinen Arbeitsvertrag der monatliche Mindeststunden, sowie Urlaub, Vergütung & Co. regelt. Mir ist klar, dass ich pro gearbeitete Stunde bezahlt werde, aber was passiert, wenn ich mal ne Woche/nen Monat nicht kommen soll? Dann fehlt mir doch auch wieder mein Geld, was ich eigentlich bräuchte.

Ich will einfach eine geregelte Basis, Mindeststunden, wo ich dann weiß mit welchem Gehalt ich Minimum pro Monat kalkulieren kann.

Wie seht ihr das? Kann ich auf einen Arbeitsvertrag bestehen in dem das geregelt wäre (Mindeststunden, Bezahlung, Urlaubstage usw.)? Wie ist das in der Gastronomie mit Sonn- & Feiertagszuschlag - gibt es einen? Muss ich jeden Sonntag (der einzige Tag, an dem ich morgens nicht aufstehen müsste und den wir gemeinsam als Familie für uns hätten) Arbeiten?

Es ärgert mich schon ein bisschen & hätte ich das in der Art vorher gewusst, hätte ich - auch wenns manche schlecht finden - den Job nicht gemacht.... Es geht um 200-250€, die ich monatlich minimum erwirtschaften muss, um kein ALG2 Anspruch mehr zu haben!

mfg

Beitrag von arkti - 28.06.11 - 13:31 Uhr

Ich glaube ich habe dir damals auch schon geantwortet.
Die Gastronomie ist ein Bereich wo man flexibel sein muss, desweiteren gibt es in der Gastronomie auch immer ruhige Wochen.

Kein Gastronom macht Arbeitsverträge die eine Mindeststundenanzahl beinhalten, zumindestens hier nicht.
Alle die ich kenne werden nur nach Anwesenheit bezahlt.
Alles andere wäre für die Gastronomie der Untergang, die haben heute eh schwer zu kämpfen dank der Nichtrauchergesetze usw.

Normalerweise erfährt man aber vor Arbeitsantritt wieviel man verdient, war bei mir zumindestens imemr so, anders hätte ich auch nie angefangen.
Du musst auch jederzeit damit rechnen das du mal kurzfristig einspringen musst, geht das öfter schief oder man erreicht dich nicht biste weg vom Fenster.
Ja ich weiß klingt hart ist aber so.

Gastronomie ist ein bereich die heute noch nicht abschätzen kann wieviel morgen los ist.
Ich kann das auch völlig nachvollziehen, denn man selber geht ja auch manchmal kurzfristig essen.
Also kann man nicht auf feste super planbare Arbeitszeiten bestehen.


Beitrag von nebula - 28.06.11 - 13:54 Uhr

Ich habe kein Problem damit, mal so mal so zu erscheinen. Was mich ärgert, ist das ich vor Zusage des Jobs bekannt gab, dass DI sowie FR zwei sehr schlechte Tage sind, was für den dann ok war. Genauso das mit dem Wochenende und eben im Zeitraum 9-14Uhr.

Ich will auch keine Stundenzahl von 30 & nur 20 oder so Arbeiten, ich habe feste vorstellungen geäußert, die ich brauchte um den ALG2 Bezug zu beenden, worauf der Chef auch Stellung bezog alles nachvollziehen konnte & damit auch einverstanden war.

Wir beziehen - aktuell noch - 197€ ALG2, wenn ich jetzt mal 200 verdiene fällt das weg, was wir auch wollten, was ist aber wenns dann mal nur 100 oder 150 sind? Dann bringt mir das alles nichts, weil ich dann wieder die rum rennerei haben werde. Des Weiteren, weshalb müssen sie Arbeitgeber scheinbar an Absprachen nicht halten? Es war klar abgemacht, das ich MO, MI, Do im Zeitraum 9-14 Uhr arbeiten kann, SA & SO gerne 1-2x im Monat nach Absprache.

Ich habe bei ca. 18,5 Stunden nun 144€ verdient. Allerdings musste ich dies an 7 Tagen, was Fahrtkosten von 29,40€ ausmacht. Also habe ich einen Verdienst von 114,60€. Wenn ich jetzt noch die 2 Std die ich extra Betreuung bräuchte einbeziehe (KiGa z.B. pro Std 7€, wobei die aber für meine Tochter alleine keine 2 Std extra länger auflassen) macht das ein Verdienst von 100€ - zerreise mich aber von morgens 7:30 bis Abends um 17:15 Uhr in der Luft und fahre 3,5 Stunden durch die Gegend und bin aber trotzdem nicht aus dem ALG2 draußen, was ich von Anfang an erwähnte & auch befürwortet wurde.

Ich hätte den Job in dem Umfang definitv nicht gemacht. Wenn ich jetzt Teil- oder Vollzeit finde, denen aber klar machen muss, dass ich erst in 4 Wochen antreten kann, hab ich wohl jegliche Chance auf den Beruf selbst zunichte gemacht.

Es war nicht meine Absicht, noch einen geringfügigen DVD Putzjob anzunehmen, bei dem ich grad mal Taschengeld raushabe. Dafür ist mir meine qualifikation zu schade. Zum anderen macht es mich fertig nur von A nach B und von B nach C zu fahren um überall alles ordentlich zu machen. Das macht mich u.a. momentan seelisch etwas fertig, dass meine Person scheinbar nur noch zum Putzen gut ist.

Beitrag von arkti - 28.06.11 - 14:12 Uhr

Nunja.........was willst du denn bei den Uhrzeiten auch anderes machen als putzen?
Ich kenne die Öffnungszeiten deines Betriebes nicht.
Aber deine Uhrzeiten sind nicht gastronomiefreundlich.
Wochenende ist eigentlich die haupteinnahmequelle da kann man nicht direkt sagen ich möchte nicht jedes Wochenende arbeiten.
Klar dann werden andere bevorzugt, eben die die kein Problem damit haben jedes Wochenende zu arbeiten.

Meine Erfahrungen sind das es in der Woche eh immer ruhiger ist.

Für die Fahrtkosten kann dein Chef nichts.

Um regelmässig ein gewisses Geld zu verdienen solltest du vielleicht deine Arbeitszeiten mal überdenken.
Ich habe auch einen Mann und Kinder, wenn ich am Wochenende arbeiten muss ist es eben so und ich sage nur nein wenn es wirklich notwendig ist bzw ich sage rechtzeitig bescheid wenn ich gerne mal zu einer Geburtstagsfeier möchte oder sonstwas.
Wenn man das Geld brauch muss man halt mal in den sauren Apfel beißen.


Beitrag von windsbraut69 - 28.06.11 - 13:34 Uhr

Du kannst drauf bestehen, wirst dann aber den Job schneller los sein, als Du ihn angetreten hast.

Es gibt natürlich gewisse Voraussetzungen, ohne die man nicht arbeiten sollte, aber dass in der Gastronomie Flexibilität sehr wichtig ist, ist doch klar.

Gruß,

W

Beitrag von arkti - 28.06.11 - 13:39 Uhr

Achso noch vergessen, wenn du mindestens 250 Euro erwirtschaften musst dann musst du halt die anderen Monate das Geld was du nicht unbedingt brauchst zur Seite legen um evtl ruhige Monate zu überbrücken.

Ich weiß ja nicht was du für einen Stundenlohn hast aber eine andere Möglichkeit sehe ich in der Gastronomie wirklich nicht.

Bei mir ist es auch so das ich eigentlich für einen Bereich eingestellt wurde, allerdings mache ich auch hin und wieder was anderes und habe kein Problem damit.
Der Betrieb wo ich bin ist sehr "familiär", da packt jeder an wo Not am Mann ist und wenn irgendwelche andere Arbeiten anfallen.
Auch die beiden Chefs sind immer am arbeiten, egal ob es Großputz ist oder sonstwas.

Beitrag von nebula - 28.06.11 - 13:59 Uhr

Wie gesagt, auch damit habe ich kein Problem - ich werde nur irgendwie nur als Putze eingesetzt, obwohl man durchaus auch anderes tun könnte. Der Laden macht um 11 auf, wieso lässt man mich nicht mal Mittwoch oder so kommen morgens den Putzteufel machen & aber von 11-14 Uhr auch im Service tätig sein?

Vielleicht verstehst du es jetzt.

Ich verdiene 8€ die Stunde, max. 400€. Ich muss aber ab 300€ Steuern bezahlen (Verdienst über 400€), was der AG kaum zulassen wird, weil ja auch er dann mehr abdrücken muss.

Beitrag von arkti - 28.06.11 - 14:19 Uhr

Das kann ich dir leider nicht beantworten da ich nicht weiß wie sich das Personal bei euch zusammensetzt.

Mein Chef arbeitet momentan nur mit Lehrlingen und Aushilfen, beruht aber in erster Linie darauf das er keinen findet der eine Festanstellung möchte.
Natürlich werden dann erst die Lehrlinge eingespannt damit sie auf ihre Stunden kommen.
An ruhigeren Tagen wird also keine Aushilfe benötigt da er und seine Frau und die Lehrlinge alles alleine schaffen.

Beitrag von windsbraut69 - 28.06.11 - 15:13 Uhr

Versetz Dich mal gedanklich auf die AG-Seite.
Du suchst ne Aushilfe und die kommt Dir mit so exakten Vorstellungen und Forderungen....
Du mußt Dir überlegen, ob Du Geld brauchst oder Freizeit und Dein Wochenende mit der Familie verbringen.
Welchen Betrag Du verdienen mußt, um aus dem ALGII zu fallen und wieviel Du an Fahrtkosten hast, ist nicht das Problem Deines Arbeitgebers.

Gruß,

W

Beitrag von nebula - 28.06.11 - 16:19 Uhr

Wenn es aber beim Vorstellung 400€ heißt und jetzt das aber nicht rauskommt, hab ich doch Grund mich zu ärgern oder nicht? Ich habe dem AG auch gesagt, dass ich minimum 200-250€ habe um aus dem ALG2 Bezug ruaszufallen & daher auch den 400€-Job wirklich zwischenzeitlich machen würde. Ebenfalls weiß er, dass ich weiterhin Teil- bzw. Vollzeit in meiner Branche suchen werde.

Ich kann bis zu 35 Teller abtragen, kann Problemlos vier Essen Servieren, wo ich auch am Anfang direkt nach Erfahrung gefragt wurde, werde aber nur mit Putzen abgespeist.

Darf man sich darüber nicht ärgern?

Beitrag von windsbraut69 - 28.06.11 - 16:27 Uhr

Klar darfst Du Dich ärgern, dass er Dir vorab unrealistische Bedingungen versprochen hat, es nützt aber nichts.

Mit Deinen Voraussetzungen wirst Du es allgemein schwer haben. Du kannst nicht von einem künftigen AG erwarten, dass er sich exakt an Deine zeitlichen und finanziellen Vorgagen hält und Dich zudem noch mit Deinen Wunscharbeiten beauftragt.

LG

Beitrag von arkti - 28.06.11 - 16:56 Uhr

Das ist aber doch schon lange so bei den 400 Euro Jobs.
Sie laufen als 400 euro Job aber eine Garantie das man die auch jeden Monat voll ausschöpft hat man nicht, zumindestens nicht im Gastronomiebereich.

Du schreibst ja selber das der Betrieb erst neu eröffnet hat.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus das die also mindestens einen fest angestellten Kellner, also wird der erst eingesetzt.
Desweiteren glaube ich nicht das in der Mittagszeit so viel zutun ist in der Woche.

Wenn dein Chef weiß das du eh weiter suchst ist doch irgendwie klar das er andere bevorzugt #kratz (wenn es noch andere Aushilfen gibt)


Beitrag von kati543 - 28.06.11 - 15:03 Uhr

Das, was du hier schreibst, ist üblich in der Gastronomie. Teilweise ist da kommen nach Anruf angesagt und nicht nach wochenlang vorher festgelegten Plan. Du bist also noch gut dran.
Ich denke, du solltest dich etwas früher über die Branchen informieren, in denen du arbeiten möchtest. Dir wurde hier doch, glaube ich, auch schon mehrfach geantwortet, wie die Arbeit in der Gastronomie aussieht.
Und ja, wenn du Geld verdienen willst, dann musst du wohl oder übel sonntags früh aufstehen, denn dann kann dein Mann ja auf die Kinder aufpassen und die Betreuung ist gesichert. Die Betreuung ist ja in der Woche ein Problem bei dir. Entschuldige, aber in der Woche kannst du nicht arbeiten, weil du keine Betreuung hast, am Wochenende willst du es nicht, weil dir die Zeit als Familie zu kostbar ist ...

Beitrag von nebula - 28.06.11 - 16:16 Uhr

Was du schreibst, stimmt nicht ganz. Ich habe unter der Woche Betreuung, nur lässt man mich in der Zeit nicht arbeiten!

Es geht hier auch nicht um die Branche, sondern darum, dass sich der AG nicht an die Absprachen hält. Und nur allein dieser Punkt stört mich, alles andere weiß ich.

Beitrag von windsbraut69 - 28.06.11 - 16:29 Uhr

Ja, Du hast in der Woche Betreuung, bist aber mit Deinem anderen Job beschäftigt....

Beitrag von nebula - 28.06.11 - 16:34 Uhr

zwei vormittage #kratz

Er beschäftigt mich nicht MO, MI, DO, wo ich sagte ich kann von 9-14, wo er sagte kriegen wir hin, hätte er anfangs gleich gesagt DI + FR hätte ich den Job nicht angetreten, weil ich mehr ausgaben hätte, als was sich das lohnt. Wenn ich auf ne Std putzen komme, Betreuung rechne schreibe ich ein Minus - würdest du auch nicht tun, oder etwa doch?

Beitrag von windsbraut69 - 28.06.11 - 17:17 Uhr

Nein, würde ich nicht tun.
Er kriegt es jetzt eben doch nicht hin, sich nach den Zeiten der Aushilfe zu richten oder möchte nicht.
Hättest Du das vorher gewußt, hättest Du den Job nicht angenommen, dann schmeißt Du ihn eben jetzt wieder hin...

Beitrag von nebula - 28.06.11 - 17:30 Uhr

Und jetzt muss ich halt zusehen es gebacken zu bekommen.

Ich habe Fragen gestellt & auf Antworten gehofft - mehr nicht.

Beitrag von windsbraut69 - 29.06.11 - 07:11 Uhr

Ja, Du hast doch Antworten bekommen.
Ich verstehe Deine Enttäuschund, aber weiterhin nicht, was jetzt Dein Nachteil dadurch ist, dass er Dir nicht vorab gesagt hat, dass er Deine Wünsche nicht berücksichtigen wird.

Gruß,

w

Beitrag von kathi.net - 28.06.11 - 15:35 Uhr

Warum suchst du dir nicht einen! richtigen Job?

Für einen AG bist du zu unflexibel. Zum einen was die Arbeitszeiten und zum anderen was den Verdienst angeht. Oder wie machst du das, wenn deine 300 € ausgeschöpft sind?

Beitrag von nebula - 28.06.11 - 16:31 Uhr

Lesen! Ich Bewerbe & bewerbe mich - Diese alternative habe ich gewählt um den ALG2 Bezug jetzt schon beenden zu können.

Wie mans macht, ist es nicht recht.

Ich bin hier vor kurzem in tränen ausgebrochen, weil jegliche Bewerbungen fehl schlagen und es nur heißt man solle nicht an seiner Qualifikation zweifeln. Langsam aber tue ich das.

Ich habe um meine Berufsausbildung gekämpft, einen Job angenommen was eigentl. nie meine Zukunftsperspektive war und sie mit 1,2 abgeschlossen worauf ich mit einem aus einem anderen Berufszweig, als Beste bei der Freisprechung mehr als stolz war - Was bringt mir das nun? NIX :( und das ist einfach traurig.

Ja - Ich habe mich FÜR ein Kind entschieden, deshalb aber heißt es nicht, dass ich nicht Arbeiten kann. Ich hab halt nunmal Betreuungszeiten im KiGa von 8-15Uhr, da ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin und hier vom Dorf nur alle Std ein Bus fährt muss ich halt im näheren Umkreis bleiben - Geld für den Führerschein hab ich aktuell nunmal einfach nicht. Ich hatte auch nicht das Glück eine reiche Familie zu haben, die mir ein tolles Sparbuch anlegte was mir später den Führerschein & das erste Auto finanzierte (ist doch oft so üblich oder nicht?).

Erst dann, wenn ich was verdiene, kann ich Führerschein machen oder den Kiga hochbuchen, aber das geht halt nunmal nicht, wenn ich es nicht bezahlen kann ohne am Ende des Geldes noch viel Monat übrig zu haben.

Ich werde schief angeschaut, wenn ich die Frage nach einem Führerschein beneine - "Wie kann es sein, dass man mit 26 keinen Führerschein in der heutigen Zeit hat?" Wenn man wegen der Betreuungszeit, weil man ein Kind hat und eben keine Familie die einem eventuell den Rücken mal stärken kann, keinen Führerschein besitzt ständig herablassend angeschaut wird, ist das ganz schön depremierend.

Beitrag von kathi.net - 28.06.11 - 17:04 Uhr

Auch wenn es sich gemein anhört, aber für diesen Lebenslauf kann keiner was außer du.
Ich weiß ja nicht, wie alt dein Kind ist und wie es mit dem KV aussieht, aber so wie es sich darstellt., kannst du keinen Job machen, in dem du flexibel sein solltest. Und dazu gehört die Gastro-Branche definitiv.

Welche Ausbildung hast du denn? Wie lang ist die her und was hast du seitdem gemacht?

Beitrag von nebula - 28.06.11 - 17:23 Uhr

Ich muss vorab erwähnen: Ich bin 2001 mit dem Qualifizierenden Schulabschluss, der Hauptschule abgegangen. War dann aufgrund einer Halsoperation dem Ausbildungsanschluss nicht nachgekommen & habe ein Jahr später eine Berufsausbildung begonnen. Dazwischen ging ich mehreren Ausbildungsanfängen nach, wo ich leider 2x während der Probezeit, kurz vor deren Ende rausgeworfen wurde. Ebenso habe ich BVJ gemacht, in dem ich verschiedenen Praktikas (nennt man das so?) nachging.

Nahrungsmittelfachverkäuferin Schwerpunkt Fleisch - Gleichstellbar mit Erstfachverkäuferin, dazu hatte meine Ausbildungsfirma einen Partyservice der sehr gut lief, wodurch ich auch die Erfahrung in Hinsicht auf Service & Co. habe. Während der Ausbildung habe ich die mittlere Reife nachgeholt & mit 1,2 absolviert.

Ich habe in der Ausbildungsfirma 4,5 Jahre gearbeitet, 3 Jahre Ausbildung, 1,5 Jahre Geselle wurde dann, blöderweise mit Aufhebungsvertrag, gekündigt. Längere Geschichte. Aufgrund meiner damaligen Lage, gings dann von Amt zu Amt, um mein wohl zu erhalten - Fehlanzeige, ebenfalls längere Geschichte.

Nach halbes Jahr ums Überleben Kämpfen, versank ich in eine Depressive Phase, woraufhin ich auch in Behandlung war (Antidepressiva). Mir wurde es besser & ich arbeite erneut in einer aus meine Branche kommenden Firma, die mich dann während der Probezeit, aufgrund eines erneuten Zusammenbruchs & einweisung in die geschlossene Psychatrie kündigte.

Ich raffte mich dann erneut auf, lernte u.a. in der Zeit den KV kennen & lieben und suchte so erneut nach Arbeit. "Leider kam" dann zu schnell unsere Tochter, worauf ich während der SS ein BV bekam - Habe die halbe SS nur im KH verbracht und gebar sie dann auch 6 Wochen zu früh.

Ich suchte dann eben eine Beschäftigung, der ich teilweise nachgehen kann und auch um zu Hause rauszukommen. Ich mache nun seit der Elternzeit diesen 100€ Putzjob in einem Privathaushalt. Ich bewerbe mich seit mehreren Monaten, bereits während der Elternzeit auf jegliche Stellen die ich finden kann & natürlich meinem Können bzw. Anlernmöglichkeiten entsprechen - Ohne wirklichen Erfolg.

Mit dem KV bin ich verheiratet, er war bis auf ca. ein halbes Jahr nie Arbeitslos, ist aber leider ungelernt und hat einen offenen und keinen festen Feierabend. Zur Arbeit geht er bereits gegen 5:00Uhr los.

mfg

Beitrag von windsbraut69 - 29.06.11 - 07:14 Uhr

Vielleicht (ich denke aber eher nicht) hättest Du bei den neuen Job bessere Karten gehabt, hättest Du den vorhandenen Putzjob aufgegebe oder das dem neuen AG zumindest angeboten.

Beitrag von nebula - 29.06.11 - 12:10 Uhr

Hab ich!