Hallo! Wie würdet Ihr Euch als Betroffene verhalten? Folgende Situation:
Vorstellungsgespräch unter 4 Augen (potentieller neuer Chef/potentieller neuer Angestellter).
Gespräch läuft sehr gut, der potentielle neue Angestellte hat ein gutes Gefühl, was die Einstellung betrifft. Ohne Ankündigung klappt er zusammen, epileptischer Anfall. Er wacht erst im Krankenwagen wieder auf, ist aber noch zu benommen, um irgendwas klar zu registrieren.
Also: Weder Beendigung des Gespräches noch Verabschiedung.
Wie reagieren im nachhinein? Das mit dem Job hat sich sicherlich erledigt, allerdings hat der AG, was anzunehmen ist, das ihm gebotene Bild auch nicht aus dem Kopf bekommen. Ob er telefonisch nach dem Befinden fragen wird, ist fraglich. Ganz davon abgesehen, sollte der "Patient" auf ihn zugehen, sich für die "Unannehmlichkeit" entschuldigen, oder es erklären, oder sich "nur" für das aufschlussreiche/angenehme/in seinem Sinne postitive/ Gespräch bedanken und sich sozusagen selbst "abmelden". Anruf, Email? Keine Rückmeldung und es so belassen? Dem "Patienten" ist das alles sowas von unangenehm, am liebsten würde er im Boden versinken, da er mit sowas nie und nimmer gerechnet hat und es auch noch nie vorgekommen ist! "Er will garnicht wissen, was sein Gegenüber sehen und ertragen mußte, bis der Krankenwagen da war". Aber dafür zu entschuldigen, für was er nichts kann... Und abzuwarten, ob der AG sich meldet und da etwas zu erwarten? Wenn keiner irgendwie reagiert, weil beide mit der Situation überfordert sind?
Wie löst man die Situation am besten??? Was würdet Ihr machen??
LG und Danke, 004
Beim Vorstellungsgespräch zusammengeklappt - wie verhalten?
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Beitrag von 004 - 29.06.11 - 22:47 Uhr
Beitrag von die.kleine.hexe - 29.06.11 - 22:52 Uhr
hallo !
wow ! das ist heftig !
ich denke, ich würde als "patient" das gespräch mit dem "chef" suchen und darüber reden ! warum sollte der chef ihn deswegen "abschreiben" ? ich denke, nochmal reden ist das beste !
lg und alles gute
hexe
Beitrag von 004 - 29.06.11 - 23:00 Uhr
Hi! "Abschreiben" aus sicherheitsrelevanten Gründen. Job war ausgeschrieben als mitarbeitender Werkstattmeister in KfZ-Bereich. Es gibt genug Für und Wider, mit einem solchen Krankheitsbild in einem solchen Bereich zu arbeiten. Ärzte meine, Kein Problem, aber die Realität der Arbeit in einer Werkstatt nebst Probefahrten sieht doch anders aus, aus Sicht der Arbeitgeber... Und der Arbeitnehmer steht dazwischen.
LG!
Beitrag von lany - 29.06.11 - 23:06 Uhr
Hallo!
Ich fände es angebracht wenn der potenzielle AG das Gespräch suchen würde. Er ist definitiv in der angenehmeren Situation und sollte ich außerdem nach dem Befinden des Bewerbers erkundigen.
Es kommt immer ganz auf die Personen an. Wäre ich der betroffene Bewerber, würde ich vielleicht einen Gruß schicken. Sozusagen als Dankeschön für die Hilfe und mit der Erklärung das es vorher nie vorkam, er also nichts davon wissen konnte. Er aber trotzdem noch auf eine Chance auf die Stelle hoffen würde.
Ich war neulich dabei als meine Nachbarin plötzlich einen epileptischen Anfall hatte und als der Notarzt da war, wusste sie noch immer nicht wer ich war. Es war ihr auch total peinlich und ich merkte das sie einen Bogen um micht machte. Ich bin auch auf sie zugegangen und hab sie angesprochen, auch um ihr zu sagen das alles ok ist und es ihr einfach nicht peinlich sein braucht.
Das ist wirklich eine unangenehme Situation, aber auch wenn es ihm unangenehm ist, er sollt versuchen nicht darüber nachzudenken was im Detail vorgefallen sein könnte!
LG Eva
Beitrag von lany - 29.06.11 - 23:07 Uhr
Huch.. wollte natürlich der TE antworten
Beitrag von 004 - 29.06.11 - 23:10 Uhr
Eine super super Reaktion von Dir!!! Ohne Worte! DANKE (stellvertretend für alle in solchen Situationen)!!!
Beitrag von lany - 29.06.11 - 23:13 Uhr
Danke
Ich drück Euch die Daumen das alles gut wird
Beitrag von rienchen77 - 30.06.11 - 06:25 Uhr
auf jedenfall nochmal melden, bedanken für die 1. Hilfe und mal nachfragen wie sonst so die Lage ist...
Beitrag von siebzehn - 30.06.11 - 09:01 Uhr
Ich würde mich auch auf jeden Fall für die Hilfe bedanken und für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Auch wenn es peinlich ist - alles andere wäre sehr unhöflich.
Beitrag von vwpassat - 30.06.11 - 10:04 Uhr
Schwierige Situation, aber ich denke, der Chef muss sich hier keinesfalls beim Bewerber melden.
Eher andersherum, so der Bewerber noch Interesse an der Stelle hat.
Am besten gar nichts erwarten, anrufen oder persönlich vorbeigehen. Mit den entsprechenden Medis kann auch ein Epileptiker 100% anfallsfrei werden.
Beitrag von 004 - 30.06.11 - 13:12 Uhr
Hallo! Er wird es so machen. Er hat ja die entsprechende Hilfe in der Situation erhalten und wird sich auf jeden Fall bedanken!
Mein Anliegen bzw. meine Frage an Dich (gehört aber nicht in dieses Forumthema): Kennst Du Dich auf dem Gebiet der Epilepsie aus, weil Du schreibst, dass man mit den richtigen Medikamenten 100 % anfallsfrei werden kann? Dann würde ich mich gerne mit Dir austauschen, da es nicht nur eine Epilepsieform gibt und daher die handvoll Medikamente, die es auf dem Markt gibt, nicht auf jede Form angewandt werden können und daher auch nichts oder nicht viel nützen. Anfallsfreiheit gibt es seit 8 Jahren nicht, trotz lt. Ärzten ausreichender Medikation. Jedoch noch nie im Alltag passiert, sondern nur aus dem Schlaf heraus. Deswegen tauschen wir uns gerne mit anderen Betroffenen aus, um "weiter zu kommen".
LG!
Beitrag von vwpassat - 30.06.11 - 14:05 Uhr
Na, ich kann Dir da nicht wirklich viel weiterhelfen, wir hatten nur im Freundeskreis jemanden, der auch öfters mal einen Epilepsieanfall hatte. Das konnte aber durch entsprechende Medikation wirklich therapiert werden.
Das es da die unterschiedlichsten Formen gibt, wird nur ein Arzt der richtige Ansprechpartner sein bzw. andere Betroffene, die offen mit dem Thema umgehen.
