Arzthelferin hier? Frage zum Einstieg im Berufsleben z.b Elternzeit

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von romance - 30.06.11 - 13:15 Uhr

Hallo,

so nun mache ich mir ernsthafte Gedanken. Das ich wieder fest als Teilzeitkraft arbeiten möchte. Meine Kleine wird 17 Monate alt, läuft seit einer Woche und wird immer mehr selbständiger.
Da ich vor einigen Wochen leider eine Fehlgeburt erlitten haben, das Kind war eher ein Unfall. So doch tut es auch noch heute weh. ABER ich habe fest gestellt. Weiter zu basteln, das geht nicht...es tut mir nicht gut. Daher erwäge ich zur Zeit in einer Mutter Kind Kur zu gehen. Und doch auch wieder ins Berufsleben Fuß zu fassen.

Meine Chancen als Arzthelferin Mitte 30 in eine Arztpraxis unterzukommen. DAS wird schwierig. Da ich seit 2007 raus bin! Ich hatte zwar schon einmal Glück wieder nach entliche Jahre, ein Chef zu finden. Der mir so eine Chance gab. War leider nur zur Schwangerschaftsvertretung und mußte nach weit über einem Jahr gehen.
Es ist zwar nicht ausgeschlossen aber naja die Realität sieht da anders aus.

So nun möchte ich wissen. Wie seit ihr wieder reingekommen. Nach Jahren Pause? Nach der Elternzeit? Ohne neuen AG? Fand ihr schnell neuen AG? Und was habt ihr dannach gemacht. Wieder Arztpraxis oder neuen Job.

Ich liebe zwar meinen Job und wüsste ehrlich nicht. WAS ich noch könnte.
Und da hackt es. WO fängt mann wieder an.

Ein Kita (ganztags) würde ich hier bekommen. Nur die Eingewöhnung dauert und ein neuer AG wartet ja nicht 1-2 Monate auf die neue Angestellte. Daher wird das wieder schwer.
Betreuung sonst fällt flach....Eltern zu alt, überfordert, Schwester muß selbst noch arbeiten (hat Schichtdienst).

Möchte auch keine dumme Kommentare, sondern wirkliche Hilfe und Rat.
Ich weiß es ist Finanzen und Beruf;-)

LG Netti

Beitrag von siomi - 30.06.11 - 13:21 Uhr


Pauschal kann dir das niemand beantworten. Kommt immer auf die Umgebung/Region und die Nachfrage an.

Eine Bekannte von mir, hat vorübergehend in einem Pflegeheim gearbeitet, bis sie wieder eine Stelle als Arzthelferin hatte.


Siomi

Beitrag von romance - 30.06.11 - 13:28 Uhr

Ich dachte auch schon ein Pflegeheim, hier wird wieder eins gebaut...wird wohl noch dauern.

Es wäre für dement Kranke Menschen, mmh da muß mann auch gut geschult sein.

Wir haben viel hier, Tagespflege, zwei Pflegeheime, betreutes Wohnen und nun das noch gebaut wird. Chance ist damit ja auch erhöt.

Nur meine Schwiegermutter hat dort gearbeitet;-)

Beitrag von siomi - 30.06.11 - 13:34 Uhr


Zumindest zur Überbrückung wäre das doch was. Du wirst vermutlich nicht gleich mit 100% einsteigen oder?

Bei dem Personalmangel der zur Zeit herrscht, wird auch auf Mütter Rücksicht genommen. Gerade wegen der Kitazeiten. Viele Arbeitgeber bieten auch kostenlose Weiterbildungen zum Thema Demenz an. Versuch es doch einfach.


Gruß Siomi

Beitrag von romance - 30.06.11 - 13:36 Uhr

Du, meine Schwester meinte das auch schon mal zu mir.

Das die AG schon darauf achten, wann die Kita aufmachen und wieder schliesen.

Ich lerne ja gerne was zu und ich war dort schon mal als ehrenamtlich und dann fing ich hatl bei den Orthopäden an. So, das ich nicht mehr hin konnte wegen Kaffee trinken...die noch rüstig waren, war ein Nachmittag angesagt. Wo alle sich in einem Raum z um Kaffee trinken getroffen haben udn auch gefeiert haben...Fasching, Ostern und so..Hatte viel Spaß gemacht.

Beitrag von lilu2005 - 03.07.11 - 02:43 Uhr

Hallo Netti!

Ersten kommt es anders und zweitens als Du denkst!

Ich bin auch AH, habe inkl. 8 Jahre in einer Praxis vor den Kindern gearbeitet (Augenheilkunde) dann wollt ich mal was anderes sehen und habe ein Jahr vor meinen Kindern gewechselt, andere Fachrichtung (hat mir gar nicht gefallen und ich hab mir echt schwer getan, auch der Chef dort war furchtbar).
Dann hab ich 2 Kinder bekommen und habe insgesamt 5 Jahre nichts gemacht. Das ich zu dem letzten AG nicht zurück gehen werde, war mir klar. Lieber wollte ich putzen gehen, nein dachte an eine neue Ausbildung evtl (wir mit Kindern ja sehr schwierig werden) und war mir sehr sicher, dass ich in meinem Beruf (und dazu noch vom Augenarzt, also kaum Laborerfahrung usw) nichts mehr bkommen werde.
Dachte dass ich danach irgendwo als Aushilfe natürlich befristet vielleicht im Einzelhandel reinkommen werde.
Auf jeden Fall hatte ich Angst vor dem Ende der Elternzeit.
So dann begab es sich dass im letzten Elternzeitjahr ein Augenarzt eine Anzeige in der Zeitung geschalten hatte.
Dort habe ich mich (32 Jahre alt ;-)) beworben und er sagte mir glatt zu. Viel besser noch, ich durfte mir aussuchen wieviel STunden und wann ich arbeiten wollte, Gehalt war okay, Einstiegsdatum durfte ich mir aussuchen u alles unbefristet. Wow dachte ich mir.
Dort hat es mir nicht sonderlich gut gefallen.
Dann hatte ich gehört, dass ein anderer AA in der Stadt eine TZ-Kraft sucht.
Ich mich beworben und eine Zusage gekriegt.
30 Tage Urlaub, etwas mehr Gehalt als beim alten AA, unbefristet usw....
Und dort bin ich bis heute und es gefällt mir total gut, das Team passt, der Chef und die Arbeit mit der Medizin u. den Patienten sowieso, in dem Gebiet kenn ich mich ja super aus.
Also was ich damit sagen will, steck den Kopf nicht in den Sand. Ihc habe einst genauso gedacht wie Du und nach Alternativen gesucht.
Aber Du weißt ja sicher was Du kannst und Berufserfahrung ist auch viel wert.
Welche Fachrichtung hast Du denn gearbeitet?
Ach und wegen dem Alter: Bei uns bin ich die 2.jüngste in der Praxis. Eine Kollegin geht nächstes Jahr nach 42 Jahren AH in der Praxis in Rente!!! ;-)
Alles Liebe für Dich!

Beitrag von romance - 03.07.11 - 12:24 Uhr

Huhu,

vor kurzem hörte ich auch von meine Nachbarin (selbst beim AA und Elternzeit) das jemand es auch geschafft hatte. Nur Ausbildug zur AH und nie darin gearbeite, nach 13 Jahren wieder einen Job bekommen.

Vielleicht habe ich ja auch wieder Glück.

Meine alte Kollegin meinte, das das Labor wo ich gearbeitet habe. DAS die wieder suchen. Sie arbeitet dort auch, nachdem sie den Job beim Orthopäden wie ich auch verloren hat.

Ich habe in der Chirurgie gelernt, da würde ich gerne wieder hin wollen.

LG Netti