Tagesmutter - Job - wie ist das so?

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Beitrag von cooky2007 - 30.06.11 - 22:14 Uhr

Ich mache mir Gedanken darüber, ob ich eine TM-Ausbildung machen soll. (B.-W.)

Wie ist das so? Die Kids bekommen ein eigenes "Spiel"zimmer?
Was sollte man alles haben, um loslegen zu können?

Gliedern sich die Kids in mein "Leben" ein - und "laufen" mit oder "arbeite" ich während der gesamten betreuungszeit nur mit den Kindern, also mache auf keinen Fall etwas in meinem Haushalt?

Wwer kann mir dazu etwas sagen?????

Beitrag von hedda.gabler - 30.06.11 - 22:26 Uhr

Hallo ...

... und noch mal HALLO?! ... wenn unsere Tagesmutter ihren Haushalt gemacht hätte, während ich sie für die Betreuung meiner Tochter samt pädagogischen Auftrag bezahle, hätten wir aber ein echtes Problem gehabt.

Ich finde es völlig okay, wenn die Kinder in Alltagsangelegenheiten integriert werden, also mit der ganzen Truppe in den Supermarkt oder auf den Markt gehen und wenn frisch das Mittagessen gekocht wird, müssen sich die Kleinen auch mal (in Blickweite der Tagesmutter) miteinander beschäftigen ...

... aber ansonsten hat eine Tagesmutter ihren Job zu tun ... betreuen, kümmern, fördern, vielseitig beschäftigen ... aber sicher nicht nebenbei die Wohnung putzen.

Ich glaube, Du bist Dir nicht ganz im Klaren, was Tagesmutter als Aufgabe eigentlich bedeutet.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von cooky2007 - 30.06.11 - 22:38 Uhr

Ja, aber nochmal HALLO!!!

Manche Kinder sind doch ziemlich lange bei der Tagesmutter - wann kocht die dann?
Und oft ist das eigene Kind ähnlich alt wie evtl. betreute Kinder.

Und was ist dann so "TOLL" an dem Tagesmutterjob?????

Beitrag von hedda.gabler - 30.06.11 - 22:47 Uhr

Du, ich habe keine Ahnung, was toll an dem Job Tagesmutter sein soll ...ich habe einen anderen Job und habe eine Tagesmutter bis dato nur als Dienstleistung in Anspruch genommen ... und hatte das Glück, dass meine Tochter 2 Jahre lang bei einer Tagesmutter war, die diese Aufgabe mit Leib und Seele erfüllt hat und es nicht nur ums Geld verdienen ging ...

... unsere Tagesmutter konnte die Kinder auch während des Kochens beaufsichtigen (wie gesagt, entweder in Sichtweite oder die Kinder saßen am Küchentisch) ... ihren eigenen Sohn hat sie nur im ersten Jahr mitbetreut, dann ging er in den KiGa ... und sie macht das inzwischen seit gut 11 Jahren ... die Eltern im Viertel reißen sich um die Plätze bei ihr.

Beitrag von sunflower17677 - 30.06.11 - 22:50 Uhr

Wie Du vielleicht gesehen hast, habe ich mich ebenfalls mit einem ähnlichen Beitrag hier eingebracht.

So wie ich das verstehe ist es natürlich okay, mit den Kindern einzukaufen und zu kochen! Nur solltest Du Deine Bügelwäsche und Hausputz nicht während der Beaufsichtigung machen.

Allerdings - und das sollte man auch bedenken: auf Pausen hat jeder AN Anspruch, etwas ähnliches müsste einer TM auch zuteil werden können - eigentlich. Aber wie soll man das umsetzen? Die Kids vor dem TV parken kann wohl kaum die Lösung sein.

Mein Tipp: ich kenne die Voraussetzungen der TM-Ausbildung nur für Bayern bzw. die Stadt München. Wie das in BW gehandhabt wird, weiß ich nicht. Aber in München ist ein mind. zweitägiges Praktikum bei einer Tagesmutter und der Besuch einer Infoveranstaltung Pflicht.

Vielleicht erkundigst du Dich mal beim zuständigen Jugendamt nach den Ausbildungsvoraussetzungen bzw. der möglichkeit einer Hospitation, um zu sehen, ob das Ganze überhaupt das ist was Du Dir darunter vorstellst.
Denn Arbeit ist Arbeit - ob im Büro, auf dem Bau oder mit den Kindern in Deinem Haushalt...

Beitrag von sissy1981 - 01.07.11 - 10:53 Uhr

Du bist kein AN du bist in der Kindertagespflege selbstständig und das bedeutet selbst und ständig.

Wenn man Glück hat, hat man eine Gruppe & einen Tagesablauf der Mittags zu einer "Ruhe"pause führt (ich kenn allerdings keine Kollegin, die dann ruht - da wird aufgeräumt, weggeräumt oder aber auch mal private Haushaltstätigkeiten erledigt) , das ist aber nicht Usus und ändert sich immer mal wieder.

Beitrag von sissy1981 - 01.07.11 - 10:49 Uhr

In der Kindertagespflege zu arbeiten ist auch immer noch mehr Berufung als Beruf - auch ein Grund weshalb wenige ihn ausüben bzw. viele wieder damit aufhören. Ich sage immer, man muss es sich leisten können - zeitlich und finanziell, denn die Verdienste sind auf den Aufwand gerechnet mager, man hat alle Risiken der Selbstständigkeit aber viele Vorteile fallen weg - zB ist es extrem schwierig Krankheiten, private Termine, eigene Bedürfnisse und die der Familie etc. in Einklang zu bringen. Eigene Kinder sind in die Kindertagespflege meistens auch nur eine kurze Zeit integrierbar - sehr viele hören wieder auf, da sie sich das zwar schön vorstellten - es aber letztendlich schnell nicht mehr schön war. Ein eigenes Kind hat ganz andre Ansprüche an einen als die Tageskinder, auch sind die Gegebenheiten innerhalb der Kindertagespflege nicht 1 zu 1 auf die eigene Familie übertragbar und umgekehrt. Selbstverständlich irritiert das (auch) die eigenen Kinder.

Kochen und Säubern der Betreuungsräume und Materialien gehört wie in jeder ganztägigen Betreuungseinrichtung auch, natürlich zu den Aufgaben - je nach Gestaltung des pädagogischen Konzepts und der Gruppengestaltung kann man auch mal zum Markt (aber glaub mir zB mit 3-5 Kleinstkindern macht niemand einen Wochenkauf freiwillig gerne).

Eine Tagesmutter ist kein Mutterersatz - die Kindetagespflege ist einfach eine andre Betreuungsform die für alle Beteiligten Vor- und Nachteile bringt, nie etwas was man mal so nebenher weil man mit den eigenen mal gerade zuhause ist, macht

Beitrag von rienchen77 - 01.07.11 - 07:29 Uhr

dir auch mal ein Hallo?

Tagesmutter beinhaltet das Wort Mutter und nicht pädagogische Sonderkraft...

natürlich läuft auch der Haushalt nebenbei...

meine Bekannte hat eine Tageskind von morgens bis abend und 2 Nachmittags Schulkinder bis spät abends...soll sie in der Nacht den Haushalt schmeißen?

Und komm jetzt nicht dann soll sie nicht so viele Kinder nehmen, man kann sich das icht aussuchen wenn man es übers Jugendamt laufen lässt, da muß man so und so viele Kinder nehmen, du kannst nur sagen welches Alter ungefähr...

Beitrag von hedda.gabler - 01.07.11 - 09:33 Uhr

Hallo.

Wenn Deine Bekannte die Einstellung hat, dass bei ihr die Kinder nur verwahrt werden, während sie ihren Haushalt schmeißt, hat sie aber gründlich ihren Beruf verfehlt.
Ich kann, wenn ich Homeoffice mache, meinen Haushalt auch nicht nebenbei schmeißen ... und wenn Deine Bekannte Tageskinder so annimmt, dass nur noch der späte Abend für die Hausarbeit bleibt, dann liegt das doch in ihrer eigenen Verantwortung.
Mit den Kindern einkaufen gehen oder mal ne Waschmaschine anschmeißen ist ja okay, aber ansonsten sind die Kinder ihr Job und nicht ihr Haushalt.

Und gerade weil das Wort "Tagesmutter" "Mutter" beinhaltet, darf man eine gewissen pädagogischen Mehrwert voraussetzen ...

...gerade wann das Kind viele Stunden in der Betreuung verbringt, sollte es selbstverständlich sein, dass es nicht nur aufbewahrt wird, sondern in der Betreuung auch was für seine Entwicklung mitnehmen kann.

... ich bin heilfroh, dass meine Tagesmutter, sehr engagiert, pädagogisch wertvoll und liebevoll (schließt sich alles nicht gegenseitig aus), auch so dachte und ganz für die Kinder da war ... und zig andere Tagesmütter auch so denken und handeln.

Und dass man vom Jugendamt vorgeschrieben bekommt, wie viele Kinder man aufnehmen muss, ist ausgemachter Blödsinn ... man bekommt vom Jugendamt je nach Begebenheiten BIS ZU wie viele Kinder man betreuen darf ... und entscheidet dann selbst, welche und wie viele Kinder man aufnehmen will. Eine Tagesmutter, die von den Einnahmen komplett abhängig ist, nutzt die Anzahl der erlaubten Kinder sicher eher aus, als eine, bei der es noch einen 2. Verdiener im Haushalt gibt (bzw dessen Gehalt das Meiste abdeckt).

Gruß von der Hedda.

Beitrag von sissy1981 - 01.07.11 - 09:34 Uhr

Hast du eigentlich einen Schaden? Tagesmutter ist vielleicht die umgangssprachliche (wenn auch unglücklich gewählte) Bezeihnung aber wir sind immer noch KINDERTAGESPLEGEPERSONEN und nun sag mi mal wo DA bitte das Wort Mutter drin vorkommt.

Und natürlich kann jeder seine Gruppenstärke, Arbeitszeiten etc. selbst bestimmen - wir sind in keinem Kreis daran gebunden - das einzige was manche Jugendämter vorschreiben ist die Entlohnung bei geförderter Tagespflege sonst nix - wir sind keine weisungsgebundenen Angestellten (schön wärs, dann würde so ein Müll wie die Frage ob man sich um siene Privatangelegenheiten während der Arbeitszeit kümmert auch nicht aufkommen)

Und natürlich soll der Haushalt nicht nebenbei laufen - man kocht, man räumt auf und säubert was mit der Tagespflege in Zusammenhang steht aber man macht weder seine Wäsche noch seinen Hausputz noch sonstwas - vorausgesetzt man will seine Arbeit auch gewissenhaft ausüben.
Wenn ich mit meinen privaten Pflichten nicht zu Rande komme dann muss ich mir überlegen wo ich dran arbeiten kann. Die Mehrheit von uns erledigt den Haushalt am Wochenende und/oder abends(morgens je nach Arbeitszeit) wie andre berufstätigen auch.

Beitrag von sissy1981 - 01.07.11 - 09:36 Uhr

Tja das ist leider die Krux an dem Job - es gibt viel zu viele Muttchen die die Arbeit nicht ernst nehmen und tatsächlich denken es wäre nicht ihre Aufgabe pädagogisch mit den Kindern zu arbeiten sondern sie nebenher laufen zu lassen ein bisserl spielen und ansonsten Hausfrau spielen - sie sind ja Tagesmutter - da ist das Wort Mutter drin #rofl Sie sind Kindertagespflegepersonen - und dazu auch noch welche die man nicht brauch will man diesen Beruf endlich zu Anerkennung und einer gerechten Entlohnung für die fähigen Kräfte bringen.
Stöbert man zB hier im Kleinkindforum liest man immer wieder Vorbehalte - und hier liest man dann woher sie rühren

Aber irgendwann ist 2013 da, die Quoten wurden erfüllt (oder nicht) und dann kommen solche unqualifizierten Personen wenigstens nichtmehr zu Hauf "ausgebildet" nur um genug Quotenplätze zu produzieren.

Beitrag von honeymoon05 - 30.06.11 - 22:27 Uhr

Hallo,

ich arbeite nur noch als Tagesmutter wenn :

a) die Eltern mich zumindest auf 400€ Basis anstellen
b) mir eine Vollmacht ausstellen das ich die Kinder mit meinen Auto mitnehmen, oder ggf. von deren Kita abholen kann
c) selber Essen mitgeben oder Essensgeld bezahlen sowie die nötigen Versicherungen
d) sich an die vertraglich festgelegten Punkte wie pünktliches Abholen, Buchen von Festen garantierten Stunden halten

Seitdem habe ich zwar weniger Buchungen aber dafür einen gut planbaren strukturierten Tag und ein sicheres Einkommen ohne böse Überraschung.

VG Heidi

Beitrag von hedda.gabler - 30.06.11 - 22:42 Uhr

Hallo.

Dann bist Du aber keine Tagesmutter im klassischen Sinne, sprich eine qualifizierte Tagesmutter, die über die Tagespflegestelle/Jugendamt abgerechnet wird, sondern schlicht eine Nanny/Kindermädchen, dass man privat buchen und bezahlen kann.

Eine qualifizierte Tagesmutter übers Jugendamt schließt langfristige Verträge mit den Eltern ab und wird übers Jugendamt bezahlt (die Eltern bekommen dann eine Kostennote) und hat damit ein sicheres Einkommen, so dass Deine Ansprüche (warum sollte ich einer Tagesmutter ihre Versicherungen bezahlen, das ist ihr unternehmerischer Part ... ich habe lediglich meine Tochter als unter 7 als deliktfähig in meine Haftpflichtversicherung aufgenommen) etwas schräg sind.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von honeymoon05 - 01.07.11 - 22:27 Uhr

Hallo,

oh doch ich bin eine qualifizierte Tagesmutter mit entsprechender Ausbildung.

Das Jugendamt sowie die Tagespflegestellen vermitteln mir häufig Tageskinder.

Alllerdings ist es nicht mein Ziel Kinder über 3 Jahren zu betreuen, somit sind meine Einsätze dann auch immer begrenzt bis die Eltern einen Krippenplatz oder Kindergartenplatz gefunden haben.

Alles klar oder noch weitere Fragen zu meiner Tätigkeit ?

VG Heidi

Beitrag von sissy1981 - 02.07.11 - 12:38 Uhr

Du arbeitest aber nicht als Tagesmutter wenn dich eine Familie sei es auch nur als Minijob anstellt. Dann bist du auch weisungsgebundene Angestellte in diesem Fall umgspr. Kinderfrau.

Dass solche- was in vielen Bundesländern ja mittlweile auch Pflicht ist sollen auch vom JA vermittelte Kinder betreut werden- auch die Qualifizierung durchlaufen, sollte Pflicht sein.

Beitrag von sissy1981 - 01.07.11 - 09:39 Uhr

Dein Jugendamt ist dein Ansprechpartner - auch weil viele Voraussetzungen (zB größe Umfang der Pflegeerlaubnis, des Betreuungsentgeldes, der Betreuungsräume) sich unterscheiden.

Beitrag von locke1910 - 01.07.11 - 09:39 Uhr

Moin.
Ich habe zwischen Kind 2 und 3+4 als Tagesmutter gearbeitet; von teilweise morgens kurz vor 6 Uhr bis abends manchmal 21 Uhr, da ich Eltern hatte (auch viele alleinerziehende Mütter), die im Einzelhandel oder in der Pflege gearbeitet haben.
Sprich: Mein Tag sah' so aus, daß ich um spätestens 5 Uhr aufstand an den frühen Tagen, schnell Haushalt machte (Pausenbrote für Kiga, Wäsche, Mittag vorbereiten), dann eigene Kinder wecken, fertigmachen, dazwischen kamen die ersten Kinder, gemeinsames Frühstück, die größeren zum Kga bringen, mit den Kleinen Spielplatz oder im Garten (je nach Wetterlage) , durchaus auch mal gemeinsam Einkaufen (Zweck: Wir übten im Verhalten im Strassenverkehr, im Laden usw) oder zu Hause dann spielen, basteln, singen etc.
Mittags Essen fertig gemacht, Große abholen (Schul- und/oder Kiga-Kinder), dann Essen, Mittagsschlaf, Große bei den HA beaufsichtigen, Spielen, Basteln usw...
Wenn es "Spät"Kinder gab, dann gemeinsames Abendbrot, nachtfein machen (für eine meiner Mütter leichter, da sie das Kind dann zu Hause nicht noch extra umziehen und waschen mußte), kuscheln, Tag ruhig ausklingen lassen...
Waren alle weg und meine im Bett, dann aufräumen, sauber machen, Wäsche,... ko umfallen **gg**
Im Endeffekt ist es wie, wenn Du ausser Haus arbeitest - da kannst Du ja auch nicht Haushalt machen...
Natürlich hat man auch Kinder, die schon größer sind und nicht immer Animation brauchen (meine Nachmittagsschulkinder waren bereits selbstständiger), aber hat man kleine(re) Kinder, kann man sich alles andere abschminken; zum einen wird man von den Eltern nicht bezahlt, damit die Kinder beim Putzen zugucken, zum anderen ist die Zeit bei der TaMu eine Vorbereitung auf Kiga/Schule und daher sehr wichtig; grade Einzelkinder lernen viel an Sozialverhalten, Umgang mit anderen etc, sie werden meistens in der Zeit trocken (irre Rennerei, hatte mal 5 Kinder hier, die gleichzeitig stubenrein wurden**gg**) - also viel Arbeit;-)
Aber auch schön; mein größtes Kompliment war immer, wenn die Kinder nicht nach Hause wollten, weil sie gerne hier sind/waren und es haben sich einige tolle Freundschaften unter den Kindern und uns Eltern entwickelt, die über die Betreuung hinausgehen.
Lohnt es sich? Ja! Auf jeden Fall, auch, wenn der Verdienst nicht die Welt ist, ich habe es gerne gemacht!
Ist es viel Arbeit? Ja, das auch...
Am besten fragst Du mal beim JA nach wg Kursen, da lernt man auch Tagesmütter kennen, die bereits tätig sind; ausserdem halten unsere TaMu's im Ort Kontakt zueinander, zwecks Austausch, Urlaubsvertretung usw - vielleicht gibt es das bei Euch auch bereits?
Lg, Locke