Familienleben, Streß mit Frau, wie kann es nur weiter gehen?

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Beitrag von marko3 - 06.07.11 - 14:47 Uhr

Hallo liebe Community,

Sorry für diese lange Geschichte, ich habe einfach mal losgeschrieben. Wahrscheinlich sind es die typischen Probleme in einer Beziehung wenn Kinder kommen. Vielleicht macht sich wer die Mühe das durchzulesen und schreibt einen konstruktiven Kommentar :)

LG Marko

* Über uns
Wir haben zwei Kids, 4 (Er) und 1,5 (Sie) Jahre alt. Er geht vormittags in den Kindergarten. Sie ist mit meiner Frau zu Hause. Ich arbeite Tagsüber und bin 12 - 14 Stunden außer Haus (Fahrtweg, Überstunden, etc).

Wenn ich morgens das Haus verlasse schlafen noch alle.

* Abends
wenn ich Feierabend habe, weiß ich nicht, ob ich mich auf zu Hause freuen soll.

Entweder schlafen die Kinder dann schon, oder es ist gerade Bettgehzeit und riesenstress, Mutter genervt.

Ich bin dann dabei ihr ein Kind abzunehmen, und fange an die Wohnung zu putzen.

* schmutzige, unordentliche Wohnung

Doch das nervt mich: Ich habe den Eindruck dass sie kaum was macht im Haushalt. Das sind so Dinge: In Wohnzimmer Flur und Küche liegen überall Verpackungen, alte Zeitungen und Wäsche herum, muss weggeräumt werden. In der Küche muss der Boden mindestens gefegt wenn nicht gewischt werden. Essensreste in den Müll, Spülmaschine ein+ausräumen, Tische, Ablageflächen wischen, Müll runter bringen. Wäsche Waschen, Trocknen, Wegräumen (an Bügeln, Staubsaugen und Fenster putzen kaum zu denken).

Das scheint mir alles viel zu viel, als dass ich dass Abends vollständig schaffen würde. Ich werkele dann oft eine Stunde und bin dann unzufrieden, dass es immernoch schlimm aussieht und ich mal gerne einen netten Feierabend verbringen möchte. Eine Putzfrau ist finanziell nicht drin.

* Zu Bett bringen

Die beiden Kinder hängen total an ihr.

Ich kann kein Kind zu Bett bringen, denn dann schreien es und will zur Mama. Wenn Mama mal weg ist, dann bleiben sie eher solange auf, bis sie wiederkommt.

Zum einschlafen legt sich Mama neben den Sohn und nimmt ihn in den Arm bis er schläft. Da will ich nicht mithalten. bestenfalls würde ich mich im Zimmer auf einen Stuhl setzen, am liebsten würde ich ihn alleine einschlafen lassen. Sie meint: Sie macht das solange wie er es will. Sie mag nicht wenn die Kinder schreien, dass sei Gewalt. In dem Sinne, kann es meiner Meinung nach keine gewaltfreie Erziehung geben.

Gut, dass Kinder alleine im Bett schlafen, ist eine typische Westliche Geschichte, die man in den Industrienationen so findet, doch vielerorts gibt es das nicht. Doch da frage ich mich: Welche Rolle hat der Mann in den Ländern, in den die Kinder mit der Mutter im Bett liegen?


* Einkaufen

Auch wenn Mama mit dem kleinen einkaufen geht, darf er sich jedesmal viel süßes aussuchen. 5 Schokoriegel, eine Große Packung Hanuta, noch ein Ü-Ei, usw.
Ich sag der mama: gib ihm 50 Cent Taschengeld, davon darf er sich dann was kaufen. Jaja heißt es dann, doch sie würde das ja auch gut finden, was er aussucht.

* Verwöhnen

Mein Eindruck ist, dass sie viel zu lieb zu ihm ist und ihn verwöhnt, anstatt mal Grenzen aufzuzeigen, das ist dann eher mein Job, wofür ich dann als 'doofer Papa' rüberkomme.

* Lieben statt Wohnung sauber halten?

Wenn ich mit ihr spreche, warum sie nicht putzt, warum sie die Kinder verwöhnt; dann heißt es, sie liebt die Kinder. Aus Liebe spielt sie mit den Kindern, anstatt zu putzen. Warum bringt sie ihnen das putzen nicht bei? Ja, das könnte sie, stimmt sie mir zu, doch es bleibt bei der Theorie.

* Feierabend?

Abends schafft sie auch nicht zu putzen, den abends hat sie Feierabend, schließlich ist es mit Kindern ein super-anstrengender Tag, und auch die Nächte sind anstrengend. Die beiden schlafen bei ihr im Bett.

Ich kann mich ja während des Heimwegs von der Arbeit ausruhen und dann wieder voll durchstarten. So ist das wenn man eine Familie hat.

Ich schäme mich, spontan Besuch in die Wohnung zu lassen. Oder wenn sich Besuch ankündigt, dann hilft sie auch mit, doch es ist ein riesen Streß, weil erst alles auf den letzten Drücker gemacht wird ist die Stimmung schlecht.

* Ein bissel GLück

Manchmal sind wir auch nett zueinander. Wenn wir wortlos nebeneinander liegen und sie Fernsehen guckt. Am besten ist die Stimmung, wenn wir außer Haus etwas machen.


Beitrag von friesin35 - 06.07.11 - 15:16 Uhr

Da stimmt bei Euch die Kommunikation nicht so ganz.
Klasse finde ich das Du abends wenn Du nach Hause kommst ,Deiner Frau sofort Hilfe angedeihen läßt und eben aufräumst,putzt,Ihr die Kinder abnimmst bzw abnehmen möchtest.
Mit dem Punkt Kinder zu Bett bringen,klar Kinder sind "Gewohnheitstiere" aber ich würde nochmal mit Deiner frau reden und sagen Ehebett bleibt Ehebett und Kinderbett bleibt Kinderbett.
Das die Kinder im Bett Deiner Frau schlafen ist mal ok aber sonst nicht.
Bei uns gibt es Sonntagsvormittags die Kuschelstunde in denen unsere Kids mit ins Bett dürfen.Ansonsten haben sie ihr eigenes in das ich mich Abends dazupacke um denen noch ne Geschichte vorzulesen,oder gemeinsam lesen oder einfach nur die Tageshöhepunkte erzählen zulassen. Das dauert ca.15 min und dann ist Ende.Das wissen sie auch.
Bis dahin war es oft mit Stress und Ärger verbunden.Aber ein Allabendliches gleichlaufendes Ritual von z.B.Umziehen,Waschen,Zähneputzen und wie oben beschrieben zeigten nach 1 Woche erfolg und seit dem geht es so ohne Tamtam.
Das Du das nicht genauso machen sollst wie Deine Frau finde ich ok und richtig.Väter haben einen anderen Bezug zu den Kindern und das sollten sie auch zum Ausdruck bringen. Vielleicht wäre es gut wenn Du es mal mit auf dem Bett sitzen und noch ein bischen kuscheln probierst.
Einkaufen:
Klare Ansage auch wenn es schwer fällt am Anfang: ein teil mehr nicht.
Das meckern und zetern ist groß aber nach 3-4 mal erledigt wenn Frau das dann durchhalten will.
Putzen:
Die kleine schläft sicherlich auch mal zwischen durch und da kann man auch mal staubsaugen,Geschirr wegräumen,etc.das alles nicht super blitzblank ist ,ist doch klar.
Auch Kinder können spielerisch mithelfen aufräumen, das geht sogar schon bei so kleinen schon .Im Kiga muß er es ja auch.
Am WE mußt Du auch nicht arbeiten oder?Dan ist da doch die Möglichkeit für alle Vormittags Bude putzen Nachmittags als "Belohnung" spielen,toben,Spaß haben.
Am besten sprecht in Ruhe ohne Kinder miteinander.Kids bei Oma und Opa parken und raus in Ruhe reden.
Sachlich und klar sagen was man voneinader erwartet ,ohne gleich in Schuldzuweisungen zu enden.
Vielleicht hilft ein Wochenplan ,auf dem steht was täglich gemacht wird und was z.B. alle 2,3 oder mehr Tage dran ist.
Du solltest aber auch wenn es denn garnicht anders geht Hilfe dazu holen.
Das dürfen dann durchaus Verwannte sein die Deine Frau unterstützen bei der Haushaltsführung. Manchmal ist das durchaus ein Heilsamer Schock wenn Mutter der Frau vor der Türe steht und der Tochter den Kopf wäscht.:-D
In diesem Sinne ,freut mich wenn ich weiter helfen konnte.

Beitrag von marko3 - 06.07.11 - 15:30 Uhr

Hallo Friesin,

herzlichen Dank für Deine lange Antwort.

Tja, Kommunikation, da beiße ich auf Granit, scheint es mir. Doch ich werde es immer wieder probieren :) Auch was die anderen Dinger angeht. Fazit ist, wir müssen die Kinder auch mal schreien lassen, auch wenn es 1 oder 2 Wochen andauert.

Die Eltern wohnen weit weg und besuchen uns bestenfalls zweimal im Jahr. Doch ein Schock ist das nicht. Die Mutter stellt sich wortlos in die Küche und putzt.

Das mit dem WE und dem Wochenplan sind gute Ansätze die ich weiterverfolgen werde!

Beitrag von falkster - 06.07.11 - 16:49 Uhr

hab jetzt nicht die Zeit lange drauf zu antworten, was ich aber hoffentlich heute nacht, oder spätestens morgen nachholen werde, nur eins wollte ich loswerden...

Kinder schreien lassen geht mal absolut gar nicht und hat auch wirklich nichts mit Erziehung zu tun.

Prinzipiell kann ich Deine Gefühle und das Geschilderte aber sehr gut nachvollziehen, denn meine Situation zuhause ist Deiner in vielen Punkten nicht soo unähnlich.

Also ich melde mich wieder und hoffe Dir einige Einblicke geben zu können, die vermutlich anders gefärbt sein werden, wie das, was bisher an Tipps gepostet wurde...

Beitrag von marko3 - 19.07.11 - 13:05 Uhr

Sorry, ich antworte jetzt nur auf Deinen Beitrag. ohne den Kontext.

Allgemein: Kinder jeden Wunsch zu erfüllen nur weil sie schreien ist auch verkehrt. Damit lernen sie, dass sie nur schreien brauchen um ihren Willen zu bekommen.

Man muss das schreien erkennen, interpretieren, ist es was schlimmes, oder "einfach nur so" ...

Beitrag von ayshe - 19.07.11 - 13:16 Uhr

##
Allgemein: Kinder jeden Wunsch zu erfüllen nur weil sie schreien ist auch verkehrt. Damit lernen sie, dass sie nur schreien brauchen um ihren Willen zu bekommen.
##
Wenn es um Süßigkeiten o.ä. Dinge, würde ich auch nicht nachgeben.

Du hast hier aber das Einschlafthema genannt.
Und wenn es dabei um abendliches Nähebedürfnis geht, gerade beim Einschlafen, ist es ein Bedürfnis und nicht ein Wille, dessen Umsetzung ein Kind bewußt erzwingen will.


Das Schrei-laß-Thema zum Einschlafen, das Erzwingen des Alleineinschlafens sind besondere Bereiche, die du doch gemeint hast, wenn ich dein Post richtig verstanden habe, es ging ja nicht um Quengelware an der Kasse.

Und in diesem Fall handelt es sich dann um eineForm des Ferberns, die ich persönlich eiskalt, gefühllos und abweisend finde, völlig induskutabel und für mich verachtendswert.
Aber das ist nur meine Meinung.

Beitrag von falkster - 19.07.11 - 18:05 Uhr

genau...

Beitrag von marko3 - 20.07.11 - 07:25 Uhr

Ok zurück zum einschlafen und schreien beim einschlafen.

Da gibt es ja auch dieses Berühmte Buch, jedes Kind kann schlafen lernen, oder so....

... doch ihr habt recht, das ist schon eine grausame Methode und nicht unbedingt förderlich für die Kinder. Elterliche Liebe sieht da sicher anders aus. ...

Ist halt die Frage, ab wann unsere Kinder alleine schlafen. Vielleicht irgendwann nach der Einschulung.

Ich staune, wenn ich mit Freunden und Bekannten spreche, deren Kinder schlafen alle alleine. Sie schlafen in ihrem Bett ein, und häufig auch durch.








Beitrag von ayshe - 20.07.11 - 08:47 Uhr

Ja, JKKSL, meiner Meinung nach sollte es solche Bücher gar nicht geben.
Als ich das gelesen habe, hätte ich ko... können.

Und es ist absolut schlecht, sein Kind schreien zu lassen, es gibt auch etliche Untersuchungen dazu.


Deine Kinder sind noch so klein.
Bei uns war es auch lange so, daß meine Tochter nur an mich gekuschelt einschlief, es sei denn, ich war nicht da, dann war mein Mann "gut genug" ;-)

Sie wollte selbst allein einschlafen, als sie so 5 und dann 6 wurde.
Mal klappte es, mal nicht.
Mit 4 konnte sie es aber schon längst, denn sie war auch auf Kindergartenreise, da schlief sie auch gut ein.

Es ist zumindest bei uns so, daß es meiner Tochter gut tut, wenn wir abends dalagen, im Dunkeln und sie noch ein bißchen reden konnte, ihre Gedanken loswerden, den Tag verarbeiten usw.
Es hat gar nichts damit zu tun, ob ein Kind allein einschlafen "kann", es gibt ganz andere Gründe, abends so zu kuscheln.

Jetzt ist sie 7 und fragt auch immer mal wieder, ob wir noch kuscheln und ein bißchen erzählen können, weil sie es so schön findet.
und ja, warum denn nicht?
Wenn ich aber sage, ich muß noch Wäsche aufhängen, dies und jenes sonstwas machen, dann ist es für sie auch okay.

Beitrag von falkster - 20.07.11 - 10:07 Uhr

Die eizige Erinnerung, die ich an meine (Kleinst-)kindheit habe ist die, wie ich alleine, weinend mich an den Gitterstäben meines Kinderbettes festhalte und die Tür anstarre, ob endlich jemand kommt...
Kam nur keiner, dafür konnte meine Mutter sich brüsten, dass ich nach wenigen Tagen bereits durchschlief.

Ich hatte als Kind immer Angst alleine zuhause (Grundschulalter). Das kam zum Glück aber wohl nur sehr selten vor.

Heute habe ich das Problem, dass mein Selbstbewusstsein nicht sonderlich ausgeprägt ist und ich dazu neige Dinge eher persönlich zu nehmen.
Inwieweit das alleine schlafen dazu beigetragen hat vermag ich nicht zu beurteilen, aber alleine die Möglichkeit, dass es so sein könnte, lässt es mich bei meinen Kindern anders machen.

Unsere 7-monatige Tochter schläft abends auf dem Sofa zwischen uns ein, mal zu meiner Frau gewandt, mal zu mir, je nachdem, wie sie sich fühlt kümmert sich der "Zugewandte" dann um sie und danach den Transport ins Elternbett.

Beitrag von ayshe - 20.07.11 - 10:15 Uhr

Hm, das ist nicht gerade schön :-(

Beweisen kann man einen Zusammenhang immer nur schwer, aber es paßt eben genau zu dem, was viele Psychologen sagen.

Beitrag von falkster - 20.07.11 - 11:28 Uhr

naja. schön ist anders.

Aber natürlich könnte man auch sagen, aus mir ist ja trotzdem noch ein ganz vernünftiger Mensch geworden... ;-)
Aber manchmal nerven die Blockaden schon und ohne, wäre es sicher manchmal leichter...

Beitrag von stringersmum - 20.07.11 - 22:40 Uhr

Hi,

"Ich staune, wenn ich mit Freunden und Bekannten spreche, deren Kinder schlafen alle alleine. Sie schlafen in ihrem Bett ein, und häufig auch durch."

1. neigen nicht wenig Eltern dazu, ihre häuslichen Verhältnisse etwas - wie soll ich sagen - schönfärberisch darzustellen.
2. nehmen verschiedene Menschen den gleichen Sachverhalt sehr unterschiedlich wahr.

Meine drei schlafen auch alleine, in ihrem Bett und bisweilen auch durch.
Ich könnte es aber auch anders formulieren:
Ich begleite meine Kinder in den Schlaf und praktiziere das Familienbett seit ich welche habe.
Beides stimmt. ;-)

Manchmal hilft es, die innere Einstellung an die Gegebenheiten anzupassen.

LG Helga

Beitrag von parzifal - 07.07.11 - 08:07 Uhr

"Klasse finde ich das Du abends wenn Du nach Hause kommst ,Deiner Frau sofort Hilfe angedeihen läßt und eben aufräumst,putzt,Ihr die Kinder abnimmst bzw abnehmen möchtest. "

Klar ist das Klasse für die Frau/Mutter. Notwendig dürfte so etwas aber nach einer 12-14-stündigen Arbeit normalerweise nicht sein. Die Frau/Mutter sollte sich mal besser organisieren.

Und jetzt können alle loslegen, dass die Kinderbetreuung genauso anstrengend sei etc.

Ich finde es mehr als traurig, dass jemand der nach 12-14 Stunden Arbeit nach Hause kommt erst die Wohnung säubern muss.

Beitrag von 140107 - 07.07.11 - 23:29 Uhr

Da bin ich voll deiner Meinung, und das als Frau.

Natürlich ist die Kinderbetreuung auch anstrengend, aber dafür ist man den ganzen Tag zu Hause. Und mal ehrlich, Kinder müssen nicht 24 Stunden am Tag betreut werden, sie können sich auch gut eine bestimmte Zeit selbst beschäftigen.

Mein Mann hilft mir auch ab und zu, aber das sind eher Ausnahmen.
Ich erledige lieber alles vorher und freu mich dann, dass ich die Zeit lieber mit meinem Mann und unserem Sohn verbringen kann, zb zusammen spielen oder ins freie gehen.

Ich denke, die Frau ist sich einfach zu schade dafür oder einfach unorganisiert.

Beitrag von marko3 - 19.07.11 - 13:06 Uhr

Ja, es gibt zum einen sicher anstrengendere Kinder und pflegeleichtere Kidner.

'zu schade' .. keine Ahnung...

'unorganisiert' ... ja, sicher Möglich ...

Beitrag von wemauchimmer - 06.07.11 - 16:03 Uhr

Tja, manches erkenne ich wieder, anderes nicht so sehr. Haushalt finde ich sekundär, auch an mir bleibt trotz Fulltimejob ein sehr großer Anteil hängen. Das empfinde ich nicht so sehr als kritisch.
Deine Frau scheint nicht partnerschaftlich an die Kindererziehung rangehen zu wollen, sondern es als ihre Domäne zu sehen, wo sie sich nicht absprechen und nicht reinreden lassen will.
Erobere die Herzen der Kinder, wenn Deine Frau ihre alleinige Macht über sie verliert, wird sie viel eher bereit sein, in Sachen Erziehung mit Dir zu verhandeln, und sie wird Deinen Wert für die Familie eher anerkennen.
Die naiven Vorstellungen Deiner Frau von Kindererziehung bzw. ihre Weigerung, die Kinder zu erziehen, werden sich rächen. Du kannst durchaus punkten, indem Du Deinen Kindern gegenüber mit Bestimmtheit auftrittst. Kinder schätzen letztlich einen verläßlichen Ansprechpartner und klar definierte Grenzen mehr als ein paar Schokoriegel. Je älter umso mehr. Umgekehrt wird Deine Frau mit zunehmendem Kindsalter eben mehr und mehr Schiffbruch erleiden mit ihrer Nachgiebigkeit. Das ist nunmal nicht der Weg, auch wenn es scheinbar so einfacher geht.
Deine Chancen liegen ferner im Wochenende - hier kannst Du ja nun punkten und mit den Kindern tolle Aktivitäten starten. Im allgemeinen können Väter nunmal bestimmte Dinge besser. Frauen neigen zum beschützen oder sagen wir behüten, Männer lassen die Kinder auch Risiken eingehen und das schätzen die ab einem gewissen Alter doch sehr. Tja und darin liegt auch eine gewisse Hoffnung für Dich - in 5 Jahren werden die Kinder nämlich wohl kaum mehr mit Deiner Frau im Bett schlafen, dieser ganze Kleinkinderkram wird sich auswachsen, es wird dann viel entscheidender, ob die Eltern den Kindern zum Beispiel vertrauen und ihnen auch etwas zutrauen.
Ich weiß natürlich nicht, ob Du an den "12-14 Stunden außerhaus, Fahrtweg, Überstunden" etwas ändern kannst. Denk mal drüber nach. Ich habe eher 9 Stunden außer Haus und die Situation stellt sich eben grundlegend anders dar, wenn Mann die Kinder morgens befrühstückt und zum Kindergarten bringt und vor dem Zubettgehen noch 2-3 Stunden mit ihnen zusammen hat. Mir ist diese Zeit eben wichtiger als die berufliche Herausforderung. Aber klar, das kann in Deinem Job anders aussehen und ich weiß nicht, ob Du es tatsächlich beeinflussen kannst.
LG

Beitrag von marko3 - 06.07.11 - 16:29 Uhr

Hej, vielen Dank, das sind auch gute Tipps!

Haushalt und Ehebett als sekundär erachten, das würde mir sicher auch Trübsaal sparen.

Dass die Kinder Verlässlichkeit und Grenzen mehr schätzen als einen Schokoriegel kann ich kaum glauben. Doch ich werd das Beibehalten und bin gespannt wie es sich entwickeln wird, wenn die Kinder älter sind.

Doch in der Tat ist es so, dass ich ihnen mehr zutraue und sie darin mitunter auch Gefallen finden. Ja, das kann ich weiterverfolgen. :D

Mehr Zeit für die Familie hätte ich nur, wenn ich mir einen neuen Job suche (auf dem Land einen zu finden: sehr schwierig) oder umzuziehen, was dann in Einverständnis mit meiner Frau geschehen müsste, was wiederum schwierig ist, da sie auf dem Dorf jetzt ihre Kontakte hat (und kein Interesse an einem Umzug). Doch auch das ist immerwieder Thema und bleibt im Fokus.


Beitrag von stormkite - 06.07.11 - 21:20 Uhr

Hallo Marco,

du beschreibst das schon sehr gut - das Chaos mit zwei Kleinkindern.

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Wie anstrengend so ein Haushalt mit Kindern ist, das hängt davon ab, wie deine kinder so sind - mein Sohn war die Hölle, dem konnte man nicht den Rücken zudrehen, ohne das er die halbe Bude auseinander genommen hat. Meine Tochter dagegen kam nie auf die Idee, Schubladen auszuräumen, auf Schränke zu klettern oder zu toben, wenn man mal alleine aufs Klo wollte.

Dann hängt es natürlich auch davon ab, ob deine Frau ein Hausfrauen-Gen hat oder nicht. ICH habe es nicht, und ich bin froh, das einmal die Woche die Putzfrau kommt. Seit ich mir die leisten kann, ist es bei uns auch sauber und gemütlich. Mein Exmann (der hatte damals die Erziehungszeit gemacht) hat übrigens auch kein Hausfrauen-Gen - bei und sah es dementsprechend aus wie bei Hempels unterm Sofa.

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Du stellst selber fest, das DIR die Kinder auf der Nase rumtanzen, wenn du sie ins Bett bringen willst. Du schaffst es nicht, dafür zu sorgen, das sie tatsächlich schlafen gehen.

Das hat zwei Gründe: Du kennst deine Kinder nicht gut genug - Arbeit, Fahrtzeit, Überstunden, nicht wahr? UND du machst es zu selten.

Ich stimme dir zu, das es keine gute Methode ist, die Kinder in den Arm zu nehmen bis sie schlafen. Ändern lässt sich das aber nur mit EXTREM starken Nerven, und wenn ihr beide an einem Strang zieht. Ob deiner Frau das will? Zumindestens für den 4-jährigen wäre es angebracht ... Wenn ja, empfehle ich das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" von Jan Rogee. UND ein paar Ohrenstöpsel. Aber ich schätze mal, deine Frau ist froh, das sie die Kids überhaupt zum irgendwie zum Schlafen bringt. Und je nachdem was für Kinder ihr so habt, ist das auch tatsächich ne echte Leistung ...

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Mit den Kindern spielen ist tatsächlich wichtiger als putzen - jedenfalls bis zu einem gewissen Grad ... aber insgesamt scheint es mir, das ihr zwei eher anstrengende Kinder habt, und deine Frau zur Zeit froh ist, wenn sie den Tag mit den Kindern überhaupt irgendwie regeln kann, ohne das ständig Geschrei herrscht. Vermutlich macht sie auch eine Menge falsch - mein Ma sagt immer, man sollte mit dem dritten anfangen dürfen ... und da ist was dran. Kinder entwickeln einen irren Willen, und es ist sehr anstrengend, dagegen zu halten, und die Sache in die richtigen Bahnen zu lenken. Wenn man wenig Ahnung hat von Erziehung, dann neigt man zu Bestechung (Schokolade im Supermarkt) und Verwöhnen.

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Am Besten wäre es, wenn deine Frau baldmöglichst wieder arbeitet - an besten mindestens halbtags. Tagesmutter, Kindergarten, Putzfrau - damit sie aus dieser Kinder-Tretmühle rauskommt. Und gut wäre es auch, wenn DU weniger Arbeiten könntest, und kürzere Fahrtzeiten hättest.

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Ansonsten hab ich nur folgenden Trost: Jedes Jahr, das die Kinder älter werden, wird es leichter. Kindergartenkinder sind schon ganz nett, Grundschulkinder schon richtig gut zu gebrauchen. Und Teenager sind toll - jedenfalls, wenn man nicht ständig versucht sie zu bevormunden ...

Ich glaube, wenn sie erst mal ausgezogen sind (wird bei mir noch so 4-5 Jahre dauern) wird das Leben richtig schön ... Also, nicht die Nerven verlieren ...






Beitrag von parzifal - 07.07.11 - 08:16 Uhr

Ich finde es mehr als traurig, dass jemand der nach 12-14 Stunden Arbeit nach Hause kommt wie Du dann noch die Wohnung säubern muss.

Deine Frau ist schlecht organisiert. Und daran sollte sie arbeiten.

Und jetzt erwarte ich pauschale Antworten wie anstrengend die Kinderbetreuung sei und der Mann selbstverständlich mithelfen muss.

Für diesen Fall eine Bitte:

Berücksichtigt bitte dann aber den 12-14 Stunden Job und dass ein Kind vormittags im Kindergarten ist.

Und nein, ich bin nicht der Ansicht, dass Hausarbeit allein die Frau machen sollte. Es müssen aber die konkreten Gegebenheiten berücksichtigt werden.

Beitrag von falkster - 07.07.11 - 09:44 Uhr

>>...
Und jetzt erwarte ich pauschale Antworten wie anstrengend die Kinderbetreuung sei und der Mann selbstverständlich mithelfen muss. ...<

Na dann tu ich Dir mal den Gefallen...

Obwohl ich als Alleinverdiener meist "nur" 10-12h Tage habe, weiss ich, dass meine Frau einen zu 100% härteren Job hat als ich, denn mit der Kinderbetreuung hat sie letzten Endes einen 24h Tag und genau DAS machen sich nämlich Leute nicht klar, die sich darüber beschweren, dass ihre Frau zuhause nix macht.

Wenn ich von der Arbeit nach hause komme gibt es zwei Möglichkeiten:
a) ich nehme meiner Frau das Kind ab, damit ich Zeit mit meiner Tochter verbringen bevor sie einschläft und meine Frau dann auch endlich mal eine richtige Pause machen kann. Danach nutzt sie die Zeit meist, um noch ein wenig im Haushalt zu erledigen.

oder
b) ich erledige selbst einiges im Haushalt, wie zum Beispiel die Einkäufe, die für mich auf dem Rückweg von der Arbeit eh einfacher zu bewerkstelligen sind.

Meist jedoch handelt es sich um eine Kombination aus beidem, schlicht, weil ich meine Frau und die Arbeit die sie leistet respektiere...
Etwas, das leider vielen beruflich eingespannten Vätern völlig fremd zu sein scheint.

Beitrag von nadineriemer - 07.07.11 - 10:35 Uhr

Hallo,
also,ich habe 3 Kinder und wenn mal bei mir etwas liegen bleibt,dann auch nur deswegen,weil ich mit 3 Kindern doch eine Menge um die Ohren habe.Putzen und damit meine ich nicht mal alle Ecken und Kanten,Wäsche machen,kochen,Bügeln,einkaufen,Hausaufgaben der großen,Termine bei Ärzten,Kinder zu Vereinen oder Freunde bringen,sich mit den Kindern auch über den Tag beschäftigen,kleine und große sorgen der Kinder bewältigen u.s.w sprengt dann doch meinen Tag sehr.Da meine Kinder eine Lungenentzündung haben,bin ich zur Zeit zu Hause,ansonsten mache ich noch eine Umschulung.Aber auch jetzt wo ich zu Hause bin,habe ich mehr als genug zu tuen und wenn ich höre das Kinder und Haushalt sind der Arbeit eines Mannes nicht gleich zu stellen ist,könnte ich manchmal kotzen.Es ist traurig das viele immer noch so denken.Wenn man seine Kinder gut versorgt und fördert,einen Haushalt zu bewältigen hat,doch dann ist das verdammt viel Arbeit.

Nadine

Beitrag von falkster - 07.07.11 - 11:11 Uhr

Ich deute das mal als Zustimmung auf meinen Beitrag... ;-)

Übrigens nimm Dir bei all dem Stress (Respekt übrigens) wenigstens noch die Zeit, das ein oder andere Leerzeichen oder gar einen Absatz einzubauen, das macht die Lektüre etwas einfacher...

Wobei es so runtergeschrieben sich genauso hektisch liest, wie Du es wahrscheinlich live zuhause erlebst... ;-)
Von Daher ist der Eindruck wohl dramaturgisch korrekt wiedergegeben...

Beitrag von luka22 - 10.07.11 - 21:26 Uhr

"Aber auch jetzt wo ich zu Hause bin,habe ich mehr als genug zu tuen und wenn ich höre das Kinder und Haushalt sind der Arbeit eines Mannes nicht gleich zu stellen ist,könnte ich manchmal kotzen."

Das sagt auch niemand. Die Arbeit von Mann und Frau ist gleichzustellen, aber jeder sollte eben seinen Teil dazu beitragen. Im Bericht des TE scheint das nicht der Fall zu sein.
Es ist ein Unterschied, ob ein Mann am Abend noch ein wenig seiner Frau unter die Arme greift oder ob er erst mit dem Grundputz anfangen muss.

Grüße
Luka

Beitrag von nadineriemer - 10.07.11 - 22:05 Uhr

Hey,
ja du hast Recht.Ich war einfach etwas verärgert,weil ich einfach das Gefühl hatte,das was man als Frau zu leisten hat,wird nicht gesehen.Recht hast du und wenn eine Grundordnung drin ist,wäre vieles auch kein Problem.Eine Grundordnung selber habe ich immer drin,nur so kann ich mir auch mal leisten etwas liegen zu lassen.

Nadine