hallo!
ich würde gerne mal eure erfahrungen über zeitarbeit hören.
es geht um meine tochter. sie ist jetzt fertig mit der ausbildung zur kauffrau für bürokomunikation.
meine meinung ist: falls sie keine stelle in normalen firmen bekommt, ist zeitarbeit besser, als eine lücke im lebenslauf.
habe jetzt mehrere zeitarbeitsfirmen zur auswahl:
jobsolution - darüber habe ich nichts gefunden
randstad - auch nichts
persona - hier soll ein lohn von 9,84 bei 35 stunden woche bezahlt werden. außerdem habe ich gelesen, dass die einsatzfirma, wenn sie den arbeitnehmer übernehmen möchten 5000 euro ablöse zahlen muß. also kann man da wohl eher nicht auf übernahme hoffen. auch sollen sie sehr unregelmäßig bezahlen.
start - sie zahlen den tarif der jeweiligen firma. sie sollen wohl irgendwie staatlich sein und deshalb keine ablösesumme verlangen.
diese informationen habe ich aus dem internet. für eure erfahrungen wäre ich euch sehr dankbar. ein junges mädchen mit fast null erfahrungen im berufsleben ist ja leicht über den tisch zu ziehen. worauf muß sie achten?
lg, und vielen dank schon mal, blumenfee!
erfahrungen mit zeitarbeit
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Beitrag von blumenfee40 - 08.07.11 - 06:24 Uhr
Beitrag von dream25 - 08.07.11 - 07:12 Uhr
morgen,
Zeitarbeitsfirmen sind unterschiedlich wie jeder Bäcker, die Brötchen schmecken überall anders. Was ich damit sagen will ist, dass es viele Unterschiede gibt, selbst intern kann es von Niederlassung zu Niederlassung unterschiedlich sein.
Es kommt oft auf das interene Team an.
Kann später auch ausführlicher schreiben, muss aber los zur arbeit.
Ganz kurz noch, JA, es gibt eine Ablösesumme, es gibt Vereinbarungen mit dem Kunden, je länger wir mit einem Kunden arbeiten umso günstiger wird diese, klar! Generell kann man unsere Mitarbeiter nach 9 Monaten Einsatz kostenlos übernehmen.
und 9,84 € ist ein normales, wenn nicht sogar etwas wenig. bei uns wir zb. der normale Tarif gezahlt, + zusatzleistungen + fahrgeld
Beitrag von moony69 - 08.07.11 - 08:11 Uhr
Hallo Blumenfee,
meiner Meinung nach, sind Zeitarbeitsfirmen moderne "Sklaventreiber" und Ausbeuter. Aber leider, was will man machen? Großartig einen anderen Job finden, ist fast nicht möglich, denn welche Firma stellt noch Leute ein? Selten eine, zumindest hier in unserem Raum. 
Ich muss wiederrum aber auch sagen, dass ich selbst zum 2. Mal, bei einer Zeitarbeitsfirma tätig bin. Und auch, wenn ich im oberen Abschnitt über die Machenschaften der Firmen geschimpft habe, hat die Zeitarbeit wiederrum etwas Gutes an sich.
Ich konnte bereits Arbeitsgebiete neu entdecken, welche auch die mir sehr gut gefielen und ich mir vorstellen könnte, diese für längere Zeit oder immer zu machen.
Einmal wurde ich auch von einem Kunden übernommen, jedoch meldete die Firma nach 5 Jahren betriebszugehörigkeit Konkurs an und dann standen wir da...
Ich persönlich würde auf jeden Fall drauf achten, dass deine Tochter folgendes erhält:
- Tarifvertrag
- Fahrtkostenpauschale/Einsatzzulage
und, dass sie bei den großen/bekannten Firmen unterkommt, wie Randstad, DIS oder vielleicht Impact (die sind hier bei uns im Raum bekannt).
Ob die Firmen an die Zeitarbeitsfirmen Ablösesummen zahlen müssen, weiß ich nicht. Aber ich könnte es mir schon denken, sonst macht das Ganze doch keinen Sinn oder?
Als Abschluss bin ich der Meinung, dass deine Tochter auf jeden Fall zu einer Zeitarbeit gehen sollte. Sie kann was lernen, verdient, wenn auch nicht unbedingt viel, ihr Geld und es ist allemal besser als arbeitslos zu sein. Und... wer weis, vielleicht bekommt sie ja die Chance, die sie so nicht bekommen würde?!
LG
Moony
Beitrag von seikon - 08.07.11 - 08:42 Uhr
das kommt doch wohl sehr stark auf die branche und die qualifikation an. im maschinenbau z.b. bezahlen auch personalklitschen gut weil sie sonst naemlich keine leute finden wuerden.
Beitrag von thea21 - 08.07.11 - 09:47 Uhr
Es kommt nicht nur auf die ZAF an, sondern auch stark auf die leihenden Firmen!
Da sind eher ZAF anzusteuern, die mit großen Firmen zusammen arbeiten.
Weiterhin ist die Qualifikation der jeweiligen Person sehr wichtig, für ein ansprechendes Gehalt.
Ich selbst arbeite noch (bis September, dann fest beim Leiher) bei ner Zeitarbeitsfirma für knapp 16 Euro Stundenlohn, bei 35 Wochenstunden.
Beitrag von demy - 08.07.11 - 11:52 Uhr
Hallo,
wenn ich dir meinen Grund Brutto Stundenlohn ohne Überstunden und Nachtzuschläge nennen würde, würde dir die Aussage alle Zeitarbeitsfirmen sind Sklaventreiber und Ausbeuter im Halse stecken bleiben.
Man kann es nicht pauschalisieren!
Es kommt wie einige schon geschrieben haben sehr auf die Qualifikation und natürlich auch den Kunden an.
Im Helferbereich gebe ich dir recht, da läuft Ausbeute ohne Ende und zwar sowohl von den Leihbuden, wie auch von den Kunden.
Da wo es im Facharbeiterbereich ist, läuft auch noch einiges schief, da viele Facharbeiter schlicht als Helfer eingesetzt werden.
Da helfen aber schnell entsprechende Klagen vor den Arbeitsgerichten nach Einsatzende und Kündigung, um Leihbude und Kunde wieder auf die Spur zu bringen.
Im Bereich Meister,Techniker, Ingenieure, Ärzte, Piloten usw. läuft es mit Zeitarbeit oft sogar besser als fest angestellt zu sein.
Im letzteren Bereich haben Zeitarbeitsfirmen sowie auch Kunden keine Chance schlechte Arbeitsbedingungen anzubieten.
Gruß
Demy
Beitrag von moony69 - 08.07.11 - 13:17 Uhr
Hallo demy,
soweit gebe ich dir recht... wie ich mich auch ausdrückte, war es etwas doof...
Früher, als ich in der Zeitarbeit anfing, durfte man max. 9 Monate bei einer Firma sein... später dann ein Jahr und jetzt darf man unbefristet bis zur Rente bei einem Kunden eingesetzt werden. Soweit ist das ja nicht schlecht... aber wenn ich folgendes sehe...
ich war jetzt z.B. seit 5 Jahren in verschiedenen Abteilungen bei einem Autohaus beschäftigt. Die Chefs lobten mich in den höchsten Tönen und versprachen mir oft, dass sie mich übernehmen wollen. Ich kniete mich noch mehr in die Arbeit, machte Überstunden (weil diese gefordert waren). Ja, ich arbeitete sogar am Wochenende und sonntags... mein Privatleben, blieb über ein Jahr lang auf der Strecke... soweit ist das ja ok, denn ich habe in dieser Zeit viel gelernt... doch der Hammer ist... der Kunde kündigte jetzt meinen Einsatz zuerst mit der offiziellen Begründung "... der jetzige ARbeitsplatz wird rationalisiert und es tut ihnen so leid" (Heuchler) Ich habe dann erfahren dürfen, dass sich der Big Boss von mir Hintergangen fühlt und ich angeblich nicht genehmigte Überstunden gemacht hätte (verdammte Lüge, es war alles abgeklärt und genehmigt)... innerhalb von 7 Tagen stand ich auf der Straße... ist das nicht toll?
So etwas würde einem "normalen" Arbeitnehmer nicht passieren, da gibts Kündigungsfristen... jetzt kann ich hoffen, dass ich bald einen Auftrag bekomme, denn sonst darf ich zum Arbeitsamt... ist die Welt nicht wunderbar als Zeitarbeitskraft? 
Beitrag von demy - 08.07.11 - 15:32 Uhr
Hallo,
auch du hast die normalen Kündigungsfristen, und zwar gegenüber deinem Arbeitgeber, in diesem fall die Leiharbeitsfirma.
Eine Kündigung außerhalb der Probezeit von einer Leihbude gegenüber dem Leiharbeitnehmer, mit der Begründung, betriebsbedingte Kündigung mit Einsatzende, fegt jedes Arbeitsgericht innerhalb von Sekunden weg.
Man hat mit Einsatzende immer noch einen AG, der kann einem nicht sofort kündigen, schon gar nicht außerhalb der Probezeit.
Gruß
Demy
Beitrag von ayshe - 08.07.11 - 08:24 Uhr
Ich kann dir nur sagen, daß randstad einen schlechten Ruf hat und aufgrund ihres Umganges mit den Zeitarbeitern lehnt unser Personaler randstad komplett ab.
Beitrag von mami18052010 - 08.07.11 - 10:33 Uhr
Mein Mann war bei zwei Zeitarbeitsfirmen beschäftigt und hat auch zwei unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
1. RM Personalservice (regional): Scheiß Firma, scheiß Arbeitsbedingungen, scheiß Disponenten!
2. Randstad: Alles super (bis auf die bezahlung, aber was will man machen? war schon nach Tarif). Wir hatten dann Glück, dass mit dem Leihunternehmen vereinbart wurde, dass die Leihlöhne an die Löhne der festen mitarbeiter angepasst wurden. Aber es war selten mal was zu beanstanden! Es gab keine Probleme bei Krankheitszeiten, was ja auch immer son Problem ist! Nur die Lohnabrechnung war mist! da hat kein Schwein durchgeblickt!
Also wenn Zeitarbeit, dann würd ich immer eine große Leihbude wählen! Die haben einfach die besseren, großen Unternehmen als Partner! Kleine Leihbude = kleine Einsatzunternehmen = geringe Übernahmechance!
Mein Mann wurde in sein Einsatzunternehmen übernommen und ist da jetzt sehr glücklich (eines der größten Unternehmen Deutschlands).
Beitrag von dream25 - 08.07.11 - 19:39 Uhr
es ist so nicht korrekt. Ich arbeite seit Jahren intern in einem Zeitarbeitsunternehmen, zuvor auch schon, allerdings ein kleines Unternehmen. Wir hatten selbst dort mehrere große bekannte Firmen als Kunden, auch viele übernahmen. Heute arbeite ich in einem recht großen Unternehmen, wir haben viele klein Kunden, aber auch viele bekannte Firmen und auch hier viele übernahmen!
Beitrag von lilaloo - 08.07.11 - 11:27 Uhr
Hallo,
Es gibt gute und weniger gute Zeitarbeitsfirmen.
Ich bin seit einem Jahr in einer sehr guten beschäftigt.
Unbefristeter Arbeitsvertrag, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Vermögenswirksame Leistungen, Spesen-alles dabei.
Zudem hab ich dort einen Stundenlohn von 10,41 Euro.
In der letzten Zeitarbeitsfirma hatte ich einen befristeten Arbeitsvertrag. 3 Euro weniger Stundenlohn und keinerlei Zusatzdinge (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld,...)
Ich bin jetzt bei Home of Jobs und kann mich wirklich nicht beklagen.
Gruß
Lilaloo
Beitrag von zwerg2905 - 09.07.11 - 10:54 Uhr
Hallo,
ich war bei Persona in Iserlohn (habe gesehen, dass Du aus 58... kommst, weiß nicht, woher genau?). Meine Erfahrung dort war im Großen und Ganzen gut, klar, Gehalt wäre woanders mehr gewesen, aber es kam immer superpünktlich. Ich hatte dort auch eine sehr nette Sachbearbeiterin, die allerdings leider nicht mehr dort ist. Das einzige, was mir auffiel, war, dass man manchmal wie ein "armer Depp" behandelt wird, wenn man nicht von vornherein selbstbewusst auftritt. Weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll, es gibt bei Zeitarbeitsfirmen genügend Leute, mit denen sie alles machen können - eben weil die froh sind, dass sie überhaupt einen Job haben. Und manch einer der Sachbearbeiter schert dann vielleicht schonmal alle über einen Kamm. Aber wie gesagt, ich hatte dort keine Probleme, habe gesagt, was ich wollte und gut war. Und wurde dann auch "vollwertig" behandelt. Bezüglich Übernahme gibt es da eine Regelung, die Firma, die einen dann übernimmt, muss einen Betrag X an die Zeitarbeitsfirma zahlen. Hat "meine" Firma aber gemacht, bin also übernommen worden und habe seit längerer Zeit dort einen festen (wenn auch noch befristeten) Arbeitsvertrag.
Meine Meinung ist, dass eine Zeitarbeitsfirma durchaus auch ein Sprungbrett bzw. eine Chance sein kann.
LG,
Nicole
