Moin Ihr Lieben,
ich bin gerade am Überlegen....
Habe ja immer Zeitverträge gehabt, das ist in meiner Branche normal (Medien). Ich gehe also nicht davon aus, dass sich das ändert.
Habe immer VZ gearbeitet, tw. auch als Alleinverdiener. Verdiene nicht schlecht, der Vertrag geht noch knappe 2 Jahre ab November.
Nun ists aber so, dass mein Mann sich in allernächster Zeit etwas mehr um seine Karriere kümmern wird (er hatte Elternzeit und auch danach überwiegend unser Kind) und sich nach einem anderen Job umgucken wird. Jetzt arbeitet er 36 Stunden und ich könnte meinen Job VZ weiterführen auch mit 2 Kindern.
ABER: Es ist abzusehen, dass er, da er branchenbedingt mehr Möglichkeiten hat als ich (Maschinenbau), in naher Zukunft einen anderen, besser bezahlten Job bekommt, dann mich mit dem Verdienst überholt und mehr Stunden machen wird.
Ich stehe also nicht nur irgendwann vor einem auslaufenden Vollzeitvertrag, sondern werden auch versuchen mich woanders zu bewerben nach der Elternzeit und Stunden zu reduzieren. Bei meinem jetzigen AG geht definitiv keine Teilzeit.
Ich fürchte natürlich durch Teilzeit erheblichen Kompetenzverlust und auch nicht unbedingt ne Option auf ne unbefristete Stelle ...
Daher horche ich mich mal um und zwar speziell bei den Frauen unter Euch, die ganz gut ausgebildet sind, Zeitverträge haben, trotzdem Familie gegründet...
Wie macht Ihr es? Habt Ihr Euch in der EZ schon beworben? Oder erstmal alte Stelle wieder angetreten? Wurdet Ihr in TZ inhaltlich abgewertet? Oder habt Ihr freiberuflich gearbeitet? Aber das ist doch unterm Strich erstrecht mehr Arbeit, oder?
Freue mich über Gedankenansätze, das Thema ist total neu für mich
Da ich eben immer Alleinverdiener oder Hauptverdiener war/bin.

Nele
Zeitverträge/Familie/Teilzeit/Kompetenzverlust... wie macht Ihrs?
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Beitrag von nele27 - 08.07.11 - 11:49 Uhr
Beitrag von marion2 - 08.07.11 - 11:53 Uhr
Hallo,
freiberuflich ist unterm Strich nicht zwingend mehr Arbeit, kann dir aber zu einem "lückenlosen" Abschnitt deines Lebens verhelfen. Das hat auch Vorteile. Kann natürlich auch Nachteile haben... kommt ganz drauf an.
TZ hat mich inhaltlich nie abgewertet. Meist ist das Problem eher, dass du Vollzeitarbeit in Teilzeit schaffen sollst.
LG Marion
Beitrag von boadscherl - 08.07.11 - 13:28 Uhr
Hallo Nele,
antworte dir mal, weil ich den gleichen background habe wie du (und mein Mann ist übrigens Maschinenbautechniker). Ich habe vor der Geburt meiner 2 kids 7 Jahre in der Medienbranche gearbeit, allerdings in einem eher kleinen Unternehmen. Ich habe leider den Fehler gemacht und habe mich inhaltlich weit unter meiner Qulifikation verkauft nur damit ich Teilzeit wieder arbeiten kann - was ich heute sehr bereue. Nach ingsgesamt 10 Jahren bei der Firma habe ich nun gekündigt weil die Teilzeitstelle bei mir definitv ne Sackgasse war, nix mehr mit eigenen Kunden und Verantwortung, stattdessen durfte ich das Telefon bedienen und Gäste empfangen, was auf Dauer für mich sehr unbefriedigend war. Aus meinem Kolleginnenkreis weiß ich von einigen Mamas, die trotz Teilzeit super Jobs bekommen haben, allerdings bieten einem da so richtige große Unternehmen doch eher Chancen als kleinere.
VG Mel
Beitrag von mikabe - 08.07.11 - 23:09 Uhr
Hi Nele,
bei uns war es ähnlich. Ich hab nach dem Studium 7 Jahre gearbeitet und war meist die besserverdienende. Mein Mann war an der Uni in Teilzeit für seine Diss.
Ich hatte mich in meiner damaligen Firma rel. gut hochgearbeitet.
Dann haben wir uns für Kinder entschieden und ich hab mich (allerdings mit Kundenstamm, mein Mann ist in der gleichen Branche, ein Vorteil) erst mal in Teilzeit selbständig gemacht. Mehr Arbeit war es nicht, aber wesentlich anspruchsvoller (fachlich betrachtet). Mein Mann ist im Moment der Hauptverdiener.
Jetzt hab ich noch zusätzlich einen 12 Stunden die Woche Job (als Gutachterin für Einzelprojekte, von zu hause aus) angenommen....
Was soll ich sagen, kompetent fühl ich mich immer noch. Und die Zeit wo ich irgendwelchen anderen Mitarbeitern sagen mußte was sie zu tun haben, vermisse ich nicht......die Projekte sind anspruchsvoller und ich entscheide ausserdem auch noch meistens selbst was ich bearbeite....und vor allem wann.
Für mich hat es sich gelohnt, wenn auch der Tag zu wenig Stunden hat und unser Kleiner auch noch nicht in Fremdbetreuung ist.
Keine Ahnung ob Dir das jetzt geholfen hat, aber wie Du siehst muß da halt jede ihren eigenen Weg finden.
LG Micha
