Gekündigt in der Insolvenz-Firma wird verkauft

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Beitrag von lana82 - 10.07.11 - 10:44 Uhr

Hallo zusammen,

mein Papa arbeitet seid 35-jahren in einem Unternehmen, das sich seid 3 Monaten in der Insolvenz befindet. Jetzt werden 60% der Mitarbeiter entlassen. Was passiert wenn er gekündigt wird vom Insolvenzverwalter?Freigestellt wird und die Firma daraufhin einen neuen Eigentümer hat?

Kündigungsschutzklage einreichen, aber gegen wen, wenn die Firma nicht mehr besteht.

Ist das denn so zulässig, dass der Insolvenzverwalter quasi die Arbeitskräfte runterfährt und daraufhin verkauft. Vieleicht war das ja auch ein Kaufargument. "Wir brauchen nur 40% der Arbeiter, schaut zu dass ihr se los kriegt und dann kaufen wir euer insolventes Unternehmen".

Er hat zwar noch keine Kündigung erhalten, ist aber in der Gewerkschaft und wird sich auf jeden Fall rechtliche Hilfe holen. Aber vieleicht hat von euch schon mal jemand ähnliches erlebt.

Ach ja und ein Sozialplan muß ja trotzdem gemacht werden, oder?

Beitrag von bi_di - 10.07.11 - 11:21 Uhr

Ja ein Sozialplan muss erstellt werden.

Es ist übrigens durchaus üblich, das vor Verkauf einer insolventen Firma ordentlich Personal abgebaut wird (auch in Absprache mit potentiellen Interessenten). Die Firma ist vermutlich insolvent gegangen, weil den Ausgaben (u.a. Gehälter) zu wenig Einnahmen gegenüberstanden. Wieso sollte irgendwer eine Firma mit so einer miesen Bilanz kaufen wollen?

Also müssen entweder die Einnahmen erhöht oder die Ausgaben vermindert werden um auf dem Markt attraktiv zu sein. Ansonsten würde die Firma schliessen und 100% der Belegschaft würden gekündigt. Auch nicht besser.

Und ja, anwaltliche Beratung in einem solchen Fall ist immer gut.

Grüsse
BiDi



Beitrag von manavgat - 10.07.11 - 12:03 Uhr

In dem Alter, hat er aufgrund seines Alters bei der Sozialauswahl ganz gute Karten. Einer Kündigung würde ich auf alle Fälle widersprechen.

Wird die Firma verkauft, so bleiben alle Arbeitnehmerrechte bestehen, wenn man vorher nicht rechtswirksam entlassen wurde.

Sollte also die Kündigung kommen, dann eine Anwältin aufsuchen.

Vielleicht werden auch Abfindungen angeboten. Hier bitte nicht kopflos zugreifen, sondern genau durchrechnen. Mit 60 bekommt er keine Arbeit mehr und bei einer vorzeitigen Rente macht er erheblichen Verlust.

Gruß

Manavgat