so oder so ähnlich sind die Diskussionen bei uns heute im Büro.
Ich bin ja kein Fußballfan, daher interessiert mich auch Frauenfußball nicht.
Aber irgendwie finde ich das jetzt auch doof, dass so diskutiert wird.
Damit haben die Männer (und auch viele Frauen hier) die Bestätigung: nur Männer können richtig Fußball spielen und dem Druck standhalten.
Da hat der DFB ja eine Menge Geld für die Geltungssucht der Frauen zum Fenster rausgeschmissen.
Fußball ist eben schon was eigenes, bei anderen Sportarten würde die Diskussion soooo nicht geführt
frauenfußball ist eben doch kein richtiger Fußball
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Beitrag von binnurich - 11.07.11 - 10:16 Uhr
Beitrag von alpenbaby711 - 11.07.11 - 11:02 Uhr
Also ich gönne es den Frauen von Herzen wenn sie gewinne, das ist also nicht das Thema. Aber ich persönlich finde trotzdem einfach keinen Reiz am Frauenfußball. Das macht mich einfach nicht an.
ela
Beitrag von nobility - 11.07.11 - 11:43 Uhr
Der Mensch tut sich offensichtlich ziemlich schwer damit, Intoleranzen ab zu bauen. Derartige Vorbehalte gegenüber Frauen im Sport, im Beruf und als solche in ihrer Rolle in der Gesellschaft müssen endlich passe sein.
Viele die so diskutieren haben vom heutigen Leistungssport speziell Fußball wenig bis keine Ahnung. Und die so reden, sind nicht in der Lage auch nur annähernd eine solche Sportliche Höchstleistung zu bringen. Nehmen wir mal ein Beispiel. Der Brasilianischen Spielerin mit der Nr. 10 Marta können 99,999% dieser Quacksalber nicht das Wasser im Schlaf reichen.
Wer die Entwicklung des Frauenfußball in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt hat, wird erkannt haben wie Druckvoll, Körperbetont, Kampfstark und Aggressiv dieser Frauenfußball zugenommen hat. Das wurde bei dieser WM ziemlich deutlich. Wer das anders sieht, hat was anderes gesehen nur nicht Frauenfußball.
Beitrag von grafzahl - 11.07.11 - 13:02 Uhr
Hast du mal die Torhüterinnen im Elfmeterschießen beobachtet?
Die entscheiden sich für eine Ecke, laufen dort so schnell wie möglich hin und hoffen, dass die Schützen so behämmert ist, in diese Ecke zu schießen.
Warum ist Frankreich weitergekommen? Weil die Engländerinnen mit Nr. 4 und 5 das Tor nicht getroffen haben. Die französische Torhüterin würde von mir 100 Elfmeter nacheinander in die Maschen bekommen. Es sei denn, mir rutscht einer aus und geht neben das Tor.
Gerade die Torhüterleistungen zeigen mir den Unterschied zwischen Männern und Frauen recht deutlich.
Ein Spiel zwischen FC Barcelona und Manchester United begeistert mich. Aber ich sehe mir auch ein Spiel zwischen TV Meckelfeld und Eintracht Elbmarsch an und habe Spaß. Aber ich verlange nicht, dass das Spiel im TV übertragen wird.
Und hast du gestern am Ende der Verlängerung gesehen, wie die Brasilianerin halb tot zu Boden gesunken ist und von den Sanitätern per Wunderheilung auf die Beine gebracht wurde? Ich dachte immer, bei den Frauen ist alles total fair und es wird nicht geschauspielert.
Langer Rede - gar kein Sinn... - Frauenfußball ist einfach eine andere Qualität...
Beitrag von silkes. - 11.07.11 - 14:27 Uhr
Hallihallöle...
"Ganz ehrlich: ich finde Fußball bei Olympia ungefähr so interessant, wie die aktuelle WM im Frauenfußball. "
Dafür kannst du aber sehr gut mitreden. Scheint dich ja doch zu interessieren.
Silke
Beitrag von grafzahl - 11.07.11 - 17:26 Uhr
Ich gebe zu, dass ich beim Elfmeterschießen konzentriert zusehe, während die vorherigen 120 Minuten durchaus zu 90% an mir vorbeigelaufen sein können, weil ich z.B. einen Beitrag in Urbia verfasst habe.
Und die "Darbietungen" der deutschen Mannschaft habe ich mir auch größtenteils angetan. Und "angetan" trifft es ziemlich exakt.
Beitrag von nobility - 11.07.11 - 14:39 Uhr
" Frauenfußball ist einfach eine andere Qualität... "
Eine andere Qualität ja, aber auch nicht weniger !
Das Schauspielern im Fußball haben nicht die Frauen erfunden, sondern sich von den Männlichen Kollegen abgeguckt. Darin sind vor allem die Italiener Weltbekannt.
Das Elfmeterschießen ist nicht nur das bewältigen von Disziplin und Können, sondern oft auch eine Sache des Glücks.
Beitrag von grafzahl - 11.07.11 - 17:21 Uhr
> Eine andere Qualität ja, aber auch nicht weniger !
O.k. - dann ist TV Meckelfeld - Eintracht Elbmarsch also nicht weniger Qualität, sondern eine andere Qualität.
Beitrag von dani001234 - 11.07.11 - 13:40 Uhr
>Viele die so diskutieren haben vom heutigen Leistungssport speziell Fußball wenig bis keine Ahnung. Und die so reden, sind nicht in der Lage auch nur annähernd eine solche Sportliche Höchstleistung zu bringen.<
hab ich das richtig verstanden? du meist damit das die jenigen, die gegen frauenfußball diskutieren, keine ahnung haben?
öhm, wie kommst du darauf?
mein partner ist eingefleischter fußballer und trainer und viele im fußballerkreis sehen das ähnlich, und zwar das frauenfußball einfach "anders" ist, eine andere qualität hat (wie hier schon geschrieben wurde) und diese leute haben sehr wohl ahnung davon!
gruß
Beitrag von silkes. - 11.07.11 - 13:52 Uhr
Hallihallöle...
es ist aber ein Unterschied ob ich sage, Frauenfussball ist "anders" oder Frauenfussball kann man nicht anschauen und es sei kein Fussball.
Natürlich ist Frauenfussball anders.
Frauen sind nicht so schnell, kräftig und athletisch. Sie spielen taktischer, vorausschauender und eher als Team. Wird im Frauenfussball ein Tor geschossen (ausser bei den Brasilianern) freut sich das ganze Team. Bei den Männern freut sich der Torschütze.
Ausserdem gibt es bei den Frauen kaum Unterbrechungen.
Die Männer wälzen sich bei einem Foul hin und her, machen eine Rolle nach der anderen. Das nervt mich unglaublich, ständig muss abgepfiffen werden. Es entsteht kaum ein schöner langer Spielzug.
Grüssle Silke
Beitrag von dani001234 - 11.07.11 - 15:53 Uhr
>Die Männer wälzen sich bei einem Foul hin und her, machen eine Rolle nach der anderen. Das nervt mich unglaublich, ständig muss abgepfiffen werden. Es entsteht kaum ein schöner langer Spielzug.<
oh ja, da hast du allerdings recht. und dann laufen sie nach dem foul wieder wie ein junger gott, als wenn nichts wäre. aber hauptsache erstmal alarm machen
genau, und das kommt ständig vor.
Beitrag von ong_xa - 11.07.11 - 20:48 Uhr
"Sie spielen taktischer, vorausschauender und eher als Team."
Nein, nun wirklich nicht - bei aller Frauenliebe!
Beitrag von silkes. - 11.07.11 - 21:00 Uhr
Hallihallöle...
na aber hallo.
Frauen sind vorausschauender, können nachdenken und rennen und den Ball halten. Dadurch können sie komplexere Spielzüge spielen. Männer habe ihre paar Standartzüge und fertig, da zählt eher der Einzelne. Jedes Team hat einen Spieler, der herausragend spielt, besser bezahlt wird und auf den sich das Team stützt.
Wie freuen sich Frauen? Wie Männer?
Männer machen ihren Salto, rutschen kilometerweit auf den Knien und lassen sich als Einzelner feiern. Die Frauen freuen sich zusammen, bestes Beispiel Schweden.
Grüsse Silke
Beitrag von ong_xa - 11.07.11 - 21:41 Uhr
"Frauen sind vorausschauender, können nachdenken und rennen..."
Männer können also nicht nachdenken? Und rennen auch nicht? Merkwürdig, ich habe schon mit Männern gesprochen... ich hätte schwören können das die auch denken können.
Ich bin mir auch sicher, dass ich schon mal welche habe rennen sehen.
"Dadurch können sie komplexere Spielzüge spielen."
Nach 2-3 Kurzpässen kommt meist der Ballverlust oder der lange Ball.
"Männer habe ihre paar Standartzüge und fertig"
Dann schau bei Spanien mal genau hin.
"...und den Ball halten"
Im modernen Fussball versucht man eher den Ball schnell zirkulieren zu lassen um Ballverluste und Zweikämpfe zu vermeiden - aber das ist wohl nichts für Frauen.
"da zählt eher der Einzelne. Jedes Team hat einen Spieler, der herausragend spielt, besser bezahlt wird und auf den sich das Team stützt."
Und was ist mit Marta bei Brasilien? Spielt die nicht herausragend und verdient wesentlich mehr als die anderen? Und was war gegen Japan mit Da Mbabi? Ist die nicht ständig mit dem Kopf unten in die japanische Abwehr gerannt? Und verdient Bajramai nicht 8-10 mal soviel wie weniger bekannte Spielerinnen der deutschen Manschaft?
"Wie freuen sich Frauen? Wie Männer?"
Was ist das denn für ein Kriterium?
Beitrag von nobility - 11.07.11 - 17:20 Uhr
Wir müssen schon richtig lesen damit wir auch richtig verstehen und richtig unterscheiden können.
Die Thread Überschrift sagt; " frauenfußball ist eben doch kein richtiger Fußball "
Und genau da habe ich Verständnisschwierigkeiten. Es liegt doch in der Natur der Sache. Eine Frau ist ein anderes Wesen so wie der Mann oder das Kind ein anderes Wesen ist. Man kann aber nicht sagen, eine Frau oder ein Kind ist kein richtiges Wesen? Es ist ein Wesen, aber halt ein anderes Wesen ! Und weil das so ist, spielen Frauen auch anderen Fußball. Aber eines steht fest, der Frauenfußball hat sich stark verändert und er wird sich weiter stark verändern.
Z.B. in der Leichtathletik hat sich in manchen Sportdiziplinen der Unterschied zwischen Männlichen und Fraulichen Athleten schon mächtig verkleinert. Da ist kaum noch ein Unterschied.
Wer das alles weiß, wird anders diskutieren. Wer das so nicht diskutiert - und jetzt beantworte ich deine Frage - hat in der Tat wenig bis keine Ahnung davon.
Gruß
Nobility
Beitrag von dani001234 - 11.07.11 - 18:30 Uhr
alles klar, 
weiß jetzt wie du das meinst.
gruß
Beitrag von amadeus08 - 11.07.11 - 14:14 Uhr
na ja, die Männer hatten im eigenen Land auch nicht diesen Druck!
Immerhin wurde 2006 von den Männern erwartet, dass sie ausscheiden und wahrscheinlich schon in der Vorrunde. Eine junge Mannschaft, kein gestandener Trainer.......wer hat da schon was erwartet?? Wenn sie es überhaupt ins Viertelfinale schaffen, ist es supertoll ........wurde damals gesagt. Sie waren Außenseiter, aus denen dann ein Sommermärchen wurde.
Die Frauen waren/sind amtierende Weltmeister, haben viel abgeräumt. Die Erwartungshaltung war unglaublich hoch, schon überhaupt im eigenen Land!
Sie mussten aber nicht nur mit dem Druck Weltmeister werden zu müssen fertig werden, sondern auch damit , allen zu zeigen, dass Frauen auch Fußball spielen können und statt 500 waren plötzlich 50000 im Stadion. Da kann man schon verstehen, dass der Druck vielleicht zu groß war.
Und was hier jemand anders zu Torhütern gesagt hat..........ja, die Leistung.........aber man kann sie auch nicht unbedingt mit Männern vergleichen, die in der Regel um einiges größer sind, denn das ist im Tor dann halt doch ein wahrer Vorteil.
Lg
Beitrag von grafzahl - 11.07.11 - 19:29 Uhr
> Und was hier jemand anders zu Torhütern gesagt hat..........ja, die Leistung.........aber man kann sie auch nicht unbedingt mit Männern vergleichen, die in der Regel um einiges größer sind, denn das ist im Tor dann halt doch ein wahrer Vorteil.
Ich glaube eher, dass es daran liegt, dass die schlechteste Fußballerin ins Tor muss. Das ist wie bei den afrikanischen Torhütern. Du musst dir mal ein Elfmeterschießen beim Afrikacup ansehen. Wenn da kein Schütze das Tor verfehlt, geht das 11:10 aus. Und ist dann beendet, wenn ein Torhüter selbst schießen muss.
Beitrag von ong_xa - 11.07.11 - 20:41 Uhr
"na ja, die Männer hatten im eigenen Land auch nicht diesen Druck!"
Das bezweifle ich. Der Unterschied ist nur, dass männliche Fussballprofis diesen Druck bereits in jedem Liga- oder Pokalspiel haben. Von Nationalmanschaften wird sowieso immer viel erwartet. Daher ist man an den Druck gewöhnt und kann entsprechend damit vielleicht ein bisschen eher umgehen.
Ich denke auch nicht, dass das Ausscheiden Deutschlands in erster Linie damit zu begründen ist. Ich denke, der deutsche Frauenfussball ist aufgrund der vergangen Erfolge ein wenig stagniert. Andere Länder haben sich weiterentwickelt. Japan war beispielsweise fussballerisch fast eine Klasse besser, so dass Deutschland dies nicht mehr mit seinen athletischen und körperlichen Vorteilen ausgleichen konnt.
Beitrag von ong_xa - 11.07.11 - 20:31 Uhr
Der Fussball der Frauen wird auf dem gleichen Feld mit den gleichen Regeln und Toren der gleichen Größe gespielt. Daher kann ich nicht ganz nachvollziehen, wie man begründen möchte, dass es kein richtiger Fussball ist.
Die großen Unterschiede im technischen und taktischen Bereich sind natürlich offensichtlich für jeden, der Fußball nicht nur bei EM´s und WM´s schaut. Dafür gibt es allerdings auch gute Gründe. Mädchen kommen meist erst später zum Fussball als Jungs, gute Trainer trainieren lieber im prestigeträchtigerem Jungenbereich und wenn es in den B- bzw. A-Jugendbereich geht lassen es die Mächen mit dem Fußball oft ein wenig langsamer angehen, das Schule und Ausbildung priorisiert werden. Schliesslich kann man in Deutschland kaum von Frauenfussball seinen Lebensunterhalt bestreiten. Letztlich ist Frauenfussball von seinen gesamten Strukturen her ambitionierter Amateurfussball. Den ebenfalls zum Fussball gehörenden Bereich Schnelligkeit, Sprungkraft, Athletik lasse ich mal bewusst aussen vor.
"Fußball ist eben schon was eigenes, bei anderen Sportarten würde die Diskussion soooo nicht geführt "
Ich glaube, das liegt daran, dass bei diesem Turnier die Leistungen und das Niveau zu sehr hochgelobt werden. Es nervt den ein oder anderen
Zuschauer ein wenig, wenn zum Beispiel wie gestern bei Marta von einer brillanten Spielverlagerung gesprochen wird, obwohl die Adressatin dess Passes im Abseits stand und der Ball zudem 5 m zu lang ist. Solche Beispiele finden sich in jedem Spiel zuhauf. Schwächere Aktionen werden dagegen ignoriert und nicht kritisiert.
"nur Männer können richtig Fußball spielen und dem Druck standhalten."
Was soll das denn heissen? Wenn ich mich nicht irre, werden am Sonntag 2 Teams das Finale bestreiten und eins davon wird gewinnen und somit gibt es 11 Frauen + Trainer und Betreuer, die "dem Druck standhalten".
Nächstes Jahr bei der Männer-EM wird dann auch nur wieder ein Team "dem Druck standhalten". Abgesehen davon ist dieser Vorwurf absurd, da bei den letzten Turnieren immer erfolgreich gearbeitet wurde.
Beitrag von ich_darf_das - 11.07.11 - 21:31 Uhr
Wie sagte doch ein Arbeitskollege von mir......
Frauenfußball ist wie Pferderennen......
Nur mit Eseln.......


idd.
Beitrag von ninnifee2000 - 12.07.11 - 16:06 Uhr
Ist das armselig...
Beitrag von ninnifee2000 - 12.07.11 - 15:57 Uhr
Die deutschen Frauen sind doch auch schon häufig im Viertelfinale rausgeflogen.
Zum Frauen-Fußball allgemein: Die Mädels rennen mehr als die Männer, geben einen Ball nicht so schnell verloren, sind keine Selbstdarsteller, schauspielern nicht so viel.
Und in den USA wird europäischer Fußball als unmännlich angesehen. Jedem Mann, der was gegen Frauenfußball sagt, klatsche ich das an den Kopf.
Beitrag von rufinchen - 13.07.11 - 15:54 Uhr
Meine Schwester lebt in den Staaten und meinte bei der letzten Fussball WM der Männer, ihr käme das ganze Brimborium ganz merkwürdig vor, weil Fussball in den Staaten doch eher ein Frauensport sei, zumindest an den Schulen.
Ist also immer eine Frage der Perspektive!
Ehrlich gesagt, interessiert mich Fussball generell peripher. Mich würde aber interessieren, ob Frauen beim Fussball auch viel spucken wie Männer? Bei den Spielen der Männer hat man immer das Gefühl eine Herde blökender und spuckender Lamas auf dem Bildschirm zu sehen. Vielleicht fehlt den _richtigen_ Männern und den brainwashed Frauen das für guten Fussball notwendige Beiwerk: Sack kratzen, spucken, griechische Tragödien in Form von Schwalben - nebst Abtransport per Bare mit fast zur Unkenntlichkeit schmerzverzehrtem Antlitz, um dann nach 5 Sekunden wieder wie der Blitz auf das Spielfeld zu rennen -, Einkreisen des Schieris und Anblöken desselben, kumpelhafte Verbrüderung und Befummelung anderer Spieler - ja ja ich weiss, keiner von denen ist schwul, aber trotzdem befummeln sich immer alle Spieler gegenseitig. Ich bin hingegen beim Sport froh, wenn andere verschwitzte Menschen sich NICHT an mich hängen und auf Tuchfühlung gehen. - , es gibt sicher noch einiges aufzuzählen...
In einem Wettbewerb muss man Erfolgsdruck aushalten können, aber ob man dieses kann....ist nicht die Frage des Geschlechts. Es lastete viel viel mehr Erfolgsdruck auf unsere Damen, schließlich sollten sie den Karren aus dem Dreck ziehen und das DRITTE MAL IN FOLGE WELTMEISTER WERDEN. Dagegen sehen unsere Männer ein bisschen blass aus.....
Das ist eben so, wenn man als Sieger gehandelt wird, gibt es große Erwartungen...Wie hat das Land aufgejault, wenn damals Boris Becker aus einem Turnier ausgeschieden ist. Steffi war mental viel stärker als Boris und Frauen Tennis ist ja nun unbestritten viel sehenswerter als die Grobmotoriker mit Pipimann. Aber wir kommen vom Thema ab...Fussball, nun ja es handelt sich um einen Verdrängungsmechanismus, wenn es zu solchen Aussagen kommt. Mein Mann ist Schalke Fan....und unser Sohn soll auch einer werden, wenn ich es nicht verhindern kann..."Meister der Herzen", "Magath pass nicht zu uns, wir sind ein Verein mit Herz..." also wenn ein Verein das Cliff Barnes Syndrom (and the fear of winning)aufweist, dann ist es ein Verein mit gut bezahlten Profis, die rumheulen wenn sie Konditionstraining machen müssen und trotzdem keine Buden machen...Schalke der Verein mit Herz, aber ohne Biss....
Aber was war mit Bayern, traurige Vorstellung letzte Saison und mit Dortmund, ach du meine Güte was für eine Erlösung als endlich die Meisterschaft an sich genommen wurde....das war ja schon wie sauer Bier... War nicht der Vize Meister der ewige Vize Meister?
So viel zum Druck aushalten, ich seh da kein Geschlecht vorne oder hinten..
Beim Fussball sind die Männer einfach besseren Dramaqueens....vielleicht wird dieser Sport deswegen unter Männer wie die spannenste Soap gehandelt.
LG
Rufinchen
Beitrag von binnurich - 14.07.11 - 16:23 Uhr

schön geschrieben und ich glaube, du hast in weiten Teilen recht
