Riester - 2 Beamte 2 Kinder

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Beitrag von anna031977 - 11.07.11 - 12:54 Uhr

Wir sind beide Beamte und haben 2 Kinder (geboren 2007)

er: brutto 2010 48000 Euro
sie: brutto 2010 20000 Euro
2 Kinder geboren 2007

Modell1:
Sie lässt sich mit den Kindern fördern - Kinder werden als Erben eingesetzt die im Todesfall die Förderanteile zurück zahlen müssen das angesparte Kapital aber erhalten

Modell2:
Alle lassen sich fördern und im Todesfall erfolgt ein Übertrag auf den Ehepartner

Mit welchem monatlichen Beitrag muss man bei Modell 1 rechnen, mit welchem Beitrag bei Modell 2.

lg

Beitrag von platon - 11.07.11 - 13:33 Uhr

Vergiss Riester!

Die jährlichen Kosten/Gebüren eines Riestervertrages fressen die Riesterzulagen auf ! Zudem must du den Riestervertrag zum Schluss voll versteuern. #aha

http://www.welt.de/finanzen/article2320361/Gebuehren-fressen-die-Riester-Zulagen-auf.html

http://altersvorsorge-rente.t-online.de/riesterrente-verbraucherzentrale-kritisiert-hohe-kosten-bei-riestervertraegen/id_16001272/index


http://altersvorsorge-rente.t-online.de/riesterrente-verbraucherzentrale-kritisiert-hohe-kosten-bei-riestervertraegen/id_16001272/index

Jährliche Sparrate 4% (2.720) minus Zulage! #kratz

Finger weg von Riesterverträgen.
Da bekommst du auf dem Sparkonto noch mehr Geld raus!

LG

Plato

Beitrag von ninnifee2000 - 11.07.11 - 15:07 Uhr

Du hast vollkommen Recht.

Traurig, dass man das einem Beamten-Paar erklären muss.

Beitrag von platon - 11.07.11 - 15:09 Uhr

#huepf
;-)

Beitrag von anna031977 - 11.07.11 - 17:39 Uhr

Muss ich mich rechtfertigen - nein, ich tus aber...

Genau deshalb hab ich ja kein Riester. Hatte schon mal jemanden da, der mit eine Riester-Rente anbot. Damals war ich in Elternzeit ohne Einkommen. Hab mir das dann alles angehört, wie toll das doch sei und dann gefragt, was denn wäre, wenn ich wieder verdiene....ja bla bla und vier Prozent und bla bla bla...

Mir kam das dann komisch vor, vor allem wegen der Auszahlung. Höchstens 30% sofort und das würde voll besteuert, aber das würden unsere Pensionen ja auch (ja, als ob das nicht was ganz anderes ist)....bla bla bla

Wir haben dann eine private Altervorsorge mit BUZ abgeschlossen.

Die Jahre vergingen...

Gestern, beim Grillen mit einen Bank-Filialleiter, einer Beamtin und sonstigem Bildungsbürgertum wurde ich als total doof hingestellt, wie ich mir denn so viel Geld durch die Lappen gehen lassen kann und bla bla bla...
Meine Argumentation, dass ich mich vor 3 Jahren im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte dagegen entschieden hab, weil mir das was der Berater sagte hahnebüchen vorkam, wurde von 8 erwachsenen Bildungsbürgern (die natürlich alle riestern) abgeschmettert.

Ich solle doch wenigstens meine Förderung und die für die Kinder einstreichen und nur meinen Mindestbeitrag für die Förderung von etwa 25 Euro monatlich zahlen. Da hab ich gedacht 300 Euro jährlich bei etwa 520 Euro Förderung könnte ich tatsächlich lohnen.

So kam es zu dieser Frage....

lg

Beitrag von anna031977 - 11.07.11 - 17:41 Uhr

Ach ja und die private Altersvorsorge haben wir natürlich ohne Riester und nicht bei diesem Typen abgeschlossen und bei der BUZ auch schön auf die echte Dienstunfähigkeitsklausel geachtet...

Beitrag von platon - 11.07.11 - 18:16 Uhr

Wenn das Kindergeld wegfällt, dann fällt auch die Förderung für die Kinder weg (dann sind es schon 53,67€ im Monat).
Solltest du dann wieder Vollzeit arbeiten must du auch die 4% zahlen.
Auch der Bank-Fialleiter wettert sein Geschäft.

LG #blume

Plato

Beitrag von anna031977 - 11.07.11 - 20:32 Uhr

Alles klar!
Dann bin ich beruhigt, dass ich mit meiner privaten Vorsorge wohl doch die richtige Entscheidung getroffen hab.

lg

Beitrag von platon - 11.07.11 - 20:37 Uhr

Ja!
LG

Beitrag von platon - 11.07.11 - 14:19 Uhr

Einmal doppelt, hier noch tolle Links auch mit Video:

http://blog.arcadewelten.eu/2011/06/16/zdf-frontal-21-vom-24-05-11-die-riesterfalle-%E2%80%93-miese-geschafte-mit-der-zusatzrente-video/

http://www.finanztip.de/recht/versicherungen/rentenreform02.htm

http://www.biallo.de/finanzen/Versicherungen/riester-falle-manche-vorsorgesparer-zahlen-spaeter-drauf.php

LG

Beitrag von ujn1 - 11.07.11 - 16:48 Uhr

Hallo,

lass Dir das Riestern nicht so madig machen von den vorigen Kommentaren. Die negativen Aussagen beruhen, wenn man genauer hinschaut, meistens auf den Riester-Rentenversicherungen und beruhen darauf, dass die Abschlusskosten, die bei diesen Versicherungen meist recht hoch sind, auf die ersten 5 Jahre umgelegt werden und auch die restlichen Verwaltungskosten relativ hoch sind. Außerdem wird meist nur der Fall für Ledige betrachtet, der sich relativ ungünstig darstellt.
Bei Sparplänen, und besonders mit 2 Kindern, sieht die Rechnung schon ganz anders aus.

Allerdings ist Riester generell für Eure Altersversorgung und nicht zur Versorgung für Eure Kinder gedacht. Das sollte auch Euer Hauptziel sein. Wenn Ihr Eure Kinder absichern wollt, nehmt lieber eine Risiko-Lebensversicherung.

Um die volle Förderung zu erhalten, müsstet Ihr, da Ihr beide unmittelbar förderfähig seid, zwei Verträge abschliessen.

Wenn man davon ausgeht, dass die Kinder auf Dich laufen, müsstest Du in Deinen Vertrag 4% von 20.000 minus Förderung (154 für Dich, 185 für jedes Kind), also 800 - 154 - 370 = 276€ selbst einzahlen. Das macht eine Förderquote von ca. 190%! So schlecht kann kein Sparplan sein, dass sich das für Dich nicht lohnt.

Dein Mann müsste 4% von 48T = 1920 - 154 = 1766€ selbst in seinen Vertrag einzahlen. Macht also keine 9% Förderung. Da muss man schauen, ob sichs lohnt.

Im Zweifel also für Dich einen Vertrag machen, für Deinen Mann kann man es sich überlegen.

Zum Erben würde ich auf jeden Fall zunächst den Ehepartner einsetzen, da nur der die Förderung mit erben kann. Ich setze dabei voraus, dass er sich in einem solchen Fall um die Kinder kümmern würde. Solltet ihr beide sterben, fällt der Vertrag sowieso an Eure Kinder.

Generell würde ich von den Riester-Versicherungen abraten, wie es auch schon aus in obigen Kommentaren verlinkten Webseiten hervorgeht, sondern zu Riester-Sparplänen raten, die deutlich niedrigere Verwaltungskosten haben. Wie da die aktuellen Konditionen sind, und welche empfehlenswert sind, darüber findet man Vergleiche im Netz z.B. bei finanztest oder focus money oder faz finance.

LG

Beitrag von anna031977 - 11.07.11 - 17:50 Uhr

Vielen Dank!

War auch nicht als Absicherung für unsere Kinder gedacht.. Es ging mir nur um die Förderung. Ich frage, wegen der Kinder, weil ich wissen wollte, was passiert, wenn ich ablebe.

Wahrscheinlich lass ich mir mal Riester für mich und die Kinder durchrechnen und frage gezielt nach den Kosten und den Rückzahlungsmodalitäten.

lg

Beitrag von platon - 11.07.11 - 18:02 Uhr

In Deinem Beispiel fehlen aber die bis zu 42 Versteckten Nebenkosten, die auch nach den fünf Jahren fällig sind.

Ausgangssituation sind aber 2 Beamte! Warum soll dann der Mann den Vertrag nicht machen ? Wie ist denn die Rendite ? Wie hoch ist das garantierte Gesamtkapital und wie hoch ist das Eigenkapital?

Riester Banksparpläne werden meist wird mit einem Abschlag auf die Umlaufrendite verzinst. Das bedeutet aber nicht, dass alle auf dieselbe Verzinsung kommen. Die Anbieter geben natürlich nicht die volle Umlaufrendite an den Kunden weiter, denn dann würden sie ja nichts verdienen. Ihr Abschlag von der Umlaufrendite liegt meist zwischen 0,5 und 1 Prozent.

Da die Umlaufrendite zurzeit mit 2,5 Prozent sehr niedrig ist, wirken solche Sparpläne im Moment nicht so attraktiv. Also rund 1,5 %

Auch hier Finger weg ( Zwar habt Ihr keine Abschlussgebühren, aber nur geringe Verwaltungskosten) . Dann kommt noch die Inflation (1,7%)

Das sind echte Verkaufsberater von Banken, Sparkassen und Versicherungsgesellschaften. #bla #bla #bla

He denkt, man mut dat Geld fan'n Lüüd'n nämm, fan de Bööm kann mans nicht schüt'n. #rofl


LG

Plato

Beitrag von ujn1 - 11.07.11 - 23:02 Uhr

Hi Plato,

da ist aber jemand ein echter Gegner aller Riester-Produkte.
Natürlich sind Banken und Sparkassen keine karitativen Organisationen und wollen an ihren Produkten verdienen. Das tun sie aber auch, wenn sie Dir sonstige Anlageprodukte verkaufen.

Also, rechnen wir mal einen Sparplan unter sehr konservativen Annahmen für den Fall der TE durch:

Für die Jahre mit Kindergeldbezug, d.h. bis zum 18. Geburtstag der Kinder zahlt sie ca. 300€ pro Jahr, bekommt dazu ca. 500€ Förderung. Danach lassen wir den Vertrag mit dem Mindesteigenbeitrag von 650€ plus 150€ Förderung bis zum 65. Geburtstag weiterlaufen. Gehen wir weiter von der von Dir (konservativ) zu 1,5% p.a. geschätzten Rendite für einen Zeitraum von 35 Jahren aus (das ist der worst case, eine kürzere Laufzeit würde in unserem Beispiel zu einer höheren Rendite führen).

Mit obigen Annahmen errechnet sich aus der gesamten Zahlungsreihe, bezogen auf den Eigenbeitrag, eine Rendite von ca. 5.1% p.a. Bei einer Betrachtung über 30 Jahre wären es sogar 6,1% p.a. unter ansonsten gleichen Bedingungen. Das finde ich für ein relativ sicheres Produkt eine attraktive Rendite. Bekommst Du jedenfalls bei 30jährigen Staatsanleihen nicht. Für die TE halte ich die Riester-Förderung daher für durchaus attraktiv.

Ich habe übrigens nicht geschrieben, dass der Mann den Vertrag nicht machen soll. Aber aufgrund seines höheren Einkommens, und wenn die Kinder auf die Ehefrau angerechnet werden, ist seine Förderung sehr viel niedriger, d.h. seine Rendite wird nur knapp über der Rendite des Sparplans liegen, in obigem Beispiel bei ca. 2% p.a. gerechnet auf den Eigenbeitrag. Das kann man machen, drängt sich aber nicht unbedingt auf.

LG