ich verfolge hier, wie sich immer wieder dieselben leute auf fragesteller stürzen, die auskünfte über alg2 nach dem ersten erziehungsjahr fragen.
mal ganz im ernst, mich regt das wirklich auf. immer diese aussagen:
"ich habe keine lust arbeiten zu gehen, damit du dein privatvergnügen finanzieren kannst...", oder "geh arbeiten wie andere mütter auch" so oder ähnlich lauten die kommentare!
ich wüßte gerne mal, ob ihr jemals auf die idee gekommen seid, wie hoch der staatliche zuschuß für einen kita-platz bemessen ist, bzw. alg2.
also ganz egal, ob eine mutter nun zu hause bleibt und alg1 oder 2 bekommt oder ob sie direkt (gegen ihren willen) wieder arbeiten geht, kita-plätze kosten irre viel geld. dafür bezahlen eltern (zumindest hier) in bezugname auf das einkommen einen anteil, der staat bzw. die kommune den rest.
also erstmal denken und dann schimpfen!
sozialleistungen vs. kinderbetreuungskosten
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Beitrag von anonyym - 12.07.11 - 14:23 Uhr
Beitrag von redrose123 - 12.07.11 - 14:26 Uhr
Und deshalb sollen wir still sein und sagen super? Ich denke auch arbeitende Eltern sind sich dessen bewusst was ein Kigaplatz kostet....Aber dafür muss man eben aufkommen oder/und die Zuschüsse beantragen
Ersteres eben wäre besser das man sein Kind auch selbst finanzieren kann.
Beitrag von redrose123 - 12.07.11 - 14:30 Uhr
Au mann die TE wird nun nicht mehr antworten
Beitrag von lisasimpson - 12.07.11 - 14:38 Uhr
das ist ne wirklich nette Anregung!
und auch der grund, warum der staat keinefalls drängt, daß eien betreuungsperson das kind unter drei jahren fremdbetreuen läßt, sondern in dieser zeit auch die wahl läßt ALG" zu beziehen (ALG 1 paßt in diesem zusammenhang zwar gar nicht, aber was solls)
ich denke "geschimpft" wird hier entweder wenn jemand immer und imemr wieder kinder in die schon finanziell präkere familiensituation hinengebiert, ohne sich gedanken zu machen, wie diese situation zu verändern ist oder wenn die frage kommt "welches amt ist zuständig, nach dem einen jahr elterngeld" oder der vorwuf, der staat habe doch grundsätzlich dafür zu sorgen, daß man 3 jahre lang komplett versort sei.
ja, dem staat ists wahrscheinlich wurscht, ob er der allein erziehenden mutti 1000€ für nen krippenplatz zahlt oder das geld in wohnung und lebensunterhalt der familie steckt.
ABER: was wäre denn nun tatsächlich beser für dsa kind (oder die drei, vier kinder)?
Ein leben am existenzminimum mit einer mutter ohne soziala teilhabe und ohne berufliche perspektive - ode eben eine krippenbetreun,g soziale teilhabe für mutter und kind, finanzielles polster und berufliche entwicklungschancen?
lisasimpson
Beitrag von siomi - 12.07.11 - 14:58 Uhr
Vom Grundsatz magst du nicht unrecht haben.
Aber:
Wo steht das die Betreuung Zuhause besser ist als in der Kita? Angenommen man beantragt Geld um bei den Kindern bleiben zu können. Wer sagt denn das Mutti nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher hängt? Wäre es dann nicht sinnvoller die Kinder alle in den Kindergarten zu bringen, dafür eben die Kosten zu tragen?
Es gibt sich nicht viel, egal wie man es dreht und wendet.
Beitrag von anyca - 12.07.11 - 15:47 Uhr
Was Du nicht bedenkst: Selbst wenn die Kosten für mütterliche Betreuung mit ALG II und die Krippenkosten gleich hoch wären - eine Mutter, die lange daheim war, hat schlechtere Chancen auf einen Wiedereinstieg oder gar Aufstieg im Job als eine Mutter, die früh wieder arbeiten geht.
