Was denkt ihr-crasht der Euro?

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Beitrag von candypop - 12.07.11 - 14:38 Uhr

Aufgrund der immer lauter werdenden Meldungen, würde ich gerne wissen, was ihr denkt.

Crasht der Euro und kommt eine Finanzkrise?



Beitrag von zeitblom - 12.07.11 - 15:03 Uhr

nein.... ist schon seit einiger Zeit im Gange und wird wohl noch einige Zeit so bleiben....

Beitrag von candypop - 12.07.11 - 16:24 Uhr

Ist das nur so ein Gefühl von dir?

Beitrag von zeitblom - 12.07.11 - 16:25 Uhr

eine Ueberzeugung.....

Beitrag von candypop - 12.07.11 - 16:34 Uhr

Du bist, wenn ich richtig gehe, ein Anhänger des Euro?

Dies soll keine Wertung sein, ich bin nur froh, wenn ich mal Gegenstimmen höre, denn in meinem Umfeld, sind durchwegs nur negative Stimmen.

Beitrag von henriette.davidis - 12.07.11 - 16:50 Uhr

Fragt sich irgendwer, ob der Renminbi crasht?

Beitrag von .neo - 12.07.11 - 17:18 Uhr

Da bin ich mir sicher.

Gott sei Dank aber haben Spekulationen in diesem Forum darauf keinen Einfluss.

Beitrag von .neo - 12.07.11 - 16:51 Uhr

Viel mehr würde ich gerne wissen, welches Hintergrundwissen diejenigen haben, die hier Prognosen anstellen.

Das Thema ist ja doch so komplex, dass man mit seiner "eigenen Logik" keine Aussage treffen kann.

Beitrag von candypop - 12.07.11 - 17:07 Uhr

Ich stelle keine Prognosen, dafür kenne ich mich viel zu wenig aus. Ich wollte nur eure Meinung hören.


Beitrag von zeitblom - 12.07.11 - 17:08 Uhr

Falls es Dich beruhigt: Waehrungsprognosen waren schon immer eher Glueckssache unabhaengig vom Wissen der Analysten.... vor allem, wenn man nicht nur die Richtung, sondern auch noch den Zeitpunkt vorhersagen moechte.

Aber waere der chinesische Zahnarzt (falls er denn schon den Staus des belgischen Zahnarztes bereits erreicht hat) wirklich gut beraten, statt z.B. eine €-Geldanlage zu taetigen besser sein Erspartes in US$ anzulegen? Er koennte immerhin damit argumentieren, dass nach 10 Jahren € Ralley gegen den $ es auch mal wieder in die andere Richtung gehen muesste. Aber dann wird er sich daran erinnern, wie verschuldet die USA selber sind und dass es kaum Anzeichen gibt, dass sich dort die Situation bald aendert....

Beitrag von .neo - 12.07.11 - 17:19 Uhr

Der Gedanke dass ein Markt so dynamisch und unkontrollierbar ist, hat manchmal auch etwas gutes.

Beitrag von henriette.davidis - 12.07.11 - 18:29 Uhr

Nicht wahr!?!?
Zumal mir noch immer niemand eine Prognose gestellt hat, wie es denn nun mit dem Renminbi weitergeht.

Beitrag von .neo - 12.07.11 - 18:58 Uhr

Soll ich es für Dich auswürfeln? :-)

Beitrag von henriette.davidis - 12.07.11 - 23:31 Uhr

Wieviele Seiten hat dein Würfel?

Beitrag von .neo - 13.07.11 - 09:17 Uhr

Wieviele mögliche Antworten hättest Du gerne?

Beitrag von felidae01 - 13.07.11 - 08:47 Uhr

"Das Thema ist ja doch so komplex, dass man mit seiner "eigenen Logik" keine Aussage treffen kann. "

Das ist ja so auch richtig, aber eben auch nur zum Teil. Das Thema IST sehr komplex. Dennoch kann man, wenn man so mal die Märkte ein wenig beobachtet, wunderbar sehen, in welche Richtung es gehen könnte.

Wenn man sich fragt, was die logische Folge bei welchen "Hilfsmitteln" ist, kann man durchaus die Richtung erkennen.

Kann man also die Frage durch "eigene Logik" wirklich nicht beantworten? Ich denke nicht, dass alle so doof sind und sich nicht ihre eigene Meinung bilden könnten ;-) Und manchmal ist es da besser auf sein eigenes Gefühl zu achten, als der Schönrederei unserer Regierung und unserer Medien zu glauben. ;-)

#katze

Beitrag von .neo - 13.07.11 - 09:16 Uhr

Die "eigene Logik" ist doch eben durch das eigene Hintergrundwissen definiert. Wenn ich nur 5% der Fakten eines Themas kenne, diese aber in sich geschlossen sind, kann ich mir durchaus einbilden dass meine Logik auch schlüssig ist.

Bei diesem Thema wird man mit Ansätzen der Spieletheorie aber weiterkommen als mit Logik - also das reine Ursache-Wirkung-Prinzip.

Und zum eigenen Gefühl: Wo kommt das denn her?

Beitrag von zeitblom - 13.07.11 - 10:17 Uhr

"Ich denke nicht, dass alle so doof sind und sich nicht ihre eigene Meinung bilden könnten "

Eben....und daher ist der € auch recht stabil um 1,40$...immerhin fast 40% staerker als bei Einfuehrung des €...

Beitrag von .neo - 13.07.11 - 10:20 Uhr

Was ja nicht nur an der Stärke des Euro liegt.

Und was für eine Exportnation auch nicht unbedingt vorteilhaft ist.

Beitrag von zeitblom - 13.07.11 - 10:37 Uhr

"Was ja nicht nur an der Stärke des Euro liegt. "

Natuerlich kann die "Stärke des Euro" auch als Schwaeche des $ oder des £ interpretiert werden. Relativ bleibt der Euro jedenfalls vertrauenswuerdiger.

Dtl. exportiert zum ueberwiegenden Teil in andere europaeische Laender und kann daher seine Wettbewerbsfaehigkeit voll ausspielen, was Laender wie Portugal oder Italien sicher spueren. Ohne den Euro waeren deutsche Produkte in Europa deutlich teurer. Im uebrigen zeigt ja gerade der momentane Erfolg von VW und BMW, dass ein starker Euro kein Hindernis ist...

Beitrag von felidae01 - 13.07.11 - 11:25 Uhr

Jep, zumindest im Vergleich zum Dollar ;-)

Auch hier gilt, dass derzeit nur eine Momentaufnahme im Vergleich zum Dollar vorhanden ist. Nun ist ja aber auch der Dollar keine feste Größe.

Im Gegenteil: Wird nicht bei einer entsprechend schnell steigenden Geldmenge der Wert der Währung nach unten gedrückt? Immerhin werfen die Amerikaner (FED) ihre Gelddruckmaschinen immer häufiger an (der Dollar ist ja nicht mehr an einen Gegenwert wie Gold gebunden), die Geldmenge im Gesamten ($) wird schon eine Weile wohl nicht mehr veröffentlicht. (lass mich aber gern korrigieren ;-))

Wenn nun aber der Dollar aufgrund der Menge eigentlich abgewertet wird - ist das dann gut oder schlecht für unseren "stabilen" Euro? #kratz
Ich denke, eher schlecht, weil wenn der Kurs relativ gesehen stabil bleibt, der Dollar aber im Wert verlieren würde, dann würde das ja bedeuten, dass auch der Wert des Euro zunehmend an Wert einbüsst, selbst wenn wir im alltäglichen Vergleich eine eher stabile Tendenz wahrnehmen.

(Denkfehler dürfen gern berichtigt werden, das alles sind meine Vermutungen)

LG #katze

Beitrag von zeitblom - 13.07.11 - 11:37 Uhr

"wenn der Kurs relativ gesehen stabil bleibt, der Dollar aber im Wert verlieren würde, dann würde das ja bedeuten, dass auch der Wert des Euro zunehmend an Wert einbüsst"

Der Aussenwert des $ wird ja anhand der anderen Waehrungen gemessen. Verliert der $ an Wert gegen alle anderen Waehrungen, erhoeht sich der Wert des € zumindest gegen den $. Verloere der € in gleichem Masse wie der $ an Wert gegen die anderen Waehrungen, dann waere der € zwar stabil gegen den $, aber eben schwach, d.h. wertloser gegenueber anderen Waehrungen. Alle Waehrungen koennen per Definition nicht gleichzeitig "schwach" sein....

Beitrag von frankenchrist - 13.07.11 - 11:52 Uhr

Du vergleichst zwei Währunegn auf aktueller Talfahrt.

Vergleich mal den Euro zum Schweizer Franken!

Beitrag von zeitblom - 13.07.11 - 12:08 Uhr

Das ist eher ein schweizer Problem... es gibt ja auch Leute, die Gold kaufen und sich so in Sicherheit waehnen. Jedenfalls hat die "Staerke" mit Beginn der Finanzkrise begonnen und drueckt weniger die sogenannte Schwaeche des € aus.... aehnlich uebrigens wie beim JPY, das seine "Staerke" vor allem der Repatriierung wegen der Finanzkrise verdankt....

Beitrag von frankenchrist - 13.07.11 - 12:19 Uhr

Ich glaube nicht, dass die Schweizer das derzeit als Problem sehen.

Selbst Schweizer Unternehmen, die zwar immer ein wenig warnen, was die Exportquote aufgrund des starken Franken angeht haben sehr stabile steigende Exportwerte.