Hallo ihr Lieben,
ich habe mich vor einigen Wochen auf eine Stellenanzeige hin beworben. Gestern hatte ich einen Probetag und konnte schon mal reinschnuppern um was es genau geht. Bei der Arbeit handelt es sich um Haarentfernung....
Bis Ende des Jahres würde ich Teilzeit eingestellt, 3 Tage die Woche, 9 Stunden am Tag. Das wären 108 Stunden im Monat. Netto hätte ich 750 Euro plus Prämie von 150 Euro. Ab nächstes Jahr dann Vollzeit, 9 Std täglich für 1500 Netto plus Prämie und nochmal Prämien wenn ich selber mit Kunden Verträge abschließe.
Der Chef hat mir erklärt das dieses Gehalt das Geld ist was auf meinem Konto kommt. Von Brutto hat er nie gesprochen. Kenne also auch garnicht den Stundenlohn.
Würde ich den Vertrag unterschreiben, müsste ich auch an einem Lehrgang von 6 Tagen teilnehmen. Kostet 1200 Euro und die zahlt die Firma. Dafür muss ich aber unterschreiben das ich 6 Monate nich kündige. Ansonsten müsste ich das zurückzahlen und auch wenn die Firma mich kündigt müsste ich es zurückzahlen.
Dazu kommt das der Arbeitgeber 50 km entfernt ist. Mit DB hätte ich 160-200 Euro Fahrtgeld im Monat als Ausgaben.
Nun meine Frage. 750 Netto für 108 std und 1500 bei 180 std, ist das ein normales Gehalt? Wie findet ihr überhaupt das ganze? Ich mach mir Sorgen um die 1200 Euro. Es kann ja immer mal was passieren, so das man evt. eine Stelle kündigen muss.... Die Arbeit an sich würde mir schon Spaß machen, nur machen die auch Intimbehandlungen und ich weiß nich ob ich das hinkriege. Auf Promotions und Messen geht es auch regelmäßig, was ja interessant ist.
Eigentlich bin ich mir tierisch unsicher
Bis Freitag muss ich eine Entscheidung treffen. Würdet ihr es tun?
Gehalt ok?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von nukinuk - 13.07.11 - 16:18 Uhr
Beitrag von kathi.net - 13.07.11 - 16:34 Uhr
Das klingt nicht seriös 
".....und auch wenn die Firma mich kündigt müsste ich es zurückzahlen....."
Komische Klausel. Ich als Pessimist (was sowas angeht) sehe die "betriebsbedingte" Kündigung (oder so ähnlich) schon vor meinem geistigen Auge 
Außerdem frag ich mich, woher der AG deine Lst.Kl. weiß? Und was ist das für eine ominöse Prämie?
Beitrag von nukinuk - 13.07.11 - 16:49 Uhr
Hallo 
Also bin ich doch nicht die einzige die das skeptisch sieht....
Also da geht es um ein Institut (Europaweit vertreten) die dauerhaft Haare entfernen. Da dieses aber eine sehr teure Angelegenheit ist (1500 Euro für Oberlippe und Achseln zb) werden Verträge/Aufträge mit den Kunden geschlossen. Solche Behandlungen dauern mehrere Sitzungen. Und jede Mitarbeiterin die mit einem Kunden einen Vertrag abschließt, bekommt dafür eine Prämie. Ist zu vergleichen wie mit einem Autoverkäufer, glaub ich 
Wegen den 1200 Euro hab ich auch nachgehakt, da er mich ja rausschmeißen könnte und ich hab dann 1200 Euro Schulden. Er meinte nur das das Quatsch wäre da es ihm ja nichts bringen würde. Das wäre nur zur Absicherung damit ich nach dem Lehrgang nich abhaue.
Was die Lst.Kl. betrifft hab ich mich auch gefragt. Er sagte das ist egal, es wird jeder 750 (TZ ) oder 1500 (VZ) auf seinem Konto drauf haben.
Mein Bauch sagt nein zu dem Job. Aber da ich Geld verdienen muss, weiß ich nich was ich tun soll
Beitrag von vwpassat - 13.07.11 - 17:01 Uhr
Mach es nicht!
o.w.B.
Beitrag von sigidrifa - 13.07.11 - 16:36 Uhr
Das Gehalt finde ich persnlich so ok, aber diese evt Rückzahlung macht mir Bauchschmerzen. Koennte auch Masche sein.
Beitrag von ppg - 13.07.11 - 17:09 Uhr
Ich arbeite u.a. in der Erwachsenenbildung ( Bereich Service / Dienstleistung / Verkauf ),
Rückzahlungsklauseln im Vertrag sind vollkommen legal und mittlerweile auch gang und gebe. Sogar bei firmenunspezifischen Weiterbildungen wird mittlerweile auch ein geringer Selbstkostenanteil vom Arbeitgeber erhoben. Einfach weil sich gezeigt hat, das die Angestellten einfach besser mitarbeiten, wenn sie selbst was für die Weiterbildung gezahlt haben, selbst wenn es nur 20€ gewesen sind ( die da noch nichteinmal die Kosten des caterings abdecken )
Ute
Beitrag von stier84 - 13.07.11 - 17:03 Uhr
Stell dir folgendes vor "Du machst den Lehrgang und wirst nach einem Monat gekündigt (eigentlich macht man solche Lehrgänge nach einer Probezeit. Dass du danach etwas bleiben musst ist völlig in Ordnung) und zahlst dem Arbeitgeber EUR 1200,--. Woher weisst du denn, ob er wirklich die 1200 zahlen musste? Stell dir vor, der Lehrgang kostet nur EUR 500,00 und den Gewinn für die beiden Unternehmen kannst du dir ja ausrechnen. Hör auf dein Bauchgefühl. Geld ist zwar gut aber EUR 1200 Schulden nicht
Beitrag von ppg - 13.07.11 - 17:13 Uhr
eigentlich macht man solche Lehrgänge nach einer Probezeit
Was macht das für einen Sinn??? Wenn sie die Produkte verkaufen soll, dann braucht sie das Fachwissen zum Arbeitsbeginn
Ute
Beitrag von stier84 - 13.07.11 - 17:21 Uhr
Der Sinn ist, dass man ja nicht weiss ob man in dem Unternehmen bleiben möchte. Ich arbeite im Büro und da hat man Seminare erst nach der Probezeit aber in dem Beruf kenne ich mich nicht aus
Beitrag von ppg - 13.07.11 - 17:52 Uhr
Ich bin Selbständig und arbeite Freiberuflich branchenübergreifend in vielen Unternehmen als Consulter. Ich habe schon unzählige Schulungen mitgemacht, meistens wenn das Unternehmen eh neue MA eingestellt hat, saß ich dann halt dabei. Es ist normal, zumindest in vertrieblich ausgerichteten Unternehmen.
Ute
Beitrag von sohnemann_max - 13.07.11 - 17:29 Uhr
Hi,
sorry, aber wie kann er Dir von einem Nettogehalt erzählen?! Er kennt bestimmt Deine Sozialabgaben nicht im Detail.
Für mich sehr unseriös....
Besser wäre gewesen, er hätte Dir einen konkreten Stundenlohn geboten und gesagt, dazu gibt es Prämien wenn Verträge abgeschlossen werden.
Um auf das Nettogehalt zu kommen, welches er Dir nannte, musste bestimmt viele, viele zusätzliche Verträge abschließen, die er so noch nicht genannt hat.
LG
Caro
Beitrag von nukinuk - 13.07.11 - 17:43 Uhr
hi,
da hast du recht. wenn ich nicht so dringend auf arbeit angewiesen wäre, hätte ich sicher schon abgelehnt. man sollte ja wissen wie der stundenlohn ist. mein mann hat versucht das auszurechnen. bei 750 euro ohne abgaben wären das ja 6 euro und ein paar zerquetschte?
mein mann meint auch ich solle es besser nicht machen. wenn ich nur nich ständig im kopf hätte das diese arbeit unsere finanzielle situation verbessern könnte...... so viel pech wie ich habe kommt es aus banalen gründen zu einer kündigung und ich habe 1200 euro schulden dazu bekommen
naja, mir hats auf jeden fall geholfen mich mal mit aussenstehenden darüber auszutauschen.
danke
Beitrag von nukinuk - 13.07.11 - 17:34 Uhr
das Problem ist halt das ich mich nicht wohl fühle dabei. Ich kenne die Leute nicht und man kann einem ja nur vor den Kopf schauen und nicht da rein. mich verunsichert nur das die mich quasi 6 monate mobben, belästigen oder was auch immer können und ich kann dann noch nich ma kündigen ohne 1200 euro schulden zu haben? man soll ja nich vom schlimmsten ausgehen, aber irgendwie fühlt man sich doch ausgeliefert, oder?
Beitrag von platon - 13.07.11 - 17:40 Uhr
Gibt es dort nicht noch andere Jab`s ? 6,95€ Netto 
180 Stunden (45 Stunden pro Woche) da´nn gibt es 8,34€ 
Ist die Arbeitsstelle in Polen???
LG
Platon
Beitrag von nukinuk - 13.07.11 - 17:54 Uhr
hi
also hat mein mann doch richtig gerechnet. wollte es ihm garnicht glauben
.
ohje. so hört sich das schon wieder anders an. ich glaub ich hab jetzt meine entscheidung getroffen, lol.
und nein, die stelle ist nicht in polen sondern mitten in nrw wo behauptet wird das die stadt boomt und es wieder einen aufschwung gibt *lach*
Beitrag von platon - 13.07.11 - 19:09 Uhr
Hallo,
Private Haushaltshilfen und Reinigungskräfte verdienen in Deiner Umgebung 10,-€ bis 15,-€ die Stunde!
http://jobs.meinestadt.de/koeln
PS.: Teilt Ihr Euch Euren Nick, oder schreibst Du in seinem Namen?
Schau mal Deine VK an.
LG
Plato
Beitrag von nukinuk - 13.07.11 - 21:23 Uhr
hallo 
mit den putzstellen ist mir bewusst. habe einen minijob auf 400 euro basis bei einem arzt. ca 30 std im monat, kurz staubsaugen und nass wischen. kann mir aussuchen ob morgens oder abends. also ich bin schon sehr froh diesen job zu haben.
bei meinestadt.de geh ich fast täglich gucken, aber ich such halt was auf steuerkarte, zusätzlich, und wenn möglich in meinem alten beruf (kosmetikerin). leider ist das alles nicht so einfach .....
ps.: mit dem nick wollte ich immer ändern aber irgendwann ist es mir nicht mehr aufgefallen und da war es mir schon nicht mehr bewusst *schäm*. werds mal ändern
Beitrag von jeroniemo - 13.07.11 - 19:50 Uhr
Nettogehälter zu nennen ist für mich schon unseriös für einen AG.
Beitrag von demy - 14.07.11 - 09:55 Uhr
"Kostet 1200 Euro und die zahlt die Firma. Dafür muss ich aber unterschreiben das ich 6 Monate nich kündige. Ansonsten müsste ich das zurückzahlen und auch wenn die Firma mich kündigt müsste ich es zurückzahlen."
Wenn die Firma ordentlich und fristgerecht kündigt, können sie keine Lehrgangskosten zurückverlangen, egal was vertraglich vereinbart wurde.
Das geht nur bei einer außerordentlichen Kündigung und die ist ja nur mit schwerwiegenden Fehlverhalten deinerseits möglich.
Eine außerordentliche Kündigung würde ich bei fadenscheinigen Gründen auch immer vor Gericht angreifen.
Das Gehalt wäre für mich übrigens völlig indiskutabel und wie schon viele schrieben, als AG spricht man nicht von Nettogehältern.
Gruß
Demy
