Mein Job.. Ich kann nicht mehr

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Beitrag von hoolie - 18.07.11 - 19:02 Uhr

Hallo,

vielleicht könnt ihr mir helfen bzw. mich etwas aufbauen: Ich kann nicht mehr.. Ich bin nervlich am Ende. Allein beim Gedanken daran, dass ich morgen wieder im Büro sitzen muss, wird mir schlecht und alles in mir krampft zusammen.
Heute habe ich erstmals den Gedanken laut ausgesprochen zu kündigen.
Nun habe ich wieder Streit mit meinem Freund: Seine Worte: "Was willst du denn sonst machen? Glaubst du woanders ist es besser??" Bei seinen Wrten habe ich zu heulen begonnen und er hat das Gespräch mit den Worten beendet: "Ruf mich an wenn du wieder normal bist!"

Nach der Matura habe ich eine Lehre im Reisebüro beginnen und bin seit 2 Jahren fix angestellt, also übernommen worden. Ebenslange weiss ich, dass ich diesen Beruf auf keinen Fall mein Leben lang machen möchte!!!

Ich habe aber nie den letzten Schritt machen können und zu kündigen.

Ich habe die nettesten und liebsten Kolleginnen, die ich mir wünschen könnte. ABer trotzdem - ich kann einfach nicht mehr. Ich möchte etwas neues beginnen. Außerdem gefällt mir diese Arbeit einfach nicht.. Sie macht mich krank.. Mein Freund versteht das einfach nicht

Ich möchte seit einiger Zeit auch studieren (so wie meine Freunde, Cousins und mein Freund es alle tun) und nebenbei etwas geringfügig arbeiten. Wieso sollte ich das nicht schaffen?

Seit Ihr schon einmal in so einer Situation gewesen? Wie seit ihr damit umgegangen?

Danke fürs Zuhören und liebe Grüße

hoolie

Beitrag von gr202 - 18.07.11 - 19:09 Uhr

Genervt war ich in meiner Arbeits"laufbahn" natürlich auch schon öfter, aber bevor man kündigt, sollte man wissen, wie es weitergeht, außer Du hast jemanden, der Dich finanziell unterstützt.

Wenn Du studieren willst, solltest Du erstmal schauen, ob Du einen Studienplatz bekommst, Bafög?, Wohngeld?, wo findest Du mal eben einen Nebenjob?

Ich kann Deinen Freund verstehen, einfach kündigen und dann sehen, was passiert, ist ziemlich naiv.

Gruß
GR

Beitrag von hoolie - 18.07.11 - 19:21 Uhr

Meine Mutter steht da hinter mir!
Wäre ja eig auchso geplant gewesen, dass ich studiere.. und nicht einfach eine Lehre mache! Aber ich habe es mir damals vor 4 Jahren so eingebildet...

Wohnung ist auch kein Problem.. ich spiele schon länger mit dem Gedanken meine Wohnung aufzugeben und wieder zu meiner Mama zu ziehen, die im Nebenhaus wohnt. Sie bietet mir das auch immer wieder an...
Diese Wohnung war ja auch so eine Kurzschlußreaktion.. nun bleibt mir am Ende des Monats kaum mehr Geld übrig..

Ich habe ja nicht vor vom Amt zu leben.. Ich will nur auch später mehr vom Leben haben, als in diesem Job ohne Aussichten fest zu sitzen :-(

Gruß

Beitrag von gr202 - 18.07.11 - 20:07 Uhr

Dann schau mal nach einem Studienplatz und informier Dich über Bafög, kündige Deine Wohnung und auch Deinen Arbeitsplatz.

Erklär Deinem Freund, wie wichtig Dir ein Studium ist. Wenn er ist nicht versteht, ist er vielleicht nicht der Richtige.

Alles Gute!

Beitrag von hoolie - 18.07.11 - 20:11 Uhr

Danke!

Ich habe gerade wieder mit ihm diskutiert. Gerade hat er mir geschrieben, dass ich das schaffen werde, wenn ich es wirklich will...

Werde mich demnächst mal mit meiner Mutter zusammen setzten. Sie hat sich schon bei der Letzten "Berufs, Studium, Weiterbildungsmesse" schlau gemacht

Beitrag von derhimmelmusswarten - 18.07.11 - 19:13 Uhr

Was geht es deinen Freund an, was DU machst? Er muss dich ja nicht finanzieren.Ist ja nicht dein Mann. Such dir einen anderen Job und am Besten einen neuen Freund direkt dazu.

Beitrag von hoolie - 18.07.11 - 19:32 Uhr

Mein Freund hat auch leicht reden.. Er studiert und hat eine Arbeit die ihm super gefällt, die ihn interessiert und für die er aufgeht...

und ich geh jeden Tag mit Magenschmerzen hin, bete das Zeit schnell vergeht und das Wochenende bald kommt ...

Beitrag von derhimmelmusswarten - 18.07.11 - 21:29 Uhr

Ah toll- er studiert und du sollst es nicht. Super. Hör bloß nicht auf den.

Beitrag von sandra7.12.75 - 18.07.11 - 19:38 Uhr

Hallo

Ja ich war mal soweit unten.Das war vor 2 Jahren,allerdings hatte ich da schon vier Kinder und einen Ehemann.

Ich habe gekündigt und bin dann kurze Zeit später ehrenamtlich bei der Caritas angefangen.

An deiner Stelle würde ich mir überlegen wozu du Lust hast um sich anderweitig zu orientieren wegen dem Geld.

Kannst du zu deinen Eltern???Ich verstehe da deinen Freund nicht wirklich.Wenn man ünglücklich ist sollte man was ändern.

lg

Beitrag von hoolie - 18.07.11 - 19:42 Uhr

ja meine Mama würde sich freuen, wenn ich wieder ganz zu ihr ziehe.. Habe meine Wohnung 1min von ihr entfernt..

Habe gerade wieder mit ihm telefoniert. Er versteht einfach nicht, dass ich diesen Beruf nicht mehr machen möchte! "Ich soll mich nicht so anstellen.. und was will ich denn schon anderes machen? Du hast ja nichts anderes gelernt.."

lg

Beitrag von a79 - 18.07.11 - 19:43 Uhr

Hallo,

ja, verstehen kann ich das schon. Bei mir war es ähnlich aber ich hätte auch nicht die Traute gehabt, zu kündigen, wenn wir nicht hätten umziehen müssen und ich nicht gerade frisch in Elternzeit gewesen wäre. Der Umzug gekoppelt mit der Elternzeit hat mich dazu bewogen, meine berufliche Situation nochmal zu überdenken und ich bin -wie Du - zu dem Schluss gekommen, dass ich in meinem erlernten Beruf nicht den Rest meines Arbeitslebens verbringen möchte.
Im September letzten Jahres habe ich dann den Schritt gewagt und mich an der FH eingeschrieben, wo ich nun im 2 Semester studiere. Bisher habe ich , trotz meiner zwei Kinder, alles ganz gut hinbekommen und alle scheine zeitgerecht absolviert, auch wenn es manchmal stressig ist.
Mein Mann verdient gut und steht voll hinter mir -sonst wäre das alles nicht möglich. Für einen Nebenjob würde bei mir die Ziet nicht reichen oder die Kinder zu kurz kommen, von daher bin ich froh, dass es geldmäßig bei uns passt. Wichtig ist auch, dass die anfallenden Aufgaben (bezüglich Haushalt, Kinder, Organisation...) gut aufgeteilt werden, damit es keinem der Partner zu viel wird.

Mit viel Planung ist sowas machbar -stell Dir allerdings nicht alles als eitel Sonnenschein vor...auch das Studium hat seine Schattenseiten und ist auch vom Arbeitspensum (abhängig von Studiengang und -Form) nicht zu unterschätzen!

LG und alles Gute für Deine Entscheidung!

Andrea

Beitrag von hoolie - 18.07.11 - 20:06 Uhr

Das bin ich mir bewusst :-)

Ich finde das toll, dass du diesen Schritt gewagt hast!!!

Ich werd mich jetzt mal hinsetzten und mich nochmal genau über die angebotenen Studienfächer informieren

LG und vielen Dank!

Beitrag von judy13 - 18.07.11 - 19:54 Uhr

Informier dich über interessante Studiengänge und Anmeldefristen an der Uni...zum nächstmöglichen Termin bewerben und wenn du einen Studiumsplatz hast kündigen oder im besten Fall teilzeit/400€ Basis weiter arbeiten.
Es ist nicht direkt der Job der dir keinen Spaß mehr macht, du merkst nur einfach dass du mehr aus dir machen kannst und möchtest. Also mach es einfach.
Und was deinen Freund betrifft: Wenn man jemanden wirklich liebt, dann möchte man dass diese Person glücklich und zufrieden ist. Deinem Freund ist nur wichtig dass alles beim alten bleibt, ob du dabei glücklich bist ist ihm egal:-( Kommt zumindest so rüber...
Es gibt leider Männer die einen ständig nur ausbremsen und klein halten wollen...es gibt aber auch die Sorte, die sich freuen wenn Frau was aus sich macht und stolz sind über ihren Erfolg. Überleg gut zu welcher Sorte dein Freund gehört und ob du das wirklich möchtest.
DU hast die Verantwortung für dein Leben und niemand anders!!! Also nicht nachher mit 30 ankommen und sagen: Ja, ich hätt ja schon studiert und Karriere gemacht aber mein damaliger Freund war nicht so begeistern von der Idee....*schnief* ;-)

Beitrag von hoolie - 18.07.11 - 20:03 Uhr

Ganz genau!
Meine ganzen ehemaligen KlassenkameradInnen sind mitten im Studium, machen etwas aus sich.. und ich bin in einem Job gefangen, der mir 1. nicht gefällt, und genauwie du sagst: Ich will nicht irgendwann darüber nachdenken und mir eingestehen müssen, dass ich nichts aus mir und meinem Leben gemacht habe, nur weil ich mich nicht getraut habe

Apropos Freund: Er hat mir gerade geschrieben: Aber wenn du es wirklich willst wirst du es schon schaffen

:-)

Beitrag von marion2 - 18.07.11 - 19:56 Uhr

Hallo,

ich war schon mal in einer ähnlichen Situation. Da hab ich den Job gewechselt.

Mein Partner hätte mir nie Steine in den Weg gelegt.

Gruß

Beitrag von wasteline - 18.07.11 - 20:07 Uhr

Du bist 22 Jahre alt und jung genug einen Neustart zu machen.

Wenn Du studieren willst, dann mache es. Überlege genau, welcher Studiengang Dich wirklich interessiert und lege los.

Aber erst den Neustart regeln und dann kündigen. Wenn Du ein festes Ziel vor Augen hast, dann fällt bis dahin auch die Arbeit leichter.

Und Deinen Freund verstehe ich überhaupt nicht. Hat er Angst, dass Du ihm beruflich eventuell gleichgestellt bist und er nicht mehr der tolle Hecht ist, zu dem Du aufschaust?

Beitrag von cooky2007 - 18.07.11 - 21:39 Uhr

Du willst - einfach so - kündigen, ohne neues Arbeitsverhältnis?

Sorry, aber wie willst du das finanzieren.

Du siehst das Leben deiner Bekannten/Freunde etc, wie sie "studieren",, immer Zeit haben etc und nur einen Mini-Job haben, nicht wahr, das möchtest du auch?
Du fühlst dich ausgegrenzt, weil du eben diesen Vollzeitjob hast und die anderen nur etwa 8-10 Stunden pro Woche arbeiten. Und es wird eben "studiert" - da geht man mal hin, ein anderes mal eben nicht, hat oft zeit, monatelang Semesterferien etc.
Du hast auch nicht geschrieben, WAS du studieren möchtest.
Du willst demnach also einfach mal ein Studium machen.
Welches? Mit welchem Ziel?

Ist es eine Laune, weil du "nicht mehr kannst"?
Warum "kannst du nicht mehr"?
Du hast es nicht erläutert. Was GENAU stört dich?
Warum macht dich diese Arbeit krank?
Welche Krankheit genau meinst du?


Beitrag von woodgo - 19.07.11 - 08:56 Uhr

Hallo,

wenn Dir Dein Job schon so lange auf die Nerven geht, hätte ich schon längst mal überlegt, was ich machen möchte, mich umorientiert und mit etwas neuem in der Hand hätte ich DANN ERST gekündigt.

LG

Beitrag von jono - 19.07.11 - 09:30 Uhr

Hallo,

So wie ich Deine Beiträge lese, bist Du Dir ja bewußt, das auch ein Studium anstrengend sein kann. Du bist noch so jung, ich würde an Deiner Stelle studieren. Dazu hast DU einen Beruf erlernt, der Dich im Studium durchaus über Wasser halten kann. Die Einschreibefristen für das Wintersemester müsten aber vorbei sein, oder? Schade, aber so hast Du genug Zeit alles zu organisieren und noch einmal zu überlegen, welches Studium Du beginnen möchtest. Ich habe mein Studium nie bereut.p und würde es immer wieder tun. Viel Erfolg und
lg
Jono

Beitrag von falkster - 19.07.11 - 09:31 Uhr

Dein Freund ist vielleicht ein A-loch!

Als meine Frau (damals noch Freundin) mir erzählte sie hasse ihren Job, habe ich sie damals ermutigt, sie solle sich was neues suchen und habe ihr geholfen, was entsprechendes zu finden.

Nie im Leben wäre mir eingefallen ihr zu sagen sie solle sich melden, wenn sie wieder "normal" sei.
Völlig indiskutabel. Jemand sagte hier ja schon, dass Du vielleicht mit dem Job gleich den Freund wechseln solltest...

Was den Wechsel selbst angeht wurde auch schon gesagt, was absolut richtig ist. Mach Dich erst schlau über Alternativen, DANN leite die entsprechenden Schritte ein...

Viel Erfolg! Es kann nur besser werden.

Beitrag von lichtenstein - 19.07.11 - 11:56 Uhr

Seit Ihr schon einmal in so einer Situation gewesen? Wie seit ihr damit umgegangen?

Mein Lebenslauf in Kurzfassung: nach einer handwerklichen Ausbildung habe ich noch eine kaufmännische Ausbildung und ein nebenberufliches Studium absolviert. Wenn mich ein Job nicht mehr gefordert hat, habe ich mir eine neue Herausforderung gesucht.

Gerade wenn man noch jung ist, kann man nur durch probieren herausfinden, was einem gefällt. Schlimmer, als etwas anderes zu machen finde ich, wenn man sitzen bleibt und leidet.

In diesem Sinne: pack Dein Studium an.

Gruß

Lichtenstein