Krankmeldung meiner Angestellten

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Beitrag von biene81 - 20.07.11 - 10:07 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich beschaeftige eine Teilzeitkraft. Aufgaben dieser Kraft sind Kostenvoranschlaege austellen, mit den Lieferanten und Handwerkern verhandeln/Termine nachen, Rechnungen ausstellen, allgemeine Buchhaltung.

Vor 8 Wochen kam die erste Krankmeldung. 1 Woche. Kein Problem. Danach wieder 2 Tage normal gearbeitet. Dann wieder Krankmeldung und jedes Mal von einem anderen Arzt. So geht es seit nunmehr 8 Wochen und langsam reisst mir der Geduldsfaden.

Es ist nicht nur diese Unbestaendigkeit, (wenn ich wuesste, meine Angestellte wuerde fuer 8 Wochen ausfallen waere dies kein Problem, dann koennte ich mich damit arrangieren, es ist auch der Fakt, dass ich die Dame mindestens 1 Mal die Woche quietschfidel beim Einkaufen (Klamotten shoppen), Kaffee trinken und am Badestrand sehe.
Ich weiss nicht genau wie die Sachlage ist, aber ist dies erlaubt? Angeblich hat sie was an der Hand und koenne keine Papierseiten umschlafen/Computertastatur bedienen. Sehen kann man allerdings nichts.

Ich bin schon drauf und dran zu kuendigen. Ich bin nur ein kleines Unternehmen,ich kann mir so eine Unbestaendigkeit nicht leisten, finanzielll zwar kein Problem, aber arbeitstechnisch eine Katastrophe. Dadurch, dass sie zwischendurch immer 1-2 Tage arbeitet, kommt sie natuerlich nie in den Bezug von Krankengeld von der KK, diese wuerde warscheinlich auch hinterfragen was genau an Krankheiten vorliegt, mir bleibt dieses Recht vorenthalten.

Was wuerdet ihr machen? Ausprache hat schon stattgefunden, aber sie sagt eben sie kann keinen Computer bedienen.

LG
Biene

Beitrag von kathi.net - 20.07.11 - 10:20 Uhr

AU anzweifeln darfst du und den medizinischen Dienst einschalten.

Wie lange ist die Dame denn schon da? Ist Probezeit vereinbart?

Beitrag von biene81 - 20.07.11 - 10:21 Uhr

Sie hat im Januar angefangen, Probezeit war 3 Monate.

Danke & LG

Biene

Beitrag von kathi.net - 20.07.11 - 10:30 Uhr

Na dann würde ich ihr kündigen.

Beitrag von thekchen - 20.07.11 - 10:22 Uhr

Hallo,

ich würde sie entlassen. Wenn sie wieder gesund ist sprichst Du die Kündigung aus.

Das ist für so ein kleines Unternehmen nicht tragbar. Ich finde es unmöglich wie sich Deine Angestellte verhält.


LG Thekchen

Beitrag von biene81 - 20.07.11 - 10:25 Uhr

Danke, ich bin auch wirklich geschockt ueber ihr Verhalten.

Wie gesagt, wuerde sie operiert werden oder eine sonstige, lange Krankmeldung bekommen muessen, waere das kein Problem. Aber bei sowas bekomme ich wirklich die Krise.

LG

Biene

Beitrag von windsbraut69 - 20.07.11 - 10:40 Uhr

Warum erst dann?

Beitrag von manavgat - 20.07.11 - 13:04 Uhr

sie kann auch kündigen während die Dame krank ist!

Gruß

Manavgat

Beitrag von sassi31 - 20.07.11 - 14:23 Uhr

#pro

Beitrag von hellokittyfan-07 - 20.07.11 - 10:25 Uhr

hallo, ich weiß zwar nicht wie di rechte so sind aber wenn ich die chefin wäre und wie du sagts hattest du schon eine aussprache mit ihr würde ich mir eine neue angestellte suchen. sorry aber krank kann eder mal werden aber nicht so wie du sagst 2 tage arbeiten dann wieder krank usw usw und vor allem ich denk nicht das sie an den badestrand darf wenn sie ne krankschreibung hat. einkaufen gehen darf man da man sich aj verpflegen muss aber baden, disco kino usw das geht ja mal garnicht. entweder du erteilst ihr eine abmahnung oder eben die kündigung.
lg.nicole

Beitrag von biene81 - 20.07.11 - 10:27 Uhr

Danke, ich werde wenn dann wohl gleich kuendigen. Abmahnen mag ich gar nicht, irgendwie ist dann das Verhaeltnis auf immer gestoert.

LG

Biene

Beitrag von windsbraut69 - 20.07.11 - 11:55 Uhr

Ohne Kenntnis der rechtlichen Lage macht deine Antwort wenig Sinn, sorry.

Weder Kino- noch Strandbesuche sind grundsätzlich verboten.

Gruß,

W

Beitrag von sassi31 - 20.07.11 - 14:28 Uhr

Natürlich darf sie auch mit einer Krankschreibung an den Badestrand. Vorausgesetzt, sie gefährdet damit nicht die Genesung.

Ich bin mit meinem eingegipsten Arm auch am Badesee (natürlich nicht im Wasser), einkaufen und in der Disco gewesen. Nur Büroarbeit kann man nunmal nicht wirklich erledigen, wenn die "Haupthand" von den Fingerspitzen bis zum Oberarm eingegipst ist. Hab ich versucht, hat aber nicht geklappt.

Eine andere Sache ist es, wie das auf den AG wirkt. Meiner hat ja gesehen, dass ich trotz Gips arbeiten wollte, es aber einfach nicht geklappt hat. Also war das kein Thema. Aber so wie Biene es beschreibt, kommt es sehr seltsam rüber.

Beitrag von vwpassat - 20.07.11 - 10:26 Uhr

Ich würde noch ein einziges (!) Mal das Gespräch suchen und nach der nächsten Krankmeldung kündigen.

Ich schätze mal, in der Probezeit gab es diese Mätzchen nicht?

Dann ist der Fall doch klar.

Beitrag von biene81 - 20.07.11 - 10:28 Uhr

Nee, da war alles ok. Sie war nie die Kroenung aller Angstellen, aber es hat gereicht und sie hat ihre Arbeit immer erledigt.

Beitrag von demy - 20.07.11 - 10:57 Uhr

Hallo,
ich würde ihr kündigen.

Das ist in deinem rechtlich Fall auch einfacher, da die Dame keinen Kündigungsschutz gemäß dem Kündigungsschutzgesetz hat.

Fristen musst du natürlich einhalten, in deinem Fall 4 Wochen gemäß §622 BGB
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html

Sowas kann man sich als kleiner Betrieb arbeitstechnisch einfach nicht leisten.
Am Ende verliert man noch Kunden weil Arbeit nicht gemacht wird, oder Geld weil Rechnungen nicht gestellt werden und und und.

Gruß
Demy

Beitrag von fuxx - 20.07.11 - 10:57 Uhr

so einen Fall haben wir bei uns in der Firma auch. Ständig krank, ständig anderer Arzt.
Wir haben den Kollegen schon zum Amtsarzt geschickt und mit der Krankenkasse gesprochen - aber leider alles ohne Erfolg, dem Mann kann nicht so einfach gekündigt werden.

Ich weiss allerdings nicht, warum wir den nicht los werden. Täglich liest man hier von Kündigungen und in so einem offensichtlichen Fall ist es dann nicht möglich.

Beitrag von sassi31 - 20.07.11 - 14:31 Uhr

Ich vermute mal, der Mann ist wirklich krank und es gibt außer der Krankheit ansonsten keinen Grund für eine Kündigung. Denn wenn die Firma groß genug ist, darf man einen MA nicht wegen seiner Krankheit entlassen. Das geht erst dann, wenn die Arbeitsabläufe durch die häufigen Fehlzeiten so extrem beeinflusst werden, dass der Firma eine Weiterbeschäftigung nicht zugemutet werden kann.

Bei der TE sieht das allerdings anders aus.

Beitrag von lichtenstein - 20.07.11 - 11:05 Uhr

Wenn mich nicht alles täuscht, kannst Du ihr problemlos aus betrieblichen Gründen kündigen, Du musst Dir also keinen Grund erfingen. Du bist ein so kleiner Betrieb, dass Du es Dir finanziell einfach nicht leisten kannst, jemand zu bezahlen ohne Gegenleistung. Falls Sie die Kündigung anfechten sollte, gibt es ja die Atteste, dass Sie derzeit garnicht arbeiten KANN.

Gruß

Lichtenstein

Beitrag von parzifal - 20.07.11 - 11:33 Uhr

Die TE braucht überhaupt keinen Grund in der Kündigung anzugeben. Insofern muss sie auch keine betrieblichen Gründe anführen.

Gruß
parzifal

Beitrag von lichtenstein - 20.07.11 - 11:58 Uhr

Stimmt. "Betriebliche Gründe" sind der Begriff, der der Agentur für Arbeit übermittelt wird.

Beitrag von tortenliesel - 20.07.11 - 11:12 Uhr

Also, würdest Du bei mir aus der Nähe kommen, ich würde den Job liebend gerne machen ;)

Aber ich verstehe das... So ein Unzuverlässigkeit nervt extrem. Bei uns im Büro gehen wir offen mit Erkrankunegn um, damit der Chef und die Kollegen wissen, auf was man sich einstellen kann und auch, damit einem geholfen wird.

LG, Sandra

Beitrag von biene81 - 20.07.11 - 11:20 Uhr

Lieben Dank fuer eure Antworten.
Ich habe sie eben angerufen um mal nachzufragen wann denn wieder mit ihr zu rechnen waere, also 100%ig.
Daraufhin kam von ihr dann nur die Antwort "Na so wie es aussieht diesen Sommer nicht mehr".
Ich werde jetzt die Kuendigung fertigmachen.
Aergere mich gerade ueber mich selbst.
Ich hab ihr wirklich gute Arbeitsbedigungen gegeben, freie Zeiteinteilung, arbeiten von zuhause, Gehalt auch nicht schlecht und Teilzeit statt 400 Euro Job.
Naja, wieder was draus gelernt.

Lieben Dank nochmal.

Biene

Beitrag von baerchi1981 - 20.07.11 - 11:36 Uhr

Oh man, dann kriegt man doch echt einen an der Klatsche.

So einen Job würde ich sofort mit Kußhand nehmen und so eine....... setzt es leichtfertig aufs Spiel.

Also ich drücke dir die Daumen, dass du schnell eine geeignete Angestellte findest und die gute Frau schnell loswirst.

Beitrag von cinderella2008 - 20.07.11 - 12:36 Uhr

Hallo,

wenn ich das lese, kommt mir da so ein Verdacht. Kann es sein, das die Gute das mit Absicht gemacht hat, damit ihr gekündigt wird? Vielleicht hat sie keine Lust zum Arbeiten und möchte nicht, dass ihr durch Eigenkündigung irgendwelche Leistungen gekürzt werden?

Kann natürlich sein, dass meine Phantasie jetzt mit mir durchgeht.

LG, Cinderella