Herablassender Mensch

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Beitrag von schullek - 20.07.11 - 17:31 Uhr

Hallo,

habe gerade diesen Artikel (wenn man es so nennen kann) gelesen und schäme mich mal wieder für unsere Gattung.

http://www.bild.de/news/ausland/leopard/verbeisst-sich-im-nacken-eines-forstarbeiters-18955300.bild.html

(ja, Bild, gabs noch auf anderen in ähnlichem Ton, daher ist die Quelle wohl egal)

Jedenfalls bröselt es mich enorm an, dass hier das wilde gefährliche raubtier gegen die armen zivilisierten Menschen dargestellt wird. Natürlich kann ich die menschen verstehen, die Angst hatten, als das Tier im Dorf auftauchte. keiner will von einem Leopard angegriffen werden...

Aber: Es wird ewig erzählt, wer alles wieviel vom bösen Tier verletzt wurde und im Schlussatz ganz lapidar: Das ier erlag später seinen Verletzungen.
Wer ist denn hier bitte die schlauere Gattung?
Zum einen wird getan, als sei das Tier der Übeltäter. das wir Menschen den Tieren nach udn nach alle lebensräume nehmen fällt untendurch.
Mir gefällt um es zusammenzufassend dieser Unterton der ganzen Berichterstattung nicht. Und so liest man es häufig, wenn es um Tiere geht, die ja toll sind, aber nur solange sie uns nicht zu nahe kommen...

lg

Beitrag von adalgisa - 20.07.11 - 17:55 Uhr

Eine gute oder eine schlechte Nachricht - welche ist Dir lieber?

In der BILD-Zeitung stirbt das Tier, in anderen Quellen wird es weit entfernt in der Wildnis ausgesetzt und lebt noch glücklich und zufrieden bis an das Ende seiner Tage...

"Die Katze sinkt betäubt zu Boden, die übrigen Wildhüter kauern sich trotzdem entweder zu Boden oder ergreifen erschrocken die Flucht. Insgesamt sechs Menschen werden vom Leoparden verletzt. Das betäubte Tier wird daraufhin einige Kilometer weiter in der Wildnis ausgesetzt."

http://www.heute.at/news/welt/Indien-Leopard-sorgt-fuer-Angst-und-Schrecken;art414,580689

Beitrag von ninnifee2000 - 21.07.11 - 07:49 Uhr

Fressen und gefressen werden...

Wie viele kleine, süße Tierchen tötet der Leopard jeden Tag, um seinen Hunger zu stillen???

Darf sich der Mensch nicht wehren, wenn er angegriffen wird? Ich würde mich wehren. Solange, bis das Tier tot auf mir drauf liegt. Das ist der natürliche Überlebensinstinkt eines jeden Individuums auf diesem Planeten.

Ein Leopard ist wunderschön, grazil und leider auch vom Aussterben bedroht. Und ja, der Mensch verkleinert den Lebensraum der Tiere. Aber genauso wie der Leopard sein täglich Brot aus ganz natürlichen Gründen fangen und töten darf, so darf sich der Mensch gegen eine tötliche Bedrohung wehren.

Beitrag von summersunny280 - 21.07.11 - 12:40 Uhr

Da möcht ich doch gerne mal was anmerken.
Natürlich darf sich jedes Individium Verteidigen so ist auch die Natur , bei einer Gefahr sich zu Verteidigen . Natürlich jeder so wie er es kann.
Jetzt stellt sich mir die Frage : Ein Leopard der sich in ein Dorf begibt , bestimmt auf Futter suche , dabei auf zig Menschen stoßt kann sich doch nur mit beißen Verteidigen !!
Der Mensch wiederrum besitz doch die nötige Intelligenz sowie die fortgeschritten Medizin und Technik um so ein Tier dann möglichst schnell zu BETÄUBEN um Mensch und Tier ausser Gefahr zu bringen.

Der Mensch muss immer alles zerstören .....

Beitrag von adalgisa - 21.07.11 - 12:49 Uhr

Betäuben - genau das haben sie ja auch gemacht. Wo also ist jetzt Dein Problem? #kratz

"Die Katze sinkt betäubt zu Boden, die übrigen Wildhüter kauern sich trotzdem entweder zu Boden oder ergreifen erschrocken die Flucht. Insgesamt sechs Menschen werden vom Leoparden verletzt. Das betäubte Tier wird daraufhin einige Kilometer weiter in der Wildnis ausgesetzt."

http://www.heute.at/news/welt/Indien-Leopard-sorgt-fuer-Angst-und-Schrecken;art414,580689

Beitrag von summersunny280 - 21.07.11 - 13:02 Uhr

Ja wieso starb er dann in einem anderen Bericht ?
Hier kann man doch nur Munkeln was letzendlich mit diesem Tier geschah .
Ich erinnere mich aber auch an andere entlaufene Tiere zb . Bruno der Bär .

Beitrag von adalgisa - 21.07.11 - 13:19 Uhr

Du solltest den deutschen Medien nicht immer alles glauben... ;-)

Beitrag von summersunny280 - 21.07.11 - 13:59 Uhr

DITO ;-)

Beitrag von adalgisa - 21.07.11 - 14:08 Uhr

Ich glaube den deutschen Medien ja auch nicht alles. Aus diesem Grund habe ich auch einen Link auf ausländische Medien hier eingestellt. Falls Dir die Endung ".at" nichts sagt - das ist eine Domain in Österreich #aha

Beitrag von summersunny280 - 21.07.11 - 18:06 Uhr

Das sagt mir schon was .....ich hab nach den Links nicht geschaut ,sorry
;-)
Ich hab ja nie behauptet irgendwas zu glauben , man kann ja auf verfasste Artikel zurückgreifen ob das nun die Wahrheit ist ,ist ja was anderes.

Wie dem auch sei ,ich bin mir sicher das viele Wildtiere unnötigen Todes sterben .
Es gibt Betäubungspfeile und ob ich nun damit drauf schiesse oder mit Kugeln ,da versteh ich dann das Handeln nicht .

Beitrag von parzifal - 23.07.11 - 07:37 Uhr

Es kamen Wildhüter. "Bei dem Versuch, die Raubkatze ruhigzustellen"

Das ist doch genau das was Du willst.

Beitrag von widowwadman - 23.07.11 - 11:24 Uhr

Man kann das Tier nun mal nicht einfach wieder im Wald aussetzen, da es wiederkommen wuerde. Ist nun mal leider so.

Beitrag von besserwisser - 28.07.11 - 00:15 Uhr

Ja natürlich... Es hat ja auch jeder Mensch immer ein Betäubungsgewehr dabei... für den Fall ein wildes Tier kommt ins Dorf... *Augenroll*

Da wird zuerst die Polizei gerufen und bis da ein Tierarzt oder Ähnliches mit Betäubungsgewehr da ist, hat das Tier vielleicht schon dein/e Kind/er gefressen...

Beitrag von schullek - 21.07.11 - 15:23 Uhr

das habe ich nicht gemeint. es geht mir um den herablassenden ton, der ggü. dem tier angeschlagen wird. als ob es absichtlich das dorf heimsucht um menschen zu vernichten.

Beitrag von besserwisser - 28.07.11 - 00:17 Uhr

Ich glaub, dem Tier ist es im sch...egal, wie man über es redet... Selbst wenn's noch leben würde...

Beitrag von schullek - 28.07.11 - 09:17 Uhr

gerade weil wir über verstand udn mitgefühl verfügen sollte es uns aber ein anliegen sein, nicht abfällig über die uns unterliegenden arten zu reden.
aber wir schaffen das ja nicht einmal bei unserer eigenen art untereinander. wozu dann also darauf hoffen, dass über tiere respektvoll geredet wird.

Beitrag von gewitterhexe79 - 21.07.11 - 09:45 Uhr

Hallo,

die Quelle einer Nachricht ist immer wichtig!

Hier noch von einer anderen Quelle (schnell gegoggelt: http://www.rp-online.de/panorama/ausland/Leopard-sorgt-fuer-Angst-und-Schrecken_aid_1014995.html)

Das Tier ist verängstigt. Hunderte Dorfbewohner sind herbeigeströmt, weil sie sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Sie haben sich auf umliegenden Dächern und Mauern verteilt, um alles sehen zu können.
Das Tier reagiert nervös und aggressiv. Sechs Menschen fiel es bei seinem Besuch des Dörfchens Prakash im Norden Indiens an. Offensichtlich ist der Leopard aus einem nahegelegenen Naturpark gekommen.

Hier klingt es schon ganz anders. "Verängstiges, in die enge getriebenes Tier & Schaulustige..."

Eine gute Tageszeitung zeichnet sich für mich übrigens darüber aus, dass sie über so etwas gar nicht berichten, da werden höchstens über Leopard II Panzer berichtet ;)

Hier eine Seite, die ganz nett die polemische und oft falsche Berichtserstattung dokumentiert: http://www.bildblog.de/

Beitrag von schullek - 21.07.11 - 15:25 Uhr

ich habe bild genommen, weil sie greifbar war und genau den ton angeschlagen hat, den ich kritisiere. andere online zeitungen hatten es ähnlich, manche anders.

Beitrag von sarahg0709 - 21.07.11 - 11:15 Uhr

Hallo,

dazu fällt mir nur eines ein: Das arme, schöne Tier :-(


LG

Beitrag von adalgisa - 21.07.11 - 11:35 Uhr

"dazu fällt mir nur eines ein: Das arme, schöne Tier :-("

Ja *heulhinundher*, das arme Vieh muss sich nun ein ganzes Stück entfernt von den menschlichen Behausungen wieder auf die Jagd nach so unschmackhaften Gazellen oder dergleichen machen und kann gar nicht mehr mit den lieben Menschen spielen #heul

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=64&tid=3231970&pid=20481188

#augen#augen#augen

Beitrag von purpur100 - 21.07.11 - 13:02 Uhr

mal was aus deutschen Landen. Zum Thema:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=11&tid=2090838

Beitrag von magna-graecia - 21.07.11 - 15:47 Uhr

Beide Geschichten machen mich so wütend! Ich meine, wir bauen unsere Häuser mitten in den Lebensraum dieser wunderschönen Tiere und wundern uns dann, dass sie durch die Straßen ziehen oder den Zaun anknabbern?

Mein Motto ist: Leben und leben lassen! Ich töte auch keine Fliegen, die sich in mein Haus verirren. Was können die Tiere denn dafür? Ich schäme mich mit euch für uns Menschen.

Beitrag von besserwisser - 28.07.11 - 00:21 Uhr

Sorry... Aber wer sagt denn, dass WIR den Tieren den Lebensraum wegnehmen? Wo sollen wir denn sonst hin?

Man kann einfach nicht mit wilden Tieren zusammenleben... siehe Siegfried & Roy...

Kreis des Lebens... Das Gesetz des Stärkeren... in Afrika töten die Löwen Gazellen etc. Da sagen die Gazellen doch auch nicht: "Hey, ihr dringt in unseren Lebensraum ein..."

Die Medallie hat immer 2 Seiten...

Beitrag von yulunga - 21.07.11 - 23:29 Uhr

Du regst dich allen Ernstes über die Art und Weise der Berichterstattung in der Bild-Zeitung (und wahrscheinlich ähnlich gearteten Medien) auf?

Vielleicht beruhigt es dich ja, dass sie auch über menschliche Schicksale nicht zimperlich berichten und man auch da einen gewissen "Unterton" herauslesen kann.

Suche dir einfach seriöse Informationsquellen, da brauchst du dich über so was nicht aufzuregen.

Beitrag von schullek - 22.07.11 - 11:07 Uhr

die brauche ich nicht suchen. die habe ich. ich habe ja explizit dazugeschrieben, dass es mir um diese berichterstattung geht. und da millionen leser die bildzeitung jeden tag lesen ist das sicherlich nicht zu unterschätzen.