Wie läuft das nochmal? Mit neuem Partner zusammenziehen!

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums Allein erziehend .

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von zonenbiene79 22.07.11 - 11:13 Uhr

Ok ich weiß das diese Frage sicher schon an die 100 mal gestellt wurde, da ich irgendwie nix finde frag ich nochmal.

Also ich arbeite auf 800 € Brutto Basis, erhalten zusätzlich ALG 2 und das Kindergeld. Mir stehen mit meinem Sohn 60 m² zu. Wenn ich jetzt mit meinem Freund zusammenziehe kommt er zu meiner Bedarfsgemeinschaft hinzu??? Dann stehen uns quasie 75 m² oder? Er arbeitet ganz normal Vollzeit.

Wird dann sein Lohn fürs ALG 2 mit einberechnet? Ich kapier das alles irgendwie nicht. Die Miete würde sich verringern und ich denke um diesen Anteil verringert sich auch der Bezug des ALG2, was ja auch rechtens ist. Aber die zusätzlich Grundsicherung für meinen Sohn und mich bleibt ja gleich oder?

Kann mir bitte jemand eine gute Antwort geben? Beim Amt heißt es nur das man das erst berechnen kann und richtig Auskunft geben wenn es dann soweit ist.

Gruss Zone

Beitrag von kyra1977 22.07.11 - 11:31 Uhr

Hallo,

also ich kenne mich nicht aus, aber ich würde sagen, dass sein Gehalt irgendwie mit einbrechnet wird #kratz Zumindest hab ich mal bei einer Freundin mitbekommen, als ihr (damals noch nicht verheiratet) Freund arbeitslos wurde, ihr Gehalt mit einbrechnet wurde....

Beitrag von suess82 22.07.11 - 11:34 Uhr

Also ich kenn mich da auch nicht genau aus, aber das was ich mitbekommen habe so vom Umkreis her, seid ihr dann eine Bedarfsgemeinschaft und sein Geld wird mit angerechnet.Wenn er viel verdient wirst du auch kein ALG 2 mehr bekommen.

Beitrag von hase06011982 22.07.11 - 12:50 Uhr

Also ich bekam vor 2 Jahren auch zusätzlich zum Elterngeld Alg2. Nachdem ich mit meinem Freund zusammenzog gab ich der Arge darüber bescheid und füllte damals Anlage VE aus. Denn eigentlich ist man aus denen in der Anlage angegebenen Auswahlmöglichkeiten anfangs keine Einstehensgemeinschaft. Die Arge sah das genauso und ich bekam weiter Alg2. Mein neuer Partner wurde anteilig in der neuen Miete mit eingerechnet (Mein Kind und ich 2/3 und er 1/3) und er musste auch keine Lohnzettel oder sonstige Auskünfte abgeben.

Meine Freundin war in der gleichen Konstelation und bei ihr wurde ALG2 abgelehnt, da sie eine Einstehensgemeinschaft bilden...hängt wohl vom Sachbearbeiter ab.

Wenn Du mehr wissen möchtest kannst Du mich gern über VK anschreiben.

Lg

P.S.: Ich habe mich damals in diesem Forum angemeldet...hat mir sehr geholfen http://www.gegen-hartz.de/

Hier noch ein hilfreicher Link http://meinemeinung.blog.de/2009/06/17/hartz-iv-ab-bedarfsgemeinschaft-6324761/

Beitrag von hase06011982 22.07.11 - 13:16 Uhr

Ich habe noch einen schönen und hilfreichen Link gefunden...

http://www.razyboard.com/system/morethread-verantwortungs-und-einstehgemeinschaft-nach-7-abs-3a-sgb-ii-sevenid-1893487-5320772-0.html

Beitrag von hedda.gabler 22.07.11 - 13:55 Uhr

Hallo.

Dein Sachbearbeiter hat eigentlich nicht korrekt gehandelt, da sich ein Kind mit ihm Haushalt befunden hat:

(3a) Ein wechselseitiger Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen, wird vermutet, wenn Partner

1. länger als ein Jahr zusammenleben,
2. mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben,
3. Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder
4. befugt sind, über Einkommen oder Vermögen des anderen zu verfügen.

http://bundesrecht.juris.de/sgb_2/__7.html

Ich finde es übrigens sehr merkwürdig, mit jemanden sozusagen auf Probe zusammenzuziehen, ohne dass man sich gegenseitig unterstützen und für einander einstehen will ... sehr merkwürdige Basis für eine Beziehung.
Und in Wahrheit ist dem ja auch nicht so und es geht nur darum mehr Sozialleitungen vom Staat abzugreifen.
Denn ein Partner, mit dem man zusammen zieht, der aber sagt: "Ich habe mit Dir und Deinem Kind nichts zu tun, was zusammen wirtschaften und Co. anbelangt" kann doch nicht wirklich ein Partner erster Wahl sein.
Mal ehrlich, was ist so ein Partner dann ... Unterhalter und Bettgefährte, aber ansonsten nichts, was man per se als Freund oder Partner definieren würde.

LG

Beitrag von hase06011982 22.07.11 - 14:24 Uhr

Also, ich finde es nicht merkwürdig mit jemanden auf "Probe" zusammen zu ziehen. Wie soll man wissen, dass man bereit ist, für den anderen und sein Kind durch dick und dünn zu gehen, wenn man noch nie mit ihm zusammengelebt hat. Und ich finde es auch anmaßend vom Partner zu verlangen, dass er nach so kurzer Zeit finanziell für ein "fremdes" Kind gerade stehen soll nur weil der leibliche Vater dazu nicht im Stande ist. Das hat nichts damit zu tun, dass ich "Sozialleistungen abgreife" sondern darum, dass ich das bekomme, was mir zusteht und wenn es mir nicht zustehen würde, würde es die diese Anlage nicht geben.

Vielleicht sollte ich dazu noch sagen, dass ich damals noch in Elternzeit war und mich wirklich allein das Kind versorgt habe, denn dafür ist Elternzeit wohl auch da.

Beitrag von hedda.gabler 22.07.11 - 14:33 Uhr

Wenn man mit jemanden zusammenlebt, steht man für einander ein ... Kind hin oder her ... alles andere ist eine merkwürdige Einstellung und ja, die Leute, die auf das "zur Probe leben" bestehen, greifen m. E. Sozialleistungen ab ...

... ich ziehe doch erst mit jemanden zusammen, wenn ich sicher bin, dass es eine Partnerschaft ist und eine solche impliziert nun mal mehr als das Bett zu teilen.
Paare, die zusammenziehen und die keinerlei staatliche Leistungen beziehen, stehen doch auch von Beginn an in irgendeiner Form für einander ein.

Beitrag von hase06011982 22.07.11 - 15:06 Uhr

Ich sehe das ein wenig anders, aber okay. Es ist Deine Meinung.

Wenn zwei Partner, die keinerlei staatliche Hilfe benötigen zusammenziehen verdient aber jeder auch ausreichend und lebt nicht am Minimum und muß nicht zwingend den anderen mit finanzieren.

Beitrag von silbermond65 22.07.11 - 15:43 Uhr

Wenn man einem Partner das "mitfinanzieren" ersparen will ,hat man entweder den falschen Partner oder sollte mit dem Zusammenziehen warten,bis man nicht mehr vom Staat abhängig ist.

Beitrag von hase06011982 22.07.11 - 17:39 Uhr

Oder man ist zu stolz, dem anderen eine "Schwäche" einzugestehen oder abhängig von einer Person zu sein (was ursächlich an schlechten früheren erfahrungen liegt...aber das scheint Dir fremd zu sein...

Beitrag von hedda.gabler 22.07.11 - 17:56 Uhr

>>> Oder man ist zu stolz, dem anderen eine "Schwäche" einzugestehen oder abhängig von einer Person zu sein <<<

Ersteres hat erst recht nichts in einer Partnerschaft zu suchen, die über eine Bettgeschichte hinaus geht und zweiteres greift doch gar nicht, wenn wir wie hier von einem ergänzenden Alg II, also einem kleinen Teil, der wegfällt, reden.

Und wenn man sich nicht abhängig machen möchte, muss man sich eben überlegen, ob man es sich leisten kann, mit dem Partner zusammenziehen (sowohl finanziell als auch für sich selbst moralisch), aber doch bitte nicht der Allgemeinheit irgendein Wohnen auf Probe vorgaukeln, um weiter Gelder abzugreifen.

Beitrag von nick71 22.07.11 - 21:59 Uhr

"Oder man ist zu stolz, dem anderen eine "Schwäche" einzugestehen oder abhängig von einer Person zu sein"

Sei mir nicht böse, aber diese Denke stößt mir immer wieder sauer auf. Abhängig bist du so oder so, wenn du finanziell nicht auf eigenen Füßen stehst. Wenn nicht von deinem Partner, dann halt vom Staat (sprich; der Allgemeinheit). Sollte es mit euch letztendlich nicht klappen, hat er dich halt für diese Zeit mit durchgezogen..so what? Wer dieses Risiko nicht eingehen will, sollte nicht zusammenziehen...nur die Rosinen rauspicken ist halt nicht.

Beitrag von hedda.gabler 22.07.11 - 17:19 Uhr

>>> Wenn zwei Partner, die keinerlei staatliche Hilfe benötigen zusammenziehen verdient aber jeder auch ausreichend und lebt nicht am Minimum und muß nicht zwingend den anderen mit finanzieren. <<<

Wenn Du Dich da bei den derzeitigen Löhnen in manchen Bereichen nicht mal gewaltig täuscht ...

Beitrag von hase06011982 22.07.11 - 17:40 Uhr

Das mag sein, ich bin von meinem Lohn ausgegangen bzw. von einem Lohn, den man eben nicht mehr aufstocken kann.

Beitrag von silbermond65 22.07.11 - 15:02 Uhr

Und ich finde es auch anmaßend vom Partner zu verlangen, dass er nach so kurzer Zeit finanziell für ein "fremdes" Kind gerade stehen soll nur weil der leibliche Vater dazu nicht im Stande ist.

Komischewrweise scheint es aber normal zu sein ,daß der Staat für diese Kinder grade stehen soll.
Wenn ich mit jemandem zusammen ziehe,dann weil wir in einer Partnerschaft sind.Dazu gehören auch bei mir Kinder und für die sind in einer Partnerschaft nun mal beide zuständig.
Der Mann weiß doch vorher,auf was er sich da einläßt.

Beitrag von comapo 22.07.11 - 13:07 Uhr

Moin,

meine Schwester hat ca. 1.100 netto verdient. Ihr Freund hat damals ALG2 bezogen und als sie zusammengezogen sind, hat er noch ganz 70 Euro im Monat bekommen. Da kam der Stempel Bedarfsgemeinschaft rauf und fertig.


LG

Beitrag von zonenbiene79 22.07.11 - 13:23 Uhr

Ich habe auch schon gerechnet wie das wäre wenn mein ALG2 wegfällt. Andererseits kann ich ja trotzdem nicht zwingend mehr arbeiten gehen, da die Betreuungszeiten hier einfach beschissen sind und eine Tagesmutter zu teuer ist (trotz das die so einen geringen Stundenlohn haben).

Allenfalls könnte ich zur Zeit meinen Chef fragen ob ich knapp 30 h im Monat mehr arbeiten könnte, dadurch verdiene ich ja dann auch mehr und hoffe mal bei der Einschulung muss ich die Arbeitszeiten nicht nochmal ändern.

Das bedeutet mein Freund muss für meinen Sohn und mich mitaufkommen obwohl er weder der Vater noch mein Ehemann ist?

Mir macht das fast schon Angst ihn quasie damit zu belasten. Er weiß noch nichts von meiner Idee. Er sagte gestern halt das er ev. ne Wohnung hat mit 2 Zimmer und mir schoss gleich durch den Kopf das wir beide davon profitieren könnten wenn wir zusammenziehen. Eigentlich wäre es mir auch egal wenn ich nicht mehr im Bezug wäre mit ALG2, nur bisher bin ich drauf angewiesen.

Gruss Zone - ich weiß immernoch nicht was nun stimmt oder nicht? Gibt es nun Wohnen auf Probe mit Kind????

Beitrag von silbermond65 22.07.11 - 13:31 Uhr

Gibt es nun Wohnen auf Probe mit Kind????

Sobald ein Kind mit im Haushalt lebt (ob das deines Partners oder nicht ist egal ) ,gibt es kein Wohnen "auf Probe".
Ihr seid sofort eine Bedarfsgemeinschaft.
Wegen der Tagesmutter........erkundige dich mal beim JA wegen einem Kostenzuschuß für die Betreuung.

Beitrag von hase06011982 22.07.11 - 13:41 Uhr

Das stimmt nicht. Belies Dich bitte richtig bevor Du hier falsche Ratschläge gibst. Ich habe es selbst durch und es spielt sehr wohl eine entscheidende Rolle, ob es das eigene Kind ist oder nicht. Wenn man automatisch eine Bedarfsgemeinschaft bilden würde, gäbe es keine ANLAGE VE

Beitrag von windsbraut69 22.07.11 - 14:09 Uhr


Du wirst einfach "Glück" gehabt haben.
Es ist völlig irrelevant, ob das Kind verwandt ist oder nicht:

§7 SGBII sagt:

(3a) Ein wechselseitiger Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen, wird vermutet, wenn Partner

1. länger als ein Jahr zusammenleben,
2. mit einem gemeinsamen Kind zusammenleben,
3. Kinder oder Angehörige im Haushalt versorgen oder
4. befugt sind, über Einkommen oder Vermögen des anderen zu verfügen.

Beitrag von silbermond65 22.07.11 - 15:03 Uhr

Vielleicht solltest du dich mal richtig belesen ,bevor du hier falsche Sachen von dir gibst.
Es ist völlig latte,ob es das Kind des Partners ist oder nicht !

Beitrag von hase06011982 22.07.11 - 15:25 Uhr

Du bist ja anscheinend Super-schlau...

Es macht sehr wohl einen unterschied. Wenn es das gemeinsame Kind ist ist man automatisch und logischerweise eine Einstehensgemeinschaft. Ist es nicht das gemeinsame Kind, muss man angeben, ob es beide versorgen und da liegt der Hase im Pfeffer...“Versorgen “ ist da wohl definitionssache

Beitrag von silbermond65 22.07.11 - 15:39 Uhr

Lies es dir einfach mal genau durch. ;-)

Beitrag von hase06011982 22.07.11 - 16:59 Uhr

Glaub mir, ich habe es schon genug gelesen und ich kann nur von mir sprechen und von meiner Erfahrung zu dieser Sache und es ist nun mal nicht so, wie ihr das hier alle schreibt.

Vielleicht hatte ich Glück, kann sein, doch das Internet zeigt ähnliche Fälle...deswegen, denke ich, dass ich nicht so unrecht habe...

Im übrigen hat die Wohngeldstelle auch diverses von mir und meinem Partner haben wollen u.a. eine Auflistung über Aufteilung und Nutzung der Wohnung sowie welche Geräte und Möbel wer beigesteuert hat. Das habe ich ordnungs-und wahrheitsgemäß ausgefüllt und da sie über die Einkommensverhältnisse von ihm Auskunft wollten, teilte ich ihnen mit, dass er nicht gewillt ist, darüber Auskunft zu erteilen auch aufgrund der kürze der Beziehung und auch diese haben weiterhin Wohngeld für meine Tochter genehmigt...also kann es nicht so falsch sein, was ich schreibe