Grundstückskauf - wichtige Fragen! Was müssen wir berücksichtigen?

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Beitrag von stephi02-4 - 22.07.11 - 16:14 Uhr

Hi!

Ja - wie einige vielleicht schon gelesen haben, möchten wir nun bauen und das Grundstück ist ausgehandelt (preislich). Es handelt sich um zwei Grundstücke die vereint werden sollte. Im Lageplan stehen noch 2 Grundstücke verzeichnet. Unser Verkäufer hat uns zugesichert (selbst BT + Architekt ) hat uns zugesichert, dass er die Grundstücke vereinigen lässt und beim Bauamt dieses melden wird. Der Verkäufer hat uns mitgeteilt, dass dieses Grundstück voll erschlossen ist. Das Grundstück liegt in einem Neubaugebiet. Eigentlich ist alles runderherum schon bebaut worden. Das Grundstück liegt an einer Straße, dort sollten auch die Anschlüsse liegen. Baugeräte können ohne Probleme zum Grundstück. Keine Hanglage o.ä., Bebauungsplan und Textliche Festsetzungen sind uns bek.

Meine Fragen:

1. Kann man sich auf die Aussage verlassen, dass das Grundstück voll erschlossen ist? Wird das beim Notar nochmal "erwähnt"?

2. Kann ich das irgendwo nachfragen, wo die Anschlüsse ganz genau liegen? Und wenn ja - wo?

3. Bodengutachten möchten wir vor dem Grundstückskauf erledigen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

4. Muss ich an sonst noch irgendwas denken?

Würde mich freuen, von Euch zu hören...

Beitrag von sohnemann_max - 22.07.11 - 17:12 Uhr

Hi,


1. Kann man sich auf die Aussage verlassen, dass das Grundstück voll erschlossen ist? Wird das beim Notar nochmal "erwähnt"?
----->normal ist, dass es notariell beglaubigt wird und beide Parteien unterzeichnen.

2. Kann ich das irgendwo nachfragen, wo die Anschlüsse ganz genau liegen? Und wenn ja - wo?
---->Beim Bauamt/Liegenschaftsamt, auf alle Fälle bei der Stadt, der Gemeinde

3. Bodengutachten möchten wir vor dem Grundstückskauf erledigen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
------>ok

4. Muss ich an sonst noch irgendwas denken?
----->bei zwei Grundstücken, die zusammengelegt werden im Katasteramt, kommen Kosten auf Euch zu. Das Grundstück wird wahrscheinlich neu und komplett vermessen werden müssen und das kostet richtig viel. Es sei denn, der Verkäufer übernimmt die Kosten. Musste aber vorher abklären. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Ihr zwar beide Grundstücke kauft - auf dem Plan es aber so lasst wie es ist. Mit geteilten Grundstücksflächen. Nachteile hättet Ihr nicht - evtl. bei Weiterverkauf dann.

LG
Caro

Beitrag von myimmortal1977 - 22.07.11 - 18:49 Uhr

Wie Euch schon geraten wurde, müsst Ihr aufpassen, wie das mit den Kosten ist, wenn das Grundstück neu vermessen werden soll (was auch muss, wenn 2 Grundstücke zu einem verschmelzen sollen).

Ihr solltet überlegen, wo das Haus stehen soll. Wenn es nur auf einem verzeichneten Grundstück stehen soll und das andere verzeichnete Grundstück nur den Garten beinhalten soll, würde ich es nicht vereinen lassen.

Ggf. wollt Ihr Euch im Alter verkleinern oder Eure Kinder drauf bauen lassen. Dann müsstet Ihr wieder Kosten aufbringen, um die Grundstücke wieder teilen zu lassen.

Überlegt einfach, anhand des Bebauungsplanes, ob das so sinnvoll wäre.

Euch alles Gute, Janette

Beitrag von werner1 - 23.07.11 - 08:14 Uhr

Hallo,

#Kann man sich auf die Aussage verlassen, dass das Grundstück voll erschlossen ist?#

1. Gilt nur das, was im Kaufvertrag steht. Mündliche Versicherungen sind nur Schall und Rauch.
2. Bei einem Neubaugebiet kannst du dich auf gar nichts verlassen. Da können noch 10 Jahre später Rechnungen kommen.
Das fängt schon mit dem Wort "voll erschlossen" an.

freundliche Grüsse Werner