Ernüchtert - Kleingewerbe

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Beitrag von aennsche - 25.07.11 - 10:56 Uhr

Hallo

Ich möchte hier kurz meinen Frust lassen.
Wahrscheinlich bin ich selbst Schuld, weil ich im Steuerdschungel das Kleingedruckte nicht gelesen habe.

Bin seit 2010 selbstständig, als Kleingewerbetreibender. Bin schwer davon ausgegangen, dass für mich 2100€ Freibetrag gelten. Das dies nur für Dozententätigkeiten und Ehrenamtliche Berufe gelten habe ich übersehen.

Nun flatterte der Steuerbescheid herein und meine Berechnung und deren gehen doch "leicht" auseinander.

Wenn ich nun nachrechne, habe ich abschläge auf mein Einkommen von ~ 50%. Das bisschen Verpflegungsmehraufwand was ich noch geltend machen könnte, sind da dann auch schon Wurst.

Bin schwer ernüchtert und am hadern, ob das noch Sinn macht. Hatte gedacht, dass unterm Strich mehr übrig bleibt.

Ernüchterte Grüße
Anne

Beitrag von mamavonyannick - 25.07.11 - 11:09 Uhr

Hallo,

kannst du denn keine Fahrtkosten o.ä. geltend machen?
Ansonsten würde ich das Geld investieren und mich mal mit einem steuerberater unterhalten. Vllt gibts noch mehr Sachen, die du nicht weißt, die aber vllt diesmal FÜR dich wirken.

vg, m.

Beitrag von judy13 - 25.07.11 - 11:31 Uhr

Ich fürchte selbstständig machen ohne Steuerberater ist nie eine gute Idee...also such dir einen und sprech alles mal durch. Dann weißt du ob es sich lohnt oder nicht.

Beitrag von aennsche - 25.07.11 - 11:38 Uhr

Im Prinzip stimme ich dir da zu.

ich bin im Moment nur erstaunt, wie wenig da übrigbleibt, bzw wieviel von meinem Verdienst ans Finanzamt geht. Auch, da wir durch die zusammenveranlagung in eine dementsprechende Tabelle fallen.

Und das es so viele verschiedene Arten eines Kleingewerbes gibt, ich habe mich zu einer falschen Kategorie gezählt.

Beitrag von judy13 - 25.07.11 - 11:47 Uhr

Oft findet ein Steuerberater noch gaaaanz viele Sachen die man absetzen könnte und die die Steuerlast senken. Ich würde bei dem Bürokratie-Dschungel auch nicht durchblicken ;-)

Lass einfach mal nen Fachmann oder eine Fachfrau ;-) deine Unterlagen durchschauen....es kann natürlich wirklich sein dass sich das in deinem Fall kaum lohnt mit der Selbstständigkeit.
Bei meinem Freund findet der Steuerberater immer noch so viel Sachen die er absetzen kann dass nachher kaum Steuern übrig bleiben...also so kann´s auch gehen :-)

Beitrag von aennsche - 25.07.11 - 11:51 Uhr

Ja, aus meiner Lehre hab ich noch n guten Draht zu nem Stb, dem werd ich das mal geben.

Richtig "lohnen" im Sinne, dass ich eine Familie durchfüttern könnte, ist das eh nicht. Da müsste ich weit mehr arbeiten und damit ist der Aufwand zu hoch.
Das einzig Positive ist, dass ich (wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle) nächstes Jahr einen neuen Vertrieb mit aufbauen kann. Also als Festangestellte mit richtigem Vertrag und so. Das ist das, was ich eigentlich wollte. Mein Zeug jetzt ist ehern als Interimslösung gedacht gewesen.

Danke dir

Beitrag von manavgat - 25.07.11 - 12:37 Uhr

Da hat wohl jemand Umsatz mit Gewinn verwechselt.

Mach eine Einnahme-Überschuss-Rechnung.

Einnahmen ist alles was Du über Rechnungen bekommst oder bar einnimmst!

Ausgaben, sind alle berufsbedingten Kosten: Arbeitszimmer, Arbeitsmittel, Fahrtkosten, Telefon, Büromaterial, Kaffee für Besucher, Telekommunikationskosten, Deko, Blumen, IHK, GEZ usw. usw. usw.

Wenn du die Ausgaben von den Einnahmen abziehst, dann hast Du den Gewinn vor Steuer.

Diesen trägst Du in der Steuererklärung ein.

Gruß

Manavgat

Beitrag von aennsche - 25.07.11 - 15:16 Uhr

Danke für deinen Tipp..

Habe Umsatz nicht mit Gewinn verwechselt, bin im Kostenrechnen fit. Mein Fehler war lediglich mein nicht-Vorhandener Steuerfreibetrag, mit dem ich gerechnet hatte.

Gruß, Anne