Hallo,
ich bin alleinerziehend und berufstätig, bekomme aber aufstockend Alg2.
Im April habe ich dann einen Antrag gestellt für die anteilige Übernahme der Kosten für das Kita-Essen. Soweit, so gut. Im Juni habe ich dann auch eine pauschale Nachzahlung bekommen für die Monate Jan.-März. 2011.
Von dem Unternehmen, die die Kita mit Mittagsessen versorgt, wurde aber weiterhin ganz normal der volle Satz von meinem Konto abgebucht.
Nun bekam ich vor 2 Wochen ein Schreiben vom Jobcenter, worin man mich bat, Nachweise vorzulegen, wie oft mein Kind am Kita-Essen teilnahm in den Monaten April - Juni.
Also kopierte ich meine Kontoauszüge, denn meine Leistungsbearbeiterin hat ja ein Schreiben von dem Unternehmen vorliegen, in dem aufgelistet ist, wieviel das Mittagessen pro Tag in der Kita kostet.
Paar Tage später bekam ich wieder ein Schreiben, worin stand, ich sollte die Quittungen vorlegen, sonst würde man mir die Leistung versagen.
Ich habe dann die Servicehotline angerufen und das so geschildert, dass ich die Kontoauszüge hingeschickt habe, denn mehr Nachweise habe ich nunmal nicht. Die Frau von der Hotline versprach es meiner Bearbeiterin weiterzuleiten.
Diese rief mich nun am Montag an. Sie meinte, ich solle einen Ausdruck der Speiseversorgung hinschicken, wo exakt aufgeschlüsselt ist, wann mein Sohn in der kita gegessen hat und wann nicht. Ich meinte dann zu ihr, dass sie doch den abgebuchten Betrag (z.B. 38,85 € einfach durch 1,85 € (tägl. Preis des Mittagessens) rechnen bräuchte, dann käme sie auf die Tage, die er dort in der Kita gegessen hätte. Die Speiseversorgung druckt solche Tabellen eben nicht aus (Hatte ich schon einmal nachgefragt, sie meinen, dass das ihre betriebsinternen Unterlagen wären und sie nicht für jeden Kunden Blätter drucken).
Aber meine Bearbeiterin sah es nicht ein zu rechnen. Sie war der Ansicht, dass ja an jedem Tag ein anderer Preis fürs Essen berechnet werden würde 
Na ja, ich meinte dann zu ihr, dass ich es ja nochmal versuchen könnte.
Hehe...passt auf. Nun habe ich eben bei der Speiseversorgung angerufen und habe es dort so geschildert und bat um eine Aufschlüsselung. Da kam die Gute am Tel. mir bald auf mein Schoss gehüpft, was ich mir denn einbilde. Sie hätten über 600 Kinder zu versorgen und wenn sie jetzt für jeden (na ich denke nicht, dass jeder soetwas benötigt) dauernd Nachweise ausdrucken würden, wüssten sie nicht mehr, wo vorne und hinten wäre. Sie ersticken schließlich in Arbeit.
Na ich kann es ja auchverstehen auf einer Art, trotz ihrer pampigen Art, es dem Kunden zu vermitteln.
Aber nun steh ich da. Das Jobcenter will ohne diesen Nachweis nicht zahlen und die Speiseversorgung weigert sich soetwas rauszugeben...
Kann mir jemand erklären, wie das bei euch gehandhabt wird?
Liebe Grüße 
Bildungspaket-KITA-Essen...nur Ärger. Ist man der Prellbock?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von kinderlachen07 - 27.07.11 - 08:25 Uhr
Beitrag von mami18052010 - 27.07.11 - 08:34 Uhr
Dann würd ich der netten SB vom Jobcenter noch mal nen freundlichen Brief schicken, dass der Essensversorger sich weigert solch einen Ausdruck auszustellen.
Wenn sie diesen wirklich so dringend benötigt, weil ihr die Kontoauszüge nicht reichen und sie ne Rechenschwäche hat, soll sie sich noch einmal mit dem Essensversorger in Verbindung setzen!
Dann setzt du ihr ne Frist, bis wann du mit Geldeingang rechnest. Sollte sie die nicht einhalten können, wendest du dich an ihren Abteilungsleiter!
Beitrag von hedda.gabler - 27.07.11 - 08:38 Uhr
Hallo.
Ich würde die Situation dem Teamleiter, also dem Vorgesetzten Deiner Sachbearbeiterin, schildern ... und zwar in Form einer Dienstaufsichtsbeschwerde, zu der Du ein gutes Recht (Petitionsrecht) bei offensichtlich nachweislicher Inkompetenz hast (oder salopp ausgedrückt, wenn schlampig gearbeitet wird).
Nenne es explizit Dienstaufsichtsbeschwerde ... dann MUSS sich der Teamleiter damit beschäftigen, also innerhalb einer angemessen Frist die Art der Erledigung SCHRIFTLICH mitteilen. Tut er das nicht, kannst Du sogar nach 6 Monaten eine Untätigkeitsklage einreichen.
Eine Kopie der Beschwerde würde ich übrigens zur Kenntnisnahme an die nochmals nächst höhere Dienststelle schicken.
LG
Beitrag von alizeeceline - 27.07.11 - 09:10 Uhr
Hallo!
Ich habe den Antrag schon im Januar gestellt, aber der wurde anscheinend ignoriert. Obwohl ich ihn persönlich abgegeben habe. Aber bei uns kann man von der Stadt einen Ausweis bekommen und zahlt dann nur die Hälfte. Leider wird das jetzt zum neuen Schuljahr abgeschafft und ich habe einen neuen Antrag beim Jobcenter gestellt. Naja ich muß ihn noch hinbringen, ich weiß zwar, was ein Essen am Tag kostet, ich habe keinen Nachweis, es wird halt vom Konto abgezogen. Mir graust es jetzt schon, weil es eh wieder dazu kommt, irgendwo Nachweise zu bekommen.(So wie bei Dir.)
Aber ich werde mich diese Woche noch losmachen, 1€ pro Tag oder 3.30€ ist schon ein Unterschied.
LG Susanne
Beitrag von polar99 - 27.07.11 - 09:32 Uhr
Hallo,
ich sehe das problem auch irgendwie beim Essensversorger.
Bei mir wird das Kita Essen auch vom Konto abgebucht und dennoch bekommen alle Eltern vom Essensversorger am Ende des Monats eine Rechnung erstellt, aus dem der Verbrauch (die einzelnen Tage wo mitgegessen wurde mit den Buchungen) ersichtlich ist. Dort ist ebenfalls vermerkt, dass Betrag X von meinem Konto eingezogen wurde.
Da es bei euch so einen Schriebs vom Essensanbieter nicht gibt, würde ich ein Schreiben aufsetzen ans JobCenter und denen die Kontaktdaten und deine Versuche beim Essensversorger zu schildern. Dann nochmal deine Kontoauszüge beiheften.
Demnächst würde ich dann selbst eine Liste anlegen, woraus die Tage ersichtlich sind, wo dein Kind ist. Gegebenfalls den Essensanbieter wöchentlich antelefonieren und mir die einzelnen Posten nennen lassen.
Viel Aufwand, aber vielleicht bringt das ja den Essensanbieter mal zum nachdenken 
lg polar
Beitrag von mama2003-2009 - 27.07.11 - 10:04 Uhr
Hallo
ich hatte den ähnlichen Fall, bei uns läuft die beantragung des Bildungspaketes über das Schulamt allerdings dauert die Bearbeitung noch ewig, weil rückwirkende Leistung erstmal als aller letztes bearbeitet werden.
Hab ich mich erstmal mit abgefunden, war hier sowieso ein totales hin und her, aber okay.
Das Schulamt forderte von mir einen Vertrag mit Rechnungen von Januar bis Juni vom Essenanbieter für die Mittagsversorgung in der Schule.
Ich hatte weder nen richtigen Vertrag noch Rechnungen weil die jeden Monat abbuchen. Gab auch nie Probleme. Ich hatte ne Vereinbarung damals unterschrieben und eine Kopie aber das war für das Schulamt kein Vertrag.
Nein ohne diesen Vertrag und Orginal Rechnung aus denen zu ersehen ist wieoft mein Sohn gegessen hat und was das Essen kosten kann kein Antrag bearbeitet werden.
Ich den Essenanbieter angeschrieben. Diese Nette Dame schrieb dem Schulamt mal was die sich einbilden, Sie kann nicht für tausende Essenkinder (mehrere Schulen und Kitas) Verträge oder Rechnungen Schreiben. auf den Kontoauszügen steht drauf die Summe ist ja klar der Essensmonat und die Anzahl der Essen, wenn man Rechnen kann zählt man einfach die Summe durch die Anzahl und hat den Preis...
Seit dem kam vom Amt nichts mehr. Mal sehen wie lange die bearbeitung dauert Rückwirkende stehen hinten an folgenden sind als erstes dran, das erste mal Essengeld wird am 01.09. abgebucht mal schauen wie es da aussieht.
lg
Beitrag von susannea - 27.07.11 - 12:44 Uhr
Genau das ist eben der Punkt beim Bildungspaket, wenn die Firmen, Vereine und Kitas nicht mitspielen, dann wars das. DAs das Amt das so trotzdem gemacht hat, war dein Glück, denn sie hätten es nicht machen müssen. Es ist korrekt, dass sie eine Einzelrechnugn wollen!
Beitrag von mama2003-2009 - 27.07.11 - 13:28 Uhr
Hallo
Ich verstehe das schon, ich hab auch noch Rechnungen bekommen so ist das nicht aber die wollten einen richtigen Vertrag und das gab der Essenanbieter nicht raus.
Das Bildungspaket wurde im Februar? beschlossen. Mitte Juni waren erst Formulare bei uns da ende Juni erst das bearbeitungsprogramm für das ganze. Nun auf nachfrage hieß es das wir warten müssen die Rückwirkenden Leistungen werden erst zum SCHLUSS bearbeitet.... Zum Schluss heißt dann anscheind ende 2011 oder wie...
Dann lese ich heut erst wieder in unserer Zeitung warum bisher nicht alle dieses Paket in Anspruch genommen haben bisher sind nur 4500 Anträge ingegangen laut der Statistik der ALG2 Empfänger die anspruch darauf haben fehlene tausende.... Aber die kommen mit Bearbeiten nicht hinterher.
Ich kann es verstehen, aber mein Essenanbieter kann mir nicht jeden Monat eine Rechnung zukommen lassen. Auf meinem Kontoauszug steht drauf Anzahl der Essen und endsumme. Ich habe für januar eine Rechnung bekommen aus der Ersichtlich ist wie viel ein Essen kostet.
Nur eben wenn Sie da ein Anbieter Querr stellt sind die Antragsstellenden Hilfebedürftige die doofen. Obwohl unser einer dafür nichts kann.
Meine erste Essenabrechnung nach den Sommerferien erhalten wir bzw. werden abgebucht am 01.09 wie das dann abläuft.
lg
Beitrag von manavgat - 27.07.11 - 12:43 Uhr
Verlang den Fachvorgesetzen von der Sachbearbeiterin der ARGE zu sprechen!
Das ist Schickane, Behördenwillkür vom feinsten.
Gruß
Manavgat
PS: frag mal king.with.deckchair
Beitrag von mel1983 - 27.07.11 - 13:48 Uhr
Hallo,
bei uns im Kindergarten bekamen wir quartalsweise die Rechnung des Essenversorgers. In Monaten aufgeschlüsselt.
Sie wurde als "Paket" zur Einrichtung geschickt und die Leiterin hat sie dann jedem ins Fach gelegt - alles einzeln verschicken ist ja auch eine Kostenfrage.
Jetzt allerdings geht meine Tochter in die Schule und dort bekomme ich auch keine Rechnung oder Sonstiges. Allerdings weiß ich auch (noch) nicht, wie sie reagieren würden, wenn ich um soetwas bitten würde.
Mein Antrag liegt seit April bei der Stadt und es passiert nichts. Leider befürchte ich nun - nach deinen Ausführungen - nichts Gutes, selbst wenn sich etwas in Bewegung setzt.
Grüße
Beitrag von silbermond65 - 27.07.11 - 14:32 Uhr
Meine Tochter isst im Kiga jeden Tag für 2,50.
Ich hab den Antrag im April für rückwirkend ab Januar gestellt und einfach meine Kontoauszüge kopiert und eingereicht.
Das ist hier völlig ausreichend.Da steht ja alles drauf.
Beitrag von butler - 27.07.11 - 14:33 Uhr
Lass Dir doch von der Kita eine Anwesenheitsbescheinigung deines Kindes geben.
Mit dem vermerk in welcher zeit dein Kind betreut wurde. Das es Mittags das Essen gibt dürfte ja doch klar sein
LG
Beitrag von kinderlachen07 - 27.07.11 - 19:15 Uhr
Ja, für uns schon aber ich bezweifel, dass es für's Jobcenter ersichtlich ist 
Immerhin sind die der Meinung, dass das Kita-Essen jeden Tag einen anderen Preis hat. Sind wir hier bei der Börse oder was?
Beitrag von schnecki82 - 27.07.11 - 15:41 Uhr
Hallo!
Da das Essen in der Kita ausgegeben wird, würde ich die Erzieherin nett fragen, ob sie nicht einen Nachweis über die Anwesenheit deines Kindes schreiben könnten !?
LG Sabine
Beitrag von kinderlachen07 - 27.07.11 - 19:19 Uhr
Ja, nützt nur nix, da das Jobcenter davon ausgeht, dass das Essen jeden Tag einen anderen Preis hat 
Obwohl sie ein Schreiben von der Speiseversorgung vorliegen hat, wie teuer das tägliche Essen dort ist. Da steht dick und fett oben: Kita 1,85 €/ Tag
Und die 38,85 € : 1,85 € zu rechnen, war der Frau zu viel. Denn sie würden dann mit der Arbeit gar nicht mehr hinterher kommen.

Beitrag von kinderlachen07 - 27.07.11 - 19:26 Uhr
Danke an alle!
So die "nette" Dame von der Speiseversorgung hat nun die weiße Fahne gehisst und schickt mir die Ausdrucke zu 
Aber ich dürfte mir noch anhören, dass das eine Ausnahme sei und ich das in Zukunft vergessen könnte. Ach ja, und es würde auch seine Zeit benötigen, bis es bei mir ankommt (Hurra, die Fristsetzung vom Jobcenter ist denen eh egal). Hab ihr angeboten, es abzuholen (ist ja bei uns im Ort). Aber NEIN, "ICH SCHICKE ES IHNEN ZU UND GUT IST!" 
Na ja, werde dann noch ein Schreiben für meine Sacharbeiterin anfertigen mit der Tel. der Speiseversorgung und dem Hinweis sich in Zukunft persönlich mit ihr in Verbindung zu setzen. Dann können sie sich gegenseitig zulöffeln und die Schuld in die Schuhe schieben 
Danke nochmal!
Beitrag von gothic- - 27.07.11 - 21:33 Uhr
wie du hast schon die nachzahlung?ich wohne eindeutig im nirgendwo.
ich habe noch nicht einen cent gesehen und werde vom bürgerbüro immer vertröstet das jetzt die klassenfahrten erst dran sind und dann irgendwann das essengeld.meine kinder gehen freitag das letzte mal in die kita und ich hab schon für eine woche das essengeld in der schule bezahlt.
lg
Beitrag von kinderlachen07 - 28.07.11 - 08:27 Uhr
Ja, die Nachzahlung bekam ich schon. Aber da mussten sie nicht rechnen
vielleicht liegts danran 
Es gab damals eine pauschale Nachzahlung.
Wenn sie soetwas mal in den Medien bringen würden. Von wegen, es nimmt keiner in Anspruch 
Na wenn man damit nur Schleuder hat, ...
Beitrag von dani.m. - 29.07.11 - 07:07 Uhr
Hm, bei uns ist es so, dass der KiGa die Essenteilnehmer pauschal, also ohne Namen, an den Essenvresorger meldet. Eine solche Bescheinigung ist bei uns also gar nicht zu bekommen. Bei mir hat es mit dem Zuschuss zum Mittagessen nach langem Hin und Her aber auch endlich geklappt. Ich sollte auch alle 2 Wochen dort andere Bescheide einreichen (die teils schon lange da lagen
)
Aber vielleicht versuchst du es auf einem anderen Weg: Bei uns im KiGa wird eine Anwesenheitsliste geführt. Anhand einer solchen sollte es j möglich sein, einen Nachweis zu bekommen, wie oft das Kind mirgegessen hat. Diesen Weg hatte ich mir schon als Alternative überlegt, vielleicht hast du damit ja Glück?
Ansonsten stimme ich den anderen hier zu: schriftlich erklären, warum es nicht möglich ist, Mancher kommt mit Schriftlichem besser klar als mit Mündlichem 
Viel Glück
