Ich habe vor drei Jahren (einen Tag vor meinem 18. Geburtstag, d. 03.04.09) einen Vertrag bei Vodafone unterschrieben. Ihr kennt sicher diese Stände in Großstädten, die einen zu sich locken und rufen und einem irgendwas aufschwatzen - ja, normalerweise ging ich immer dran vorbei, aber ich war zu der Zeit mehr als blank und fand die Aussicht auf ein Notebook für 30€ im Monat zu verführerisch.
Nun war ich leider noch nicht volljährig, ich sollte trotzdem unterschreiben, er würde mich in ein paar Tagen anrufen und fragen, ob er das losschicken soll. (ha, ha...) hat ein falsches Datum reingekritzelt, und ich habe nie wieder von denen gehört.
Ich wollte, als ich dann zu Hause war, und wieder klar denken konnte, den Vertrag sofort stornieren, rief bei Vodafone an, der Hotline-Mensch riet mir, ich solle das Paket einfach nicht annehmen und nicht weiter reagieren, es gäbe halt schwarze Schafe.
Ein Jahr später die erste Mahnung - rund 340€. Ich ignorierte es, bis die letzten Wochen immer mehr Mahnungen von TransCom Forderungsmanagement ins Haus flatterten. Dann forderte ich eine Vertragskopie an, und dann musste ich erstmal schlucken: Ich hatte angeblich zwei weitere Verträge unterschrieben!! Der ist sogar an einem Tag "unterschrieben", als ich nichtmal im Lande war! Die haben also meine Unterschrift gefälscht!
Habe in meiner Panik erstmal ganz viele Unterlagen rausgesucht, auf denen ich unterschrieben habe, denn eigentlich sieht meine Unterschrift ganz anders aus, ich wollte diese Unterlagen einscannen und denen zum Abgleich schicken, außerdem einen Zeugen nennen, bei dem ich zu Besuch war an dem besagten Datum. Einen Anwalt kann ich mir nicht wirklich leisten, was soll ich tun? Die Forderung beläuft sich auf 820€...
LG
Mal ne rechtliche Frage...
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Beitrag von snusi - 28.07.11 - 15:25 Uhr
Beitrag von stier84 - 28.07.11 - 15:33 Uhr
Gehe zur Polizei mit deinen Unterlagen und mache eine Anzeige. Ich hoffe, du hast daraus gelernt
Beitrag von snusi - 28.07.11 - 15:35 Uhr
Ja natürlich! 
Sowas passiert.
Ich hab ja auch sofort bei Vodafone angerufen, als ich dann zu Hause war.
Beitrag von stier84 - 28.07.11 - 15:35 Uhr
du musst so etwas immer schriftlich machen telefonisch kann man nichts nachweisen.
Beitrag von kathi.net - 28.07.11 - 15:33 Uhr
Hast du denn überhaupt etwas bekommen? SIM-Karte, Pin, Rechnungen?
Beitrag von snusi - 28.07.11 - 15:34 Uhr
Nee! Gar nix!
Beitrag von kathi.net - 28.07.11 - 15:36 Uhr
Mit den Unterlagen zur Polzei gehen und Anzeige erstatten.
Beitrag von snusi - 28.07.11 - 15:38 Uhr
Und weitere Schreiben ignorieren?
Ich hatte die TransCom-Menschen sofort angerufen, als ich den Brief geöffnet habe, und gesagt, dass das nicht meine Unterschrift ist und ich an dem genannten Datum nichtmal in der Nähe der Filiale war. Ich solle doch den Zeugen benennen.
Worauf soll das denn bitte hinauslaufen?
Beitrag von kathi.net - 28.07.11 - 15:40 Uhr
Das kannst du dann mit deiner Anzeige diesem TransCom-Menschen belegen. Den Zeugen gibst du bei der Polizei an.
Beitrag von snusi - 28.07.11 - 15:42 Uhr
Gleicht die Polizei dann die Unterschriften ab, oder wie?
Ich hatte bisher geplant, mal zur Rechtsberatung zu gehen, die stellen einem ja evtl. anwaltlichen Beistand. Ist die Geschichte mit der Polizei sinniger?
'tschuldige wenn ich konfus wirke, ich bin nur auf 180. 
Beitrag von kathi.net - 28.07.11 - 15:46 Uhr
Nein, aber mit der Anzeige kannst du denen nachweisen, dass du dagegen vorgehst. Anwalt kann man immer noch einschalten.
Beitrag von snusi - 28.07.11 - 15:50 Uhr
Puh, dann werd ich das mal direkt machen.
Ich komm mir echt doof vor, ich hab nur einmal irgendwas vor meinem 18. Geburtstag unterschrieben, und dann SOWAS.
Beitrag von seikon - 28.07.11 - 15:40 Uhr
Geh zum Amtsgericht und lass dir einen Beratungshilfeschein ausstellen, wenn du dir keinen Anwalt leisten kannst. Sollte es zu einem Prozess kommen kannst du Prozesskostenbeihilfe beantragen.
Dann natürlich sofort eine Anzeige bei der Polizei wegen Urkundenfälschung. Wenn du nichtmal im Land warst, dann stehen deine Chance aus der Sache raus zu kommen ganz gut.
Und merke: Niemand hat was zu verschenken. Und wenn man ein Notebook für 30 Euro bekommen soll, dann sind da mindestens 5 Haken dran.
Beitrag von snusi - 28.07.11 - 15:45 Uhr
Mit "ich war nicht im Lande" meinte ich so viel wie: "Rund 500km entfernt" der Vertrag wurde in Hannover abgeschlossen, ich befand mich aber das Wochenende in Leipzig.
Und das mit dem Notebook, ja, das war eine Lektion, die ich gelernt hab, ist nun aber auch schon ein paar Jährchen her, und jeder hat so seine Last zu tragen, denke ich. Meine heißt Vodafone. löl.
Beitrag von jogiyoda - 28.07.11 - 16:00 Uhr
hast du jetzt Leipzig in die Nähe von Frankfurt /Oder verlegt denn das Leipzig das ich kenne ist rund 250 Km von hannover weg.
Beitrag von snusi - 28.07.11 - 16:07 Uhr
Dann hab ich mich halt vertan, mein Gott.
Beitrag von kathi.net - 28.07.11 - 16:07 Uhr
Nee..... das ist doch Hin und Zurück 
Beitrag von snusi - 28.07.11 - 16:14 Uhr
Wenn ich jetzt erwähnen würde, dass ich in Erdkunde immer eine mitleids-4 bekommen habe, wäre mein Fehler dann zu verzeihen? 
Beitrag von kathi.net - 28.07.11 - 16:17 Uhr


na klar.
Und global gesehen, liegt es ja in unmittelbarer Nachbarschaft
Beitrag von anna031977 - 28.07.11 - 16:27 Uhr
Du brauchst keinen Anwalt, da Du im Recht bist...und dich zur Not, falls es zum Äußersten kommt selbst verteidigen kannst, da du Beweise hast...
Polizei - anzeigen - abwarten
Beitrag von manavgat - 28.07.11 - 18:12 Uhr
Anzeige bei der Polizei wegen Betrug.
Und die Anwältin ist weniger teuer, als der Ärger, wenn Du Dich nicht wehrst.
Gruß
Manavgat
Beitrag von ladyblue80 - 29.07.11 - 23:54 Uhr
Schreib der Inkasso Gesellschaft auf jeden Fall erstmal dass Du die Forderung bestreitest, dann dürfen die eh nicht weiter einziehen und müssen es einstellen.
Und dann zur Polizei und Anzeige erstatten wegen Betrug, Urkundenfälschung.
Das Paket hast Du aber nicht angenommen, ja?
