Kann man mit diesem Gehalt ein Haus finanzieren???

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Beitrag von lollipop24 - 31.07.11 - 20:57 Uhr

Hallo,


also erstmal zu den Eckdaten:


Haus ist Baujahr 1966, hat ca. 250qm, ist komplett unterkellert, Grundstück 1500qm, sehr gut in Schuss (klar, ein paar Renovierungen müsste man vornehmen, aber es ist wirklich sehr gepflegt, Fenster sind z.B. alle neu, Heizung ist vor 5 Jahren neu gemacht worden usw.....)


Kosten für Haus inkl. großem Grundstück 150.000 Euro (=ein Schnäppchen für diese Gegend)

Eigenkapital 20.000 Euro (gehen fast für die Kaufnebenkosten drauf)


Monatlicher Verdienst vom Mann: 2500 Euro nette + Kindergeld von 368 Euro
Monatlicher Verdienst von der Frau: ca. 400 Euro (da sie selbstständig ist, kann man das nie genau sagen, es könnte rein theoretisch auch mal 0 Euro sein, was aber anscheinend noch nie vorgekommen ist)


Laut Bank soll die monatliche Rate bei 750 Euro liegen.
Nebenkosten für das Haus (also Strom, Wasser, Heizung, Grundsteuer usw...) schätze ich jetzt auf mindestens 300 Euro

Ich weiss jetzt nicht was da noch für Kosten für Einen als Hausbesitzer drauf zukommen, ich selber habe nur eine Mietwohnung.

Ich persönlich finde das Einkommen sehr sehr knapp, ich glaube das ist echt verdammt hart kalkuliert.
Wie würdet ihr das Ganze einschätzen????


Achso, die Familie (es ist übrigens meine Schwester, daher weiss ich die Zahlen so genau) hat zwei Kinder ....
Auto ist auch vorhanden, ist aber bezahlt .... es ist aber ein teures Auto, das sicherlich auch ne Menge im Monat kostet an Sprit, Verschleiss, Inspektionen usw....


Wie denkt ihr darüber?


Danke euch schonmal für eure Meinungen!


Lg lollipop

Beitrag von jogiyoda - 31.07.11 - 21:04 Uhr

brutal knapp. Da darf aber in den nächsten Jahren weder mit Auto noch Haus etwas sein.

Beitrag von susannea - 31.07.11 - 21:08 Uhr

Ich finde das gar nicht knapp. Wir haben mit 2500 Euro netto und nur einem Gehalt mit einer Finanzierung von 1000 Euro monatlich angefangen (noch ohne Kinder) und das ging wunderbar, das war nämlich das Geld, was wir vorher jeden Monat sparen konnten, so gingen MIete und Nebenkosten als Geld für die neuen Nebenkosten ein und das klappt wunderbar.

Beitrag von vwpassat - 31.07.11 - 21:09 Uhr

Da die Frau ja anscheinend so gut wie nix verdient und 2 Kinder da sind, würde ich das Ganze bleiben lassen.

Was ist, wenn der Mann als Hauptverdiener ausfällt?

Beitrag von bruchetta - 31.07.11 - 21:20 Uhr

Es gibt eine Versicherung, die mußten wir, da mein Mann Hauptverdiener ist, bei der Bank abschließen.
Sie tritt bei Arbeitslosigkeit für die Hausrate ein.

Beitrag von frotteemonster - 01.08.11 - 02:13 Uhr

Genau so ist es. Deswegen, ja es ist machbar.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 01.08.11 - 07:23 Uhr

Hallo

JA, die gibt es. ABer die sind nicht gerade günstig.


Bianca

Beitrag von querulantin123 - 01.08.11 - 07:29 Uhr

Ich kenne niemanden, bei dem das nicht zu einer Katastrophe führen würde. Wir sind dagegen versichert.

Beitrag von zwiebelchen1977 - 01.08.11 - 07:32 Uhr

Hallo

Wir sind es (noch) nicht.

Bianca

Beitrag von marion2 - 01.08.11 - 08:58 Uhr

Hallo,

keine Berufsunfähigkeitsversicherung, keine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, keine Restschuldversicherung?

Das wäre grob fahrlässig.

Katastrophen kündigen sich nicht drei Monate vorher an, sie passieren einfach.

Gruß

Beitrag von curlysue1 - 01.08.11 - 09:38 Uhr

Wir haben auch keine dieser Versicherungen

Gruß

Beitrag von zwiebelchen1977 - 01.08.11 - 10:29 Uhr

Hallo

Doch, soeine in der Art haben wir.

Und Arbeitslos kann mein Mann Gott sei Dank nicht werden.

Bianca

Beitrag von curlysue1 - 01.08.11 - 09:08 Uhr

Bei uns wäre es keine Katastrophe, nicht schön, aber machbar.

Beitrag von pingumom - 31.07.11 - 21:41 Uhr

Hallo,

grundsätzlich lässt sich mit fast 3000 Euro Haushaltseinkommen sicher eine Immobilie finanzieren, eine evtl. Arbeitslosigkeit des Mannes oder Verdienstausfall durch Krankheit lässt sich ja auch durch zusätzliche Versicherungen abdecken. Die Provisionen wird sich auch kein fitter Bankberater im Bereich Immobilienfinanzierung entgehen lassen...

Ich finde es allerdings etwas wenig Eigenkapital - als Faustregel sollte man mindestens von 25% des Kaufpreises ausgehen.

Denn wenn alle Rücklagen komplett weg sind, darf wirklich gar nichts dazwischen kommen, sonst wird es schnell eng.

LG Pingumom

Beitrag von kleine1102 - 31.07.11 - 23:16 Uhr

Hallo,

grundsätzlich ist das schon möglich und je nachdem, wie die persönlichen Ansprüche der Familie sind (Urlaub, Ernährung, Markenkleidung, Freizeitgestaltung, ...) mehr oder weniger leicht zu "händeln".

Bei der finanziellen Situation und mit so wenig "Puffer"/Rücklagen würde ich möglichst einen Neubau vorziehen bzw, ein viel neueres Haus (klar, da ist der Kaufpreis höher und je nach Gegend ggf. die monatliche Belastung, aber dafür gibt es meist keine "bösen, ungeplanten Überraschungen" am/im Gebäude). Heizung und Fenster sind neu- was ist mit dem Dach, der Elektrik, den Wasserleitungen, etc.?

Hätte Deine Schwester bei Bedarf die Möglichkeit, kurzfristig mehr zu verdienen (ggf. auch im Angestellten-Verhältnis mit verlässlichem Gehalt)? Das wäre mir persönlich SEHR wichtig. Wenn bei dem Gehalt (ca. 2900€ plus Kindergeld) definitiv das Ende der finanziellen Möglichkeiten erreicht wäre, hätte ich wohl Bauchschmerzen.

Liebe Grüße #stern,

Kathrin

Beitrag von ballroomy - 01.08.11 - 08:59 Uhr

Für wieviel Jahr ist die Finanzierung denn angedacht? Können sie evt. die Laufzeit erhöhen? Sind Sondertilgungen möglich falls doch mal mehr Geld reinkommt, z.B. Erbschaft oder ein höherer Verdienst der Ehefrau?

Wie hoch ist die aktuelle Miete? Wieviel Geld blieb bisher jeden Monat übrig?


Beitrag von schnitte19840 - 01.08.11 - 09:25 Uhr

Ich finde das nicht zu Knapp.Die Kinder werden ja auch größer und deine schwester kann mehr arbeiten.

#winke

Beitrag von wemauchimmer - 01.08.11 - 09:34 Uhr

Neue Fenster hin oder her, bei einem Haus BJ 1966 muß man mit ansehnlichen und natürlich kräftig steigenden Heizkosten rechnen.
Das Dach ist 45 Jahre alt. Da wird man auch irgendwann die Grenze erreichen.
Also ich weiß nicht. Ich denke, mit dem Einkommen kann man das machen, wenn man es will und wenn man diesem Wunsch dann eben auch andere Dinge opfert, allen voran das teure Auto mit den hohen Unterhaltskosten.
Aber ohne Einschränkungen wird es nicht gehen. Es wird auch sicherlich eine recht teure Finanzierung sein.
LG

Beitrag von lollipop24 - 01.08.11 - 11:33 Uhr

Vielen Dank für all eure Antworten! Wow, mit so viel Resonanz hab ich ja garnicht gerechnet ;-)


Also es ist so, dass meine Schwester jederzeit wieder arbeiten gehen kann, die Kinder sind schon 5 und 10 Jahre alt, der Kleine kommt nächstes Jahr auch in die Schule und von daher wäre sie so flexibel, dass sie (wenn es wirklich notwenig wird) auch halbtags arbeiten gehen würde..... das hat sie mir auch gesagt, sie würde das sofort machen und ihre Selbstständigkeit nur noch nebenbei machen wenn es nötig wird!

Die Sache mit der Arbeitslosigkeit von ihrem Ehemann: ja, das habe ich auch gleich gesagt, was ist wenn das eintritt? Aber sie sagte mir dann "DAS kann dir IMMER passieren, dann dürfte man ja NIE irgendwas finanzieren" und ich muss ihr in der Hinsicht Recht geben.

Ihre Ansprüche allgemein, hmmm, schwierig zu beurteilen .... Lebensmittel denke ich, werden in einer ganz normalen Menge gekauft, auf Markenklamotten legen sie keinen großen Wert, im Urlaub waren sie das letzte Mal vor 4 Jahren und das war gerade mal ein verlängerte Wochenende und sie haben noch NIE gejammert das sie gerne in den Urlaub wollen, also von daher sehe ich das auch positiv!
Das Einzige was ich richtig negativ bewerten würde ist das teure Auto :-( Die Kosten fressen einen ja wahrlich auf, alle 2 Jahre neue Reifen Sommer wie Winter für über 1000 Euro finde ich schon heftig, genauso die Inspektionen sind sicher auch nicht gerade billig. Aber vielleicht wird das besser wenn sie sich von dem teuren Auto trennen und ein ganz normals und günstigeres Auto fahren (bereit sind sie dazu, hat sie mir gesagt) ....

Das es eine Versicherung gegen AL gibt, wusste ich garnicht. Was kostet das denn in Etwa im Monat?????


Alles in Allem hört es sich ja doch recht positiv von euch an!



DANKE für die vielen Antworten!


lg lollipop, die das Haus ihrer Schwester sehr wünscht :-)

Beitrag von haifa - 01.08.11 - 12:19 Uhr

Hallo,

ich denke, dass eine Finanzierung möglich ist, wenn man seinen Lebensstandart enorm herunterschraubt, viele Abstriche macht und neben der monatlichen Bakrate auch ordentlich (!) Geld anspart für Reparaturen.

Baujahr und Zustand des Hauses geben mir zu denken. Heizung und Fenster sind nicht alles: Neben dem schon erwähnten Dach (isoliert?) geben mir insbesondere die Elektroinstallationen und sanitären Einrichtungen sowie Rohre zu denken!
Wie Du schreibst: Preislich ein Schnäppchen - aber innen sicherlich noch viel Geld zu investieren!

Ich würde bei DIESER Immobilie die Finger davon lassen.

LG
haifa

Beitrag von sarahg0709 - 01.08.11 - 12:38 Uhr

Hallo,

unser Haus war mehr als doppelt so teuer. Alles in allem haben wir in etwa die gleiche Kredithöhe wie Ihr.

Nettoeinkommen 2500 € von Mann (Alleinverdiener). Monatliche Kreditrate 500 €.

Man kann damit zwar keine großen Sprünge machen, z.B. ist sparen nicht mehr möglich oder Urlaub, aber es geht.


LG

Beitrag von lichtenstein - 01.08.11 - 14:33 Uhr

Oh, das ist knapp. Wir liegen mit 4 Personen bei um die 400 Euro Nebenkosten, und unsere Wohnfläche beträgt gut 100 m² weniger.

Das Geld kann reichen, dann darf allerdings nichts ungeplantes dazwischen kommen. Auch ein bezahltes Auto wird älter und braucht Reparaturen oder neue Reifen, außerdem sollte schon Geld zur Seite gelegt werden, um es zu ersetzen. Das gilt auch für sämtliche Haushaltsgeräte- die gehen auch gerne mal kaputt, wenn es wirklich schlecht ist.

Mir persönlich wäre die Kalkulation zu knapp. Ich würde entweder niedriegere Raten vereinbaren, mir zusätzlich einen Job suchen oder noch etwas länger sparen.

Gruß

Lichtenstein

Beitrag von miau2 - 01.08.11 - 15:29 Uhr

Hi,
ich finde die 300 Euro NK erheblich zu knapp kalkuliert.

Wir kalkulieren (ohne Grundsteuer, da kommen 125 Euro pro Quartal noch dazu) gut 300 Euro NK pro Monat - bei 140qm Wohnfläche (plus Keller), aber einem heizkostentechnisch natürlich erheblich besserem Neubau und einem Mini-Garten. Ach ja, und freistehend ist es auch nicht.

Da würde ich bei einem Haus wie von dir beschrieben deutlich mehr ansetzen bei der Planung.

Das "was wäre wenn er die Arbeit verliert" - wenn man danach geht darf eigentlich fast keiner, der sein Haus über einen Kredit finanziert das so machen. In den seltensten Fällen ist es wohl so, dass auf das höhere Einkommen problemlos langfristig verzichtet werden könnte.

Ein bißchen realistische Selbsteinschätzung muss da schon her - wenn man einen Beruf hat, den heute niemand mehr braucht, und auf einem Schleudersessel sitzt weil der Chef einen eh schon im Visier hat ist das Risiko schon ein anderes als wenn man einen Beruf hat, der super gefragt ist und man (nach menschlichem Ermessen) felsenfest im beruflichen Sattel sitzt.

Aber von den Daten her fände ich es sehr knapp kalkuliert.

Was deine Schwester berücksichtigen sollte: Fenster neu und Heizung (relativ) neu ist gut, aber es gibt eine Vorschrift, die m.W. nach bis ende des Jahres zur Dämmung des Daches oder der obersten begehbaren Geschossdecke zwingt - da könnten noch mal Kosten auf sie zukommen.

Wenn sie das ernsthaft überlegen und auch mit der Überlegung, dass die Nebenkosten vermutlich deutlich höher sein werden als sie bisher planen das machen wollen sollten sie sich mit einem FAchmann (der natürlich auch wieder Geld kostet) das ganze angucken, um eine realistische Einschätzung zu haben, was gemacht werden MUSS oder sollte und was noch an Kosten auf sie zukommt.

Und ich muss auch ganz ehrlich sagen - bei zwei berufstätigen Erwachsenen (keine Ahnung, wie viel Zeit für ihre Tätigkeit drauf geht) finde ich 1500 qm Grundstück eine ziemlich sportliche Überlegung. Es sei denn, man steht auf "Naturgarten" ;-). Die 1000qm, die meine Eltern früher hatten haben viele, viele Wochenenden komplett blockiert, und wir Kinder wurden natürlich eingespannt, ob wir wollten oder nicht. DAS wäre nichts, was ich wollen würde. Was natürlich nicht heißen muss, dass das für deine Schwester auch gilt - aber das wäre halt ein Punkt, den man auch mal überdenken sollte.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von celineandres - 02.08.11 - 19:45 Uhr

Hallo,

also ich berichte mal von uns. Wir haben im Monat ca. 3000 € und werden jetzt anfagen zu bauen. Unsere Finanzierung beläuft sich auf 194.000 mit Grundstück. Abzahlen werden wir 760 €. Wir haben auch 2 Kinder und arbeiten beide. Ich sage mir wenn man etwas möchte dann erreicht man das auch und ich denke wenn man normale Ansprüche hat dann sollte es mit diesem Einkommen gehen.