Ich war bis vor kurzem echt dumm was das Thema Finanzen anging.
Seitdem ich seit 2 Jahren einen eigenen Haushalt führe merke ich für was wir eigentlich alle Geld zahlen 
OK. Ich kann verstehen das man Versicherungen abschließen muss wie Hausrat und Haftpflicht. Aber meine Eltern haben ein Eigenheim. Sie haben sich mit Mühe das Geld für das Grundstück zusammen gekratzt 50.000 € ohne Kredit. Es ist ihr Eigentum und trotzdem zahlen sie jährlich einen Betrag dafür das sie das Grundstück eben haben. Warum?
Um Wasserkosten zu sparen haben sie sich unter dem Gullideckel einen riesen Behälter auf dem Grundstück plazieren lassen. Und für das REGENWASSER müssen sie auch zahlen
gehört der Regen irgendjemanden oder was?
Ich hoffe ihr werdet nicht den Kopf schütteln über meine "Blödheit" was das Thema angeht. Vielleicht könnt ihr mir erklären warum man für alles zahlen muss?
Man muss in Deutschland ja wirklich für alles Zahlen...
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Beitrag von sweetelchen - 01.08.11 - 23:45 Uhr
Beitrag von ninnifee2000 - 02.08.11 - 07:17 Uhr
In einigen Gemeinden muss für die Abführung von Regenwasser gezahlt werden - wie auch bei meinen Eltern. Meines Erachtens, weil z.B. die Wartung der Rohre (Gullydeckel), die das Regenwasser abführen, auch was kostet. Wenn es bei meinen Eltern keine Gullydeckel vor dem Haus gäbe, würde wahrscheinlich das Regenwasser ins Grundstück reinlaufen - einfach auch weil meine Eltern am Fuß eine kleinen Berges wohnen. Außerdem wird die STadt durch diese Gebühr auch vor Erdrutschen (wie gesagt etwas bergig) geschützt. Die Hänge ins Tal werden durch dieses Geld gesichert.
Als ich Kind war, ist durch viel Regenwasser schon mal ein Hang abgerutscht. Da ist zwar nicht viel passiert, aber wenn die keine Befestigung machen würden, würden die Hänge immer wieder abrutschen und in die darunter liegenden Häuser schwabbern.
Und die Grundstücksgebühr kann man im Grunde genauso rechtfertigen. EIn Grundstück liegt an einer öffentlichen STraße an. Mit den Gebühren wird der Winterdienst bezahlt, wenn nötig auch eine neue Straßendecke oder die Säuberung der Straße.
Und trotzdem müssen viele Gemeinden schauen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen. Kannst du das jetzt irgendwie nachvollziehen, wofür die erhobenen Gebühren sind?
Beitrag von parzifal - 02.08.11 - 09:32 Uhr
Eine Stadt hat auch Kosten zu tragen. Reicht das als Begründung für die Grundsteuer?
Bezüglich des Regenwasser kenne ich mich nicht aus. Geht es um Regenwasser was im Haus verwendet wird und als Abwasser in die Kanalistion geht?
Oder handelt es sich ausschließlich um Wasser zum Gartengießen? Im letzteren Fall stimme ich Dir zu.
Beitrag von marion2 - 02.08.11 - 11:36 Uhr
Hallo,
wenn deine Eltern Regenwasser ins Abwassernetz einspeisen (über die Waschmaschine oder die WC-Spülung) müssen sie - ganz klar - dafür auch Abwassergebühren zahlen.
Gruß
Beitrag von nele27 - 02.08.11 - 12:03 Uhr
Hi,
naja, der Staat muss für all seine Aufgaben Geld bekommen und das in Form von Steuern.
Wem man dabei wie viel abzwackt, da kann man stundenlang drüber streiten.
Fakt ist nur, dass eben alle Bürger in irgendeiner Form ihren Möglichkeiten entsprechend belastet werden sollen und es daher Steuern auf alle Arten von Besitz/Einkommen gibt.
Und da gehört Grundsteuer auch zu. Ein anderer wohnt zur Miete und musste auf das Geld, was der dem Vermieter überweist, vorher Lohnsteuer zahlen UND zahlt auch Grundsteuer (der Vermieter legt das auf die Mieter um, das gehört zu den Nebenkosten).
Verantwortliche haben sich über die Jahre eben ein System ausgedacht, nachdem jeder mehr oder weniger zahlen muss. Man wird immer Ungerechtigkeiten finden und die meisten haben eben das Gefühl, dass gerade sie zu viel zahlen. Aber der Staat braucht eben Geld um Infrasturktur und Sozialleistungen zahlen zu können...
Ich finde auch einiges überflüssig, von anderen Dingen profitiere ich - da kann jeder was finden.
Man kann sich drüber streiten, ob der Staat viele Steuern einnehmen und sich dann um viel kümmern soll, oder ob die Bürger sich lieber in vielen Dingen selbst finanzieren müssen... da gibts unterschiedliche Meinungen.
LG; Nele
Beitrag von sweetelchen - 02.08.11 - 12:59 Uhr
Oh je.. gut das mit dem Abwasser ist einleuchtend.
Aber warum zahlt man für sein eigenes Grundstück. Es ist ja vollkommen IHRES und war auch nicht gerade billig warum darf man dafür auch noch kassieren?
Beitrag von nele27 - 03.08.11 - 09:30 Uhr
Na, weil man auf Besitz Steuern zahlt... auf den Besitz von Geld z.B. zahlst Du auch Steuern.
Wenn ich irgendwoher Kohle gechenkt bekomme ist das auch MEINS. Trotzdem zahl ich Steuern bei gewissen Beträgen.
Was ich gut verstehen kann, ist dass das System Unmut hervorruft, weil es so kompliziert ist und so viel hier und da abgesetzt werden kann. Da kann ich Dich schon verstehen.
Aber warum sollte einer, der viele Häuser hat und daher reich ist, nichts zahlen und einer, der viel verdient, aber keine Häuser hat, massig zahlen? Wenn beide an Besitz dasselbe haben?
Wenn Du es mal so betrachtest, leuchtet es ein 
Beitrag von ong_xa - 03.08.11 - 10:41 Uhr
Das stimmt nicht so ganz. Man zahlt für das EIGENTUM an Grundstücken und deren Bebauung. Die Grundsteuer ist eine der wenigen Substanzsteuern die unser Steuerrecht kennt. Dabei ist sie eine der ältesten Steuern überhaupt und war bereits im alten Rom bekannt.
Das man für das Eigentum an Grund und Boden Steuern bezahlt lässt sich vielleicht durch die natürliche Begrenzung des Angebots erklären. Die Grundsteuer ist in ihrer Höhe aufgrund der niedrig angesetzten Einheitswerte eher moderat.
Für andere Arten von Vermögen wird keine (ausser Erbschaftssteuer) werden keine Steuern erhoben, allenfalls für Erträge aus diesen.
Insgesamt spielen Substanzsteuern in Deutschland eine geringere Rolle als in anderen Industriestaaten.
Beitrag von nele27 - 03.08.11 - 12:48 Uhr
für die Spezifizierung. Ich bin kein Steuerexperte.
Hier in Hamburg ist die Grundsteuer übrigens ätzend hoch. Aber gut, damit muss man dann leben.
Ich würde, wie ich unten schrieb, alle Vermögen möglichst einheitlich besteuern... Erwerbsarbeit mit dem prozentualen Einheitssteuersatz, andere Vermögen in Anlehnung daran.
Also erreichen, dass alle prozentual zu ihrem wie auch immer gearteten Vermögen dasselbe zahlen.
Beitrag von zeitblom - 02.08.11 - 13:35 Uhr
Dass der Staat/Komune finanziert werden muss, ist klar. Doch ob es sinnvoll ist, zahlreiche Steuerarten (von Absetzungsmoeglichkeiten ganz zu schweigen) steht auf einem anderen Blatt.
Beitrag von nele27 - 03.08.11 - 09:25 Uhr
Da bin ich ganz bei Dir. War damals sogar für das Modell von dem Professor aus Heidelberg
Auch wenn "meine Politiker" damals über ihn übel gelästert haben...
Ich finde schon die Pendlerpauschale zum K*****, obwohl ich von ihr massig Kohle zurückbekommen habe. Aber eigentlich ists mein Privatvergnügen wo ich wohne...
Ebenso die Stkl. 3, von der ich lange profitiert habe, und die steuerfreien Minijobs. Ein Unding. Ganz zu schweigen von Absetzmöglichkeiten für große Fische.
Meiner Meinung nach soll jeder einen Prozentsatz zahlen, dann noch Kinderfreibeträge und gut ists. Ist doch am gerechtesten? Aber das wird sich NIE durchsetzen, dazu gibts einfach zu viele Nutznießer der jetzigen Subventionen.
Beitrag von ong_xa - 03.08.11 - 11:07 Uhr
"Meiner Meinung nach soll jeder einen Prozentsatz zahlen, dann noch Kinderfreibeträge und gut ists"
Soll das heissen 1 Steuerart und 1 Steuersatz für Alle ?
Beitrag von nele27 - 03.08.11 - 12:45 Uhr
Einen Steuersatz auf Gewinn aus Erwerbsarbeit. x Prozent auf das Einkommen.
Dann gibt es ja noch andere Einkommensarten, dafür noch eine möglichst einheitliche, an diesen einfachen Satz angelehnte Regelung.
Und ganz wichtig: Das Streichen aller Subventionen außer die Kinderfreibeträge (das ist ja mW eh fest in der Verfassung verankert). Lieber prozentual von vornherein weniger zahlen und dann hinterher eben keine Pendlerpauschale und dergleichen wiederbekommen.
Es muss doch irgendwie auch einfach gehen!
Ich kriege jedes Jahr einen Batzen Geld wieder, das ist ja auch schön und gut. Aber noch besser wäre es doch einheitlicher. Und vom Streichen der Subventionen profitieren vor allem die kleineren Leute, weil die großen Firmen doch mehr bekommen als der vielzitierte kleine Mann.
Oder wie würdest Du das gerecht aufteilen?
Beitrag von ong_xa - 04.08.11 - 10:09 Uhr
Also ich finde das derzeitige System mit seinen Progressions- und Proportionalzonen vom Grundsatz her völlig in Ordnung. Es erscheint mir sinnvoll, hier ein Stück weit für Umverteilung zu sorgen. Das sichert die Einnahmen des Staates und sorgt für eine gesellschaftliche Balance. Ein einheitlicher Steuersatz für Alle wird vermutlich von der Mehrheit der Menschen nicht akzeptiert werden.
„Dann gibt es ja noch andere Einkommensarten, dafür noch eine möglichst einheitliche, an diesen einfachen Satz angelehnte Regelung“
Vom Grundsatz her ist das bei der Einkommensteuer der Fall. Allerdings müsste man noch die Abgeltungssteuer zurücknehmen, was ich auch befürworten würde.
„Und ganz wichtig: Das Streichen aller Subventionen“
Da wäre ich ein wenig vorsichtiger. Die Einkommensteuer soll ja die Menschen nach Ihrer Leistungsfähigkeit belasten. Diese lässt sich nicht
alleine durch die Einkommenshöhe beurteilen. Es gibt allerdings eine Menge Spielraum für Vereinfachungen. Die Pendlerpauschale wäre
für mich nicht der erste Ansatzpunkt, eher schon die Dienstwagenregelung – auch wenn dann bei Audi die Verkaufszahlen gegen Null gehen würden.
Was Kindergeld betrifft müsste eine Anpassung an sich ändernde Verhältnisse erfolgen, die weit über das Festlegen von Steuerfreibeträgen hinausgeht.
Was allerdings gerne unterschlagen wird: Die Einkommensteuer ist ein sinkender Stern. Sie macht mittlerweile nur noch ca. 30% des Gesamtsteueraufkommens aus. Der Großteil der Steuern wird über die indirekten Steuern eingenommen. Damit relativiert sich der Umverteilungseffekt der Einkommensteuer erheblich, denn diese Steuern belasten alle Einkommensbezieher vom Hartz IV-Empfänger bis zum Spitzenverdiener gleich. Man sollte daran denken, dass niedrigere Einkommensbezieher einen viel höheren Anteil ihres verfügbaren Einkommens konsumieren als die „Bestverdiener“, die eine hohe Sparquote haben.
In den Diskussionen rund um die Steuer geht es immer nur um Einkommenssteuer.
Die FDP stellt sich immer wieder in die erste Reihe und weißt darauf hin, dass Leistungsträger extrem hoch belastet sind und eine weitere Belastung den Leistungsprozess stören würde und die Gutverdiener ins Ausland treiben würde.
Stets wird dann auch behauptet, dass die 10 Prozent der Bestverdienenden über 50 Prozent des Steueraufkommens bringen würden. Das klingt oberflächlich logisch, aber bei genauerer Betrachtung lässt sich keine der Behauptungen aufrechterhalten.
Ein Punkt der bei Steuerdiskussionen grundsätzlich nicht diskutiert wird ist die Unternehmensbesteuerung. Unser Steuersystem benachteiligt
• Aktivität („Werte schaffen“) gegenüber Passivität („Werte verwalten“),
• Eigenkapital gegenüber Fremdkapital
• Investitionen in Deutschland gegenüber Investitionen im Ausland
„Oder wie würdest Du das gerecht aufteilen?“
Gerechtigkeit liegt ebenso wie Schönheit oder Wahrheit im Auge des Betrachters. Ich würde versuchen das Steuersystem so zu gestalten, dass es die Gesellschaft im Gleichgewicht hält und zudem ein volkswirtschaftliches Wachstum begünstigt und damit auch Beschäftigung begünstigt.
Beitrag von nele27 - 04.08.11 - 14:21 Uhr
Moin,
es ist sehr interessant, was Du schreibst ![]()
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Da wäre ich ein wenig vorsichtiger. Die Einkommensteuer soll ja die Menschen nach Ihrer Leistungsfähigkeit belasten. Diese lässt sich nicht
alleine durch die Einkommenshöhe beurteilen.
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Schon, aber ist es nicht mein Privatvergnügen, wenn ich der Meinung bin, 50 km von meiner Arbeit wegzuziehen? Oder wenn ein Ehepaar sich entscheidet, dass einer zu Hause bleibt. Warum muss der Staat den anderen dafür mit der Klasse 3 belohnen, auch wenn noch nicht mal Kinder da sind?
Unterm Strich bekommen doch "die Reichen" bzw. "die großen Unternehmen" sowieso viel mehr Subventionen, sodass sie bei Abschaffung stärker belastet würden. Wenn der Einheitssteuersatz dann niedriger wäre als die jetzige Belastung, weil man ohne die ganzen Subventionen eh mehr einnimmt, dann hat der kleine Mann vll nicht mehr seine Pendlerpauschale, dafür aber weniger Steuern zu zahlen. Oder mache ich da einen Denkfehler?
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Was Kindergeld betrifft müsste eine Anpassung an sich ändernde Verhältnisse erfolgen, die weit über das Festlegen von Steuerfreibeträgen hinausgeht.
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Aber wie soll man das denn zumindest auf die Steuern bezogen sonst machen? Die ständige Erhöhung von Kindergeld seh ich eher kritisch. Sie kostet in der Summe eine Menge und bringt dem Einzelnen wenig, wenn er davon 430 Euro Kita bezahlen soll, wie wir zuletzt (inzwischen ists weniger, da nur noch ein Einkommen und ein Halbtagsplatz). Da wäre ein Investition in die Infrastruktur für Kinder sinnbringender - es sei denn, man will eben die Hausfrauenehe und das Zuhausebetreuen von Kindern fördern.
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In den Diskussionen rund um die Steuer geht es immer nur um Einkommenssteuer.
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Ja, das finde ich auch blöde, denn anderes Einkommen / Besitz wird nicht berücksichtigt. Dabei machen gerade Werte, die nicht aus dem Einkommen resultieren erhebliche Unterschiede aus. Wer hier in Hamburg ein Haus vererbt bekommt kann schon mal mindestens n Tausender weniger verdienen als der Nachbar, der es selbst abzahlen muss (nachdem er vorher auf dieses Geld Steuern gezahlt hat).
Ach, es ist kompliziert 
Beitrag von ong_xa - 04.08.11 - 23:28 Uhr
Die Pendlerpauschale und das Splitting dürften schon wegen des GG nicht gekippt werden können. Bei der Pendlerpauschale gab es vor ein paar Jahren mal den Versuch einer Kürzung, der dann per BGH-Urteil wieder rückgängig gemacht werden musste.
Ich glaube nicht, dass jemand aus Vergnügen "50 km von der Arbeit wegzieht". Es ist eher umgekehrt. Man wechselt den Job und behält den Wohnort bei. Wenn man sich der Sache sicher ist kann man immer noch umziehen. Ich glaube das nur wenige Leute das Pendeln lange machen möchten, denn es ist eher eine Belastung. Es kostet ja nicht nur Geld sondern auch eine Menge Zeit, die man sicher besser verbringen kann als im Stau vor dem Elbtunnel. Man möchte auch nicht wegen jedem Jobwechsel oder jeder vagen Chance den Wohnort wechseln - noch weniger wenn man ein eigenes Haus oder eine Wohnung hat. Ein Umzug ist ja auch nicht kostenlos und häufig weiss man zu Anfang nicht wie sich die Dinge entwickeln.
Wenn man das Ehegattensplitting beseitigt, bedeutet das, dass man ein Paar oder eine Familie nicht als wirtschaftliche Einheit sieht sondern als unabhängige "Einheiten". Müsste der Staat dann nicht konsequenterweise einem nicht berufstätigen Ehepartner Sozialleistungen gewähren?
Was Streichungen angeht, sollte man meiner Meinung nach den Focus eher auf die Dinge legen, die nur sehr wenigen Menschen mit höheren Einkommen zugute kommen. Zum Beispiel müsste das ganze Riester- und Rürupzeugs wegfallen. Das nützt nur sehr wenigen, wird aber von der großen Allgemeinheit gespeist - mal abgesehen davon, dass es nur teurer Unfug ist.
Mal eine Zahl zum Nachdenken: 34%-36% !
Das ist der tatsächliche Steuersatz den die oberen 10 % effektiv auf ihre Einkommen bezahlen. Wie sollte der einheitliche Einkommensteuersatz in Deutschland aussehen? Möchtest Du der gesamten Bevölkerung 30% zumuten? Das wäre immer noch eine Entlastung für die Bestverdiener und eine gigantische Steuererhöhung für die Meisten.
"Da wäre ein Investition in die Infrastruktur für Kinder sinnbringender "
Genau das wollte ich mit meinen krummen Satz sagen. Für wieviele Kinder musstest Du 430 EUR bezahlen? Ich zahle für meine Tochter 117 EUR im Monat. Es zahlen alle Eltern einkommensunabhängig das Gleiche.
"das finde ich auch blöde, denn anderes Einkommen / Besitz wird nicht berücksichtigt."
Man muss sauber zwischen Einkommensteuer und Substanzsteuer (Vermögenssteuer, Grundsteuer, Erbschaftssteuer) unterscheiden.
Die Substanzsteuer macht in Deutschland nicht mal 1% des Gesamtsteueraufkommens aus, in den USA dagegen das 3-fache.
Gerade weil die Substanzsteuern hier so bescheiden sind, sollten sich die gut verdienenden und vermögenden Mitmenschen nicht zu sehr über vermeintliche zu hohe Einkommensteuern aufregen. Im internationelen Vergleich liegt unsere Besteuerung auf Rang 15 von 24 OECD-Staaten.
Beitrag von kawatina - 02.08.11 - 18:15 Uhr
Hallo,
ich zahle für meine 120 qm² kleine Mietwohnung mehr Grundsteuer (gleiche Stadt), als meine Mutter für beide Häuser mit insgesamt 2500 qm² Land - muss ich doch auch nicht verstehen oder?
Beitrag von sweetelchen - 02.08.11 - 23:13 Uhr
Gesetze....DIE muss man nicht verstehen..
Beitrag von bezzi - 03.08.11 - 15:06 Uhr
Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer ist der Einheitswert. Wenn Deine moderne 120 qm Wohnung wertvoller ist als die beiden alten Häuser mit Grundstück, dann wird das so stimmen.
Beitrag von kawatina - 03.08.11 - 17:30 Uhr
Hallo,
bei dem Wort "modern" muss ich nun schmunzeln , da ich gerade eine neue Bleibe suche, weil das eher eine verkommene Immobilie ist.
Also verkommen in allen Bereichen, in denen der Vermieter zuständig ist, wie Fenster, Heizkörper, Treppenhaus usw.
Allerdings bin ich jetzt ja die einzige nichtgewerbliche Mieterin - alle anderen sind bereits desertiert. Modern wirds erst, wenn jemand auszieht
Dann gibts neue Fenster, Heizkörper usw.
Beitrag von amadeus08 - 05.08.11 - 14:48 Uhr
warum man bezahlen muss? Weil der Staat, die Stadt, das Land, die Kommune oder wer auch immer, Geld benötigt um die Dinge instand zu halten und zu bauen, die wir alle benutzen........Straßen, Wege, Ampelanlagen, Straßenlampen, Kindergärten,Krankenhäuser etc etc etc.
Oder woher sollte das Geld wohl sonst kommen ???
Dass dabei manches nicht immer gerecht ist und auch viel Geld für Unnützes ausgegeben wird, das ist eine andere Geschichte.
Das mit dem Regenwasser kann ich so fast nicht glauben.
Sie zahlen doch bestimmt fürs Abwasser oder??? Dafür müssen nämlich alle zahlen, egal ob es Regenwasser oder Leitungswasser oder sonstwas ist, denn fürs Abwasser (zum Beispiel Toilette) werden ja die städtischen Leitungen benutzt.
Lg
